Schweiz
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Staatssekretaer Mario Gattiker, Staatssekretariat fuer Migration, Andreas Eschbach, Betriebsleiter,  Ali Abdirisaq, Fluechtling aus Somalia und Mitarbeiter bei Gemuese Eschbach, Nationalrat Jacques Bourgeois, Direktor Schweizer Bauernverband, Xavier Moret, Obstproduzent aus Martigny, von links nach rechts, referieren anlaesslich einer Medienkonferenz zum Thema: Fluechtlinge als Arbeitskraefte in der Landwirtschaft, am Mittwoch, 20. Mai 2015, auf dem Hofgut von Eschbach in Fluellinsdorf Basellandschaft. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Viel Aufmerksamkeit und Applaus für ein bedenkliches Projekt: Der Bauernverband an der Medienkonferenz. Bild: KEYSTONE

Chrampfen für 3200 Franken im Monat: Das Flüchtlingsprojekt des Bauernverbandes ist scheinheilig

Der Bauernverband präsentiert sich mit einem Arbeitsprogramm für Flüchtlinge der Öffentlichkeit als Wohltäter. In Wirklichkeit brauchen die Bauern billige Arbeitskräfte, die sie wegen der MEI-Kontingentierung nicht mehr zu kriegen drohen. 



Pilotprojekt: Bauern stellen Flüchtlinge ein

Tönen tut es toll: Die Bauern helfen bei der Integration von Flüchtlingen, geben jenen Arbeit und Lohn und einen Platz in der Mitte der Schweizer Gesellschaft, die sonst untätig herumhocken müssten. 

Aber man ahnt, dass das Pilotprojekt des Bauernverbandes und des Staatssekretariats für Migration besser tönt, als es wirklich ist. 

Die schöne PR-Botschaft lässt einen aus zwei Gründen stutzen. Einerseits weil die Flüchtlinge das Personalloch im Landwirtschaftsbereich stopfen, das die von der Bauernpartei SVP gewollte MEI-Kontingentierung erst hinterlassen wird. Und andererseits weil Flüchtlinge mit dem Status «vorläufig aufgenommen» mit einer Bewilligung ihres Wohnkantons ohne weiteres arbeiten dürfen. 

Die Bauern brauchen sie dazu nicht. Und sie brauchen sie auch nicht, um einen anständigen Lohn zu verdienen. 

Salär unter dem Mindestlohn

Nur 2300 Franken sollen die Flüchtlinge im ersten Monat Knochenarbeit in der Landwirtschaft verdienen – weil sie nicht aus dem landwirtschaftlichen Polen kämen, sondern in erster Linie aus Nordafrika und deshalb zuerst eingearbeitet werden müssten, so das Argument von Bauernverbandspräsident Markus Ritter. 

Markus Ritter, Praesident Schweizer Bauernverband, spricht an einer Medienkonferenz, am Freitag, 3. Januar  2014, in Romanens. Von Familien bewirtschaftete Bauernbetriebe sollen im Agrarmarkt eine bessere Position erhalten. Das fordern der Bauernverband sowie die Hilfsorganisationen Swissaid und Helvetas zum UNO-Jahr der baeuerlichen Familienbetriebe. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Markus Ritter, Präsident des Bauernverbandes. Bild: KEYSTONE

Das ist eine schlechte Ausrede für die vom Bund sanktionierte Schlechterstellung einer Bevölkerungsgruppe. In jedem gewöhnlichen Arbeitsvertrag ist eine Probezeit verankert, die nicht tiefer entlohnt wird als die reguläre Arbeitszeit. 

So hingegen ist die Regelung geradezu eine Einladung, Flüchtlinge für nur wenige Wochen zu Dumping-Löhnen anzustellen. Und auch ab dem zweiten Monat wird's für die Flüchtlinge nicht besser: 3200 Franken müssen reichen. Für Logis in Asylzentren, für Essen und Versicherung.

Profit ohne Gegenleistung

Das ist Ausbeutung mit Segen des Bundes, notabene durch eine Branche, die vom selben Bund bereits massiv subventioniert wird und deren Lobby unverhältnismässig stärker ist als ihr Beitrag zur Schweizer Wertschöpfung. 

Zyniker möchten rufen, die Bauern profitierten so von einer Human-Resources-Subvention und das – wie bei den Direktzahlungen – ohne eine Gegenleistung erbringen zu müssen, ohne einen Gesamtarbeitsvertrag einzuführen, ohne anständige Arbeitsbedingungen zu versichern. 

Selbst Ritter gab zu: Schweizer arbeiten nicht zu diesen Bedingungen.

Damit ist das mit Stolz verkündete Projekt des Bauernverbandes, dessen Vertreter so gar nicht flüchtlingsfreundlich eingestellt sind, alles andere als solidarisch. 

Sondern schlicht eine lukrative PR-Aktion.

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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • War mal stolz 22.05.2015 09:15
    Highlight Highlight Schweizer arbeiten nicht under solchem Bedingungen ?
    Wo schaut die blos hin?
    Bestimmt hat nicht jeder im nach bezahlen der Rechnungen noch 2300 Fr übrig.. Also ich nicht..

    Dieses mal hat sich Bern mal was überlegt um den Vollkawillen zu umgegen.
    2 5 Melden
  • buco 21.05.2015 22:50
    Highlight Highlight Wahnsinn, wie die Autorin des Artikels und viele Kommentatoren stolz zeigen, dass sie von Landwirtschaft einfach null Ahnung haben. Ja, wer gut bezahlte Bürojöblis hat, sich gestresst geben darf, wenn er mal einen persönlichen Schwatz etwas kürzen oder verschieben muss. .....
    Ich habe beides intensiv erlebt: Arbeit auf dem Feld und im Stall (15 Std Tag normal an 5 Tagen, 8 Std am 6. Tag und 4-5 Std am Sonntag) mit Monatslohn von 2'800 plus Essen wie auch bis mittleres Kader in einer IT Firma für welche ich in weit über 100 Kundenfirmen hinter die Kulissen sah und weiss, wovon ich spreche.
    Als Quereinsteiger in der IT Firma ab sehr sehr viel mehr im Monat mit Steigerung pro Jahr plus Provisionen/Boni.
    Aber ich bleibe dran und verfolge genau, was in der Landwirtschaft als Produzent, im Handel mit unserer Nahrung auch finanziell geschieht und wie der Konsument denkt und handelt. Deshalb ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, warum die Bauern (unter denen sicher auch der eine oder andre Gauner wirkt), immer wieder so kritisiert werden. Geht auf den Handel los und verschiebt das Geldausgeben weg von Ferien, teurer Elektronik, teuren Autos, Markenklamotten etc. etwas in Richtung gezielte Ernährung und Ihr werdet Lebensqualität finden.
    7 0 Melden
  • ThMc 21.05.2015 18:40
    Highlight Highlight Diese 3200 Franken sind auch für uns Schweizer LandwirtInnen der Mindestlohn. Ebenfalls für 55 h pro Woche! Die Asylsuchenden verdienen genauso wenig wie wir SchweizerInnen...
    28 9 Melden
  • Pieter 21.05.2015 17:22
    Highlight Highlight Endlich ergreift jemand die Initiative, diese Menschen werden beschäftigt und was passiert, es wird wieder nur gemotzt. Das ist total dekadent ECHT JETZT
    51 7 Melden
  • Nicoscore 21.05.2015 16:47
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung, auch Flüchtlinge können abschätzen, ob sie arbeiten wollen oder nicht. Offenbar ist das Bedürfnis da. Das Problem mit der Kurzeinstellung von einem Monat könnte ausgenutzt werden und muss behoben werden.
    Ansonsten sehe ich kein Problem.
    34 0 Melden
  • Lil'Ecko 21.05.2015 16:02
    Highlight Highlight Der erste schlechte Artikel auf Watson, total am Ziel vobeigeschossen..
    meine Meinung...
    65 13 Melden
    • greenlion 21.05.2015 18:07
      Highlight Highlight muss dem leider beipflichten... :(
      16 1 Melden
    • cbaumgartner 21.05.2015 18:40
      Highlight Highlight Finde den Artikel auch enorm Schwarz/Weiss gemalt... Natürlich ist diese so genannte "PR-Aktion" noch nicht perfekt... Aber es ist ein (sehr guter) Anfang...!
      15 1 Melden
    • Usualsuspect82 21.05.2015 23:56
      Highlight Highlight Recht hast du!!! Was anfing mit kreativen und interessanten Reportagen wird langsam zur Egoshow von miteilungsbedürftigen politisch eindeutig positionierten Journalisten...Ein wenig neutralere Berichterstattung wäre wünschenswert! Naja, zieh ich mir halt jeweils den Picdumb rein!
      8 0 Melden
  • Banksy 21.05.2015 15:50
    Highlight Highlight Hm also wirklich. Realistisch gesehen muss ein Flüchtling für Verpflegung, Asylunterkunft und Versicherung wohl kaum 3200.- im Monat aufwenden, da wird schon ein bitzli übrigbleiben am Ende, keine Angst. Dies mit moderner Sklaverei zu vergleichen ist in meinen Augen blanker Hohn für die wirklich Ausgebeuteten.
    Und übrigens, ein normaler Bauer in der Schweiz (mit langjähriger Berufserfahrung und Ausbildung), der genauso 'Knochenarbeit' wie die Flüchtlinge verrichtet, verdient oftmals nicht mehr als 4000.- im Monat (trotz all den Subventionen), und hat meistens noch eine Familie durchzubringen.
    Ach watson, ich mag euch sonst total gerne aber dieser Artikel ist ganz schön doll ignorant und nicht im geringsten durchdacht.
    70 6 Melden
  • oskar 21.05.2015 15:26
    Highlight Highlight frau wild hat zwar recht, dass vorläufig aufgenommene ohne weiteres arbeiten dürfen. sie hat aber leider nicht gründlich recherchiert, sonst hätte sie festgestellt, das dies leider sehr selten vorkommt. vorläufig aufgenommene werden nach wie vor selten angestellt. es ist somit eine gute sache, dass diesen flüchtlingen arbeit und damit eine tagesstruktur angeboten wird. auch wenn finanziell v.a. die teilnehmenden betriebe profitieren
    37 1 Melden
    • buco 21.05.2015 22:52
      Highlight Highlight Es profitieren der Handel und die Geiz ist Geil Lebensmittelkonsumgesellschaft. Nicht die Bauern.
      3 0 Melden
  • Jol Bear 21.05.2015 15:25
    Highlight Highlight Das ganze mal sachlich beurteilen: sofern ein Flüchtling ausreichend gesund ist, um beim Bauern zu arbeiten und dieser ihn anständig behandelt (Kontrollen sind nötig), so wird dieser nichts dagegen haben. Habe das vor x Jahren in einem kantonalen Gemüsebaubetrieb mit tamilischen Flüchtlingen erlebt. Die waren froh, den Tag mit sinnvoller Arbeit zu verbringen. Es kam ihnen in dieser Fremde entgegen, dass sie in Gruppen von mind. 3 Personen arbeiteten. Zum Finanziellen: bezahlt Ihnen der Bauer einen Lohn entlastet das den Staat, besteht ein Teil dieses Lohnes aus den staatlichen Direktzahlungen, welche die Bauern ohnehin erhalten, dann rechnerisch um so besser. Ausserdem verbleiben diese Leute nicht ewig im Flüchtlingsstatus, die Sache ist temporär und wird ja wohl gegenüber der Situation im Herkunftsland eine wesentliche Verbesserung darstellen.
    40 2 Melden
  • Lowend 21.05.2015 14:42
    Highlight Highlight Man spürt quer durch die Kommentare die typische, selbstgefällige Schweizer Velofahrer-Mentalität. Gegen oben den buckeln und gegen unten treten und alle haben ja sooo herzzerreissende Geschichten, wie genügsam und sparsam sie selber waren, nur dass es hier im Artikel um spezielle Arbeitsbedingungen für ganz normale Anstellungsverhältnisse und ganz gezieltes Lohndumping zum Vorteil der Bauern geht und nicht darum, was für tolle Kerle ihr doch alle seit.
    20 55 Melden
    • cbaumgartner 21.05.2015 18:46
      Highlight Highlight Sie machen sichs aber ein bissl einfach, nicht?
      13 4 Melden
    • Lowend 21.05.2015 19:46
      Highlight Highlight Wie kommt der kluge Herr Baumgartner auf solche Schlüsse und würden sie mir bitte ihre Gedankengänge so beschreiben, dass eine konstruktive Kritik daraus entsteht, denn es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn sie es sich noch viel einfacher machen, in dem ihren dummdreisten Anwurf nicht begründen und auch mit keinem Wort auf meinen Kommentar eingehen.
      7 18 Melden
  • Sabrinii 21.05.2015 13:40
    Highlight Highlight Nur so nebenbei: als Praktikant mit Hochschulabschluss verdient man meistens während einem ganzen Jahr weniger als die 'unterbezahlten' Flüchtlinge. Finde diese Löhne fair und ich denke das ist eine Win Win Situation für beide Seiten.
    80 22 Melden
    • Kastigator 21.05.2015 15:35
      Highlight Highlight Weil Praktika noch schlechter bezahlt sind, findest du diese Löhne fair? Auch eine Einstellung - wenngleich keine nachvollziehbare.
      21 37 Melden
  • sste87 21.05.2015 13:22
    Highlight Highlight Sehr schwacher Artikel - hätte die Frau Journalistin den eine bessere Idee?
    Es sind sich wohl alle einig, die Flüchtlinge müssen beschäftigt werden, dies fördert die Integration und senkt die Kriminalität. Da ist jeder Vorschlag willkommen.
    76 13 Melden
    • Daria Wild 21.05.2015 14:53
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, ob Flüchtlinge arbeiten können sollen oder nicht. Es geht darum, zu welchen Bedingungen sie arbeiten. Und es geht darum, ob davon ein Verband profitiert, der etwas als eigene Idee verkauft, die schon längst von Einzelinitianten mit solidarischen Motiven umgesetzt wird.
      23 67 Melden
    • Kastigator 21.05.2015 15:35
      Highlight Highlight Sie hat "solidarisch" gesagt. Schnell auf den Blitz klicken!
      9 26 Melden
    • sste87 21.05.2015 17:31
      Highlight Highlight Was sind aus Ihrer Sicht „faire“ Bedingungen für einen Flüchtling, welcher auf einem Bauernbetrieb arbeitet?
      Es geht Ihnen gar nicht um den Nutzen, welcher der Flüchtling mit einer Arbeitsstelle hat. Und leider gibt es nicht viele Stellen, welche für Flüchtlinge geeignet sind. Und eben, lieber ein schlechtbezahlter Job, welcher dem Flüchtling einen geordneten Tagesablauf gibt als kein Job.
      17 0 Melden
  • teha drey 21.05.2015 13:21
    Highlight Highlight Ich weiss, dafür bekomme ich 200 Blitze und giftige Kommentare. Aber trotzdem. Das muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, ohne sozialgeformtes Denken und ohne profitgieriges Handeln im Hinterkopf. Einfach ganz neutral: Dreitausendzweihundert Franken im Monat. Für Menschen, die bisher nicht mal Eintausend im Jahr hatten? Was genau ist hier nicht in Ordnung??
    81 24 Melden
    • Daria Wild 21.05.2015 14:55
      Highlight Highlight Gegenfrage: Kann man Löhne danach bemessen, wie schlecht es Menschen vor einer Anstellung ergangen ist?
      26 51 Melden
    • Tornado 21.05.2015 15:17
      Highlight Highlight @Frau Wild
      Nein aber man kann auch nicht behaupten das Fr. 3200 ,O'ton von Ihnen, Ausbeutung sind, wenn es zahlreiche Berufe gibt die mit einer abgeschlossenen Lehre am Anfang nicht mehr verdienen!!!
      Das Thema ist doch, dass die Erntehelfer in Europa wenige Euro pro Tag verdienen und somit Lebensmittel trotz Transport extrem günstig machen und niemand bereit ist für Schweizer Lebensmittel einiges mehr zu bezahlen. Also muss man in der Schweiz die Ernte so günstig wie möglich einfahren, damit man einigermassen mithalten kann.
      35 3 Melden
    • teha drey 21.05.2015 15:53
      Highlight Highlight Danke für die Gegenfage, Frau Wild. Nein, danach kann man die Löhne sicherlich nicht messen. Aber erstens kann man sie an folgenden Parametern messen: Vor- und Ausbildug, geografisches Umfeld, Konkurrenzsituation, Marktüblichkeit etc. Und zweitens gehts ein bisschen ins Thema der Verhältnismässigkeit: Ich gebe meinem Sohn 100 Franken Taschengeld. Weil der Nachbarsohn das ja schliesslich auch bekommt! Kann es sein, dass Sie noch nicht wirklich sehr viel Erfahrung als Arbeitgeberin besitzen? Da lernt man wirklich viel über die Bewertung von Arbeitsplätzen bzw. Arbeitnehmern und -innen.
      24 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Panda__ 21.05.2015 13:06
    Highlight Highlight Besser wäre es, wenn man die Arbeitslosigkeit in der Schweiz zuerst bekämpfen würde und erst dann Asylanten einstellen...aber wir geben ja schon genug Steuergelder für diese Leute aus...warum nicht noch mehr!
    12 70 Melden
    • Hand-Solo 21.05.2015 13:54
      Highlight Highlight Deshalb wollen sie ja Asylanten einstellen, damit sie weniger Steuergelder verbreauchen, aber dann liesse sich ja nicht so schön gegen die "Sozialschamorzer" wettern, gället sie. Ausserdem will Herr und Frau Schweizer so oder so nicht zum Spargelstechen gehen.
      47 8 Melden
  • Robin in da Hood 21.05.2015 12:51
    Highlight Highlight Sie ziehen die falschen Schlüsse: Die Landwirtschaft stellt Billig-Löhner ein – und das seit jeher. Ob nun anerkannte Flüchtlinge oder Billig-Arbeiter aus Polen die Arbeit leisten, beides ist ungerecht.
    Natürlich profitieren die Bauern davon, es ist kein Akt der Menschlichkeit – das hat auch keiner der Beteiligten behauptet – es ist eine Arbeitsmarkt technische Änderung, wie es häufig vorkommt.
    Wenn Polen für einen Hungerlohn arbeiten ist das ok, wenn das SEM Flüchtlinge die Billig-Arbeit machen lässt, ist es doof? Das geht nicht auf.
    69 6 Melden
  • Filipposchubser 21.05.2015 12:47
    Highlight Highlight Kann bei Watson seit neuestem jede ein bisschen schreiben was ihr grad so einfällt und einen ganzen Berufsstand und Vertreter des Bauernverbands unterschwellig als SVP Lümmel bezeichnen? Selten so viel Unterstellungen in einem Artikel gelesen. Schade Watson.
    73 25 Melden
  • Tornado 21.05.2015 12:42
    Highlight Highlight Liebe Medien entscheidet euch doch endlich einmal was ihr wollt!
    Auf der einen Seite Stimmung machen, dass die Preise in der Schweiz viel zu hoch sind und man im Ausland sowie billiger einkaufen kann, und auf der anderen Seite fodern, dass jede Arbeit fürstlich entlöhnt wird.
    Wie wäre es einmal mit einem Vergleich, was solche Hilfskräfte in Spanien, Portugal, Deutschland verdienen.
    Ausserdem ist es doch ein guter Ansatz, die Flüchtlinge sind beschäftigt und können etwas zu ihrem Lebensunterhalt beisteuern. Und so nebenbei, es gibt zahlreiche Tätigkeiten wo man auch nicht mehr verdient.
    57 4 Melden
    • panaap 21.05.2015 14:46
      Highlight Highlight genau liebe Medien, entscheidet euch! und zwar unisono! hoch lebe der Pluralismus.
      4 5 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 21.05.2015 12:41
    Highlight Highlight Verstehe ich jetzt auch nicht ganz die Kritik. Der erste Monat ist frech. Aber dann die CHF 3'200.- ist nicht eben viel. Aber Hortnerinnen, Coiffeure oder Pizzakuriere verdienen auch nicht mehr. Ausserdem kommt es darauf an wo man lebt und wohnt. In ländlichen Gebieten kann man damit leben und darum soll es doch gehen?
    66 2 Melden
    • Don Quijote 21.05.2015 14:04
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung, Peter. Als Student mit abgeschlossenem Bachelor in Wirtschaft verdiene ich in Unternehmenspraktika nur 60-75% des Salärs, was die Flüchtlinge auf dem Bauernhof bekommen.

      Die Aktion ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nur so werden Leute, die aus diversen Gründen aus der Heimat vertrieben wurden, hier effektiv integriert. Sie sitzen weder dem Staat auf der Tasche, noch bessern sie in der Illegalität ihr Asyl-Taschengeld auf! Von mir aus könnte man in einem nächsten Schritt Asylbewerber auch in anderen Berufen einsetzen.

      Danja, du bist am Ziel vorbeigeschossen!
      30 1 Melden
  • emem 21.05.2015 12:33
    Highlight Highlight Zum Vergleich: Wenn wir heute bei Migros oder Lidl Tomaten aus Süditalien oder Spanien kaufen, wurden die von Nordafrikanern geerntet, die 5 Euro verdienen - pro Tag. Deshalb ist es wünschenswert, dass wir nicht dem EU-Agrarfreihandel beitreten. Sonst können die Asylbewerber an ihrem Lohn eine Null und ein paar Zerquetschte streichen.
    36 2 Melden
  • Dubio 21.05.2015 12:17
    Highlight Highlight Die diffuse Anspielung auf Subventionen für Bauern im Zusammenhang mit dem, notabene vom Bund (SEM) initiierten, Programm, ist reine Stimmungsmache. Auch ist falsch, dass Bauern Direktzahlungen ohne Gegenleistungen erhalten. Eine (sehr kurze) google Recherche hätte Ihnen das bestätigt.

    Wenn sich also jemand den Vorwurf des PR-Betreibens anhören muss, dann Sie, liebe Daria Wild. Bitte weniger Polemik und mehr Recherche!
    55 15 Melden
    • Angelo C. 21.05.2015 12:38
      Highlight Highlight Dubio : Ausgezeichnet charakterisiert sind deine beiden statements zu diesem total verunglückten und unüberlegten Artikel von Daria Wild, der ausser dem verkorksten Lowend wohl kaum jemand vom Hocker zu reissen vermag. Mehr Evidenz für eine endlich mal gute Idee, welche gerade die Linke hocherfreuen sollte, gibt es kaum und ich bin mir sicher, dass wer das Lob in der gestrigen Tagesschau oder des meist kritisch-linkslastigen 10vor10 (kann man sich auch jetzt noch als Podcast reinziehen) gesehen hat, diesen Artikel verurteilt und die Idee des Bauernverbandes als sehr gelungen empfindet. 3400 Stutz für einen ungelernten, oft des Lesens und Schreibens Unkundigen der bisher vom Sozialamt leben musste, sind gemessen an CH-Unterprivilegierten ein ganz netter Anfangslohn. Dies in einer Zeit, wo es durch die Frankenstärke bei den Unternehmen zu immer mehr Automatisation und Roboting kommt und man beim besten Willen nicht wüsste, was man mit diesen unterbeschäftigten Migranten sinnvolles tun könnte. Also bitte, nochmals, keine unüberlegten Artikel aus purer Langeweile anteiggen. Danke!
      31 6 Melden
    • Dubio 21.05.2015 13:12
      Highlight Highlight Danke für die Blumen. Das Tragische am Artikel ist ja eigentlich, dass die Sache mit dem gekürzten Anfangslohn tatsächlich ein no-go ist, gegen welches die Medien anschreiben sollen. Bei der ganzen unnötigen Polemik geht das aber gänzlich unter....
      8 3 Melden
  • Dubio 21.05.2015 12:17
    Highlight Highlight Das ist jetzt aber ein bisschen sehr salopp dahergekritzelt.

    Den Kritikpunkt betreffend Lohn im ersten Monat ist berechtigt. Der Rest ist nur noch zynisch.

    Natürlich ist das Programm nicht perfekt, aber wenigstens wird etwas unternommen, den Flüchtlingen einen geregelten Alltag zu bieten; eine Möglichkeit sich zu integrieren, wie allenthalben gefordert wird.




    63 4 Melden
  • Die Nudel 21.05.2015 12:13
    Highlight Highlight Anscheinend wäre es besser sie machen knochenjobs in afrika und verdienen 5.- im Monat, das ist natürlich viel menschlicher oder wir lassen sie im park drogen verticken, da sie sonst kein geld verdienen können, das ist alles besser wie einer anständigen arbeit nachzugehen, da muss ich vollkommen zu stimmen.
    54 6 Melden
  • Lückendynamik 21.05.2015 12:13
    Highlight Highlight Dann setzt euch doch auch für Coiffeusen ein. Die verdienen in etwa das Selbe... Brutto versteht sich...
    41 3 Melden
  • Lowend 21.05.2015 12:00
    Highlight Highlight Danke für diese Einordnung, die genau der meinigen entspricht. Die SVP-MEI soll die Bauern ruhig treffen, denn schliesslich waren die ja an vorderster Front für die SVP-MEI, obwohl der Verband die Nein-Parole fasste und nun wollen unsere Agrar-Sozialhilfebezüger Sonderrechte, damit ihnen die Ernte nicht auf den Feldern verdorrt und der Gipfel der Frechheit finde ich, dass dafür auch noch verfolgte Menschen herhalten sollen, von denen übrigens viele aus Bauernfamilien kommen und daher ist dieser Versuch der kaum bezahlten Einarbeitungszeit ein Hohn und wie eine Einladung zur modernen Sklaverei!
    34 59 Melden
    • Lowend 21.05.2015 12:34
      Highlight Highlight Wer lesen kann ist im Vorteil, denn genau dass schreibe ich ja: "... obwohl der Verband die Nein-Parole fasste..." Der Eidgenössische Verband hat die SVP-MEI abgelehnt, aber die SVP dominierten kantonalen Verbände haben die Ja-Parole gefasst. Genau diese Bauern wollen aber nun eine Sonderbehandlung und billige Hilfsarbeiter zu Sklavenlöhnen. Bevor sie derart unsinnig rum motzen Jaing, lesen sie doch bitte, was ich schreibe.
      12 16 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 21.05.2015 12:39
      Highlight Highlight Jaing: der Verband schon. Und wurde dafür harsch kritisiert. Besonders der Verbandspräsident wurde massiv angegriffen als basisferner Linker. Und wie es ausging, lässt sich zum Glück auch heute noch nachlesen...
      User Image
      9 3 Melden
    • Lowend 21.05.2015 13:50
      Highlight Highlight Jaing, sie versuchen die SVP-Sozialhilfeempfänger aus der Verantwortung zu nehmen, die Ja sagten, aber nun spezielle Regeln für ihre Betriebe fordern. Lesen sie was kettcar schreibt, oder falls sie dass auch nicht glauben, lesen sie in dem Fall, was der "Schweizerbauer" nach der Abstimmung geschrieben hat, bevor sie andere des Unsinns bezichtigen, den sie selber verbreiten.

      https://www.schweizerbauer.ch/politik--wirtschaft/agrarpolitik/ja-zu-initiative-gegen-masseneinwanderung---auch-bauernverband-gehoert-zu-verlierern-14512.html
      5 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 21.05.2015 11:59
    Highlight Highlight Selten so einen einfach gestrickten Artikel über ein sehr sinnvolles Projekt gelesen, sorry! Da wird ENDLICH mit beruflich schwer integrierbaren Flüchtlingen etwas sinnvolles gemacht, etwas zu ihrem Selbstwertgefühl und auch zum Wohle der Sozialämter unternommen - und nun wird schon wieder auf Vorschuss gequängelt :-(! Erstens ist es tatsächlich eine sehr gute Idee, die etwas Abfederung durch die Kontingentierung der MEI schafft, und zweitens wird die Massnahme auch von vielen Schwarzafrikanern absolut geteilt, wie man den Aussagen derselben, aber auch der TV-Schaffenden von 10vor10 entnehmen konnte. Nicht mal die Löhne die hier angegeben werden, entsprechen den Tatsachen, denn der Gemüsebauer im Baselbiet,der gestern als netter Zeitgenosse gepriesen wurde und der seit Jahren 15-30 Afrikaner beschäftigt, bezahlt erwiesenermassen einen Anfangslohn von 3400 Franken. Das Vorgehen des Bauernverbandes ist also für ALLE Parteien eine absolute win-win-Situation (bisher unbeschäftigte Flüchtlinge, personalknappe Bauern und gebeutelte Sozialämter), was das blosse Anschauen der gestrigen Tagesschau und 10vor10 sehr ansprechend gezeigt hat. Man hätte der Artikelschreiberin echt gegönnt, vorgängig diese Sendungen konsultiert zu haben, bevor hier warme Lift angepriesen wird. Aber wer weiss, vielleicht hätte sie anstelle dessen den nunmehr endlich ungelernten Beschäftigten lieber einen VR-Posten im oberen Salärsegment bei der UBS angeboten ;-)!
    64 10 Melden
    • phreko 21.05.2015 12:51
      Highlight Highlight Ein Einzelner bezahlt mehr und schon meinst du alle anderen werden es auch tun?
      1 15 Melden
    • stiberium 21.05.2015 14:56
      Highlight Highlight @watson: Wie kommt es eigentlich dass Angelo 1'454 Zeichen in einen Kommentar setzen kann?! Bei mir sinds maximal 600?!
      3 3 Melden
    • stiberium 22.05.2015 11:03
      Highlight Highlight @watson: Warte noch auf Antwort! :)
      0 1 Melden

Hansjörg Wyss erklärt seine Milliardenspende: «Trumps Umweltpolitik ist eine Katastrophe» 

Der in den USA lebende Schweizer Unternehmer Hansjörg Wyss hat eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz gespendet. Im Interview erklärt er, warum er sich engagiert, weshalb er die Selbstbestimmungsinitiative der SVP ablehnt und wieso er nicht mehr ans WEF reist.

Er sorgte diese Woche weltweit für Schlagzeilen: Der Berner Milliardär Hansjörg Wyss schrieb in der «New York Times», dass wir den Planeten retten müssen – und er deswegen eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz spendet. Was treibt einen Menschen an, der Milliarden für gute Zwecke ausgibt?

Herr Wyss, was gab den Ausschlag, gerade jetzt so viel Geld für die Umwelt bereitzustellen?

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