Schweiz
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Thomas Aeschi (SVP), Josef Dittli (FDP), Moderator Sandro Brotz, Ruth Humbel (CVP), Barbara Gysi (SP) und Lorenz Hess (BDP). Nicht im Bild: Martin Bäumle (GLP) und Irène Kälin (Grüne). Bild: screenshot/srf

Gesundheits-«Arena»: Im Lobbyismus-Streit verzichtet SP-Frau Gysi glatt auf das Kamera-Sie



Die «Arena» war wieder mal ausgerückt, notfallmässig. Bestieg sie letztes Mal das Jungfraujoch, um daunengesichert in einer Eishöhle über den Klimawandel zu räsonieren, hielt man nun mit Blaulicht Einzug in einer Apotheke, um eine der drängendsten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes zu thematisieren: die Gesundheitskosten.

Eine Umfrage des Vergleichsdienstes Moneyland ergab vor einigen Tagen: An erster Stelle auf dem Sorgenbarometer der Bevölkerung liegen die Krankenkassenprämien. Noch vor der Altersvorsorge, dem Klimawandel und der Arbeitslosigkeit beschäftigen hierzulande die Kosten im Gesundheitswesen. Kein Wunder, die Prämien steigen von Jahr zu Jahr, die Belastung fürs Portemonnaie wird immer grösser.

Aber wer ist verantwortlich für die steigenden Kosten? Die Pharmalobby, die die Medikamentenpreise hoch hält? Die Patienten, die wegen jedem Wehwechen in die Notaufnahme eilen? Oder ein Überangebot an Spitälern, das jedes Jahr Millionen verschlingt? Und: Was tun, wenn's schmerzt?

Das wollte Sandro Brotz von sieben Politikern am Freitagnachmittag in einer Apotheke in Buchs wissen. Brotz bot zu Beginn der Sendung den Gästen Traubenzucker an. Soviel vorweg: Er hätte ihnen stärkere Aufputschmittel verschreiben sollen.

Für SP-Nationalrätin Barbara Gysi war klar: Die Krankenkassen-Lobbyisten im Parlament verhindern eine gerechte Politik. «Der Lobbyismus im Parlament ist extrem. Wenn gewisse Politiker mehr Geld durch Lobbytätigkeiten erhalten als durch die Entschädigung als Politiker, dann sind sie nicht mehr unabhängig.»

Die Standpauke war an FDP-Ständerat Josef Dittli gerichtet, der pro Jahr 140'000 Franken vom Krankenkassenverband Curafutura kassiert. Dittli gab sich unberührt und sang ein kurzes Hohelied auf das Schweizer Milizsystem, in dem alle Interessen abgedeckt seien – selbstverständlich auch diejenige des Gesundheitsbereichs.

BDP-Politiker Lorenz Hess, der sich mit seinen 140'000 Franken von Visana im gleichen Lohngefüge wie Dittli bewegt, mahnte zur Vorsicht: Man dürfe diese Lobbysache nicht allzu heiss kochen. Schliesslich könne er im Parlament ja auch nur eine Stimme einbringen – und die Kollegen könne er ja auch nicht bekehren, schliesslich wüssten alle, aus welchem Lager er stamme.

Der Dritte im Bunde der Bürgerlichen, SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi, kritisierte etwas überraschend die Lobbytätigkeit im Parlament – wenn auch nur zaghaft: «In den letzten 10, 15 Jahren hat das Lobbying Überhand genommen», es gebe im Parlament Mandatssammler, auch in seiner Partei, das sei stossend. SP-Frau Gysi drückte es pointierter aus und verzichtete dabei auch gleich auf das Kamera-Sie: «Deine Vertreter kassieren einen Franken nach dem anderen», warf sie Aeschi vor.

Nationalrätin Ruth Humbel, Gesundheitsapostelin der CVP, brach eine Lanze für die Tätigkeiten der Lobbyisten: «Gäbe es die Lobbyisten nicht, müsste man in der Gesundheitskommission Pflichtkurse einführen» – derart tief sei das Fachwissen. «Da wird ins Blaue hinausgeplaudert, ohne Hand und Fuss.»

Dann schwenkte Brotz um auf das Thema Eigenverantwortung. Viermal pro Jahr geht die Durchschnittsschweizerin ins Spital. Zu oft? SP-Politikerin Gysi verneint: «Im Gegensatz zum Ausland gehen die Leute bei uns kaum zum Arzt.» Ohnehin sei sie der Auffassung: «Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig».

Auch FDP-Vertreter Dittli wollte nicht von einer Mitschuld der Patienten reden. Aber Prävention sei angebracht: «Vielleicht braucht es da eine grosse Kampagne». Dittli verlangte dann mutig ein sogenanntes «Patienten-Empowerment» und steigerte den Unterhaltungswert der Sendung an diesem Punkt minim, weil er den Begriff in einem derart kruden Englisch aussprach, dass es an die Sprachkenntnisse gewisser hiesiger Chefredaktoren erinnerte.

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Video: streamable

Spital-Anthropologe Aeschi hingegen war überzeugt: Um die eidgenössische Eigenverantwortung sei es zwar gut bestellt, die importierte aber lasse zu wünschen übrig: «Leute aus einem anderen Kulturkreis gehen öfters zum Arzt», diagnostizierte Aeschi.

An diesem Punkt begann man sich angesichts des ausbleibenden Spannungsgehalts der Sendung auch ein wenig Gedanken zu machen, ob die Aufnahmeleitung mit der Positionierung der Gäste in der Apotheke vielleicht subtile Botschaften vermitteln wollte. Hinter Barbara Gysi stapelten sich Ibuprofen-500-Packungen, Ruth Humbel warb unbeabsichtigt für Perskindol, Thomas Aeschis breite Schultern konnten das Cystinol nicht verdecken und hinter dem Hosenbein von GLP-Mann Martin Bäumle zeichnete sich die Sonnencrème ab.

Doktor Brotz, nicht überzeugt, dass die Therapie an diesem Punkt vielleicht einen anderen Ansatz nötig hatte, wollte wissen: Führt die Schweizer Spitzenmedizin zu einer Luxus-Medizin?

Ja, dieses Problem sei vorhanden, meinte BDP-Hess nachdenklich. «Es stellen sich dabei auch moralisch schwierige Fragen», zum Beispiel, ab welchem Alter und Gesundheitszustand eine Behandlung keinen Sinn mehr mache. Ähnliche Fragen warf die Farbe von Herrn Hess' Kittel auf: Wie alt ist das? Ist es moralisch vertretbar? Macht das noch Sinn?

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Lorenz Hess und sein Jacket. Bild: screenshot/srf

Aus der zweiten Reihe reklamierte GLP-Mann Bäumle derweil die Schweizer Eigenverantwortung – lange Zeit im Sharing-Modell zwischen FDP und SVP betrieben – für seine eigene Partei: Zuerst in die Apotheke zu gehen, sei wesentlich günstiger als zum Arzt. «Die GLP ist die einzige Partei, die das noch so sagt.» Und den ethischen Fragen, die sich stellen, wenn eine Applikation eine Million kostet und das Leben um drei Monate verlängert – und das nicht einmal lebenswert – müsse man sich stellen, so Bäumle.

In der Schweiz gibt es laut dem Bund 281 Spitäler, Brotz drückt es poetischer aus: «Jedem Täli sein Spitäli.» Muss man vielleicht zwecks Kosteneinsparung einigen Täli ihr Spitäli wegnehmen? FDP-Mann Dittli ortet Handlungsbedarf. Es gebe ein Wettrüsten bei den Kantonen. Eine Haltung, die Ruth Humbel unterstützt: «Spitäler bedeuten für die Kantone einen Standortvorteil.» Gysi erwiderte, dass man im ganzen Land eine gute Gesundheitsversorgung haben wolle, deshalb könne man nicht einfach nach Belieben Spitäler schliessen. Grenzwächter Aeschi schliesslich stellte fest: «Das Problem sind die Ärzte, die aus dem Ausland kommen.»

Zwischenfazit: Alle müssen ihren Beitrag leisten. Die Ärzte, die zu teure Medikamente verschreiben, die Krankenkassen, die ihre Prämien jährlich steigern, die Pharmafirmen, die ihre Medikamente überteuert verkaufen, die Patienten, die ihren Schnupfen im MRI auskurieren, die Spitäler, die übers Land wuchern, die Ausländer, die janusgesichtig als Ärzte und als Patienten gleichermassen die Kosten nach oben treiben. Und die Zuschauer, die sich diese Sendung antun müssen.

Immerhin: Im Gegensatz zu den letzten zwei Ausgaben war man dieses Mal näher am Puls des Volks. Während die Politiker vor der Kamera diskutierten, lief die Apotheke im Normalbetrieb weiter. Hier und da blieben Kunden stehen, verfolgten die Diskussion mit verschränkten Armen und skeptischem Blick.

Brotz leitete schliesslich über zur CVP-Initiative, die eine Kostenbremse vorsieht, ohne dabei konkrete Massnahmen zu nennen: «Beim Arzt würde man sagen: Das ist Pfusch», stichelte Brotz gegen Humbel. Die CVP-Politikerin wehrte sich mit dem schwammigen Argument , dass die Initiative Druck auf die Akteure erzeuge. Viel Kredit erhielt die Kostenbremse von den anderen Parteien nicht: Die Idee, dass die verschiedenen Akteure besser zusammenarbeiten sollen, sei im Grundsatz zwar richtig, urteilte Gysi. «Aber die Initiative der CVP ist eine grosse Blackbox. Und es besteht die Gefahr, dass wir eine Zweiklassenmedizin haben.»

Hess rang sich immerhin durch, der CVP ein wahltaktisch geschicktes Manöver zuzugestehen: «Man kann da ehrlich sein, das ist schön aufgelegt im Wahljahr.» Auch Dittli lobte die Form, hatte für den Inhalt aber nicht viel übrig: «Ich hätte die Initiative fast unterschrieben, so gut tönte sie.» Aber wenn man sie genauer anschaue, sehe man, dass sie «falsch und überflüssig» sei.

Neben der CVP hat auch die SP eine Initiative zum Gesundheitswesen im Köcher. Die Sozialdemokraten wollen gesetzlich festschreiben, dass maximal 10 Prozent des Haushaltseinkommens für die Prämienbelastung verwendet werden soll. Eine «Umverteilung aus ideologischen Gründen?», fragt Brotz provokativ.

Gysi weist auf die durchschnittliche Prämienbelastung von 14 Prozent des Einkommens hin, «in meinem Kanton, St.Gallen, haben wir sogar Familien, die 20 Prozent bezahlen.» Es brauche diese Umverteilung, weil die Kopfprämie ungerecht sei.

SVP-Revisor Thomas Aeschi studierte derweil in der grossen Schweizer Bilanz die wahren explodierenden Budgetposten – mit überraschendem Ergebnis: «Fangen Sie doch mal an, die Gelder in der Entwicklungshilfe und in der Asylindustrie zu reduzieren», dann könne man über die Gesundheitskosten reden, raunte er in Richtung Gysi. Gysi entgegnete, wenn Aeschi ihm helfe, das Armeebudget ein bisschen zu streichen, habe man eine gemeinsame Grundlage.

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Brotz schob dem Treiben einen Riegel vor: «Am Schluss wollen Sie auch noch über den Kampfjet reden. Nein, nein, nein, das machen wir nicht.»

Dafür unternahm Brotz dann bei seiner Schlussfrage selber einen Ausflug in ein anderes Politikfeld: die Klimapolitik. Der Moderator zeigte das Foto der von Klimaaktivisten am vergangenen Mittwoch grün gefärbten Limmat und wollte von den Anwesenden wissen: «Welches war die erste politische Aktion, an der Sie teilnahmen?»

Die Antworten waren so einschläfernd wie die einstündige Debatte zuvor: Josef Dittli hatte einst in Attinghausen eine FDP-Ortspartei gegründet, Ruth Humbel als 14-Jährige für die Zulassung von Frauen bei den Verkehrskadetten demonstriert, Barbara Gysi Kleeblättchen auf die Strasse gemalt, Thomas Aeschi Äpfel verteilt und Lorenz Hess «im fortgeschrittenen Alter» an einer Gemeindeversammlung teilgenommen.

Vielleicht hat unser Gesundheitswesen ja die Politiker, die es verdient.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Swen Goldpreis 14.09.2019 21:02
    Highlight Highlight Mein Vorschlag wäre, die Franchise abzuschaffen. Die Ersparnisse sind nämlich minim: Junge Leute, die eh kaum zum Arzt gehen, wählen die höchste Franchise, alte Leute, bei denen ständig was ist, die niedrigste. Leute im mittleren Alter wechseln ab, wenn sie wissen, dass im nächsten Jahr wieder die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen kommen.

    Das Franchise-Modell führt nur dazu, dass Leute Krankheiten verschleppen, die dann am Ende viel teurer zu behandeln sind. Viel besser wäre, wenn die Krankenkassen von Anfang einspringt, aber die Selbstbeteiligung auf 20% erhöht wird.
  • Köbi Löwe 14.09.2019 19:01
    Highlight Highlight Ja, herrlich erfrischend geschrieben.
    Danke William Stern.
    NB: Eigenverantwortung gibt es nicht. „Mache ich nicht, der andere tut‘s ja auch nicht“. Gleich wie bei Netto Null 2050. Da hört man ja auch nur: CH allein bringt gar nichts. Tja, so ist der Mensch (leider).
  • infomann 14.09.2019 16:03
    Highlight Highlight Der Thomas Aeschi ist ein richtiger Scharfmacher, ich wenn er noch so lieb reden kann. Er so überzeugt von sich und denkt keiner merkt es.
    • adi37 14.09.2019 19:17
      Highlight Highlight infomann: Das ist sicher ein Teil der Kosten, die wir alle bezahlen müssen, oder nicht? Solches darf man aber nicht in den Mund nehmen, sonst ist man sofort ein Nazi, Fremdenhasser, Rassist, und was noch alles Grausiges?
    • Swen Goldpreis 14.09.2019 20:49
      Highlight Highlight Also, wenn man die Zusammenfassung liest, könnte man zum Schluss kommen, dass Aeschi der grösste Depp in der Runde war. Herrlich geschrieben!
  • RowRow 14.09.2019 15:49
    Highlight Highlight «Fangen Sie doch mal an, die Gelder in der Entwicklungshilfe und in der Asylindustrie zu reduzieren» Die SVP gefällt mir immer besser.
  • RowRow 14.09.2019 15:46
    Highlight Highlight Waaaas?😱 Frauen gehen 4mal im Jahr ins Spital!? Ist ja klar das die Kosten explodieren! Wie oft gehen die Männer denn? Vielleicht müsste einfach eine 100.- Pauschale für nicht Notfälle im Spital erhoben werden.
  • AndersDenkend 3.0 14.09.2019 13:33
    Highlight Highlight Aber Leute, viele schreien davon man müsste was ändern,also lasst uns was ändern! Wir sind das Volk und können was ändern, wir müssen aufhören die Faust im sack zu machen...
    • dorfne 14.09.2019 16:57
      Highlight Highlight Im Oktober sind Wahlen! Viele wählen nicht. Wissen diese Nichtwähler, dass politische Entscheidungen ihr ganz privates Leben und den Inhalt vom Portemonnaies beeinflussen?
  • Lumpirr01 14.09.2019 12:42
    Highlight Highlight Ruth Humbel hat in dieser Sendung wieder einmal ganz kurz die Übergewichtigen wegen mangelndem Sport als Hauptverursacher der Kostenexplosion angedeutet. Ja, ja, bin ja damit einverstanden, dass der Sport und insbesondere der Orientierungslauf äusserst gesund sein sollen. Trotzdem würden mich mal die Kosten aller Sportverletzungen inklusive Abwesenheit vom Arbeitsplatz im Vergleich mit den sportfaulen Übergewichtigen interessieren..........
    • dorfne 14.09.2019 16:59
      Highlight Highlight Stimmt. Aber Ruth Humbel hat auch sehr viel Richtiges gesagt.
  • Posersalami 14.09.2019 12:24
    Highlight Highlight Haha der Aeschi, natürlich sind wieder die Ausländer Schuld 😂
  • infomann 14.09.2019 11:32
    Highlight Highlight Ich finde es echt langweilig wie diese Lobbyisten sich verhalten und immer wieder nach lächerlichen Ausreden suchen.
  • Yorik2010 14.09.2019 11:09
    Highlight Highlight Nun ja, der Aeschi... warum erstaunt mich nicht, dass gemäss SVP auch für die hohen Gesundheitskosten die Ausländer schuld haben? Ausländer als Ärzte, Asylanten und andere Nationen etc. welche zu viel zum Arzt rennen, aber dass diese Nationalräte und Nationalrätinnen ein horrendes Geld erhalten und logischerweise die Hand die sie füttert nicht beisst, das ist kaum der Rede wert!
    Im Gesundheitswesen gibt es m.E. nur die Lösung einer Einheitskrankenkasse, nur so bekommt man die Kosten in den Griff.
    • einmalquer 14.09.2019 14:15
      Highlight Highlight Das mit den Ärzten und Ausländern ist so eine Sache.
      Wir lassen Personen zu Ärzten ausbilden, importieren sie in die Schweiz und zahlen keinen Rappen.

      Wenn wir die in der Schweiz benötigten Ärzte in der Schweiz ausbilden würden oder andere Staaten für deren Ausbildung Kompensationszahlungen leisten müssten, sähe die Sache kostenmässig ganz anders aus.

      Wir profitieren nur von den ausländischen Ärzten.
  • Racoonmoon 14.09.2019 10:41
    Highlight Highlight Es macht einfach keinen Sinn von den Patienten mehr Bedachtheit zu fordern bezüglich der Kosten, wenn man selber an die 500-1000 Fr. pro Monat einzahlt. Was man eich damit sagt ist, dass die Patienten nichts für ihr Geld kriegen sollen.
    Auch finde ich es heuchlerisch selber 140'000 Franken einzustreichen für Lobbying der Krankenkassen und anderen einfacheren Leuten ein schlechtes Gewissen einzureden. Das Problem wird nicht gelöst, wenn man die Leute vom Arzt weghält, dann hat man einfach schwerwiegerende Fälle, die länger therapiert werden müssen. Ich sehe mehr Potenzial bei Privatversicherten
  • Katzenseekatze 14.09.2019 10:21
    Highlight Highlight Einmal mehr höre ich dass Endlebenspitzenmedizin bezahlt ist jedoch die günstigere Palliativmedizin nur beschränkt. Mir fehlt hier die Logik.
    • Don Sinner 14.09.2019 14:14
      Highlight Highlight Die (Logik) findest du im Geldseckel eines jeden KK- und Pharma-Managers und -Lobbyisten sowie Endzeitmediziners, plus der dazugehörigen Verwaltungsrätin und Direktorin und Wernoch. Und sie alle haben sich sehr sehr lieb und lassen sich ihre Logik von niemandem wegnehmen. Du bezahlst.
    • Katzenseekatze 14.09.2019 20:10
      Highlight Highlight Richtig Don.
  • Matti_St 14.09.2019 10:15
    Highlight Highlight Als ich das letzte mal zuerst die Apotheke, als Erstmassnahme aufsuchte, wurde ich mit Blaulicht in den Spital gefahren.
    Ausserdem nehme ich seit x Jahren Generika, was nur dazu führte, dass die Generika im Preis stiegen.
    Ich glaube nicht das die Patienten das Problem sind.
  • Fairness 14.09.2019 10:00
    Highlight Highlight Undobendrauf jetzt noch Bersets Organentnahmepflicht ...
    Ein Kostenschub für Krankenkassenprämien
    für mehr oder weniger lebenswerte 0- 10 Jahre mit mehrmaliger täglicher Einnahme von x Pillen. Nein, danke. Schicksal ist Schicksal und das Leben hat für alle ein Ende. Lernt den Tod zu akzeptieren. Er gehört nun mal zum Leben. Nur ein würdiges Leben kann man geniessen.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 14.09.2019 10:10
      Highlight Highlight Setz dich dann gefälligst auch dafür ein, dass alle Spitäler geschlossen werden, dass Antibiotika verboten werden und dass Reanimation verboten wird.
      Dann könnte man den Satz "lernt den tod zu akzeptieren." unter Umständen ein kleines bisschen weniger lächerlich finden.
    • Erwin71 14.09.2019 10:32
      Highlight Highlight dank einer neuen niere musste ich nicht schon mit 39 jahre sterben!
      solche aussagen können nur gesunde menschen machen!
    • Hierundjetzt 14.09.2019 11:15
      Highlight Highlight Definier mir jetzt noch kurz würdig. Merci.

      Haus am See und eine Coiffeuse als Frau?
      Dein Vater als Alzheimerpatient?
      Dein Kind im Wachkoma?
      Deine Mutter als Querschnittgelähmte?

      Eben.
  • Fairness 14.09.2019 09:58
    Highlight Highlight Genau wegen diesem langweiligen im Kreis herumreden ändert gar nichts im Selbstbedienungsladen Gesundheitsindustrie. Jeder schützt sein Gärtchen. Da nützen auch verschiedene Sendungsstandorte der Arena nichts. Nur Mehrkosten - zwar passend zur Gesundheitsindustrie.
  • Hierundjetzt 14.09.2019 09:40
    Highlight Highlight Sorry bin während dem lesen eingeschlafen. Das lag nicht am gut geschriebenen Artikel sondern an den absolut peinlichen Aussagen der Protagonistinnen.

    Sorge Nr. 1 der CH aber unsere Humbels, Hess‘ und Ditlis verkaufen mir nur heisse Luft.

    Alte, ein Vereinspräsident (Ditli) der 140‘000 verdient, will jetzt sicher nichts ändern 🙄 Humbel war schon für die Sozialdetektive weil man bei den Ärmsten da so unglaublich schparren kann und Hess, tja dem Hess seine Kleider kauft seine Frau im C&A. Komplett farblos.

    😴😴😴

    Kurz: Sorge bleibt Nr.1

  • Be2 14.09.2019 09:40
    Highlight Highlight Da wird nun also drei Stunden lang„Pflästerlipolitik“ geredet, das eigentlich Problem aber nicht angesprochen. TARMED, unser Gesundheitssystem! Dieses setzt die falschen Anreize (was können wir noch alles verrechnen) - ich erkläre unser Gesundheitssystem als gescheitert.
    Es braucht ein fundamentaler Wechsel. Dieser mag eine Einheitskasse pro Familie (Mit oder ohne Kindern gleich teuer), eine %-Berechnung beinhalten, entscheidend ist, dass nicht die erbrachte Leistung, sondern die Gesundheit der Patienten der Anreiz ist. Gute Ärzte werden durch das jetzige System demotiviert und vergrault.
  • Ricola74 14.09.2019 09:30
    Highlight Highlight Was mich wirklich mal interessiere würde, steigen die Prämien in anderen Ländern auch so extrem wie bei uns in den letzten Jahren?
    • Lilamanta 14.09.2019 12:14
      Highlight Highlight Nein, da sie in den meisten Ländern um uns herum zu einem gewissen Prozentsatz vom Lohn abgezogen werden. Wie bei uns die AHV-Beiträge etc. Wäre meiner Meinung nach bei uns auch sinnvoll, führt natürlich aber zu der bösen Umverteilung, weil lohnabhängig...
    • i schwörs 14.09.2019 16:19
      Highlight Highlight Ich kann Dir nicht sagen wie's in unserer Nachbarschaft aussieht, aber in Brasilien (die haben eine aus Steuern finanzierte öffentliche Grundversorgung (also ohne Versicherungsprämien und somit für Patienten kostenlos) und ein privates Versicherungssystem. Problem: das öffentliche System ist schlecht, und so man's sich leisten kann, nimmt man eine private Versicherung dazu. Diese haben jeweils Verträge mit bestimmten Spitälern und Ärzten (Auswahl vorbestimmt). Die Prämien können durchaus von einem Jahr zum anderen um 30% steigen.
  • loplop717 14.09.2019 09:29
    Highlight Highlight Martin Bäumle ist der einzige der sich traut zu sagen was wirklich nötig ist. Man sollte nicht Menschen in sehr hohem Alter noch teure Operationen, welche tausende von Franken kosten, um irgendwie 2 Monate länger "leben" zu können Bezahlen. "Leben" weil im Spital von zig Maschinen am Leben gehalten zu werden ist für mich kein leben.
    • Hierundjetzt 14.09.2019 11:13
      Highlight Highlight Ok. Auch nicht wenn es Deine Mami betrifft? Oder deinen Sohn (Autounfall)

      Darf ich den Stecker ziehen? Ja bittebittebitte komm, ratz fatz aus die maus.

      Du weisst, wir müssen sparen und hey es ist nur deine Mutter. Oder Deine Tochter. Es gibt 8 Mrd auf der Welt. Das interessiert keinen

      ➡️ Haben wirs heute mit lustigen sprüchlein?

      Und ja, solches macht mich extrem hässig. Weil es 0m weit gedacht ist.

      Und absolut *niemand* seinem Mami den Stecker ziehen will.

      Eine Welt ohne Mutter ist eine kalte Welt. Denk daran!
    • loplop717 14.09.2019 11:56
      Highlight Highlight Ja natürlich hast du recht das dies ein sehr schwieriges Thema ist. Aber ich finde es ist ein Thema das wir Diskutieren müssen. Und am ende müssen wir uns alle irgendwann von unseren Verwandten und Freunden verabschieden, es wird immer Grenzen geben was wir Finanziell und Medizinisch machen können.
    • Ribosom 14.09.2019 14:04
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Deine Fragen kann ich einfach beantworten: Ja, auch wenn es meine Mutter betreffen würde, würde ich den Stecker ziehen lassen.
      Warum? Weil sie dann leidet. Warum soll sie länger "leben"? Damit ich mich länger von ihr verabschieden kann? Damit ich mehr Zeit habe, um einen Besuchstermin einzurichten? Damit die Verwandten nich sofort kommen müssen, sondern auch dann, wenn sie gerade Lust dazu haben?
      Ich wünsche meinen Angehörigen einen schnellen und schmerzlosen Tod. Mir übrigens auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aerohead 14.09.2019 09:25
    Highlight Highlight Warum man SVP-Vertreter überhaupt noch antworten lässt?... egal welche Frage, die Antwort ist eh immer dieselbe: Irgendetwas stimmt nicht mit dem Ausland.
  • quad 14.09.2019 09:24
    Highlight Highlight Einer der ersten Frage bei einem Arztbesuch ... Wie sind sie versichert ?
    ... mehr muss man eigentlich nicht mehr wissen warum unser jetziges System ausgehöhlt wird.
  • Kari Baldi 14.09.2019 09:08
    Highlight Highlight Fast 12'000 Franken im Monat für ein Mandat in einer Krankenkasse. Nebst dem Job als Nationalrat. Wessen Interessen vertreten wohl die Bürgerlichen Dittli und Hess? Drei Mal dürfen Sie raten! Kein Wunder, wird das Milizsystem in den höchsten Tönen gepriesen. Eine Goldgrube auf Kosten der Versicherten!!!
  • Chrigu BE 14.09.2019 08:53
    Highlight Highlight Herrlich geschrieben! Bei grassierender Langeweile kommt halt mal der bübische Schalk durch. Muss mir Dank Euch die Arena nicht mehr antun. Die Berichte darüber sind absolut ausreichend... Und machen oft noch Spass dazu. So wie dieser.
  • gnagi 14.09.2019 08:52
    Highlight Highlight Wenn ich lese, wie viel Geld an die PolitikerInnen fürs Lobbying fliesst und was die CEOs in der Pharma und bei den Krankenkassen „verdienen“, wüsste ich genau wo ein grosses Sparpotential ligt. Aber diese heiligen Kühe will niemand anfassen
  • AndersDenkend 3.0 14.09.2019 08:46
    Highlight Highlight Also in erster Linei Lobbyisten abwählen, danach das DRG abschaffen. Es war absehbar das dass DRG die Kosten in die Höhe treibt! Die Fallpauschale führt nicht selten zu Komplikationen, welche dann wieder therapiert werden müssen... aber vielleicht hält man genau darum daran fest-es spült mehr Geld in die Kassen derjenigen, die schon zu viel haben...
  • dorfne 14.09.2019 08:42
    Highlight Highlight Leerläufe und Doppelspurigkeiten. Hausarzt untersucht mich 15 Min. lang, schickt mich zum Spezialisten ins Spital. Zu dem kommt man erst, nachdem standartmässig die Hüfte geröngt wurde. Nachher nochmal ausführlich die Beschwerden geschildert, nochmal die gleichen Fragen wie beim Hausarzt beantwortet. Orthopäde: ich seh nichts auf der Hüfte. Nach dem Motto: Du darfst reden und ein bisschen über Schmerzen jammern, aber ich hör nicht hin. Schliesslich hab ich hier nur die Hüfte auf dem Schirm. Rezept für 20 Schmerztabletten und Physio. Ohne Diagnose ins Blaue hinaus.
    • Ribosom 14.09.2019 14:09
      Highlight Highlight Naja, Ich rufe bei meiner Krankenkasse an und erzähle der Telefonistin mein Leiden. Sie schickt mich zum Spezialisten, bei dem ich ziemlich schnell einen Termin bekomme. Mein Hausarzt hat mich seit 10 Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen.
      Ist der Spezialist so schlecht wie bei Ihnen, kann ich das der Krankenkasse auch melden und dieser wird nicht mehr vermittelt (wenn sich genug Patienten beschweren).

      Ausserdem soll der Patient auch mal skeptisch sein und Fragen stellen! Mit Paracetamol gehe ich sicher nicht nach Hause, das kaufe ich dann in der Apotheke.
  • Walser 14.09.2019 08:34
    Highlight Highlight Es is komplett sinnfrei, von Parlamenariern eine Lösung des Problems zu erwarten. Denn sie sind selber ein massgeblicher Teil des Problems. Lobbyisten sind dafür da, die gut funktionierende Geldmaschine am Laufen zu halten. Helfen täte da nur eine Einheitskasse.
  • Sam Regarde 14.09.2019 08:22
    Highlight Highlight Ja, das ist das Schlusswort: wir haben wirklich die Politiker, die wir verdienen. Und kein Licht am Horizont...
  • Fairness 14.09.2019 08:17
    Highlight Highlight Es war irgendwie ziemlich langweilig mit Null neuen Erkenntnissen. Genau das dürfte das Problem sein. In der Gesundheitsindustrie muss querbeet etwas passieren. Also Beet um Beet umgraben anstatt immer nur Beruhigungspillen im Kreis herum verteilen bzw. diskutieren. Und die Ortswechsel machen auch kein Thema besser. Sie verursachen nur Kosten. Brotz gemässigt ist auch nicht wirklich das Wahre.
  • Todesstern 14.09.2019 07:45
    Highlight Highlight Die Bürgerlichen Partein sind unwählbar.
    • dorfne 14.09.2019 17:07
      Highlight Highlight Nicht Alle. Ohne die politische Mitte von CVP, GLP und BDP kommt in Bundesbern nichts zustande.
  • Todesstern 14.09.2019 07:36
    Highlight Highlight Die Schein Demokratie von heute ist nur noch ein Chaschperli Theater für das Volk.
    • dorfne 14.09.2019 17:10
      Highlight Highlight Solange wir Gewaltentrennung haben, Meinungsfreiheit, ehrliche Wahlen und einen guten Service publique sind wir eine Musterdemokratie. Anderswo riskieren die Menschen ihr Leben für das was wir haben. Siehe Hongkong.
  • Eric Lang 14.09.2019 07:28
    Highlight Highlight Wenn die Politiker einmal für die Bevölkerung politisieren würden, anstatt dauernd nur Parteipolitik zu betreiben,, würden wir in der Schweiz viel mehr erreichen und zwar in allen Bereichen!
    Die ganze Misere kann dann jeweils der KK Prämien- und Steuerzahler ausbaden.
    Eigentlich sollte man 90 Prozent der Politiker im Herbst nicht mehr wählen, in der Hoffnung auf frischen Wind.
  • india_s 14.09.2019 05:52
    Highlight Highlight Um die Gesundheitskosten zu senken müsste unser ganzes System umgestellt werden. Als erstes müsste man die leistungsorientierte Abrechnung ‚abschaffen‘, heisst: ein Arzt sollte wie wir einen monatlichen Lohn erhalten, heute wird er nach Leistung bezahlt (umso mehr er macht umso mehr verdient er). Als zweites müsste man viele Spitäler schliessen, ähnlich wie in Schweden, zentralisieren. Ich denke würden wir diese 2 schon umsetzen wäre viel erreicht. Eigentlich sind die oben genannten dringlichen Massnahmen bekannt allerdings sind die Akteure (sei es die Ärzte, oder das Volk) nicht bereit dazu.
  • N. Y. P. 14.09.2019 05:50
    Highlight Highlight BDP-Politiker Lorenz Hess :
    140'000 Franken von Visana

    Man dürfe diese Lobbysache nicht allzu heiss kochen, meint der Lorenz Hess.

    Diese Lobbysache ?

    Und der Hans kriegt 120'000.- von Inter Pharma, das Vreneli 160'000.- von Intermed, der Paul 110'000.- etc.

    Woran das Gesundheitssystem krankt, ist offensichtlich. Dass die Arena zum Gähnen war, lässt nur einen Schluss zu. Das Parlament ist vorsätzlich nicht mehr Willens für tiefere Gesundheitskosten zu sorgen.

    Wieso, gopferdammi, dürfen sich unsere Politiker kaufen lassen ?
    • india_s 14.09.2019 12:23
      Highlight Highlight @N.Y.P. - Einerseits gebe ich Ihnen absolut recht, dass das Lobbying in der Schweiz verboten werden sollte. Andererseits ist es auch zu einfach nur der Politik die Schuld zu geben. Auch wir tragen unseren Beitrag dazu. Immer wieder wenn es darum geht Spitäler zu schliessen (was garantiert zu grossen Einsparungen führen würde) wehrt sich das Volk dagegen, man kann dies in vielen Abstimmungen verfolgen. Daher denke ich muss sich auch der Bürger eine gewisse Mitschuld eingestehen. Ich Befürworte einen Abbau bei der Quantität nicht aber bei der Qualität :)
    • N. Y. P. 14.09.2019 12:39
      Highlight Highlight @india_s

      Stimmt natürlich auch.

      Ich mache mir wirklich grosse Sorgen. Ich sehe leider nur kosmetische Ansätze, die Kosten einzudämmen. Und wie du sagst. Wir tragen mit unserem Verhalten auch zur Kostensteigerung bei.
  • Spiegelkopf 14.09.2019 04:43
    Highlight Highlight Was ist falsch an einer sachlichen Arena, wenn es um Wahlthemen geht? Will man einen Krimi sehen, schaut man am Sonntag Abend den neuesten Tatort. Lebhafte Diskussion, sehr gut moderiert. Genügt das nicht?
    Zu den Gesundheitskosten: Wir sind eine Bebeligesellschaft geworden. Anlässlich der letzten Klassenzusammenkunft hatte ich wegen dem langen Anflug etwas Rückenschmerzen. Sofort, wie aus der Pistole geschossen, haben mir mehrere Kollegen spontan Schmerzpillen angeboten, als sie merkten was los war. Das war nett, aber ich war schockiert das alle solche dabei hatten. Habe dankend refüsiert.
  • Spooky 14.09.2019 03:39
    Highlight Highlight Haha! Er hat "Patientenempoverment" gesagt.

    Frei übersetzt = Patientenverarmung

    (poverty = Armut)

    Passt aber eigentlich gut, oder? 😟😣😆

    • RicoH 15.09.2019 10:18
      Highlight Highlight empowerment heisst aber vielmehr etwas stärken.

      Aber was genau meint sie denn nun mit "Patientenstärkung"?
  • hüttechäs 14.09.2019 01:12
    Highlight Highlight Muss hier mal die Schreibkunst von William Stern würdigen.

    Ihre Finessen verwandeln alltägliche News in Geschichten, die Spass machen.

    Ein jeder Stern-Artikel ein Lesegenuss!
  • Clife 14.09.2019 00:42
    Highlight Highlight Wie kommts, dass diese Familien, die 20% des Einkommens an die KK bezahlen, nicht längst bankrott gegangen sind? Oder sind das Millionäre, die sich so etwas leisten können bzw. mehr als 10‘000 Franken monatlich einnehmen?
    Einen Mindestbetrag inkl. 10% Obergrenze finde ich schonmal einen guten Ansatz. Das würde die Ärzte wie auch die Lobbyisten zum Handeln bringen, um nicht jeden für einen Arztbesuch bzw. für das teuerste Produkt anzuwerben. Durchschnittlich verdient man in der Schweiz ca. 6000 Franken. Bis die 600 Fr. Franchise erreicht wäre kann man nach geeigneteren Lösungen suchen.

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