Schweiz
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Diese 130 Schüler leben deinen Kindheitstraum: «Schneefrei» im Toggenburg!

Bernhard Russi, der ehemalige Skiweltmeister und Olympiasieger, unterrichtet Kinder im Rahmen des Projekts snow4free am Mittwoch, 9.  Januar 2019 im Skigebiet Wildhaus. Die gemeinsame Bewegungsfoerderungsinitiative mit der Cleven-Stiftung ermoeglicht jeden Winter ueber 2500, auch sozial benachteiligten Kindern ein einmaliges Schneesporterlebnis auf Ski oder Snowboard. (PPR/Nicola Pitaro)

Am Montag und Dienstag fällt für 130 Schüler im Toggenburg der Unterricht aus – Bernhard Russi unterrichtet im Rahmen des Projekts snow4free Kinder in Wildhaus. Bild: PPR



Für rund 130 Schülerinnen und Schüler aus dem Obertoggenburg im Kanton St.Gallen fällt am Montag und Dienstag der Unterricht aus. Aufgrund der Wettervorhersagen für die kommenden Tage ist der Schulweg für die Kinder nicht sicher.

Das oberere Toggenburg ist bekannt für die Wintersportorte Wildhaus, Alt St. Johann und Unterwasser. In Unterwasser wuchs der Schweizer Skispringer Simon Ammann auf und besuchte hier die Schulen.

Unterwasser liegt auf 900 Meter über Meer und ist das zweithöchstgelegene Dorf im Toggenburg. «Am nächsten Montag und Dienstag haben die Kinder von Unterwasser und Alt St. Johann schneefrei», bestätigt Stefan Gubler, Gesamtschulleiter der Schule Wildhaus-Alt St. Johann, einen Bericht im «Werdenberger & Obertoggenburger» vom Samstag. Die Sicherheit der Kinder könne aufgrund der erwarteten Wetterlage nicht mehr gewährleistet werden.

Von Sonntag bis Dienstag werden weitere Schneefälle, Regen und stürmische Winde erwartet. Für Wildhaus erachten die Lawinenspezialisten die Gefahr von Schneerutschen als gering.

In Absprache mit der Lawinenkommission der Gemeinde habe die Schulleitung beschlossen, die Kinder für zwei Tage vom Unterricht zu befreien. Einige Kinder lebten auf über 1200 Meter über Meer und müssten, um den Schulbus zu erreichen, zu Fuss bis zu 30 Minuten durch den Schnee gehen, so Gubler. Einige Gebiete seien bereits von Sperrungen betroffen.

Erstmals «schneefrei»

Gubler, seit 2003 Schulleiter, spricht von einer Ausnahmesituation. Es sei das erste Mal, dass er den Schülern «schneefrei» gebe. Wenn das Wetter ganz «strub» gewesen sei, habe er auch schon Teildispensationen ausgesprochen und einzelne Kinder durften bis am Mittag zu Hause bleiben.

Am Dienstag will die Schulleitung entscheiden, ob die Massnahme verlängert werden muss. «Die Eltern werden laufend informiert», sagte Gubler. (wst/sda)

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