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Das Spezialflugzeug ist mit einer Sprühvorrichtung ausgestattet, fliegt unter die Hagelwolke und setzt Silberjodid frei. So wird verhindert, dass sich grosse und schwere Hagelkörner bilden können. bild: screenshot/youtube

Es gibt ein Flugzeug gegen Hagel – und so häufig wurde es schon eingesetzt

Elfmal ist das Spezialflugzeug der Baloise-Versicherung ab dem Flugplatz Birrfeld in diesem Jahr schon zum Einsatz gekommen, um die Hagelniederschläge zu reduzieren.

Michael Hunziker / ch media



Bald ein Jahr ist der Hagelflieger auf dem Flugplatz Birrfeld stationiert. Ziel ist es, Hagelniederschläge und -schäden zu minimieren. Das mit einer Sprühvorrichtung ausgerüstete Spezialflugzeug des Typs Cessna setzt unter der Hagelwolke Silberjodid frei, um zu verhindern, dass sich grosse und schwere Hagelkörner bilden können, die massiven Schaden anrichten. Stattdessen entstehen viele kleine Hagelkörner, die auf dem Weg zum Boden zu Schneematsch oder – im besten Fall – zu Regen werden. Lanciert worden ist das Pilotprojekt von der Baloise-Versicherung.

Auch kurzfristig steht ein Pilot zur VerfügungNach der brütenden Hitze sind in den letzten Tagen gleich mehrere Unwetter über die Schweiz gezogen. Wie häufig war der Hagelflieger in der Luft? In diesem Jahr seien – ab Ende Juni in regelmässigen Abständen – bisher 11 Einsätze gezählt worden, sagt Roberto Brunazzi, Mediensprecher bei der Baloise Group. Im letzten Jahr waren es vor allem im August und September rund ein Dutzend Flüge. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über die Nordwestschweiz und das Mittelland bis in die Zentral- und Ostschweiz. Flüge sind laut Brunazzi möglich, solange genügend Tageslicht vorhanden ist. Auch kurzfristig stehe immer ein Pilot zur Verfügung. Mit dem Wetterdienst würden die Wetterentwicklungen täglich geprüft und über Einsätze entschieden.

Das Video zeigt, wie der Hagelflieger funktioniert

Gewitterbomber sollen in der Schweiz Hagel stoppen. (Video vom August 2018)

Video: © sda-Video

Das Pilotprojekt sei grundsätzlich sehr positiv aufgenommen worden – vor allem auch in den Bevölkerungsteilen, die regelmässig von Hagelschäden betroffen seien, stellt der Mediensprecher fest. Kurz: Das Projekt verlaufe nach Plan und werde noch wie vorgesehen zwei weitere Jahre dauern.

Eine Aussage darüber, wie erfolgreich die Einsätze sind, lässt sich allerdings noch nicht machen. «Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und diese Zeit werden wir auch benötigen, um eine detaillierte Wirkungsanalyse durchführen zu können», betont Brunazzi. Um die wissenschaftlich einwandfreie Begleitung sicherzustellen, arbeitet die Baloise während der ganzen Zeit mit der ETH Zürich zusammen. «Am Ende des Projekts werden wir ein Fazit ziehen.» Dann werde auch eine wissenschaftlich bestätigte Zahl vorgelegt werden können.

Die Hagelschäden gehen in die Millionen

Hagel beziehungsweise Unwetter gehören gemäss Brunazzi zu den Fokusthemen im Schadenmanagement der Baloise. Da Hagel – trotz Hagelflieger – nicht komplett verhindert werden kann, soll sichergestellt werden, dass die Behebung der Schäden so einfach wie möglich vonstattengehe. Das beginne damit, dass sich die Baloise aktiv bei den Kunden einer betroffenen Region melde nach einem starken Unwetter mit möglichen Schäden. Mit der Baloise-Hagelstudie sowie der Studie der ETH zum Hagelflieger werde nun ein wissenschaftlicher Beitrag zum Thema geleistet, führt Brunazzi aus.

Die Baloise alleine, fügt er an, zahle jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag aufgrund von Hagelschäden. Der Versicherer geht davon aus, dass mit dem Hagelflieger bis zu 50 Prozent der Schäden verhindert werden können. «Aber auch wenn es nur 10 Prozent sind, wäre das ein grosser Erfolg», so Brunazzi. (aargauerzeitung.ch)

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Arts 10.07.2019 11:09
    Highlight Highlight Abgesehen ob bedenklich oder unbedenklich, bedenklich finde ich ist, dass wir nur aus Profitgeilheit Hagel verhindern wollen.

    Müssen wir eigentlich überall in die Natur reinpfuschen?

    Lasst es doch einfach hageln.
  • Joe Smith 10.07.2019 08:53
    Highlight Highlight In den 1970er Jahren führte die ETH einen mehrjährigen Grossversuch mit Silberjodid-Impfungen durch. Resultat: keine Verminderung des Hagels. Auch andere Länder führten solche Grossversuche durch, mit dem gleichen Nullresultat. Aber es passt in die heutige Zeit, dass diese wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ignoriert werden.
  • MyErdbeere 10.07.2019 08:45
    Highlight Highlight Silberjodid? Sicher gesund wine moore moore moore...
  • Älü Täme 10.07.2019 08:41
    Highlight Highlight Tolles Geschäftsmodell, Hagelflieger sponsern und im Webshop Aluhüte verkaufen...
  • #bringhansiback 10.07.2019 07:11
    Highlight Highlight Chemtrails! Chemtrails!!!111elfelfelf
  • miarkei 10.07.2019 06:40
    Highlight Highlight Und wie schädlich ist das ganze für Mensch und Umwelt? Ich habe keine Ahnung von Chemie daher frage ich.
    • max_bruppbacher 10.07.2019 06:50
      Highlight Highlight genaubdas weissman nicht.. direkte auswirkungen hat man keine aber langfristige studien gibt es halt auch nicht 🤷🏻‍♂️
    • atorator 10.07.2019 07:04
      Highlight Highlight Silberjodid ist sehr lichtempfindlich und zerlegt sich innert kürzester Zeit in seine Elemente.

      Es werden gleich aber irgendwelche Aluhüte auftauchen, die irgendwas von Haarp schwafeln werden und der "Regierung" alles mögliche unterstellen.

      In der richtgen Dosierung kann man damit auch Wasser sterilisieren.
    • Rasti 10.07.2019 07:10
      Highlight Highlight Das Silberiodit ist im Regenfall noch in geringen Mengen nachweisbar, aber für den Menschen ungefährlich. Ausserdem zerfällt es bei Sonnenschein. Sollte also unbedenklich sein, vorallem weil man dass seit den 40ern macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Mettler 10.07.2019 06:30
    Highlight Highlight Mit einem Flugzeug das den Klimawandel beschleunigt die Auswirkungen des Klimawandels verhindern. Macht Sinn
    • Ton 10.07.2019 07:43
      Highlight Highlight Eine Cessna ist nicht wirklich belastender als ein SUV. Das ist keine Turbine, sondern ein ganz normaler Otto-Motor.
    • atorator 10.07.2019 07:52
      Highlight Highlight Ein Cessna-Motor hat so zwischen 100 und 150 PS. Also soviel wie ein Kleinwagen. Den Rest kannst Du dir ja selbst ausmalen...
    • arpa 10.07.2019 08:33
      Highlight Highlight Besser ein Flugzeug verhindert Millionenschäden, als diese Schäden wieder beheben zu müssen. Denn die Behebung belastet die Umwelt bestimmt mehr...
    Weitere Antworten anzeigen

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