Schweiz
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ARCHIV -- ZUM RUECKZUG VON NATIONALRAT TONI BRUNNER AUS DER POLITIK PER ENDE JAHR AM FREITAG, 24. NOVEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN  FOLGENDES BILDMATERILA ZUR VERFUEGUNG -- Portrait von Toni Brunner, Parteipraesident der Schweizerischen Volkspartei SVP, Nationalrat  und Bauer, aufgenommen am 9. Juli 2008 im Heustock seines Hofes bei Wattwil, Schweiz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Landwirt Toni Brunner (SVP) hat sich bereits aus dem Parlament verabschiedet. Weitere Bauernvertreter werden folgen. Bild: KEYSTONE

Abgänge im Parlament: Den Bauern droht ein Machtverlust

Mehrere langjährige Vertreter der Landwirte räumen ihren Sessel im Parlament.

Maja Briner / ch media



Wer sich im Bundeshaus mit den Bauern anlegt, hat es schwer. Das zeigte sich, als der damalige Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann vor anderthalb Jahren den Hosenlupf wagte: Mit einem Bericht zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik verärgerte er den Bauernverband. Dieser protestierte wegen der skizzierten Marktöffnung lautstark – und brockte dem Bundesrat im Parlament eine Niederlage ein: Der Nationalrat wies den Bericht an den Bundesrat zurück.

Die Bauern demonstrierten damit einmal mehr ihren Einfluss im Parlament. Doch dieser könnte bröckeln: Bereits während der laufenden Legislatur haben mehrere einflussreiche Landwirte ihren Sessel im Nationalrat geräumt: der ehemalige Bauernpräsident Hansjörg Walter (SVP), der frühere SVP-Präsident Toni Brunner sowie CVP-Nationalrat Jakob Büchler.

«Wir werden kämpfen müssen»

Bei den nationalen Wahlen im Herbst könnte die Zahl der Landwirte weiter schrumpfen: Markus Hausammann (SVP), Walter Müller (FDP) und Alice Glauser-Zufferey (SVP) treten nicht mehr an. Auch bauernnahe Vertreter wie etwa der Zuger FDP-Nationalrat Bruno Pezzatti, Vorstandsmitglied des Obstverbands, und der Thurgauer SVP-Ständerat Roland Eberle verabschieden sich aus dem Parlament.

«Rein zahlenmässig waren wir im Parlament immer eine kleine Minderheit.»

Markus Hausammann, abtretender SVP-Nationalrat

Hausammann hofft, dass ein Landwirt sein Nachfolger wird. «Wir werden dafür kämpfen müssen, die Stellung der Bauern zu halten», sagt er. «Allerdings: Rein zahlenmässig waren wir im Parlament immer eine kleine Minderheit.» Er traue es den Bauern im Parlament auch künftig zu, «ihre Anliegen dank guten Argumenten durchzubringen».

Die personellen Abgänge sind indes nur das eine. Hinzu kommt: Die traditionell bauernfreundlichen Parteien CVP, BDP und SVP stellen aktuell im Nationalrat eine knappe Mehrheit. Bei den kantonalen Wahlen mussten jedoch alle drei Parteien Federn lassen. Zeigt sich dieser Trend auch auf nationaler Ebene, könnten die Bauern an Unterstützung verlieren. «Bürgerliche Bauernmehrheit bedroht», titelte die Zeitung «Schweizer Bauer» deswegen kürzlich.

Einer, der sich über den grossen Einfluss des Bauernverbands ärgert, ist Nationalrat Beat Jans, in der SP für die Landwirtschaft zuständig. Er sagt: «Falls CVP und SVP bei den Wahlen Sitze im Parlament einbüssen, verliert der Bauernverband an Einfluss. Und es wäre höchste Zeit, dass dies geschieht.» Der Bauernverband sei momentan «praktisch allmächtig». Wie sich die Agrarpolitik konkret ändern würde, sei indes schwierig abzuschätzen.

An einflussreichen Orten

Allerdings werden sich die Mehrheitsverhältnisse im Parlament nur ändern, falls es grosse Verluste bei den drei Parteien gibt, wie Bauernpräsident und CVP-Nationalrat Markus Ritter vorrechnet: CVP, BDP und SVP haben heute 105 der 200 Sitze im Nationalrat; dazu kommen fünf bis acht Sitze in der FDP, die laut Ritter «landwirtschaftsnah» sind. Bei Fragen des Grenzschutzes können die Bauern zudem auf die Unterstützung der Grünen zählen. «Bei kleinen Verschiebungen wird sich daher kaum etwas ändern», schätzt Ritter. Bei grösseren Verschiebungen sei die Frage, wer gewinne und welche neuen Mehrheiten möglich seien.

Klar ist: Auch wenn Grüne und Grünliberale ihren Höhenflug fortsetzen könnten, wären sie neben der SP auch auf bürgerliche Unterstützung angewiesen, um der Agrarpolitik einen grünen Stempel aufzudrücken.

Entscheidend sei zudem, so Ritter, wer gewählt werde – und wer führende Rollen besetzen könne. Diesbezüglich sieht es für die Bauern aktuell gut aus: Ritter selbst beispielsweise sitzt derzeit in der einflussreichen Wirtschaftskommission, die SVP wird vom Agronomen Albert Rösti präsidiert – um zwei Beispiele zu nennen. Und: Im Bundesrat ist mit Guy Parmelin ein ehemaliger Winzer für die Landwirtschaft zuständig.

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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • la vérité 24.04.2019 16:12
    Highlight Highlight Schaffen wir doch die Landwirtschaft in der Schweiz ab -
    das Fleisch und die Milchprodukte kommen ja sowie aus der Migros/Coop etc. oder noch besser Billigprodukte aus Deutschland!!!
  • wolge 24.04.2019 02:12
    Highlight Highlight Wird auch Zeit dass nicht dauernd ein wirtschaftlich unbedeutender Zweig über die Schweiz bestimmt.
  • Maese 23.04.2019 18:38
    Highlight Highlight An alle Skeptiker...
    Wie würde euer Betriebskonzept für einen landwirtschaftlichen Betrieb aussehen?

    Der Bund gibt die Rahmenbedingungen vor: BV Art. 104.

    Dieser sieht weit mehr vor als die sichere Ernährung der Bevölkerung. Unter anderem die Erhaltung der Bioversität.
    Und um diese ökologische Leistungen zu entschädigen erhalten die Landwirte Direktzahlungen.
    • wolge 24.04.2019 02:15
      Highlight Highlight Erst würde ich mal eine Marktanalyse durchführen. Diese käme wohl zum Ergebnis dass es viel zu viele Bauern hat in der Schweiz, als dass diese rentieren könnten.

      Danach würde ich ein Softwareunternehmrn gründen... Halt etwas mit Zukunft
    • Maese 24.04.2019 09:36
      Highlight Highlight @ wolge
      Der einfachste Weg ist nicht immer der Beste..
      Kulturland braucht Pflege sonst hält der Wald einzug. Besonders im Berggebiet ist eine rationelle Arbeisweise nicht immer möglich. Hoher Personalaufwand ist die Folge. Wenn alle "aufhören" würden wäre eine grossflächige Verwaldung unumgänglich. Davon wäre auch der Tourismus betroffen.


    • wolge 24.04.2019 21:38
      Highlight Highlight @Maese was ist gegen Natur und Wald einzuwenden? Ich benötige kein Kulturland sondern echte Natur.

      In praktisch keinem Land das ich bereist habe wird die Natur so kontrolliert und gesteuert wie in der Schweiz.

      Lass die Natur natur sein
  • Nüübächler 23.04.2019 17:26
    Highlight Highlight Ist eigentlich schade. Viele Leute sind heute seeeehr weit weg von der Nahrungsmittelproduktion und haben absolut keine Ahnung woher unsere Nahrung kommt. Logisch vom Grossverteiler!? Aber ich kenne seit Bruder Klaus keinen einzigen Homo sapien der es lange ohne Nahrung schafft. Und jeder ist erpicht möglichst gesund zu essen. Und da kommen sie alle und wollen am liebsten alle Landwirte weg haben. Meine Lieben, wollt ihr selber Gras weiden? Oder wollt ihr euch mit hungrigen Bäuchen an Blumenwiesen sattsehen?
    • Snowy 23.04.2019 17:56
      Highlight Highlight Niemand will die Bauern weghaben.

      Viele Leute haben aber die Nase gestrichen voll von den Agrarlobbyisten (Politikern), welche unbedingt noch gleich bauern wollen wie in den 60-er Jahren (ausser natürlich mit neuen Traktoren und sonstigem fancy Gerät, welches der Stuerzahler bezahlen darf).
    • RETO1 24.04.2019 12:46
      Highlight Highlight kein Bauer wirtschaftet wie vor 60 Jahren und niemand will das
  • Raber 23.04.2019 15:47
    Highlight Highlight Die Milchwirtschaft ist doch ein gutes Beispiel. Eigentlich hätten die Bauern es ja in der Hand, weniger Milch produzieren und somit würde die Milch automatisch teurer werden. Die meisten hier kaufen gerne Schweizer Milch. Sich aber beschweren,dass sie zuwenig Geld pro Liter Milch bekommen...irgendwie eine Schlange die sich in den Schwanz beisst.
    • Maese 23.04.2019 18:26
      Highlight Highlight @Raber
      Das grösste Problem sind die wenigen Abnehmer/Verarbeiter. Diese X-Struktur verhilft ihnen zu viel Macht. Jeder Liter Milch wird gerne vom Verarbeiter angenommen. Ansonsten werden die Importe erhöht, da der Milchüberschuss in grossenteilen Europas ein Problem darstellt.
  • Lowend 23.04.2019 12:24
    Highlight Highlight Diese Angst ist gänzlich unbegründet, denn sie beträfe nur die nationale Politik! Wenn man dagegen anschaut, wie viele Bauern in den Kantonsparlamenten, z.B. im Grossen Rat des Kt. Bern hocken, kann einem übel werden!

    Von 160 Parlamentariern haben im Kt. Bern sage und schreibe 37 einen direkten Bezug zur Landwirtschaft! Das sind 23% oder knapp ein Viertel!

    Kein Wunder gehört Bern zu den Schlusslichtern, was Innovationen, aber zu den Spitzenreitern, was Subventionen angeht!

    https://www.schweizerbauer.ch/politik--wirtschaft/agrarpolitik/bern-8-neue-baeuerliche-grossraete-41274.html
  • Ichsagstrotzdem 23.04.2019 11:25
    Highlight Highlight Ups. Damit könnten bisher unter- oder nicht vertretene Bevölkerungsgruppen plötzlich an Einfluss gewinnen.
    Man stelle sich den Horror vor, wenn auf einmal Arbeitnehmer, Patienten oder Individualverkehrsteilnehmende in der Politik mitreden würden. Ei ei ei!
  • Patho 23.04.2019 09:23
    Highlight Highlight In Deutschland kostet ein Liter Milch im Laden weniger, als bei uns ein Bauer für den Liter erhält, mit den entsprechenden Konsequenzen für die Tiere (Massentierhaltung statt kleinere Betriebe, wo der Bauer noch einen Bezug zum Tier hat und die Tiere den Bauern erkennen). Wir können die Subventionen schon streichen, nur wird es dann keine qualitativ hochwertigen, Schweizer Landwirtschaftsprodukte mehr geben, sondern nur noch Billigprodukte wie in der EU, die Tiere werden danken – NICHT... Die Rechnung ist ganz einfach, mehr Qualität und Tierwohl = mehr Kosten, weniger Markt, Wert ist es das!!!
    • Patho 23.04.2019 09:29
      Highlight Highlight Was aber längst fällig ist, sind die Direktzahlungen zu streichen für nicht-landwirtschaftsrelevante Dinge, wie z.B. einen Brunnen auf dem Hof zu haben, oder die Fenster mit Blumen zu schmücken... Diese Direktzahlungen sind unnötig und lächerlich!
    • Platon 23.04.2019 11:06
      Highlight Highlight @Patho
      Subventionen streichen, Direktzahlungen für öffentliche Güter wie Umweltschutz und Tierwohl belassen. Wohin haben uns die Subventionen gebracht? Die Milchbauern überproduzieren, sodass sie mausarm sind, die Böden sind mit Stickstoff vollgepumpt und als Konsument bezahl ich einen viel zu hohen Preis im Laden sowie noch Steuergelder. Die Ergebnisse unserer Agrarpolitik sind verheerend, wir erreichen keines unserer Umweltziele, gehören im europäischen Vergleich fast zu den Grüseln. Ich will hochwertige Produkte, allerdings reicht es, wenn ich dafür im Laden bezahle.
    • Skip Bo 23.04.2019 11:09
      Highlight Highlight Patho, absolut richtig. Diese so genannten Landschsftsqualitätsbeiträge (LQB) hat Mittelinks reingewürgt, gegen den Widerstand der Landwirtschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sheimers 23.04.2019 09:17
    Highlight Highlight Juristen und Banker übernehmen die ehemalige Bauernpartei.
    • Pafeld 23.04.2019 11:01
      Highlight Highlight Warum im Präsens? Seit Blocher die Partei vor rund 30 Jahren gekauft hat, dient sie primär den Interessen von Besserverdienenden. Die Bauern waren immer nur als Deko und als Wahlvieh gut genug, denen man einfach nur genug Subbventionen, pardon, Direktzahlungen reinbuttern musste, und schon nickten sie so ziemlich alles ab, was der Finanzfilz wollte. Solange die Schweizer Bauern nur noch die Stiefelknechte vom Grosskapital sind, kann deren Einfluss gar nicht schnell genug sinken.
  • äti 23.04.2019 09:01
    Highlight Highlight Warum immer nur 'kämpfen'? Bessere Ideen und Vorschläge sind wesentlich effizienter.
    • Skip Bo 23.04.2019 11:13
      Highlight Highlight Äti, meine Meinung. Es darf doch nicht sein, dass die Lebensmittelproduktion nur noch dank Durchhalteparolen gemacht wird. Übrigens hat Effizienz nicht nur mit der Betriebsgrösse zu tun.
      Betreffend Ideen bin ich offen für deine Vorschläge.
  • De Flip 23.04.2019 08:23
    Highlight Highlight Es würde Zeit, dass die Bauern ihre Macht in Bern verlieren würden. Die CH ist schon seit ein paar Generationen kein Agrarland mehr. Ausserdem ist es auch nicht Sinn und Zweck der Übung, einen unrentablen Bauernhof nur noch durch Subventionen am leben zu erhalten.
    • Juscht 23.04.2019 14:44
      Highlight Highlight Bauern sind nicht nur für die Nahrungsmittelproduktion verantwortlich, sie betreiben auch Landschaftspflege. Sonst würde überall ein Wald stehen. Um den Wald dann wieder für Gemüse/Obst sowie Futter fruchtbar zu machen muss dann mehr investiert werden, als wenn das Land stetig gepflegt wird. Wenn die Grenzen mal dicht sind, wären Sie bestimmt einer der Ersten, welche Nachts den Bauern das Obst & Gemüse stiehlt.
    • De Flip 23.04.2019 16:24
      Highlight Highlight @Juscht
      Ich glaube ohne Bauern würde nicht überall Wald stehen, ohne Förster schon eher. Landschaftspflege, da gebe ich ihnen durchaus Recht.
      Die traumhafte Vorstellung von einer Schweiz die sich selbst versorgen kann ist leider bereits seit dem 1. WK ein reines Wunschdenken gewisser Partein. Da muss ich Sie daher enttäuschen.
  • Platon 23.04.2019 07:28
    Highlight Highlight Ich finds jeweils witzig wie bürgerliche Parteien, die den Sozialismus jeweils verabscheuen, nicht merken, wie sie mit ihrer Planwirtschaft die Schweizer Landwirtschaft schon lange kaputt gemacht haben. Ein Machtwechsel ist Jahrzehnte hinfällig!
    • Liselote Meier 23.04.2019 11:53
      Highlight Highlight Das hat rein taktische Gründe und sich schon mehrmals bewährt.

      Ein Hoch auf die Einheit von Bauernstand und Kapital!
      Benutzer Bild
  • Okguet 23.04.2019 06:24
    Highlight Highlight Jaja, diw Bauern im Parlament, welche alle 100+ Kühe haben, 5 Angestellte und ihre Tiere 2x im Monat sehen...
    • Skip Bo 23.04.2019 07:15
      Highlight Highlight Bitte bring Beispiele.
      Ritter, Aebi, Siegenthaler, Brunner, usw. haben NICHT 100+ Kühe und 5 Angestellte. Aebi arbeitet auch an Sessionstagen frühmorgens im Stall.
    • Chris van Berg 23.04.2019 07:38
      Highlight Highlight @okguet, aus meiner Sicht bräuchte es aber genau das. Bauern welche einen Betrieb organisieren mit 100+ Tieren und nicht 5-6 Kleinbetriebe in jedem Dorf. Dies wäre wesentlich wirtschaftlicher und auch der Tier&Umweltschutz könnte Baden Professionalisiert werden.
      Bei allen anderen Branchen hat dieser Umbau schon stattgefunden, aber der Subventionitis unserer Bauern hat dies bisher verhindert.
    • Skip Bo 23.04.2019 08:04
      Highlight Highlight Lustig, den Rotgrünen können die Betriebe nicht klein genug sein und den Neoliberalen können die Betriebe nicht gross genug sein. Wahrscheinlich ist der Status quo der vernünftige Kompromiss...
  • Schneider Alex 23.04.2019 06:17
    Highlight Highlight Wieviel sind die Bauern wert?

    Die Landwirtschaftsbetriebe haben im Zeitraum 1996 bis 2017 in der Schweiz um 35% auf 51‘620 Betriebe abgenommen (BFS). Das liegt im Rahmen des Generationenwechsels. Wenn die Strukturbereinigung in der Landwirtschaft in diesem sozialverträglichen Rahmen gehalten werden kann, sollten sich die Bauern nicht beklagen. Auch sollten sie stolz sein auf ihren Auftrag, die Biodiversität im Kulturland zu fördern.
    • dorfne 23.04.2019 08:04
      Highlight Highlight Biodiversität? Ein Hohn! Die Landwirtschaft ist die Hauptschuldige am Aussterben von Insekten und Vögeln. Die Nestlinge der Bodenbrüter werden gleich mit dem Raufutter für die Kühe abgemäht. Wegen zuviel Pestiziden und Gülle sterben nicht nur die Insekten, auch die Gewässer werden vergiftet, weil u.a. die vorgeschriebenen Abstände zwischen genutzter Fläche und Gewässer nicht eingehalten werden! Alternative: Wir kaufen fast nur Bioprodukte und essen wenig Fleisch. Und wenn Fleisch, dann meist Bio-Geflügel.
    • RETO1 23.04.2019 17:59
      Highlight Highlight @ dorfne:
      "Die Bauern sind schuld am Aussterben von Insekten und Vögeln"
      Und wo sind die Vögel und Insekten auf den zubetonierten Flächen?
      In jeder Sekunde wird ein Quadratmeter Kulturland zubetoniert
      merkst du was ?
  • coltfish 23.04.2019 06:07
    Highlight Highlight Da kann man nur hoffen dass die leidige Bevorzugung (Subventionen, keine Budgetkürzungen, Steuern etc. , etc. )der Bauern ein Ende nimmt.
    • dorfne 23.04.2019 08:13
      Highlight Highlight Das mit den Subventionen ist so eine Sache! Wenn wir Konsumenten den Bauern den Wert ihrer Produkte zahlen würden, bräuchten sie keine Subventionen. Fr. 3.70 für 2,5 kg Kartoffeln! Das ist niemals kostendeckend. Von mir aus kann man den Bauern noch mehr Geld geben, wenn sie im Gegenzug endlich nachhaltiger produzieren. Wenig bis keine Pestizide. Das Sterben der Bienen sollte uns eine Warnumg sein!
    • sowhat 23.04.2019 08:44
      Highlight Highlight @dorfne, dann wird das mit der Grenzöffnung für landwirtschaftliche Produkte erst recht nichts. Denn die industrielle Produktion von Fleisch, Gemüse und Früchten in der EU sind eben allemal günstiger. Schon jetzt. Und dann dürften auch der Import von haushaltüblichen Mengen untesagt sein. Mir solls recht sein, wenn das hilft die unsägliche Massentierhaltung endlich zu kippen.
    • Dominik Treier 23.04.2019 10:52
      Highlight Highlight Ich habe nicht gegen die Subventionen, nur ist es äusserst Doppelzüngig von den Rechten überall so elendig bei den Ärmsten sparen zu wollen, nur nicht da... Die Bauern sind seit langem übervertreten.
      Ein Grundeinkommen zu finanzieren sei utopisch, sagen die Rechten, aber dass die Bauern schon viel mehr als das erhalten...
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