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Pro 1000 Frauen werden in der Schweiz 3,4 Abtreibungen vorgenommen. Diese Quote (Wohnort) unterscheidet sich von Kanton zu Kanton zum Teil stark. 
Pro 1000 Frauen werden in der Schweiz 3,4 Abtreibungen vorgenommen. Diese Quote (Wohnort) unterscheidet sich von Kanton zu Kanton zum Teil stark. Bild: watson/bfs

734 Jugendliche in der Schweiz hatten 2016 eine Abtreibung – die Grafik zeigt wo

13.06.2017, 12:4414.06.2017, 08:15

Von 2005 bis 2015 ging die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei den 15- bis 19-Jährigen um fast ein Drittel zurück, von 1030 auf 728. Zugleich sank die Rate der Eingriffe pro 1000 Jugendliche von 6,0 auf 3,4. 2016 stieg diese Quote wieder leicht auf 3,5 Eingriffe, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. 734 Teenager haben im vergangenen Jahr in der Schweiz eine Schwangerschaft abgebrochen.

Lesebeispiel: Pro 1000 Zürcher Jugendlichen gab es 2016 3,5 Schwangerschaftsabbrüche.
Lesebeispiel: Pro 1000 Zürcher Jugendlichen gab es 2016 3,5 Schwangerschaftsabbrüche.Bild: watson/bfs

Im internationalen Vergleich bleibt die Abtreibungsrate bei Teenagern aber weiterhin sehr tief. Das Gleiche gilt für alle Frauen im gebärfähigen Alter. Seit 2014 liegt die Quote konstant bei 6,3 Abbrüchen pro 1000 Frauen mit Wohnsitz in der Schweiz.

Abtreibungen bei Jugendlichen (unter 20 Jahre alt) wurden im Vergleich mit 2007 seltener.
Abtreibungen bei Jugendlichen (unter 20 Jahre alt) wurden im Vergleich mit 2007 seltener.Bild: watson/bfs

Landesweit gab es letztes Jahr 10'256 Schwangerschaftsabbrüche. Davon betrafen 171 Fälle Frauen mit ausländischem Wohnsitz. Nach Wohnkanton betrachtet, weisen Genf und Neuenburg mit 11,8 respektive 8,1 die höchsten Abbruchraten auf. Relativ viele Eingriffe gibt es auch in der Waadt, in Zürich und Basel-Stadt, am wenigsten in Appenzell Innerrhoden, Schwyz und Uri.

In Bevölkerungsreichen Regionen wie Zürich oder in der Genferseeregion gab es in absoluten Zahlen mehr Abtreibungen.
In Bevölkerungsreichen Regionen wie Zürich oder in der Genferseeregion gab es in absoluten Zahlen mehr Abtreibungen.Bild: watson/bfs

Besonders stark Rückläufig ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche die im Kanton Tessin vorgenommen wurden. 2008 wurden in Tessiner Kliniken noch 682 Abtreibungen vorgenommen. Letztes Jahr waren es noch 341. Auch die Tessinerinnen selber treiben seltener ab. Die Quote fiel von 7,0 im Jahr 2007 auf 5,0.

Abtreibungen, die im Tessin vorgenommen wurden.
Abtreibungen, die im Tessin vorgenommen wurden.Bild: watson/bfs

Unverändert wurden 95 Prozent der Abtreibungen in den ersten 12 Schwangerschaftswochen vorgenommen. In dieser Zeit liegt der Entscheid über Abbrechen oder Austragen der Schwangerschaft allein bei der Frau. Fast drei Viertel der betroffenen Schwangeren entschieden sich für eine medikamentöse Abbruchmethode.

Medikamentöse Abbrüche nehmen leicht zu, chirurgische ab.
Medikamentöse Abbrüche nehmen leicht zu, chirurgische ab.Bild: watson/bfs

(leo/whr/sda)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Der Pinguin
13.06.2017 13:20registriert September 2016
"pro tausend jugendliche von 6 auf 3.4 Prozent" ergibt keinen Sinn... Ich bin jetzt verwirrt. sind es nun 3.4 Eingriffe pro 1000 jugendliche oder 3.4 %?
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Arutha
13.06.2017 16:50registriert Januar 2016
In Genf, Neuchatel, Basel und Schaffhausen sollte die Information/Aufklärung zu Verhütungsmittel intensiviert werden.

Wäre interessant zu sehen, ob in Zürich Stadt die Quote höher ist als Zürich Land. Denn es scheint mir urbane Gegenden haben eine höhere Quote als die ländliche (rein auf die Grafik bezogen).
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