Schweiz
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Arbeitslosenquote verharrt im Oktober weiter bei 2,4 Prozent



ZUR REKORDTIEFEN ARBEITSLOSENQUOTE IN DER SCHWEIZ, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 7. JUNI 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Ein Arbeitsloser liest am 20. August 2010 am Hauptbahnhof in Zuerich den Stellenanzeiger. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) === GESTELLTE AUFNAHME ===

Bild: KEYSTONE

Die Schweizer Arbeitslosigkeit ist im Oktober auf sehr tiefem Niveau verharrt. Aus saisonalen Gründen dürften die Quoten in den nächsten Monaten zwar etwas ansteigen, insgesamt erwarten die Ökonomen des Bundes aber im kommenden Jahr im Durchschnitt nochmals eine leichte Abnahme. Die Monatsraten dürften dabei im Tiefpunkt nahe an die Zwei-Prozent-Marke sinken.

Im Berichtsmonat Oktober 2018 lag die Quote bei 2,4 Prozent und verharrte damit den sechsten Monat in Folge auf dem Zehnjahrestief. Letztmals vor der aktuellen Periode hatte der Wert im September 2008 dieses niedrige Niveau erreicht. Saisonbereinigt blieb die Quote im Oktober mit 2,5 Prozent ebenfalls unverändert. Die Zahlen sind allerdings keine Überraschung: Die von AWP befragten Ökonomen hatten mit genau diesen Werten gerechnet.

Insgesamt waren gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) Ende Oktober 107'315 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 729 mehr als im Vormonat. Dank der weiterhin florierenden Konjunktur nahm die Zahl der Arbeitslosen konjunkturell bedingt um rund 1700 ab, wie Boris Zürcher, Leiter der Direktion Arbeit beim Seco, an einem Call für Journalisten sagte. Die saisonalen Effekte hätten hingegen zu einem Anstieg um rund 2400 Personen geführt, was im Saldo den genannten Anstieg um gut 700 Personen ergibt.

Übliches Muster

Die Entwicklung entspricht laut Zürcher allerdings dem üblichen Muster im Herbst. Denn die Aktivitäten im Baugewerbe werden im Herbst üblicherweise etwas zurückgefahren und die Sommer-Tourismussaison geht langsam zu Ende, was vor allem weniger Personal im Gastgewerbe erfordert. Dies hat sich auch klar bei der kantonalen Entwicklung gezeigt. Vor allem in den Tourismuskantonen Graubünden, Wallis, Bern und Tessin seien die Arbeitslosenzahlen gestiegen.

Die Dynamik im Oktober sei sehr hoch gewesen, legte Zürcher weiter dar. So wurden gut 33'000 Personen arbeitslos, allerdings fanden auch fast so viele Personen eine neue Stelle. Dies sei allerdings ebenfalls der normale Verlauf aufgrund der Saisonalität. Dazu komme das gute Wirtschaftswachstum, was die Leute eher zu einem Wechsel der Stelle veranlasse.

Noch einmal weniger Junge arbeitslos

Die Zahl der jungen Arbeitslosen (bis 25 Jahre) verringerte sich im Berichtsmonat im Vergleich zum Vormonat um 4,8 Prozent auf 13'064 Personen, die Quote sank damit weiter auf 2,4 Prozent. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ging die Zahl sogar um knapp 23 Prozent zurück. Bei den 25- bis 49-Jährigen stieg die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent, bei den über 50-Jährigen blieb sie unverändert bei 2,2 Prozent. Die Quoten bei Männern und Frauen lagen jeweils bei 2,4 Prozent, wobei sie bei den Männern um 0,1 Prozentpunkte zugenommen hat.

Nach Regionen lag die Arbeitslosenquote in der deutschen Schweiz mit 2,0 Prozent (unverändert) weiterhin deutlich tiefer als in der Westschweiz und im Tessin (weiterhin 3,3%). Sehr tief war die Quote mit 1,8 Prozent (unv.) weiterhin bei den Schweizerinnen und Schweizern, während sie bei den Ausländerinnen und Ausländern um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent anstieg.

Seit dem 1. Juli 2018 gibt es bekanntlich die Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens acht Prozent. Im Oktober verringerte sich die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen allerdings um 4198 auf 32'090 Stellen, wobei knapp drei Fünftel der Meldepflicht unterlagen. Im Juli und August nach Einführung der Meldepflicht war die Zahl der offenen Stellen stark angestiegen.

Weiterer Rückgang 2019

Für das Gesamtjahr rechnet das Seco gemäss der Prognose vom September mit einem Durchschnittswert von 2,5 Prozent, im kommenden Jahr wird gar ein weiterer Rückgang auf 2,4 Prozent prognostiziert. Das bedeutet laut dem Seco-Mann Zürcher, dass die Monatsraten im Tiefpunkt gegen 2,0 Prozent sinken könnten. In den kommenden Monaten bis etwa Januar sei aufgrund der Saisonalität zwar ein leichter saisonaler Anstieg zu erwarten, dann dürften die Quoten aber wieder abnehmen. (aeg/awp/sda)

Ein Prozent der Schweizer Bevölkerung ist dauerhaft arm

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