Schweiz
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Weil alle E-Bike fahren? Erstmals seit langem sinkt die Nutzung des öffentlichen Verkehrs



ARCHIVBILD ZUM SBB-FAHRPLANWECHSEL --- Pendler steigen am 29. September 2009 abends im Bahnhof Museumsstrasse im Hauptbahnhof Zuerich in eine S-Bahn ein. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

War auch schon voller: ÖV. Bild: KEYSTONE

Erstmals seit zehn Jahren ist die Nutzung des öffentlichen Strassenverkehrs in der Schweiz zurückgegangen. 2017 wurden 15 Millionen Personenkilometer weniger mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 0.335 Prozent.

Der private motorisierte Verkehr hat im selben Zeitraum um rund 2 Prozent zugelegt – etwa im Ausmass der Vorjahre. Die Anzahl der mit privaten Kraftfahrzeugen absolvierten Personenkilometer ist dabei erstmals auf über 100 Milliarden gestiegen, wie eine Extrapolierung des Bundesamts für Statistik ergeben hat.

Anders als öffentliche Strassenverkehrsmittel wurden Schienenfahrzeuge 2017 leicht öfter genutzt als im Vorjahr: Die im Zug absolvierten Personenkilometer stiegen um 47 Millionen, was einem Plus von 0.226 Prozent entspricht.

Deutlich zugenommen hat nur der Langsamverkehr: Letztes Jahr legten Schweizerinnen und Schweizer acht Milliarden Kilometer auf Schusters Rappen, auf dem Velo oder einem langsamen E-Bike zurück, das entspricht einem Plus von 12, 5 Prozent. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alex Vause 13.12.2018 14:28
    Highlight Highlight Und jetzt ändern sie den Fahrplan und schneiden die Menschen vom Land noch mehr von der Aussenwelt ab. Vielen Dank.
    Aber ist okay ich motze nicht und steige aufs Auto um.
  • Raphael Conca 13.12.2018 14:00
    Highlight Highlight Die Entwicklung zum Langsamverkehr finde ich toll. Es ist die ökologischeste Form von Nahverkehr.
    Das entlastet hauptsächlich den Stossverkehr für Bus und Auto.
    Ich hoffe, dass diese Entwicklung durch die Förderung von Velofahrwege nochmal verstärkt.
    Was mich ärgert ist das nicht einhalten von Verkehrsregeln und rücksichtsloses Verhalten einiger (e-)Velofahrer. Das darf nicht sein.
    • hävi (the return) 14.12.2018 09:27
      Highlight Highlight Wenn ich mit dem Velo über Rot fahre, gefärde ich halt in erster Linie mich selbst.
    • Raphael Conca 14.12.2018 12:17
      Highlight Highlight Schon möglich, aber Sie verursachen damit zwei Dinge:
      1. Sie sind für Jugendliche kein Vorbild.
      2. wenn es dann zu einem Unfall kommt, verursachen Sie wirtschaftliche Kosten für Dritte und unter Umständen auch physische Leiden der am Unfall Beteiligten.
      In einer Gesellschaft kann niemand nur für sich denken, bin ich der Meinung.
    • hävi (the return) 14.12.2018 12:40
      Highlight Highlight Ich fahre viel Fahrrad. Mein einziger gravierender Unfall hatte ich, als eine Autofahrerin mir den Vortritt nahm (anschließend Fahrerflucht)
      Ich habe festgestellt, dass es mir unmöglich ist, nachts um 1 Uhr, einsam mit dem Fahrrad vor einer roten Ampel zu warten. Aber, ich fahre stets so, dass ich keine Verkehrsteilnehmer, der im Recht ist, irgendwie behindere.
      Wer sich ab meinem Fahrstil nervt, mischt sich in meine Privatangelegenheit ein und will, das seine Moral, auch die meine sein soll.

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