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HANDOUT -  14 Skitourenfahrer sind am Sonntag, 29. April 2018 oberhalb von Arolla VS, in der Region

14 Skitourenfahrer sind am Sonntag in der Region Pigne d'Arolla in eine Schlechtwetterfront geraten. Bild: KANTONSPOLIZEI VS

Wettereinbruch in den Walliser Bergen fordert ein siebtes Opfer



Bei Bergunfällen in den Walliser Alpen sind seit Sonntag sieben Personen ums Leben gekommen. Ein Skitour-Unglück am Pigne d'Arolla forderte sechs Todesopfer. Bei einem Lawinenniedergang beim Allalingletscher am Montagnachmittag starb ein Tourenskifahrer.

Die Zahl der Toten beim Skitour-Unglück am Pigne d'Arolla hat sich am Dienstag auf sechs erhöht. Am Vormittag sei auch eine 52-jährige Bulgarin im Spital gestorben, teilte die Walliser Kantonspolizei mit.

Die anderen fünf Skitourengänger, die wegen eines plötzlichen Wettereinbruchs ums Leben gekommen sind, stammen alle aus Italien. Eines der Opfer ist laut Polizeiangaben der 59-jährige Bergführer der Zehnergruppe. Er starb vor Ort an den Folgen eines Sturzes.

Die weiteren vier Opfer starben in den Spitälern an Unterkühlung. Es handelt sich um zwei italienische Ehepaare im Alter von jeweils 53 und 45 Jahren. Drei Personen befinden sich noch immer in einem kritischen Zustand: Ein 72-jähriger Schweizer, eine 56-jährige Französin und eine 43 Jahre alte Italienerin. Eine Person schwebt gemäss Polizei noch immer in Lebensgefahr.

Fünf der Skitourengänger wurden leicht verletzt. Es handelt sich dabei um drei Franzosen (zwei Männer und eine Frau) im Alter von 58, 57 und 55 Jahren. Auch eine 48-jährige Deutsche hat sich leichte Verletzungen zugezogen.

Auf 3000 Metern übernachtet

Insgesamt 14 Skitourengänger waren am Sonntag von der «Cabane des Dix» auf 2928 Metern über Meer aus gestartet. Sie waren in zwei verschiedenen Gruppen unterwegs: einer Vierergruppe sowie einer Zehnergruppe mit einem Bergführer. Beide Gruppen wollten über die klassische Route «la Serpentine» zur Hütte «des Vignettes» auf 3157 Metern gelangen.

Dabei wurden sie im Gebiet des Pigne d'Arolla von dem Wettersturz überrascht. Sie kamen nicht mehr weiter und mussten die Nacht auf über 3000 Metern Höhe draussen verbringen. Sie wurden am Montagmorgen mit Helikoptern geborgen, nachdem der Hüttenwart von «des Vignettes» Alarm geschlagen hatte.

Inzwischen konnten alle Familienangehörigen der Opfer benachrichtigt werden, wie die Walliser Kantonspolizei schrieb. Die Helpline für Angehörige wurde aufgehoben. Die italienische Botschaft in Bern ist laut dem Aussenministerium in Rom in Kontakt mit den lokalen Behörden und unterstützt Verletzte und Angehörige der Opfer.

Ein Toter nach Lawine

Ein 49-jähriger Tourenskifahrer wurde zudem am Montagnachmittag in den Walliser Alpen von einem Schneebrett verschüttet. Er verstarb im Verlauf der Nacht im Inselspital Bern, wie die Kantonspolizei Wallis am Dienstag mitteilte. Seine gleichaltrige Begleiterin wurde verletzt ins Spital Visp gebracht. Sie befindet sich nicht in Lebensgefahr.

Die zwei französischen Tourenskifahrer waren von Saas-Fee aus in Richtung Mittelallalin gestartet. Beim Aufstieg über den Allalingletscher zum «Feejoch» löste die Seilschaft auf einer Höhe von zirka 3630 Metern über Meer ein Schneebrett aus.

Der Mann wurde dabei von den Schneemassen verschüttet. Seine Begleiterin alarmierte darauf die Einsatzzentrale. Der Mann wurde von den aufgebotenen Einsatzkräften geborgen und anschliessend mit einem Helikopter der Air Zermatt ins Spital geflogen. (sda/ansa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Flint 01.05.2018 19:07
    Highlight Highlight Traurige Nachrichten. Mein Beileid den Angehörigen und Freunden.

    Es heisst eine Alarmierung sei wegen eines Funklochs nicht möglich gewesen. Ich frage mich, weshalb Bergführer offenbar kein 406MHz GPS-Notsender mitführen, welcher wirklich überall im Gelände funktioniert? Vielleicht hätte man noch etwas ausrichten können, wenn frühzeitiger alarmiert worden wäre.
  • Moudi 01.05.2018 13:53
    Highlight Highlight Wer solche Touren macht sollte schon ein Notschneebiwak einrichten können.. auch ohne Bergführer
    Sehr Tragisch
  • Snowy 01.05.2018 10:43
    Highlight Highlight Tragische Geschichte.

    Kenne den Aufstieg. Sollte - vor allem unter professioneller Anweisung - möglich sein, ein Notschneebiwak zu erstellen.
    Offensichtlich ist eine Person zuerst bei einem Sturz gestorben: Kann mir gut vorstellen, dass dies der Bergführer war und dass darum die Gruppe führungs- und orientierungslos war.

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