Schweiz
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Des enfants mangent dans la creche  garderie Crechendo le jour de son inauguration au siege de La Mobiliere Vie ce lundi 22 octobre 2007 a Nyon. La Mobiliere Vie a transforme une partie de son siege pour y accueillir une garderie, co-financee par la commune de Nyon. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Krippe in Neuenburg.
Bild: KEYSTONE

Ohne Kita keinen Job, mit Kita kein Geld: Junge Eltern in der Schweiz leiden unter den extrem hohen Betreuungskosten

Obwohl der Nutzen von Kitas für die Gesellschaft und die Wirtschaft heute sichtbar ist, bewegt sich die Schweiz kaum vorwärts.

anna wanner / Aargauer Zeitung



Walter Wobmann legte ein Geständnis ab. «Lange war ich der Meinung: Kinder müssen von der Mutter betreut werden. Punkt. Alles andere führt ins Verderben.» Das schrieb der Solothurner SVP-Nationalrat in der Wochenzeitung «Die Zeit». Heute sehe er das anders: Parteikollegin Nadja Pieren habe ihm eine ihrer Kindertagesstätten (Kitas) gezeigt – und er sich überzeugen lassen: «Kinder nehmen keinen Schaden, wenn sie ein paar Tage die Woche dort verbringen.»

Langsam sickert es durch: Auf externe Kinderbetreuung kann die Gesellschaft nicht verzichten, wenn dem Fachkräftemangel aus eigener Kraft entgegengewirkt werden soll. Fast zwei Drittel der Eltern, die ihre Kinder in Kitas schicken, müssten, sollten sie den Kita-Platz verlieren, ihre Arbeit aufgeben – oder zumindest stark reduzieren.

Trotz Abzügen teure Plätze

So entspringt auch Wobmanns Erkenntnis einer wirtschaftlichen Notwendigkeit: Kitas sind wichtig, damit junge Eltern ihre Jobs behalten können. Der SVP-Mann hält sogar «gewisse Subventionen» für richtig. «Aber den Grossteil sollen die Eltern selbst bezahlen müssen.»

Und die Eltern bezahlen viel. Gemäss Bundesrat kostete 2013 ein Vollzeitplatz in einer Kita 2000 Franken. Ein aktueller Bericht des Bundes zeigt: Heute zahlen Eltern mindestens 2400 Franken pro Monat. Gerade bei Paaren mit mehr als einem Kind lohnt sich ein Zweiteinkommen bei diesen Preisen kaum mehr.

Zwar können Betreuungskosten von den Steuern abgezogen werden, doch unterscheiden sich die Maximalabzüge je nach Kanton und Gemeinde stark: zwischen 3000 Franken im Wallis und 19'200 Franken in Neuenburg. Von den Bundessteuern dürfen maximal 10'100 Franken abgezogen werden. Steuerabzüge hin oder her: Schweizer bezahlen nach Steuern immer noch bis zu 67 Prozent der Betreuungskosten selbst.

Une employee nourit un bebe dans la creche  garderie Crechendo le jour de son inauguration au siege de La Mobiliere Vie ce lundi 22 octobre 2007 a Nyon. La Mobiliere Vie a transforme une partie de son siege pour y accueillir une garderie, co-financee par la commune de Nyon. (KEYSTONE/Photopress/Laurent Gillieron)

In einer Krippe in Neuenburg.
Bild: PHOTOPRESS

Hindernis Föderalismus

Nun ist es nicht so, dass die Behörden davor die Augen verschliessen. Erst vor zwei Wochen hat der Bundesrat weitere 100 Millionen Franken für den Ausbau des Betreuungsangebots gesprochen. Einerseits sollen auch Eltern mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten (wie Ärzte oder Schichtarbeiter) die Möglichkeit haben, ihr Kind extern in Betreuung zu geben. Andererseits will der Bund die bisher erfolgreichen Anschubfinanzierungen ausbauen und damit weitere Gemeinden ermuntern, ein Betreuungsangebot zu schaffen.

Je nach Gemeinde können auch Schweizer Krippen subventionierte Plätze anbieten, allerdings nur vereinzelt. Der Bundesrat schreibt im erwähnten Bericht, es sei «wünschenswert», dass Kantone und Gemeinden mehr Mittel investierten, um Eltern zu entlasten. Durchsetzen kann er den Wunsch nicht.

Unterstützung für Familien

Seit die Abstimmung über den Familienartikel 2013 scheiterte, sind dem Bund weiterhin die Hände gebunden: Das Angebot bleibt vorerst abhängig vom Kanton. Einzelne Parlamentarier lassen sich davon nicht beeindrucken und haben Wege gesucht, wie von Bundesseite den Eltern geholfen werden kann.

So fordert der Waadtländer FDP-Nationalrat Fathi Derder in einem Vorstoss, dass der Abzug von den Bundessteuern von 10'100 auf 24'000 Franken erhöht werden soll. Der Bundesrat lehnt das Anliegen ab, weil heute die Hälfte aller Eltern, die Kinder fremdbetreuen lassen, keine Bundessteuern bezahlen. Helfen würde der Abzug Gutverdienern.

Umfrage

Sind die Kitas in der Schweiz zu teuer?

  • Abstimmen

1,005 Votes zu: Sind die Kitas in der Schweiz zu teuer?

  • 81%Ja. So lohnt es sich kaum, dass beide Elternteile arbeiten.
  • 13%Nein. Jeder, der Kitas nutzt, muss kostendeckend dafür aufkommen.
  • 6%Ist mir egal. Habe keine Kinder.

Kinderkosten: Erhöhtes Armutsrisiko

Umgekehrt verlangt die Aargauer SP-Nationalrätin Yvonne Feri eine grundsätzliche Unterstützung für Familien. Nebst den obligaten Kinderzulagen soll der Bund auch bedarfsabhängige Zulagen abgeben. So werde verhindert, dass Familien in der Sozialhilfe landen. Feri weist darauf hin, dass «Kinderkosten ein erhöhtes Armutsrisiko für einkommensschwache Familien mit sich bringen».

Betroffen seien vor allem Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Rosmarie Quadranti (BDP, ZH) versucht hingegen, über eine neue Anstossfinanzierung auf die Kantone einzuwirken: Wie bei den Krippen soll sich der Bund auch am Aufbau von Tagesschulen beteiligen.

Für eine breite Unterstützung lädt sie am besten Walter Wobmann an einen Mittagstisch ein. Er müsste vor allem in den Kantonen für eine breitere Akzeptanz weibeln.

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 02.10.2015 07:49
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man die ganze Geschichte auch mal von der Kostenseite her betrachten.
    Ich hatte mich vor einigen Jahren mal kurz mit dem Thema beschäftigt und dabei fielen extrem hohe Anforderungen betr. Ausbildung der Betreuer/innen, Betreuungs- und Platzverhältnisse, etc. auf. (Mindestens im Kanton Zürich, wie es in anderen Kantonen aussieht weiss ich nicht.) Dies obschon es wissenschaftliche Studien gibt, die nahelegen, dass Gruppengrösse und Betreuungsverhältnis die Betreuungsqualität nicht signifikant beeinflussen.
    Etwas weniger Perfektionismus würde die Kosten auch senken.
    • Menel 02.10.2015 10:58
      Highlight Highlight Ganztagesschulen würden auch schon viel, gut auffangen.
  • Arabra 02.10.2015 06:46
    Highlight Highlight Wozu ein Kind wenn es dann doch mehr in einer Kita ist als bei den Eltern resp. die aktive Zeit mehr bei Fremden als bei den eigenen Eltern?! Sorry aber dann lieber keine Kinder. Und so neben bei geht es auch voll in Ordnung wenn der Mann zuhause bleibt. Da fällt keinem einen Zacken aus der Krone....
    • Arabra 02.10.2015 15:48
      Highlight Highlight @ idiot das stimmt ja nicht mal. Ich habe 2 Kinder meine Frau arbeitet nicht und ich bin ein Durchschnittsverdiener. Habe eine 4,5 Zimmer Wohnung ein Auto und das wars. Ich kann mir halt nicht jedesmal das neue IPhone kaufen oder 2 mal im Jahr für 10 Tage in die Ferien und gehe auch nicht mehr sehr viel auswärts essen. Ja es ist so ich muss etwas haushalten mit dem Geld aber es fehlt mir an gar nichts. Das sind Sachen die einem bewusst sein müssen bevor man ein Kind auf die Welt stellt. Der selbe Lebensstandard geht schlicht einfach nicht mehr und das ist auch Okay
  • Pinga 02.10.2015 01:37
    Highlight Highlight Ich wette, dass alle die sich darüber aufregen, dass die Kinderbetreuung vom Staat (mit)finanziert werden könnte, die Ersten sind die sich aufregen, wenn es um die Diskussion geht von Frauen, die studiert haben (resp. der Staat viel Geld in die Bildung investiert hat) und dann nach wenigen Jahren zu Hause bei den Kindern bleiben weil es sich finanziell nicht lohnt zu arbeiten...
    • Menel 02.10.2015 11:00
      Highlight Highlight ...und es sind dieselben, die sich aufregen, dass wir Fachkräfte aus dem Ausland holen.
    • DarlaSoSo 03.10.2015 17:41
      Highlight Highlight Und es sind auch die selben, die sich noch mehr darüber aufregen, dass sie Ihrer (Ex)- Frau Alimente zahlen müssen nach der Scheidung. Weil dann sollen die Kinder immer husch husch doch in die Krippe.
  • Dewar 01.10.2015 19:46
    Highlight Highlight Kita-Subventionen sind wichtig, aber daneben muss auch die Wirtschaft dringend umdenken, was die gängigen Arbeitsmodelle anbelangt, weil diese nicht mehr zeitgemäss sind. Arbeitszeit und -ort müssen flexibilisiert werden. Heisst: Wo möglich, Home Office. Job-Sharing. Vermehrt 40-80%-Stellen, damit beide Elternteile zB 80% arbeiten können, sodass jeder einen Tag die Woche (plus WE) auf die Kinder aufpassen kann. Gerade für Fachkräfte in Wissenschaft und Industrie werden fast nur 80-100%-Stellen angeboten, so gehen insbesondere die vermehrt gut ausgebildeten Frauen der Wirtschaft verloren.
  • Miicha 01.10.2015 13:33
    Highlight Highlight Es lohnt sich nicht, genau! Deshalb bleibt Frauchen schön bei den Kindern zu Hause, das wollen die Politiker doch! Und selbst ohne lange Absenz hüten sich die Personaler Mütter einzustellen. Könnte ja nochmal eins kriegen oder es könnte mal krank sein. Zum kotzen ist das für alle Mütter die arbeiten möchten!
  • Herr Hasler 01.10.2015 13:11
    Highlight Highlight Warum gehen denn beide Elternteile arbeiten? Weil der Lohn des einen nicht mehr reicht. Das war auch schon anderst. Wo ist dad Geld hin?
    Zu denen die schon welches haben! Produktive Arbeit rentiert kaum noch. Die Kaufkraft durch all die Mütter die arbeiten (müssen) wird komplet durch Miete und Krankenkasse abgeschöpft. Für Lebensmittel (Produktion) werden keine zehn Prozent des Familienbudgets mehr aufgewendet. Die Wohnung darf aber gerne einmal dreissig Prozent kosten. So wurde in den letzten Jahren viel Geld verschoben, von denen die produzieren zu denen die (Kapital) haben.
    • Menel 01.10.2015 15:13
      Highlight Highlight Weil man heutzutage als Familie mit 3 Kindern, bei dem nur ein Partner arbeitet und "nur" 100'000.- nach Hause bringt, in der Schweiz nicht mal mehr zum Mittelstand gezählt wird.
    • blueberry muffin 01.10.2015 16:44
      Highlight Highlight Das passiert halt, wenn seit bald 25 Jahren die Loehne keinen Rappen mehr steigen (durch Teurung sogar effektiv sinken).. ausser in den obersten Etagen.

      Aber man will ja freie Marktwirtschaft, funktioniert doch Super so, Vater und Mutter erreichen so zusammen gleich viel wie frueher der Vater alleine. Und das trotz konstantem Wirtschaftswachstum. Trotz markantem Anstieg an Multi Millionaeren und Milliardaeren.

      Jeder selbst Schuld.
    • Toerpe Zwerg 01.10.2015 19:36
      Highlight Highlight Na ja, so tief ist der Standard mit 100k und 3 Kindern nicht. Es gibt in Zuerich viele Familien mit drei Kindern, welch mit wesentlich weniger ganz gut zurechtkommen.
  • Yolo 01.10.2015 13:04
    Highlight Highlight Rechnerisch müssen etwa 2.1 Kinder pro Frau geboren werden , um die Bevölkerung ohne Wanderung langfristig auf einem konstanten Niveau zu halten. Es wird höchste Eisenbahn für eine nachhaltige Familienpolitik. Mit 1.54 Kind pro Frau (Stand 2014) und dem demographischen Wandel steuert sich die Schweiz in eine sehr unangenehme Lage (sozial & wirtschaftlich). In 15 Jahren sind alle Babyboomer in Rente und nach kommen nur geburtenschwache Jahrgänge. Alle Massnahmen werden als sozialistisch Träumerei niedergeknüppelt. Nun, die Quittung werden wir spätestens in 15 bis 30 Jahren erleben dürfen.
    • philipp meier 01.10.2015 13:15
      Highlight Highlight es ist eine behauptung, dass uns die zuwanderung in eine unangenehme lage bringen wird. bisher war sie unter dem strich sogar erfolgsbringend. vielleicht ist es für den weltfrieden sogar zuträglicher, wenn sich alle mit allen vermischen (das ist jetzt aber auch eine behauptung;)
    • philipp meier 01.10.2015 13:16
      Highlight Highlight wir sind uns aber einig, dass die rahmenbedingungen für familien mit kinder verbessert werden sollten
    • Yolo 01.10.2015 13:26
      Highlight Highlight Von der Zuwanderung spreche ich nicht. Mit dem demographischen Wandel meine ich die drohende überalternde Gesellschaft. Vor allem im Hinblick zur drohenden Verschärfung der Einwanderungspolitik sind die Vorzeichen für uns aller wohl nicht wirklich positiv.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 01.10.2015 12:33
    Highlight Highlight Ich finde Kostenwahrheit gut. Darum: kostendeckende hohe Krippen/Hortkosten für alle dafür aber massiv höhere Kinderabzüge bei den Steuern. Am allerwichtigsten ist, dass die Betreuungsqualität nicht gesenkt wird.
    • Toerpe Zwerg 01.10.2015 14:34
      Highlight Highlight Nein, nein und nochmals nein. Steuerabzüge für die externe Kinderbetreuung (und allgemein Kinderabzüge) gehören gestrichen und nicht ausgebaut. Am meisten profitieren von Steuerabzügen immer diejenigen, welche in einer hohen Progressionsstufe besteuert sind, also die gut-Verdiener, welche das nicht nötig haben. Wenn Sie ohne Kinderabzüge 50'000 Franken versteuern statt mit Kinderabzügen 30'000 sparen sie in der Stadt Zürich CHF 3'000. Bei 180'000 statt 200'000 sparen sie CHF 9'000. Wer profitiert also von höheren Abzügen überproportional? Nein nein nein.
    • Toerpe Zwerg 01.10.2015 14:43
      Highlight Highlight Ist ja übrigens bei allen Steuerabzügen so. Steuerabzüge brechen die Progression und entfalten eine dem Prinzip der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit zuwider laufende Wirkung. Würde man alle Abzüge streichen, könnte man dort mit Direktzahlungen fördern, wo es nötig ist. Punkt ende aus.
    • Wilhelm Dingo 01.10.2015 14:57
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg: Ich meine keine Abzüge für externe Kinderbetreuung sondern die Kinderabzüge allgemein. Zur Rechnung: stimmt schon, das führt aber dazu dass vermehrt Kinder von Besserverdienern betreut werden. Das verhindert die aktuell stattfindende Segretation in den KITAs. Und wenn jemand von 20'000 Mehreinkommen 45% abgeben muss stimmt auch gewaltig etwas nicht. Das führte nämlich dazu, dass meine Frau nicht mehr arbeitet weil es eh nichts einbringt.
  • Madison Pierce 01.10.2015 11:36
    Highlight Highlight Es geht irgendwie nicht auf: Einerseits wird immer erwähnt, wie wichtig Kinderbetreuung für die Wirtschaft sei, andererseits soll der Staat die Kosten übernehmen. Wenn Mütter als Arbeitskräfte so wichtig wären, würden die Arbeitgeber die Kosten doch gerne übernehmen? Oder können sie dank der Personenfreizügigkeit zu einfach ausländischen "Ersatz" anstellen?
    • Madison Pierce 01.10.2015 12:10
      Highlight Highlight Absolut, das Familienmodell ist Privatsache.

      Mich beunruhigt aber, dass es heutzutage anscheinend notwendig sei, dass beide Elternteile arbeiten. Wie ging das früher? Da waren die Löhne doch auch nicht höher?
    • Matthias Studer 01.10.2015 12:17
      Highlight Highlight Meine Grossmutter hat immer gearbeitet. Teilweise Teilzeit und teilweise Vollzeit. Ihr Jahrgang war 1913. Also während dem 2. WK wie auch all die Jahre danach bis in die 70er Jahre.
    • Amboss 01.10.2015 12:23
      Highlight Highlight @Madison:
      Dem Arbeitgeber ist das Privatleben seiner Angestellten grundsätzlich mal egal.
      Er bezieht vom Arbeitgeber seine Zeit und Kenntnisse und bezahlt ihn dafür.

      Für den Staat kann eine gewisse Förderung von Kitas durchaus Sinn machen und zu höheren Steuereinnahmen, höheren Rentenbeiträgen, weniger Sozialhilfe etc... führen.

      Das Problem ist, dass man hier mit den Zahlen richtig spielen kann, je nach gewünschtem Ergebnis.

      Ich bin deshalb der einfachen Ansicht, jede Familie soll ihr Modell wählen können und der Staat macht es nicht so schlecht momentan....





  • SaveAs_DELETE 01.10.2015 11:30
    Highlight Highlight Meine Frau und ich wollten Kinder für uns. Also reduzierten wir unser Arbeitspensum und verzichten auf diesen Lohnbestandteil mit allen Konsequenzen wie teuere Ferien usw.
    Aber wir sehen unsere Kinder aufwachsen und das kann mir kein Geld der Welt entschädigen...
    • Matthias Studer 01.10.2015 12:19
      Highlight Highlight Schön für euch und ich gönne es euch. Leider nützt das geschieden, allein erziehenden Eltern oder Working Poor Familien nichts.
      Man muss sich auch bewusst sein, dass der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt für viele Frauen nach mehreren Jahren absenz schwierig sein wird, überhaupt einen Job zu finden.
    • Miicha 01.10.2015 13:36
      Highlight Highlight Dann hattet ihr beide Glück mit euren Arbeitgebern. Dies ist leider die Ausnahme. Und einen neuen Teilzeit-Job finden mit Kind ist auch kein Spaß.
  • The Host 01.10.2015 11:12
    Highlight Highlight Was ist mit dem Mehrwert für die Entwicklung des Kindes? Heute weiss man, wie wichtig die ersten Jahre des Lebens sind. Professionelle Förderung in diesem Alter bringt einen grossen Nutzen für unsere Gesellschaft, der auch etwas kosten darf.
    • Amboss 01.10.2015 12:02
      Highlight Highlight @Host:
      Und welcher Nutzen ist das?
      Werden die Kinder kluger? leistungsfähiger? netter?
      Bitte erläutern sie dies etwas genauer...

      Ich behaupte: Für Kinder, die bildungsfern aufwachsen, mit denen sich die Eltern nicht beschäftigen, auch für ausländische Kinder, welche die Sprache nicht können ist die Kita ein riesigen Gewinn.

      Für Kinder, die "normal" aufwachsen, bei normal klugen Eltern, die sich mit ihren Kindern beschäftigen ist es Hans wie Heiri, ob sie nun in die Kita gehen oder nicht.

      Ist es das, was sie etwa aussagen wollen?
      Oder liege ich falsch?
    • Matthias Studer 01.10.2015 12:23
      Highlight Highlight Hier geht es nicht um die Kosten. Eher darum, kann man sich das überhaupt leisten. In der Zwischenzeit kenne ich viele, die genau deshalb auf Kinder verzichten. Der eine Lohn alleine genügt nicht. Und bei Betreuung würde der andere Lohn fast vollkommen (oder sogar alles) für die Betreuung draufgehen.
      Klar kann es nicht sein, dass die Kitas plötzlich keinen Lohn mehr erhalten, da die Betreuung so billig geworden ist. Dazu braucht es eben staatliche oder unternehmerische Unterstützung.
    • The Host 01.10.2015 13:01
      Highlight Highlight @Amboss: Ja, für die von dir genannten Anspruchsgruppen ist die KiTa sicher ein grosser Gewinn. Aber auch für "normale Familien" können gute KiTa's einen Mehrwert haben. Denn die Pädagogik der frühen Kindheit hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Die gewonnen Erkenntnisse aus der Forschung werden aber auch von "normal" klugen Eltern nur selten umgesetzt, da sich das Bewusstsein dafür noch zu wenig verbreitet hat. Spreche von Konzepten wie z. Bsp. Infans. Zusätzlich wird über alle gesellschaftlichen Schichten das Sozialverhalten mit Besuch einer KiTa gestärkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • EvilBetty 01.10.2015 11:05
    Highlight Highlight In Sachen Familienpolitik ist die Schweiz noch im finstersten Mittelalter...
    • Bowell 01.10.2015 17:31
      Highlight Highlight Im Vergleich zu welchen Ländern?
    • EvilBetty 01.10.2015 18:49
      Highlight Highlight Wieso muss man immer vergleichen? Raten sie mal wieviele Tage man als Vater frei bekommt wenn das eigene Kind zur Welt kommt?
    • Bowell 01.10.2015 19:27
      Highlight Highlight Ehm...dann stell ich hald die Gegenfrage: Warum nicht vergleichen? Wenn sie behaupten, dass die Schweiz im tiefen Mittelalter steckt, gehe ich davon aus, dass sie eine Referenz für die Gegenwart "in Sachen Familienpolitik" haben, oder etwa nicht?
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