Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

SVP ❤️ Gewerkschaften (also im Moment – und aus Gründen)

Die Schweizerische Volkspartei will mit Schweizer Löhnen und tiefer Arbeitslosenquote für ihre Begrenzungs-Initiative werben.

13.08.18, 06:36 13.08.18, 08:38

Othmar von Matt / Nordwestschweiz



Noch am 30. Januar hatte die SVP die Gewerkschaften an einer Medienkonferenz frontal angegriffen. Sie seien, dank flankierender Massnahmen, die wahren Gewinner der Personenfreizügigkeit. Seit sie 2001 eingeführt wurde, habe sich die Zahl der Gesamtarbeitsverträge (GAV) verdoppelt. Damit werde der liberale Arbeitsmarkt zerstört.

Und SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi betonte, die Gewerkschaften hätten sich mit den Flankierenden neue Einnahmequellen verschafft: «Gesamtarbeitsverträge sind für die Gewerkschaften regelrechte Geldmaschinen.»

Fraktionschef Thomas Aeschi, SVP-ZG, spielt mit einer Marionette, um seinen Argumenten in der Debatte um die Selbstbestimmungsinitiative Nachdruck zu verleihen, an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 6. Juni 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi steuert eine Marionette. Bild: KEYSTONE

Nun scheint alles anders: Nach dem Gesprächs-Boykott der Gewerkschaften schlägt Thomas Aeschi völlig neue Töne an. Er begrüsst es, dass sie die Gespräche zu den Flankierenden verweigern und damit das Rahmenabkommen blockieren.

«Zum Glück realisieren auch die Gewerkschaften, dass alle flankierenden Massnahmen dem EU-Recht unterstellt werden sollen, so wie es Bundesrat Schneider-Ammann formuliert», sagt er. Und betont: «Endlich – und zum Glück – bringen die Gewerkschaften die SP auf SVP-Kurs.»

«Erster Schritt der Erkenntnis»

Die SVP sei gegen das Rahmenabkommen, «weil die Schweiz zwingend EU-Recht übernehmen und sich fremden Richtern unterstellen» müsste. «Die SP brauchte lange, um zu verstehen, was die zwingende Rechtsübernahme bedeutet», sagt Aeschi. Der Lohnschutz habe nun zu einem Umdenken geführt. Die Gesprächsverweigerung der Gewerkschaften wertet er «als ersten Schritt der Erkenntnis der Linken», wie er sagt. «Als zweiter Schritt wäre es logisch, dass sie einer Kündigung der Personenfreizügigkeit und damit der Abschaffung der unbeschränkten Zuwanderung in die Schweiz zustimmt.»

Die neuen Töne können als Versuch der SVP verstanden werden, europapolitisch eine unheilige Allianz mit Gewerkschaften und SP zu schaffen, wie sie bis vor kurzem noch absolut unvorstellbar war. In diesen Kontext passt auch, dass Aeschi inzwischen die Schweizer Löhne und die Situation der Beschäftigten fast in Gewerkschafts-Manier thematisiert. «Kommen immer mehr billige europäische Arbeitskräfte, steigt die Arbeitslosigkeit bei den Schweizern weiter an, vor allem bei den Schweizern über 50 Jahre», sagt er. Die EU habe alles Interesse daran, «dass noch mehr Bürger aus Osteuropa in die Schweiz zuwandern». Damit komme sie «ihrem Ziel einer europaweiten Angleichung der Löhne und des Lebensstandards näher». Für die Schweiz könne dies «nur Nivellierung nach unten bedeuten».

Rahmenabkommen: FDP, CVP und SP wollen Verhandlungs-Stopp

Aussenminister Ignazio Cassis solle noch einen letzten Versuch unternehmen, um mit Brüssel eine Einigung für das Rahmenabkommen zu erzielen ohne Reform der flankierenden Massnahmen. Das sagt SP-Präsident Christian Levrat in der «SonntagsZeitung». Und fügt hinzu: «Wenn das im Herbst nicht gelingt, muss der Bundesrat die Verhandlungen mit Brüssel sistieren.»
Fast dasselbe sagt Petra Gössi: «Wenn der Bundesrat inhaltlich mit der EU keine Einigung findet, müssen die Verhandlungen sistiert werden», hält die FDP-Präsidentin fest. Das überrascht, sind es doch die FDP-Bundesräte Cassis und Johann Schneider-Ammann, welche die Flankierenden zur Diskussion gestellt haben. Sogar «unumgänglich» ist eine Sistierung für CVP-Präsident Gerhard Pfister. Für ihn braucht es «Schadensbegrenzung und ein Stillhalteabkommen mit der EU».
Gestern schlug dann die SVP in einem Mediencommuniqué vor, dass alle Bundesratsparteien den Bundesrat nächste Woche schriftlich dazu auffordern, der EU den Abbruch der Verhandlungen zu kommunizieren. (ATT)

Wir erklären dir das institutionelle Rahmenabkommen

Video: Lea Senn, Angelina Graf

Dass die SVP Löhne und Arbeitslosenquote immer stärker zum Thema macht, hat in erster Linie mit ihrer Begrenzungs-Initiative zu tun. Die Partei wird sie am 31. August einreichen. Sie will im Abstimmungskampf zwei Argumente für die Initiative in den Vordergrund rücken, wie Recherchen zeigen: Mit starker Zuwanderung aus der EU sinken die Schweizer Löhne und steigt die Arbeitslosenquote. Thematisieren will die SVP vor allem die Situation der Beschäftigten über 50 Jahre.

Schon 2016 hatte Nationalrat Thomas Matter (ZH) im SVP-Mediendienst festgehalten, die Arbeitslosenquote von Arbeitnehmern über 50 Jahre steige seit 2013. Auch Thomas Aeschi machte die über 50-Jährigen zum Thema. Ende Juni hielt er an der SVP-Delegiertenversammlung fest, über 50 Jahre alte Schweizer würden verstärkt durch jüngere und billigere Ausländer aus dem EU-Raum ersetzt. Und Nationalrätin Natalie Rickli (ZH) sagte, sie werde in ihrer Kandidatur für den Zürcher Regierungsrat die Arbeitslosigkeit der über 50-Jährigen zum Thema machen.

Bei den Gewerkschaften kontert man die Umarmung der SVP heftig. Noch im Januar sei «der totale Angriff auf die Gewerkschaften und die flankierenden Massnahmen» gekommen, sagt Nico Lutz, Geschäftsleitungsmitglied der Gewerkschaft Unia. «Der SVP geht es um Deregulierung und Wildwest auf dem Arbeitsmarkt. Doch jetzt, wo es um die europapolitische Dimension geht, lobt sie uns plötzlich.»

Wenn SVP-Vertreter jetzt unversehens «Lohnschutz und die Gewerkschaften loben», sagt auch Thomas Zimmermann, Leiter Kommunikation des Gewerkschaftsbundes, «stecken dahinter durchsichtige parteipolitische Überlegungen.» (aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Sprint über 42.195 Kilometer: Wie kann ein Mensch so schnell sein?

Du fängst also an zu studieren? Diese 7 Überlebenstipps wirst du brauchen

präsentiert von

Viraler Post: Nein, du siehst auf Facebook nicht nur 25 Freunde

Insgesamt leben mehr Männer als Frauen auf der Welt – aber wie sieht's pro Land aus?

Ein Pausen-Rücktritt, zwei One-Hand-Catches und 6½ weitere NFL-Highlights des Wochenendes

Ist diese Familie der schlimmste Drogen-Dealer der USA? 

Studentin ist auf dem Weg zum ganz grossen Coup – dann kommt diese knifflige Frage

Warum beim Hurrikan «Florence» das Worst-Case-Szenario droht

Von Mimose zu Mimose: Ein offener Brief

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

49
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bebby 13.08.2018 20:05
    Highlight Hochmut kommt vor dem Fall.
    Wenn wir in einem Jahr wie Grossbritannien vor einem Scherbenhaufen stehen und zu Kreuze kriechen müssen, dann wären wir froh gewesen, wir wären heute etwas kompromissfähiger gewesen. N.B. sind die Arbeitsrechte in der Schweiz schwächer als in unseren Nachbarländern...Aber eben, ist einfacher, aus dem Bauch heraus zu entscheiden als mit dem Kopf.
    1 0 Melden
  • Sophia 13.08.2018 13:44
    Highlight Es würde mich schon sehr wundern, wenn mit der EU nicht über die FM geredet werden könnte. Davon profitieren doch auch alle Grenzgänger und EU-Bürger, die hier arbeiten. Meiner Meinung nach wollen die Bürgerlichen, die ja vor allem die Gewinner eines Rahmenabkommens wären, den Gewerkschaften die Schuld des Scheiterns in die Schuhe schieben. Die wahre Politikverweigerin ist die SVP mit ihrem Popanz der fremden Richter. Sie wird nach dem Scheitern ihre irre Menschenrechtsinitiative kaum noch durchbringen? Von daher gesehen ist die Gewerkschaft mit einer harten Haltung zu den FM gut beraten.
    10 1 Melden
  • Halimasch 13.08.2018 13:13
    Highlight "Kommen immer mehr billige europäische Arbeitskräfzte..."

    Und wieso kann man die so billig anstellen? Weil es keine Mindestlöhne gibt! Weil die Rechten diese verhindern!

    Und wer stellt diese billigen Arbeitskräfte dann an? Bürgerliche Unternehmer, SVP-Bauern, Gastgewerbebetriebe in SVP-Hochburgen! #Doppelmoral

    Die SVP schützt Lohndumping. Die Begrenzung der Zuwanderung ist nur Wahlkampf-Propaganda!
    17 3 Melden
  • LeChef 13.08.2018 12:49
    Highlight @watson Wäre mal interessant, zu recherchieren, welche anderen innenpolitischen bzw. heute im CH Recht geregelten Felder mit einem Rahmenabkommen ebenfalls einem allfälligen Schiedsgericht oder dem EuGH unterstellt würden.

    Es ist ja schön, dass die Bevölkerung realisiert, was das für die Flankierenden bedeuten würde. Noch wichtiger wäre aber, endlich einmal über die weiteren Konsequenzen dieses Abkommens nachzudenken.

    Die Stimmbevölkerung soll informierte Entscheide treffen können und dazu braucht sie die Medien. Die Parteien sind aus naheliegenden Gründen ungeeignete Informationsquellen.
    7 1 Melden
  • Hey Lucinda 13.08.2018 11:34
    Highlight Am 30.1. äusserten sich auch die Genossen (geschlossen) „Der Schutz von Löhnen und Arbeitsbedingungen sei nicht verhandelbar.“ Doch, doch findet nun ein Teil der SP, wir passen uns den EU-Vorgaben an. Kriech.

    Alle Parteien stehen schlecht da. FDP SVP haben vergessen weshalb es überhaupt Gewerkschaften gibt und das neben der PFZ eben auch die „Vertragsfreiheit der Unternehmen“ (bzw. Unterlasser) dazu führt dass Ü50 auf dem Arbeitsmarkt einen einen schweren Stand haben. Dass die EU-Narkose bei der SP nachlässt finde ich erfreulich. Beruhigend auch dass die EU noch keine Panzer vorbei schickt.
    2 4 Melden
    • Besorgter Bürger 13.08.2018 17:36
      Highlight "Beruhigend auch dass die EU noch keine Panzer vorbei schickt." Blocher hat ja mal anlässlich eines Jahrestages der Niederschlagung des ungarischen Aufstands durch die Sowjets mittels Panzern 1956 vor den versammelten ehemaligen ungarischen Flüchtlingen die EU mit der Sowjetunion verglichen. Geschmacklos und unsachlich zugleich. Offenbar kennt Blocher den Unterschied zwischen Verträgen und Gewalt nicht.
      4 0 Melden
  • einmalquer 13.08.2018 11:19
    Highlight Bei anderen Themen haben die SVP gewonnen. IV-Renten wurden gekürzt, einigen ganz gestrichen.

    Bei der AHV bietet sie keine für die Angestellten verträgliche Lösung an.

    Arbeitnehmerschutz mittels GAV will sie abschaffen.

    Die Kantone kontrollieren die Arbeitsbedingungen und Löhne ausländischer ArbeiterInnen viel zu wenig.

    Die SVP will genau das Gegenteil der Gewerkschaften/SP/Linken.
    11 1 Melden
  • mogad 13.08.2018 10:01
    Highlight SP und Gewerkschaften tun ja nichts Neues. Früher kämpften sie für die Einführung der flankierenden Massnahmen, heute kämpfen sie für deren Erhalt. Das heisst aber nicht, dass SP und Gewerkschaften gegen das Rahmenabkommen sind. Im Gegensatz zur SVP. Und die SVP war schon gegen die flankierenden Massnahmen, sprich den Lohnschutz, als noch kein Mensch von einem Rahmenabkommen geredet hat.
    31 5 Melden
  • dding (@ sahra) 13.08.2018 09:20
    Highlight Habe gestern mit einem reformierten Pfarrer gesprochen.
    Er sagte mir, wenn die Leute wüssten, wieviele Ü50 Arbeitnehmer keine Chance haben, jemals wieder einen Job zu finden, und für immer ohne Arbeit sein werden, ginge ein enormer Aufschrei durchs Land.

    Die PFZ ist leider für Ü50 Arbeitnehmer eine Katastrophe!
    23 23 Melden
    • FrancoL 13.08.2018 10:53
      Highlight Naja wer genau stellt nicht die ü50 ein und schaut lieber auf den Gewinn?
      Aber noch eine heiklere Frage: Würdest Du denn höhere Preise bezahlen weil die einheimischen Unternehmen nur Einheimische und natürlich auch ü50 einstellen?
      Deine Antwort kann ich mir vorstellen. Tatsache ist, dass dies Mehrzahl diese Kostensteigerung nicht goutieren würde und noch mehr im Internet und im Ausland einkaufen würde.
      Wir bieten in unserem UN-Umfeld die Möglichkeit an Dienstleistungen durch einheimische Unternehmer mit Belegschaft aus dem Inland zu beziehen. Diese ist dann 3-5% teurer. Nachfrage? gering.
      9 3 Melden
    • einmalquer 13.08.2018 11:45
      Highlight Dass alle sozialen Standards geschleift werden, liegt nicht an der PFZ, sondern an der Politik der SVP.

      15 2 Melden
    • Platon 13.08.2018 12:46
      Highlight @dding
      Nur leider blocken die Bürgerlichen jegliche integrative Massnahmen wieder ab, auch die „Büezerpartei“ SVP. Die SVP kann ihr Spiel nicht ewig weitertreiben. Mit Chancenlosen populistischen Initiativen, die auch noch unserer Wirtschaft schaden, wird den Ü50 überhaupt nicht geholfen. Und wer glaubt ohne PFZ sei Friede Freude Eierkuchen auf dem Arbeitsmarkt, der glaubt an den Osterhasen!
      11 2 Melden
    • Sophia 13.08.2018 13:55
      Highlight Du suchst die Problemlösung ganz eindeutig am falschen Ort, dding! Auch in Ländern, wo es keine PFZ gibt ist das gleiche Phänomen zu beobachten! Daran sind nur die Betriebe und ihre Führungen schuld, keine Gewerkschaften, keine Gesetze und keine Verträge.
      11 2 Melden
    • mogad 13.08.2018 14:30
      Highlight @Platon. Ich bin heute soweit zu glauben, dass die Wirtschaft auch ohne die PFZ soviele Arbeitnehmer aus dem Ausland importieren würde wie es ihr passt. Es wäre einfach ohne PFZ etwas bürokratischer! Undden entlassenen Ü50 ginge es wahrsch. kein bisschen besser.
      7 2 Melden
    • FrancoL 13.08.2018 15:54
      Highlight @mogad: Da stütze ich Ihre Aussage, ich kenne noch die Zeit der Kontingente und der Aufwand war damals nicht so viel grösser, doch einen Nachteil hatte es; die grossen konnten sich den Aufwand bestens leisten und rekrutierten im Ausland um dann im Inland wenn nötig die Arbeitskräfte an Kleine zu vermieten, dies zumindest in der Baubranche.
      7 1 Melden
    • Besorgter Bürger 13.08.2018 17:39
      Highlight Erstens wissen inzwischen wohl fast alle von den Problemen, die Ü50 auf dem Arbeitsmarkt haben. Dennoch keine Aufschrei. Und zweitens sind wir Deinem Pfarrer zu unendlichem Dank verpflichtet, dass er endlich alle andern, die es noch nicht wissen, darüber aufgeklärt hat.
      6 1 Melden
    • dding (@ sahra) 13.08.2018 20:46
      Highlight Nein Stibbs ganz so einfach ist es dann doch nicht, wie Sie es sich in ihrer kleinen Welt vorstellen. Viele ü50 können nicht zum Sozamt, weil sie dann all ihr erspartes bis auf 4000 zuerst verbraucht haben müssen.
      Sie versuchen sich durchzuwursteln und sind in keine Statistik zu finden.
      Aber Sie scheinen schon pensioniert zu sein?
      2 3 Melden
    • Besorgter Bürger 15.08.2018 15:13
      Highlight Ich war selbst ein arbeitsloser Ü50 und weiss sehr wohl, was es heisst, Hunderte von Bewerbungsschreiben zu verfassen. Und wusste lange nicht, wie ich die Zeit bis zur AHV überbrücken werde. Nun habe ich wieder ein Stelle, musste mir aber einiges an Einkommen ans Bein streichen.

      Also überleg Dir bitte zweimal, was Du mir frech vorwirfst in Bezug auf die mir unterstellte "kleine Welt"!
      3 0 Melden
    • Besorgter Bürger 15.08.2018 17:41
      Highlight @dding

      Du hast mal auf Watson ("SVPler wollen keine Sozialhilfe für Junge mehr") geschrieben:

      "Unzufriedenheit fängt immer bei einem selbst an."

      3 0 Melden
  • Zahlenheini 13.08.2018 08:52
    Highlight Das passt ins Bild der horrenden Widersprüche. 1. Beim Waffenbesitz pocht man auf die Freiheit der Bürger, bei der Wehrpflicht setzt man auf staatlichen Zwang. 2. man sagt, dass man die EU nicht brauche und mit anderen Nationen handeln könne, blockiert aber wegen unseren Bauern diese Abkommen. 3. man finanziert sich über das Blocher‘sche EMS-Imperium, welche 3% des Umsatzes in der EU macht. 4. man will nicht länger arbeiten, aber man will auch nicht mehr Zuwanderung 5. man will Meinungsfreiheit und keine Political Correctness, duldet aber keine anderen Meinungen. 6. Köppels Ehefrau aus Asien.
    47 21 Melden
    • Zahlenheini 13.08.2018 09:24
      Highlight Korrektur: das EMS Imperium macht 3% des Umsatzes in der Schweiz. So viel zum Thema Swissness bei Blocher.
      24 5 Melden
    • andrew1 13.08.2018 09:33
      Highlight Jaja etwa wie den büetzer schützen wollen aber gleichzeitig eine möglichst grosse zuwanderung was dann die löhne ungemein drückt, den konkurenzkampf der arbeitnehmenden verstärkt und zu arbeitslosigkeit führt. Oder sich für die frauen einsetzen aber gleichzeitig möglichst viele leute aus ländern einbürgern lassen wo frauen keinen wert und rechte haben. Mit einem solch gewaltigen zielkonflikt kommt man unmöglich vorwärts. Einfach nur unsinnig
      10 19 Melden
    • mogad 13.08.2018 10:10
      Highlight Mit Punkt 4 und 6 bin ich nicht einverstanden. Längere Arbeitszeiten in der Hoffnung es würde dann weniger Personal aus dem EU-Raum importiert? Da wär ich eher für preisgünstigere Kindertagesstätten, damit die Mütter im Beruf bleiben können. Und Pkt. 6. Es bringt mehr den Politiker Köppel anzugreifen als den Privatmann. Und eben: es ist privat. Aufgrund von Rasse und Herkunft soll niemand angegriffen werden. Das wär dann ja Rassismus.
      15 2 Melden
    • FrancoL 13.08.2018 10:57
      Highlight @andrew1: Wärst Du bereit höhere Preise zu zahlen um Deine Dienstleistungen von Unternehmen zu beziehen, die sich nicht an der Zuwanderung bedienen?
      Kaufst Du nichts im Ausland ein?
      Würdest Du auch einige Monate in ein Spital oder Altersheim und dort die Pflegearbeit verrichten?
      6 2 Melden
    • Zahlenheini 13.08.2018 11:37
      Highlight @mogad
      Es geht darum, dass die SVP weder Familienpolitik noch die Alterspolitik ändern will, aber die Zuwanderung begrenzen will. Das geht halt nicht auf. Nun, man kann privat tun und lassen, was man will. Aber gegen Doppelbürger poltern, wenn die eigenen Kinder Doppelbürger sind...das hat einen Hauch von Schizophrenie.
      9 2 Melden
    • Sophia 13.08.2018 14:01
      Highlight Mogad, es gibt keine Rassen, Menschen sind alle gleich! Und es ist ausserdem völlig falsch, alles auf die Ausländer abzuschieben. Zur Zeit kommen 30% der AHV-Einkünfte von Ausländern und nur 18% Ausländer beziehen AHV-Leistungen! Wir profitieren alle von den Ausländern und verdienen jeden 2. Franken im Ausland. Die ganze Diskussion ums In- oder Ausland ist falsch! Wir Menschen kommen alle nicht ohne die anderen mehr aus! Begreifen wir das doch endlich!
      3 1 Melden
    • Zahlenheini 13.08.2018 14:47
      Highlight @andrew
      Ahja und Zivis übernehmen in Altersheimen, Spitälern, Bauernhöfen zu Dumpinglöhnen Tätigkeiten, die sonst Ausländer verrichten müssten. Oder wer würde für 2000fr pro Monat 42 Std pro Woche Patienten in Spitalbetten rumschieben? Aber klar, der Zivildienst macht die Armee kaputt, wie die Rechten sagen...
      4 1 Melden
    • mogad 13.08.2018 15:21
      Highlight @Sophia. Ich reagierte auf Zahlenheinis Kommentar. Offenbar haben Sie weder seinen Kommentar noch meine Reaktion darauf richtig gelesen. Ich kritisiere Zahlenheini, weil er meint erwähnen zu müssen, dass R. Köppel mit einer Asiatin verheiratet ist. Da frag ich mich, was Ihre Standpauke an meine Adresse soll. Zumindest rennen Sie damit offene Türen bei mir ein.
      3 0 Melden
    • Zahlenheini 13.08.2018 16:24
      Highlight @mogad
      Es ist doch egal, woher (ob Asien, Afrika, Amerika) Köppels Ehefrau kommt. Dass es aber keine klassische Eidgenossin ist, passt zu den widersprüchlichen Abgründen dieser Partei.
      2 2 Melden
  • mogad 13.08.2018 08:31
    Highlight "Gesamtarbeitsverträge sind für die Gewerkschaften regelrechte Geldmaschinen."

    Diesen Spruch hab ich schon zig Mal aus SVP-Mündern gehört. Gestern z.B. aus dem Mund von Natalie Rickli im Sonntalk auf Tele Züri. Wie wenn Gewerkschaftsangestellte keinen Anspruch auf einen rechten Lohn hätten. Es müssen Kampagnen finanziert die Streikkassen gefüllt werden. Das passt der SVP nat. nicht. Wie wäre mal mit diesem Spruch:

    "Steuersenkungen, tiefe Löhne und sinkende Renten sind für die Wirtschaft regelrechte Geldmaschinen."
    74 16 Melden
    • Edwin Schaltegger 13.08.2018 10:31
      Highlight Sie sollten sich mal besser informieren wie sich die Gewerkschaften über die sogenannten Paritätsbeiträge im Zusammenhang mit den Gesamtarbeitsverträgen fürstlich finanzieren. Diese Beiträge werden durch Lohnprozente der Arbeitnehmer und durch die Arbeitgeber finanziert. Ein sprudelnde Geldquelle ist auch der ganze Kontrollapparat der flankierenden Massnahmen, die durch Steuergelder finanziert werden.
      Man schätzt, dass so hohe 3-stellige Milionensummen in die Gewerkschaftskassen gespült werden. Dies ist sicherlich nicht im Sinne einer sozialen Arbeitnehmervertretung.
      9 24 Melden
    • werner weber 13.08.2018 12:45
      Highlight @Edwin Schaltegger Dummes Gewerkschaftsbashing a la SVP. Wahr ist: Paritärische Beiträge sind klar geregelt und dienen der Einhaltung der GAVs und der Bildung, leider keine 3stelligen Zahlen, sonst gäbe es längst paritätische Berufsschulen und gar Universitäten. Die GAVs garantieren faire Löhne und damit auch Steuern, da die Lohnausweise, im Gegensatz zu grossen Vermögen, kaum Steuerhinterziehng ermöglichen.
      8 1 Melden
    • Astrogator 13.08.2018 13:50
      Highlight @schaltegger: Also die rund 30 Franken im Monat ist mir die Gewerkschaft wert, dafür kriege ich nebst dem GAV noch 10% Rabatt bei den Zusatzversicherungen meiner Krankenkasse was bei einer Familie schon mehr wert ist als der Gewerkschaftsbeitrag. Zusätzlich habe ich eine Berufsrechtschutzversicherung mit Anwälten mit Eisenbahn-Knowhow.
      Und wovon jeder Pendler profitiert: Sicherheit im Bahnverkehr - die Gewerkschaften machen da sehr viel. Denn Sicherheit kostet Geld was manche Bahn gerne sparen würde und die Gewerkschaften halten den Finger in die Wunde.
      9 1 Melden
    • mogad 13.08.2018 14:06
      Highlight @Erwin Schaltegger. Ich seh nicht ein, warum ausgetechnet die Gewerkschaften von Niemandem und Nirgendwoher Geld bekommen sollen. Es sei denn man hasst sie und möchte sie am liebsten abschaffen!
      MMn können die Gewerkschaften in Zeiten des globalen Neoliberalismus gar nicht stark genug sein. Übrigens: Der Binnenkonsum ist die grösste Stütze der Wirtschaft und der floriert nur bei anständigen Löhnen und Renten. Weil sich die Leute sonst nichts mehr leisten können. Übrigens würde mich interessieren, was Sie unter einer sozialen Arbeitnehmervertretung verstehen? Etwa Gratisarbeit?
      7 1 Melden
  • mogad 13.08.2018 08:23
    Highlight Die SVP merkt langsam, dass das Volk ihr wahres, aber verstecktes"Parteiprogramm" durchschaut: Sozialabbau und Steuersenkungen zu Gunsten der Reichen. Jetzt versucht sie so zu tun, als ginge es ihr um die guten Löhne des Fussvolkes. Wir sind doch wie die SP und die SP ist wie wir, also könnt Ihr doch grad so gut 2019 SVP wählen! Wenn man dann zusammen mit der FDP die Mehrheit in Bundesbern verteidigt hat, kann man sich wieder in aller Ruhe dem "versteckten" Parteiprogramm zuwenden. S. weiter oben.
    40 16 Melden
  • manhunt 13.08.2018 07:45
    Highlight jaja GAV‘s zerstören den liberalen arbeitsmarkt. in wirklichkeit schützen GAV‘s den/die arbeitnehmer/in vor der ausbeutung durch euch gierige abzocker. arbeitnehmer sind für euch „neoliberale“ sowieso nur ein lästiger kostenfaktor, welchereuren firmen auf der tasche liegt. den ganzen unternehmenserfolg ist schliesslich einzig und allein eurer grandiosen führung, eurer grenzenlosen weitsicht und eurer überdurchschnittlichen leistung zu verdanken. welcome to svp, der partei der arbeitenden bevölkerung.
    65 12 Melden
  • wasps 13.08.2018 07:26
    Highlight Was unternehmen Aeschi und seine Sünnelis, um die Arbeitslosigkeit Ü50 zu bekämpfen? Nichts. Sie wollen kein Rahmenabkommen, bzw. keine Ausländer in der Schweiz. Die Löhne sind ihnen schnurzegal. Point final.
    64 27 Melden
    • dding (@ sahra) 13.08.2018 09:16
      Highlight Wadi
      Da liegen Sie aber völlig falsch.
      Die PFZ ist der Grund, wieso Ü50 Arbeitnehmer keinen Job mehr finden.
      11 24 Melden
    • wasps 13.08.2018 10:47
      Highlight @dding: Das ist eine Behauptung, die Sie kaum belegen können. Der Hauptgrund ist, dass Abeiternehmer Ü50 schlichtweg zu teuer sind, bzw. jüngere Arbeitnehmende weniger Lohnkosten verursachen (PK Beiträge).
      20 14 Melden
    • FrancoL 13.08.2018 11:02
      Highlight @dding: Wer genau stellt die ü50 nicht ein?
      Antwort die Schweizer Unternehmer! und in welcher politischen Ecke stehen dies Unternehmer? Antwort: bürgerliche Ecke sehr nahe der SVP.
      Noch eine Frage?
      9 3 Melden
    • dding (@ sahra) 13.08.2018 11:20
      Highlight wasp
      Natürlich ist das so.
      Und die PFZ macht es eben dem Arbeitgeber möglich, aus einem 300 Mio Arbeitsmarkt die Stelle mit einer jungen Fachkraft zu besetzten. Anstatt, mangelns Alternative, im lokalen Pool der Arbeitnehmer einen eben etwas teureren ü50er einzustellen zu müssem.
      3 8 Melden
    • dding (@ sahra) 13.08.2018 11:23
      Highlight Ausgerechnet der Partei, die sich gegen die PFZ gewehrt hat, nun vorzuwerfen sie mache nichts gegen die ü50 Arbeitsloigkeit, ist nun wirklich kreuzfalsch und stellt die Welt auf den Kopf.
      2 8 Melden
    • meine senf 13.08.2018 11:33
      Highlight Eine längst überfällige Regelung, dass die prozentualen PK-Beiträge für alle Altersstufen (evtl. ab 25) gleich sollten, lässt sich mit oder ohne PFZ einführen.
      3 0 Melden
    • FrancoL 13.08.2018 11:58
      Highlight @dding; Ich kenne eine Menge ü50 die ihren Job verloren haben und durch einheimische jüngere, billigere Arbeitskräfte ersetzt wurden. Bei etlichen von diesem Entlassenen nützte nicht einmal eine Lohnreduktion um die Stelle zu behalten.
      Aber klar das sind dann immer SP nahe Unternehmen die so handeln. Ist ja hinlänglich bekannt dass die meisten Unternehmer SP Mitglieder sind oder SP Sympathisanten.
      Du kannst Deine einseitige fake Annahme auch noch 100 x posten sie wird nicht richtiger.
      11 2 Melden
    • Lumpirr01 13.08.2018 12:23
      Highlight @wasps: Ja, sie sind teurer, weil die importierten Arbeitnehmer billiger sind. Ist doch ein Trauerspiel, zuzusehen, wie in unserer Abteilung bei den letzten 20 neuen Angestellten tatsächlich noch 1 Schweizer dabei ist. Kein Wunder, wenn sowohl bei Human Ressources wie bei den Abteilungsleitern keine Leute mit Schweizerpass da sind...........
      4 2 Melden
    • EvilBetty 13.08.2018 12:33
      Highlight Eben, durch die PFZ stehen wahrscheinlich mehr jüngere/günstigere Arbeitnehmer zur Verfügung. So ganz Unrecht hat dding wohl nicht. Ist aber sicher nicht der einzige Grund. Aus dem Grund können wir uns auch leisten solch eine hinterwäldlerische Familienpolitik zu betreiben, Nachwuchs können wir ja importieren...
      2 3 Melden
    • R. Peter 13.08.2018 13:46
      Highlight Die Arbeitslosigkeit der Ü50 ist mitunter eine der tiefsten der Bevölkerung. Nur so am Rande... dad Problem besteht beim NEUE Stelle finden: werden Ü50 entlassen (was unterproportional oft passiert), bleiben sie länger arbeitslos als jüngere Altersgruppen.
      6 4 Melden
    • Sophia 13.08.2018 13:51
      Highlight Richtig Waps, die SVP hat immer schon alles unternommen, um die Solidarität unter den Menschen zu zerstören. Sie wird immer und überall Streit schüren, weil sie nur davon profitiert. Anspruchsvolle Politik ist eben auch sehr anstrengend, da ist es viel einfacher, destrutiv zu wirken. Wenn immer man die SVP-Politik unter die Lupe nimmt, kommt man zum gleichen Ergebnis: Fantasielose Destruktion!
      6 4 Melden
    • FrancoL 13.08.2018 15:41
      Highlight @dding: Lass uns wissen wer in Deinen Geschäft das Sagen hat? Die ArbeiterInnen oder der Chef? Wenn es zutreffen sollte, dass auch bei Deinem Geschäft der Chef das Sagen hat, dann könnet es ja sein, dass das Anstellen von Arbeitskräften in seiner Verantwortung liegt und somit nicht der Zuwanderer sich selbst anstellen kann sondern von einem Verantwortlichen des UN eingestellt wird. Wenn das auch bei Deinem Arbeitgeber etwa so ablaufen könnte, dann müsste man feststellen, dass es in der Hand der UN ist, sich weniger an der Zuwanderung zu bedienen und wo sind die UN angesiedelt? SVP/FDP/CVP
      4 2 Melden

9 (+1) bitterböse Memes, welche die Schweizer Waffenexporte perfekt auf den Punkt bringen

Jetzt ist es also fix: Die Schweiz darf in Zukunft auch Waffen an Bürgerkriegsländer liefern. Schauen wir uns doch mal genauer an, was da in den Kommissionen der Räte genau beschlossen wurde.

Da steht also tatsächlich: 

watson-User «no-Name» meinte, dann könnte man diese beiden Neuerungen doch auch gleich einführen:

Diesen Steilpass mussten wir einfach aufnehmen und haben die Liste weitergeführt.

Moment, das ist ja irgendwie, wie wenn ...

Artikel lesen