Schweiz
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FDP Praesidentin Petra Goessi, FDP-SZ, links, diskutiert mit Marcel Dettling, SVP-SZ, Mitte, und Peter Keller, SVP-NW, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 9. September 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

FDP-Präsidentin Petra Gössi diskutiert mit Marcel Dettling, SVP-SZ (Mitte), und Peter Keller, SVP-NW, am ersten Tag der Herbstsession. Bild: KEYSTONE

«Krankhafte Klimareligion» – das Wahlkampfthema Nr. 1 erhitzt im Nationalrat die Gemüter

Fertig Sommerferien! In Bern hat heute die Herbstsession begonnen. Das Wahlkampfthema «Klima» sorgte für Aufregung.



Was ist passiert?

Auf Erdgas, Flüssiggas und biogenen Treibstoffen sollen weiterhin Steuererleichterungen gewährt werden. Der Nationalrat hat sich am Montag dafür ausgesprochen, die geltenden Regeln zu verlängern – und eine Grundsatzdebatte zum Klimaschutz geführt.

Umstritten war, ob sich der Rat auf das Schliessen einer drohenden Gesetzeslücke bei den Treibstoffen beschränken oder darüber hinaus Massnahmen zum Klimaschutz beschliessen sollte.

Eigentlich standen Steuererleichterungen für umweltschonende Treibstoffe zur Debatte, die seit Juli 2008 gewährt werden. Die Förderung läuft Ende Juni 2020 aus. Zwar soll sie in anderer Form weitergeführt werden. Das totalrevidierte CO2-Gesetz – über das gegen Ende der Session der Ständerat beraten wird – tritt aber voraussichtlich nicht rechtzeitig in Kraft.

Nur ein Überbrückungsgesetz

Die Steuererleichterungen sollen deshalb bis zum Inkrafttreten des revidierten Gesetzes verlängert werden, längstens bis Ende Dezember 2021. Zudem soll die bisherige steuerliche Ungleichbehandlung von verflüssigten und gasförmigen Gasen behoben werden.

Alternative Treibstoffe seien aus zwei Gründen wichtig, stellte Kommissionssprecher Peter Schilliger (FDP/LU) fest. Zum einen leisteten sie einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen, da sie weniger CO2 freisetzten als Benzin und Diesel. Zum anderen funktionierten alternative Treibstoffe als Ausgleichsmassnahme für Erdölimporteure, welche Importe kompensieren müssten.

Die Kommissionssprecher der Debatte um Steuererleicherungen fuer gewisse Treibstoffe, Peter Schilliger, FDP-LU, links, und Pierre-Andre Page, SVP-FR, diskutieren mit Christian Wasserfallen, FDP-BE, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 9. September 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Kommissionssprecher der Debatte um Steuererleicherungen für gewisse Treibstoffe, Peter Schilliger (FDP-LU, links) und Pierre-Andre Page (SVP-FR) diskutieren mit Christian Wasserfallen (FDP-BE). Bild: KEYSTONE

Taten statt Worte

Die Verlängerung war im Grunde nicht umstritten. Umstritten waren aber die Anträge der Kommissionsminderheiten von linker Seite und aus der Mitte, im Sinne des Klimaabkommens von Paris und mit Blick auf die anstehende Totalrevision des CO2-Gesetzes auch andere Instrumente zu verlängern beziehungsweise zu verstärken. Das sei nur konsequent, befanden die Befürworterinnen und Befürworter. Hier biete sich die Gelegenheit, vorwärts zu machen.

Die SVP und die FDP sahen das anders.

Es gehe um die Schliessung einer Gesetzeslücke, alles andere sei im Rahmen der CO2-Gesetzes zu diskutieren befanden sie. Die Anträge seien nicht redlich, kritisierte Christian Wasserfallen (FDP/BE). Von linker Seite wurde der FDP daraufhin vorgeworfen, den grünen Worten keine Taten folgen zu lassen. Offenbar sei für die FDP nie der richtige Zeitpunkt, stellte Roger Nordmann (SP/VD) fest. Angesichts des Klimawandels eile es aber.

Alles nur Show?

Die SVP stellte sich wegen der Minderheitsanträge gegen die gesamte Vorlage. Sie beantragte dem Rat, gar nicht erst darauf einzutreten. Die Anträge von linker Seite dienten bloss der Show, kritisierte Christian Imark (SVP/SO). Bastien Girod (Grüne/ZH) erwiderte, der Show diene viel mehr der Nichteintretensantrag.

Bastien Girod, GP-ZH, unten rechts, verfolgt aufmersam die Gesamtabstimmung zur Debatte um Steuererleicherungen fuer gewisse Treibstoffe an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 9. September 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Stefan Müller Altermatt (CVP/SO) zeigte sich verwundert, dass sich die SVP gegen die Fortführung von Steuererleichterungen stelle. Das sei wirtschaftsfeindlich. Hier biete sich ausserdem die Gelegenheit, Pflöcke einzuschlagen und ein «Klimagesetz light» zu beschliessen – «egal, was nachher mit dem CO2-Gesetz geschieht».

«Krankhafte Klimareligion»

Mehrere Redner fragen Imark, ob er den menschengemachten Klimawandel anerkenne oder nicht. Er antwortete darauf nicht direkt, sondern stellte fest, der Schweizer CO2-Ausstoss mache einen äusserst geringen Teil des weltweiten Ausstosses aus. Es handle sich um dreizehn Tausendstel. Das «Theater», das veranstaltet werde, stehe in keinem Verhältnis dazu.

«Wenn Sie die ETH als Kirche bezeichnen, ist das Ihr Problem.»

Bastien Girod

Walter Wobmann (SVP/SO) sprach von einer «krankhaften Klimareligion». Girod erwiderte, es gehe um Wissenschaft, nicht Religion. «Wenn Sie die ETH als Kirche bezeichnen, ist das Ihr Problem.» Jedes Land müsse seinen Beitrag leisten.

«Die Zeit drängt»

Umweltministerin Simonetta Sommaruga warnte ihrerseits vor möglichen unbeabsichtigten Folgen, sollte der Rat in diesem Rahmen Massnahmen vorwegnehmen: Es könnte als Vorwand dienen, die Totalrevision des CO2-Gesetzes zu verzögern.

Bundesraetin Simonetta Sommaruga, Mitte, eilt zu ihrem Platz zu Beginn der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 9. September 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bundesrätin Simonetta Sommaruga eilt zu ihrem Platz zu Beginn der Herbstsession. Bild: KEYSTONE

Sie stellte aber gleichzeitig klar, dass die Zeit für Massnahmen dränge. Es handle sich um eine der grössten gesellschaftlichen Herausforderungen. Der Bundesrat hatte vor kurzem beschlossen, dass die Schweiz im Jahr 2050 unter dem Strich kein CO2 mehr ausstossen soll.

Keine raschere Senkung

Am Ende folgte der Rat der Mehrheit seiner Kommission und ging nicht weit über die Verlängerung der Steuererleichterungen hinaus. Er verankerte im Gesetz lediglich, dass die Treibhausgasemissionen im Inland im Jahr 2021 um weitere 1.5 Prozent gegenüber 1990 zu vermindern sind.

Ein Antrag, die Emissionen um jährlich 3 Prozent zu vermindern, scheiterte mit 99 zu 91 Stimmen bei 1 Enthaltung. Die Befürworterinnen und Befürworter argumentierten vergeblich, dies entspräche bloss den Vorgaben des Klimaabkommens von Paris. Abgelehnt hat der Rat auch strengere Vorgaben für die Neuwagenflotte.

In der Gesamtabstimmung hiess er die Vorlage, die seine Kommission ausgearbeitet hatte, mit 191 zu 0 Stimmen gut. Darüber muss noch der Ständerat befinden. (sda)

Nationalrat: Die grössten Schwänzer

R.I.P. Gletscher Okjökull

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    Alle Leser-Kommentare
  • Natur pur 10.09.2019 12:47
    Highlight Highlight Der Mensch muss sich in die Kreisläufe der Natur einfügen, sonst wird er von dieser Erde verschwinden. Die Natur ist immer stärker und hat beliebig viel Zeit...
  • Lukas Fierz 10.09.2019 11:19
    Highlight Highlight Die haben nicht begriffen, was es geschlagen hat:
    https://lukasfierz.blogspot.com/2019/07/redet-endlich-klartext-holocaust-2.html
  • Kramer 10.09.2019 10:00
    Highlight Highlight Ich finde das Argument, die Schweiz trägt nur zu einem sehr kleinen Teil zum CO2 Ausstoss bei, sowas von bescheuert.
    Genauso gut kann ich mich auf den Standpunkt stellen, meine Steuern machen nur einen sehr kleinen Teil der Staatseinnahmen aus, also spielt es ja keine Rolle wenn ich sie nicht bezahle.
  • Nüübächler 10.09.2019 09:47
    Highlight Highlight Man sieht es in diesen Kommentarspalten, es sind wieder alle zurück von den Ferien!
    Brav wird gegen CO2 Ausstoss und gegen alle "Klimasünder " gewettert. Vorab wird narürlich gegen die SVP gehetzt. Genau was den bürgelichen Parteien punkto Hetze in Sachen Ausländerpolitik vorgeworfen wird, noch heftiger wird jetzt gegen die "Klimagegner" ungehemmt und beleidigend vorgegangen. Zumeist unsachlich und mit viel Unwissen wird der vermeintlichen Mehrheit nachgeschrien.
    Aber zurück zum Thema, wo ward ihr eigentlich in den Ferien? Malediven?
    Phong Nha?Lake Taupo?
    • Fritz N 10.09.2019 11:12
      Highlight Highlight 1. Ich war nicht in den Ferien lieber Nüübächler.

      2. Unsachlichkeit? Unwissen? Wo denn das? Aus meiner Sicht kommen Leute die unsere Spezies bewahren möchten meist mit Quellen, die dann Leute wie Du nicht lesen wollen, weil sie ja sowieso alles besser wissen
  • Köbi Löwe 10.09.2019 08:05
    Highlight Highlight Klimawandel von uns Menschen gemacht hat gar nichts mit Religion zu tun. Wissenschaft und Forschung haben dies längst bewiesen. Das Carbon Zeitalter geht in 4 bis 5 Generationen eh zu Ende.
    Warum stemmen sich die Stahlhelmfraktionen gegen dieses Unvermeidliche? Wir sollten nicht so lange warten. Wer will, informiert sich sachlich.
    Wer nicht will, plappert, wider besseres Wissen, den Plauderis nach.
  • NumeIch 09.09.2019 23:45
    Highlight Highlight Ok, vielen Dank. Damit ist klar fdp und svp sind im Oktober unwählbar.
  • 7immi 09.09.2019 23:29
    Highlight Highlight Was mich an diesem Tamtam stört ist das ständige Pushen durch die Medien. Arbeitet man im technischen Bereich, sieht man, dass vielerorts seit den 90-ern Fortschritte gemacht werden. Nun heisst es, dass es erst jetzt richtig losgehe, dabei hat man vorher einfach nie berichtet. Gewisse Firmen nutzen die Sache auch aus. Was vorher economy hiess, ist nun green. Migros konnte sogar das Risikogeschäft Feuerwerk mit dem Umweltdeckmantel elegant loswerden. Mit der Klimajugend lässt sich viel Geld machen, wirken wirds wie alles Laute nicht viel, befürchte ich.
    • Dominik Treier 10.09.2019 00:28
      Highlight Highlight Mit was lässt sich denn schon nicht Geld machen? Das ist höchstens ein sehr billiges Argument gegen Klimaschutzmassnamen, denn wer möchte die denn vor allem verhindern? Die Leute die mit Umweltzerstörung, statt deren Schutz Geld machen und mir ist es persönlich lieber, wenn jemand krankhaft mit etwas Geld zu machen versucht das den Menschen und der Erde nützt, als ihnen noch schadet, wenn er denn das schon unbedingt braucht.
    • 7immi 10.09.2019 00:43
      Highlight Highlight @dominik
      genau das gleiche Produkt, das nun green statt eco heisst teurer zu verkaufen findest du also sinnvoll? Dass Migros eine Massnahme gross anpreist, die klimatechnisch sehr wenig, finanziell aber sehr viel bringt, unterstützt du? Nun, es funktioniert ja bestens, die PR hat alle Arbeit geleistet. Nur der Natur ist das egal.
      Besonnenes Vorwärtsdenken braucht es und nicht Rumgeschreie. Aber eben, in der Politik ists ja nicht anders. Selbstinszenierung ist wichtiger als die eigentliche Leistung.
  • Miikee 09.09.2019 23:24
    Highlight Highlight Bald kommt hoffentlich die Quittung für die Realitätsverweigerer.
    • α Virginis 10.09.2019 04:55
      Highlight Highlight Die Quittung erhalten wir dann leider alle...
  • Der Tom 09.09.2019 22:55
    Highlight Highlight Die SVP hält das immer noch für eine Lüge und beschimpft mich als kopflosen jünger einer Religion. Die SVP sollte den Bundesrat sofort verlassen. Wegen Irreführung, Inkompetenz und bewusster Fehlinterpretation aus wirtschaftlichen Interessen. Das ist nicht nur beim co2 ein Problem. Auch das Grundwasser, Bildung und vieles mehr leidet a dieser Partei.
  • FrancoL 09.09.2019 22:43
    Highlight Highlight "Offenbar sei für die FDP nie der richtige Zeitpunkt, stellte Roger Nordmann (SP/VD) fest."

    Treffender kann man das Verhalten der FDP nicht beschreiben.
    • Dominik Treier 09.09.2019 23:02
      Highlight Highlight Ihre heutige Deutschlektion mit dem Stargast des Tages: der FDP!
      Heute im Programm:
      Auch nie ist ein Zeitpunkt!
  • Knut Knallmann 09.09.2019 22:25
    Highlight Highlight Warum in aller Welt ist die SVP eigentlich gegen Klimaschutzmassnahmen. Ich dachte immer Patrioten sind dafür das eigene Land vor schädlichen Einflüssen zu schützen und dagegen jedes Jahr Milliarden ins Ausland zu verprassen. Wertschöpfung im eigenen Land zu generieren statt Triebstoffe und Heizöl einzukaufen und unabhängiger zu sein ist aus deren Sicht offenbar überbewertet...
    • R. J. 09.09.2019 22:38
      Highlight Highlight Vielleicht hat es damit zu tun das SVP-ler gerne mal mit der Atom oder Öl Industrie verbandelt sind.
      Die Intelligenz Frage lass ich mal offen...
    • Dominik Treier 09.09.2019 23:00
      Highlight Highlight Nun Patrioten und Nationalisten sind eben nicht das Gleiche...

      Wenn man Patriot ist, will man das beste für das eigene Land, wenn das Kooperation und Nachgeben sind, macht man das eben, trotz des eigenen Stolzes, weiss aber auch um dessen schwächen und will sie verbessern.

      Nationalisten wollen aber nur krampfhaft die Überlegenheit, des eigenen Landes, derer sie sich angeblich sicher sind, beweisen, ob das dann so ist, ist ihnen egal, Verbesserungen und wer für diesen Mist draufgeht auch...
  • Dominik Treier 09.09.2019 22:16
    Highlight Highlight Da sind sie nun unsere rechtsbürgerlichen Volchs-Vertreter, wie sie leiben und leben. Der kleine Mann, der sie wählt, ist ihnen egal. Lieber schüren sie Ängste und Neid gegen Benachteiligte und Machtlose um von ahnungslosen Stammtischlern weiter gewählt zu werden und selbst wenn es um die Existenz der Menschheit geht, geht es ihnen höchstens darum ihre Pfründe für die nächsten 20 Jahre zu sichern. Wenn die SVP wirklich für den kleinen Mann politisieren würde, würde sie aufhören auf Asylanten, an denen man nichts ändern kann rumzureiten und eine verträgliche CO2Abgabe mit Rückvergütung fordern.
  • wolge 09.09.2019 21:57
    Highlight Highlight Was Politiker und Parteien betreiben ist schlicht Symptombekämpfung.

    Um Probleme ernsthaft zu lösen müsste man sie erst mal erkennen. Viele vermeintliche Probleme sind bloss Symptome die sich auf ein paar wenige Probleme zurück führen lassen.

    Um diese Probleme ernsthaft zu lösen benötigt es jedoch ein grundlegend neues Weltbild in der Gesellschaft. Wir können die Probleme nicht mit der Denke lösen, durch die sie entstanden sind.

    Die waren Probleme sind meines Erachtens:

    -Überbevölkerung
    -Drang nach Besitz
    -Fokussierung auf den Einzelnen / auf Einzelinteressen statt auf das Gemeinwoh
    • FrancoL 09.09.2019 22:49
      Highlight Highlight Ja da haben Sie recht, das Hauptproblem ist dass wir existieren und und uns entwicklen und verschiedene Denkweisen haben, aber das ist für mich kein Problem sondern eine Tatsache, so wie es eine Tatsache ist, dass wir nicht uns uniform begeben mögen und unsere Fokussierungen sich ständig ändern, weil wir eben nicht perfekt sind.
      Das was Sie suchen ist eine Utopie und mit Utopien kommen wir mit Sicherheit zu keinen Lösungen.
    • Dominik Treier 09.09.2019 23:08
      Highlight Highlight In zwei dieser Punkte muss ich dir recht geben. In der Überbevölkerung aber können wir in der Schweiz nicht viel tun, denn unsere Geburtenrate ist schon tief und jeder Einwanderer kommt nur wegen diesem Neoliberalen Wachstumsblödsinn, den es zu bekämpfen gilt und der Zunahme von Fachkraftbedarf.
      Was wirklich helfen würde, wie man in Europa sieht, ist Entwicklung, technische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und vor allem funktionierende soziale Sicherung, denn deshalb gibt es in den Entwicklungsländern so viel Bevölkerungswachstum, die Leute gebären ihre Altersvorsorge...
    • wolge 10.09.2019 07:29
      Highlight Highlight @beide: Meines Erachtens müssen wir uns dringendst auf der Ich-Entwicklungs-Stufe weiterentwickeln: http://www.i-e-profil.de/Ich-Entwicklung,2,de.html

      Genau hier scheint mir die Krugs zu sein. Ein Grossteil unserer Gesellschaft befindet dich auf Stufe E5, allerhöchstens E6.

      Um unsere Probleme zu lösen bedingt es meines Erachtens aber eine Stufe E7, besser E8. Dies bei einem Grossteil der Bevölkerung. Nur so können Probleme ernsthaft systematisch angegangen werden. Statt an einzelnen Teilen rum zu schrauben, was schlicht nichts bringt resp. das Ganze nur rauszögert...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 09.09.2019 21:54
    Highlight Highlight Höchste Zeit für Wahlen, an welchen wir diese ignoranten Profitgeier abservieren können. Für ihre Besitzstandswahrung sind sie bereit, die globale Ökologie in die Katastrophe schlittern zu lassen. Millionen von Tierarten, das ist wissenschaftlich erhärtet, sind vom Aussterben bedroht. Es beginnt bei den Insekten, setzt sich bei den Vögeln fort, und letztlich kommt auch der Mensch nicht davon. Es bahnt sich ein Massensterben an, das es auf der Erde noch nicht gegeben hat. Und die Mehrheit im Nationalrat ist gegen die Einhaltung des Klimaabkommens von Paris. Es ist zum K...
    • Mat_BL 09.09.2019 23:46
      Highlight Highlight Herr Luchs, bitte erzählen Sie keinen Unsinn. Massensterben hat es auf der Erde schon mind. fünfmal gegeben (je nach dem wie man zählt). In einem starben sogar etwa 95 Prozent aller marinen Lebensformen und etwa 75 Prozent der Landfauna aus. In den grossen fünf lag der jeweilige Artenschwund alles lebenden bei wahrscheinlich 75 Prozent und zum Teil darüber. Informieren Sie sich, bevor sie Polemik betreiben.
    • Dominik Treier 10.09.2019 02:25
      Highlight Highlight Es gab schon Massensterben auf der Erde das ist Fakt Mat_BL. Macht sie das plötzlich toll und vor allem jenes potentielle hier gut für uns?
      Jedoch auch Fakt. Es würde sich hier tatsächlich um etwas nie dagewesenes handeln, denn nie in der Erdgeschichte war eine Spezies so dumm das Artensterben selbst auszulösen und das auch noch wider besseren Wissens. Macht es das besser? Auch nicht wirklich oder?
    • Input 10.09.2019 04:59
      Highlight Highlight Nur aus wirtschaftlichem Interesse machen wir Millionen Bienenvölker krank, schiessen Nashörner zusammen, rotten Wale aus und verbrennen Milliarden m2 Regenwald es gibt Leute die sagen lapidar dazu "Massensterben hats schon früher gegeben".
      Da kann man den Kopf gar nicht fest schütteln wie man will.
      PS: googeln sie mal Stellersche Seekuh
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kubod 09.09.2019 21:37
    Highlight Highlight Warten wir also wieder mal darauf, dass Kalifornien sich als erster vom Erdöl löst.
    Zur Erinnerung.
    1974 hat Kalifornien Katalysatoren gesetzlich zur Pflicht gemacht. Bis dahin hat vor allem die Deutsche Autoindustrie dies als Quatsch abgetan. Heute verkauft sich keine Auto mehr ohne Katalysator.
    Die Schweiz hat als erster Staat in Europa 1986 nachgezogen.
    Tesla ist ohne die Wirtschaftskaft der ökologisch denkenden Kalifornier nicht möglich.
    Wir können selber mal was auf die Beine stellen, oder wieder warten, bis der Zug rollt und dann aufspringen.
    Hatte auf Mut im Parlament gehofft.
    • Todesstern 10.09.2019 05:46
      Highlight Highlight Mut ist ein seltenes Gut.

      Geworden heutzutage...
  • Doublethink 09.09.2019 21:28
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Denk-mal 09.09.2019 21:09
    Highlight Highlight @spaddeloni
    Der Seich ist bloss, jedes Kilowatt welches du ins Netz lieferst, welches du nicht selber verbrauchst, musst du VERSTEUERN! Gewusst!?
    • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 09.09.2019 23:07
      Highlight Highlight Denk mal, was zu verändern wäre.
    • RicoH 09.09.2019 23:08
      Highlight Highlight Ist ja eigentlich logisch. Da du in dem Moment mit Strom handelst und ihn verkaufst, gilt das als Einkommen. Oder sehe ich das falsch?
    • Aladdin 10.09.2019 09:08
      Highlight Highlight @Denk-mal:
      So absolut stimmt das sicher nicht.
      Unsere kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) ist explizit von der Einkommensteuer befreit. 😁
  • Tjuck 09.09.2019 21:05
    Highlight Highlight «Krankhafte Klimareligion»? Ich lese wohl nicht richtig. Wohl eher: «Gott Mammon oder Kapitalismus als Religion».
    • ninolino 09.09.2019 22:04
      Highlight Highlight ... oder einfach nur schlichte Ignoranz, profane Borniertheit und pure Dummheit.
      Welches verdammte Volk wählt solche Vertreter?
    • Dominik Treier 09.09.2019 22:23
      Highlight Highlight Stammtischgeschwätz als Predigt... Amen und zum heiligen Bierhumpen...
  • Cpt. Blocher vom herrlichen Berg 09.09.2019 20:48
    Highlight Highlight Diese verdammten "Volksvertreter". Nur schon der Begriff ist bescheuert! Religion ist eben gerade nicht durch Fakten belegt, der Klimawandel schon.
    "Mimimi Klimahysterie, mimimi grüne zerstören Wohlstand, mimimi das ist alles schon sektenhaft"

    Informiert euch mal richtig ihr Halbschlauen.

    Frei nach Trapattoni: Ich habe fertig.
    • Moelal 09.09.2019 21:27
      Highlight Highlight Danke Blochi
    • Rockii 09.09.2019 22:15
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Jesus Quintana 09.09.2019 22:33
      Highlight Highlight Amen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jordan Belfort 09.09.2019 20:44
    Highlight Highlight 13 Tausendstel = 1.3 %

    Finde ich erschreckend viel, dafür, dass die Schweizer Bevölkerung gerade mal etwas mehr als 0.1 % der gesamten Weltbevölkerung ausmacht.
    • Chesus80 09.09.2019 21:04
      Highlight Highlight Da hast du wohl falsch gerechnet...
    • Pinhead 09.09.2019 21:43
      Highlight Highlight 13 Tausendstel = 0.13 % 😉
    • ninolino 09.09.2019 22:12
      Highlight Highlight @Pinhead:
      13 Tausendstel = 13/1000 = 1,3/100 = 1,3 Hundertstel = 1,3%!!!

      Fensterplatz?
      Meine 9-jährige Tochter hat das voll im Griff... 🙈
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 09.09.2019 20:35
    Highlight Highlight Seit Jahren das einzige Programm der SVP:

    Krankhafte Geldgier vor Mensch und Umwelt.
    • Dominik Treier 09.09.2019 22:25
      Highlight Highlight Das letzte Hemd mit Säcken war da schon länger der Renner...
  • Der Tom 09.09.2019 20:34
    Highlight Highlight Heute ist das passiert? Oder ist das von letztem Herbst? Steuererleichterungen auf Erdgas? gehts noch?
  • David Morf 09.09.2019 20:10
    Highlight Highlight #fögdeplanet
  • Posersalami 09.09.2019 19:54
    Highlight Highlight "Jedes Land müsse seinen Beitrag leisten."

    Damit ist alles gesagt. Wer jetzt das Argument ins Feld führt, das Ausland mache ja nichts, hier zwei gegenteilige Beispiele:

    "Der Koxit steht kurz bevor"
    https://www.zeit.de/zeit-wissen/2018/02/grossbritannien-kohleausstieg-energie-co2

    "MAROKKOS ENERGIEWENDE"
    https://akzente.giz.de/de/stimmen/marokkos-energiewende

    Auch im Ausland muss investiert werden. Anstatt der Schweiz gehen jetzt halt Länder wie GB oder Marokko voran. Eigentlich nur noch peinlich für ein angeblich innovatives Land wie die Schweiz..
    Weitere Antworten anzeigen
  • spaddeloni 09.09.2019 19:49
    Highlight Highlight Jetzt mal ganz ehrlich. Was verlieren wir wenn wir radikal auf die Bremse treten und alles verändern. D.h. Photovoltaikanlagen auf möglichst jedes Dach, möglichst konsequentes Recycling, Verbot von Verbrennermotoren etc. etc.
    Was wäre daran für jeden einzelnen von uns schlechter ?
    Im schlimmsten Fall ändern wir alles zum Besseren und haben was genau verloren ... ?
    • Hyperventilator 09.09.2019 21:34
      Highlight Highlight Nimmt mich wunder wie du dein Geld verdienst?
    • Blaubar 09.09.2019 21:44
      Highlight Highlight Wir hätten ein unlösbares Stromproblem! Wenn nur jedes 50. Auto elektrisch fahren würde, müsste die Netzkapazität un das 6-fache erhöht werden. Die wenigsten werden vom eigenen Solardach Strom nutzen können... Ich meine, da wurden die Glühlampen verboten, um Strom zu sparen (wers glaubt...) und dann das...
    • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 09.09.2019 22:02
      Highlight Highlight Spaddel, völlig einverstanden. Es verlieren aber diese Teile der Wirtschaft, die zu wenig flexibel sein wollen, um auf erneuerbare Energien umzustellen. Sie halten am Status Quo fest, denn den kennen sie. Solange die Wirtschaft nichts ändern muss (Entweder reguliert vom Staat, oder gefordert vom Konsument), ändert sie auch nichts. Ausser, es lässt sich Geld damit verdienen. Und das verstehe ich nicht bei der FDP (Und auch SVP), nicht Vorreiter zu sein, die Schweiz als eine Art Silicon-Valley of green engeneering. Im halben Jura stehen leere Uhrenfabriken mit günstigen Zinsen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 09.09.2019 19:08
    Highlight Highlight Laut wiki: „Religion ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte[2] ist, sowie häufig auch an heilige Objekte.„

    Wo sind in der klimadebatte überirdische, übernatürliche, übersinnliche kräfte, oder heilige objekte, bitteschön?
    • Tjuck 09.09.2019 21:08
      Highlight Highlight FDP und SVP können nicht anders, als unbequeme, über Jahrzehnte bekannte Fakten, als Religion zu bezeichnen, wohl um zu verschleiern, dass sie diejenigen sind, die den Mammon als Religion leben.

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Klimaskeptiker und Erdöl-Lobbyisten liegen falsch: Der komplette Verzicht auf fossile Brennstoffe ist nicht nur möglich, sondern langfristig günstiger.

Szenarien zur zukünftigen Energieversorgung habe es auch vor dieser Studie schon gegeben, schreibt Zeit Online, die die Ergebnisse vor der Veröffentlichung am Freitag einsehen konnte. Das Besondere sei der Umfang der Daten, auf denen die LUT-Studie basiere:

Anders als andere hätten die Forscher keine Jahresdurchschnittswerte genutzt, sondern stundengenaue Wetterdaten eines Beispieljahres. «So konnten sie prüfen, wann Engpässe drohen und wie man sie ausgleichen kann.»

Der heutige globale Energiemix …

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