Schweiz
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Vaterschaftsurlaub spaltet die Kantone in 4 Lager – wer für die grosszügigste Variante ist

Manche Kantone sind strikt gegen bezahlte Freitage für Väter von Neugeborenen – andere wollen lieber gleich einen Elternurlaub.

Sven Altermatt / ch media



Baby und Vater

Wie viel Freitage sollen frischgebackene Väter erhalten? Dazu sind sich auch die Kantone uneins. Bild: Shutterstock

Anhänger des Föderalismus nutzen den Begriff gerne als Schimpfwort: Nationalisierung. Damit ist die Kritik verbunden, dass die Kantone oft mit einer Stimme sprechen. Stellungnahmen zu Vernehmlassungen des Bundes kommen zuweilen aus einem Guss daher. Doch die viel beschworene Einheit hat ihre Grenzen – das zeigt sich bei gesellschaftspolitischen Fragen eindrücklich: Aktuell spaltet der Vaterschaftsurlaub die Kantone. Sie sind sich uneins darüber, wie viele bezahlte Freitage ein Vater nach der Geburt seines Kindes beziehen darf. Und ob es überhaupt eine gesetzliche Lösung braucht.

Auf nationaler Ebene fordert eine Volksinitiative die Einführung eines vierwöchigen Vaterschaftsurlaubs. Die Sozialkommission des Ständerats hat als indirekten Gegenvorschlag einen Urlaub von zwei Wochen vorgeschlagen. Kürzlich ist die Vernehmlassung dazu abgelaufen, die Verwaltung wertet die Stellungnahmen derzeit aus. Bereits Mitte April werde der Vernehmlassungsbericht vorliegen, heisst es beim zuständigen Bundesamt für Sozialversicherungen auf Anfrage.

Bekannt ist: Trotz abgespeckter Variante und breiter politischer Abstützung sind die Wirtschaftsverbände weiterhin dezidiert gegen eine gesetzliche Regelung. Die Kantone teilen sich derweil in vier Lager. Da sind jene, die grundsätzlich gegen den Urlaub sind; jene, die den Kompromiss unterstützen; jene, die mit der Initiative sympathisieren; und jene, die eine andere Lösung fordern. Die Stellungnahmen der Kantone haben auch deshalb Gewicht, weil der Gegenvorschlag selbst innerhalb der Ständeratskommission umstritten ist.

Sorge wegen Militärdienst

Zu den Verfechtern der zweiwöchigen Lösung gehören unter anderem die Kantone Basel-Stadt, Bern, Graubünden, Luzern, Schaffhausen, St. Gallen, Solothurn, Thurgau, Uri und Zürich. «Von einem Vaterschaftsurlaub profitieren Väter, Mütter, Familien und nicht zuletzt die Kinder», schreibt die Bündner Regierung. Man könne so ein Signal für eine partnerschaftliche Rollenteilung und die Vielfalt der Familienmodelle setzen. Der Basler Regierungsrat erachtet die zweiwöchige Lösung indessen als «Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Wirtschaft und verbesserten, familienfreundlicheren Arbeitsbedingungen».

Anders sieht das etwa der Glarner Regierungsrat. «lm Sinne eines liberalen Wirtschaftswettbewerbs sollte es dem Arbeitgeber freigestellt sein, ob und wie lange er einen Vaterschaftsurlaub gewährt», schreibt er. Die Wirtschaft dürfe nicht mit «zu umfangreichen» zusätzlichen Abgaben belastet werden. Quasi auf die Kräfte des Markts vertraut die Schwyzer Regierung. Es sei gut, wenn Arbeitgeber unterschiedlich lange Vaterschaftsurlaube anbieten würden, findet sie. «Dafür braucht es keine neuen Gesetze.» Aus Sicht des Baselbieter Regierungsrats ist der Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung wichtiger und nachhaltiger als ein Vaterschaftsurlaub, der eine «starke Mehrbelastung» für Unternehmen bedeute.

Die Regierung von Appenzell Innerrhoden sorgt sich dabei vor allem um kleine und mittlere Betriebe, die oft keinen Stellvertreter für frischgebackene Väter organisieren könnten. Überhaupt: Vaterschaft und Dienst fürs Vaterland, das sei zu viel des Guten. «Neben den üblichen Ferienabsenzen müssen junge Männer vielfach noch Militärdienst leisten und fehlen somit rund sieben Wochen pro Jahr an der Arbeitsstelle», warnt die Innerrhoder Regierung. Sieben bezahlte Freitage müssten deshalb reichen.

Besser gleich Elternurlaub

Finanziert werden soll der Vaterschaftsurlaub wie jener für Mütter über die Erwerbsersatzordnung (EO). Für den zweiwöchigen Kompromissvorschlag müssten zusätzlich 0.06 Lohnprozente erhoben werden. Diese würden hälftig von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gedeckt. Genau deswegen stellt sich der Aargauer Regierungsrat gegen den Vaterschaftsurlaub: Zusätzliche Abgaben seien für die Sozialversicherungen derzeit nicht tragbar. Auch die Nidwaldner Regierung kritisiert, mit der Finanzierung über die EO würde «im Hochlohnland Schweiz» erneut der Faktor Arbeit zusätzlich belastet.

Besonders aufgeschlossen zeigen sich dagegen Westschweizer Kantone wie Genf oder Neuenburg. Sie könnten sich sogar einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub gut vorstellen. Die Neuenburger Kantonsverwaltung hat kürzlich vorgelegt. Wird einer ihrer Angestellten Vater, bekommt er nach der Geburt neu vier Wochen bezahlten Urlaub.

Einen ganz anderen Weg wünschen sich schliesslich die Kantone Zug und Obwalden. Sie lehnen die Vorschläge für den Vaterschaftsurlaub ab – weil es eine bessere Lösung gäbe: «Unserer Meinung nach sollte das System Elternzeit gezielter geprüft und weiterentwickelt werden», erklärt die Obwaldner Regierung. Und auch ihre Zuger Kollegen glauben, dass mit dem Vaterschaftsurlaub «die heutige Rollenverteilung zementiert und eine fortschrittliche Lösung, wie zum Beispiel ein Elternurlaub, verunmöglicht wird». Einen solchen würden sich Mutter und Vater paritätisch aufteilen. Auf einen konkreten Vorschlag, wie viele Wochen dafür zur Verfügung gestellt werden sollen, verzichten die beiden Kantone allerdings.

Fazit also: Eine konsolidierte Haltung zum Vaterschaftsurlaub zeichnet sich unter den Kantonen nicht ab.

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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dysto 11.04.2019 21:52
    Highlight Highlight Hatte keine Lust zum Lesen und suchte vergeblich eine schöne, übersichtliche Schweizer Karte mit verschiedenen eingefärbten Kantonen und Textchen dazu. :(
  • Ricardo Tubbs 10.04.2019 16:16
    Highlight Highlight traurig, dass ein so reiches land wie die schweiz betreffend elternzeit 500 jahre hinterher ist.

    ja nichts ändern, man könnte ja der wirtschaft schaden, wenn man vaterschaftsurlaub bezieht, der chef könnte sich somit seinen neuen 911er nicht leisten.

    dazu bezieht man noch den neid von den "gewollt kinderlosen aber mit hund". höre es schon "wieso soll ich für den arbeiten gehen?"
  • wolge 10.04.2019 13:11
    Highlight Highlight Vater und Mutter sollen sich den bezahlten Urlaub flexibel untereinander aufteilen können.

    Mehr Urlaub benötigen sie dazu jedoch nicht
    • loquito 10.04.2019 13:50
      Highlight Highlight Wtf... Hast wohl keine Kinder... Oder eine Frau, welche alles macht...
    • wolge 10.04.2019 16:22
      Highlight Highlight @Der Bojenmensch: Was auch immer du damit meinst...

      Fakt ist, dass die Gründung einer Familie aus ureigenen privaten Wünschen geschieht. Es ist die Erfüllung eines Wunschtraumes.

      Fakt ist, Familien erhalten bereits jetzt sehr viel Geld resp. Werden geschont bei Steuern etc.

      Fakt ist, Familien können den Staat nicht finanzieren. Sie sind für den Staat ein Verlustgeschäft. Unternehmen, Reiche und Kinderlose finanzieren den Staat.

      Fakt ist, wir haben Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Globale Erwärmung etc. Wachstum und Konsum sind dafür verantwortlich...
  • why_so_serious 10.04.2019 13:08
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man Leute bestrafen, die Kinder in die Welt setzen. Wenn dann mal kein Nachwuchs mehr da ist, merkt man vielleicht, wie wichtig dieser für alle ist?
    Alle anderen (vergleichbaren) Länder sind sozialer als die Schweiz - und die Schweiz ist das reichste Land der Welt und sollte sich soetwas eigentlich leisten können.
    • wolge 10.04.2019 13:20
      Highlight Highlight Wir haben eine Weltweite Überbevölkerung... Wirtschaftlich betrachtet wäre es ausserdem schlicht günstiger fertig ausgebildete Fachkräfte zu importieren statt 25-30 Jahre Geld in Kinder zu investieren
    • loquito 10.04.2019 13:52
      Highlight Highlight Toll Wolge. Mein ziel ist ja auch Arbeitskräfte bereitzustellen. Genau deshalb habe ich Kinder... (ironie ist gratis...)
  • Omega 10.04.2019 12:48
    Highlight Highlight Ich will Familien Urlaub.. Dass nicht nur die Eltern sondern auch Die grosseltern frei kriegen so kann man sich das 1 Jahr optimal aufteilen.. Um ein Kind gross zu ziehen braucht man ein ganzes dorf.

    Immer heisst es "wir brauchen mehr Kinder" aber wenn die Verhältnisse Für junge Eltern nicht interessant sind.. Bevorzuge ich einen Hund
  • Patho 10.04.2019 12:43
    Highlight Highlight Wie wärs, wenn man einfach für den Vaterschaftsurlaub die Dienstpflicht um 4 Wochen kürzt? Dann würden die vier Wochen wenigstens sinnvoll und nachhaltig genutzt und dem Arbeitgeber enstehen keine zusätzlichen Kosten, eigentlich eine Win-win-Situation😄
  • RatioRegat 10.04.2019 12:21
    Highlight Highlight Der Vaterschaftsurlaub könnte ganz einfach dadurch finanziert werden, dass man Vätern pro Kind einen WK "schenkt".

    Dies würde zwar nicht sämtliche Mehrkosten decken, aber zumindest einen Teil.
    • TaZe 10.04.2019 12:42
      Highlight Highlight Gute Idee, aber was ist mit den Vätern die keinen Militärdienst leisten oder diesen bereits vollendet haben? Ist bei meinem Freund der Fall, mit 33 Dienst abgeleistet, im Sommer kommt unser Sohn auf die Welt.
    • wolge 10.04.2019 13:24
      Highlight Highlight Was ihr nicht berücksichtigt: Kinder sind euer ureigener persönlicher (egoistischer) Wunsch. Niemand fordert von Euch Kinder zu zeugen. Ihr verlangt vom Staat also eigentlich dass er Euch eure Träume/Wunsche finanziert...
    • Imfall 10.04.2019 15:31
      Highlight Highlight @wolge

      ich finanziere noch ganz anderes unfreiwillig mit... und trotzdem fehlts mir an nichts!

      zwischendurch auch mal an andere denken, schadet nicht... diese bezahlen dann z.B mal deine AHV 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bronko 10.04.2019 11:55
    Highlight Highlight Haha, Appenzell Innerrhoden, die mit der Einführung des Frauenstimmrechts anno 1990! Ich finde das bis heute sowas von beschämend für die CH. Diese unsäglich ewiggestrige Gilde der regierenden Altherren.

    Nicht nur Rechte auch sog. Liberale neigen dazu, die Interessen der Wirtschaft über alles zu stellen. Weil sonst hat man ja keine Lebensphilosophie bzw. Vision. Woher auch? Von der Steinzeit über jahrhundertelange religiöse Gehirnwäsche und kultureller/existenzieller Armut direkt in die Bankengegenwart katapultiert, sind solche Entwicklungsschritte aber auch etwas viel verlangt, gäll CH..

    • Freilos 10.04.2019 12:34
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen dass der Kanton AI das Frauenstimmrecht immer abgelehnt hat. Sie wurden Gerichtlich gezwungen dieses einzuführen.
  • goschi 10.04.2019 11:39
    Highlight Highlight also um 0.06 Lohnprozente wird ein solches Theater gemacht?
    Null Komma NULL Sechs

    Sorry liebe Kantone, aber das ist lächerlich!
    Nicht nur ist die Zeit nach der Geburt eine wichtige, es ist vor allem ganz einfach auch eine intensive.
    Schlaf ist erstmal nichts, das kleine Ding will intensiv betreut werden, beim ersten Kind ist das Leben sowieso erst mal auf dem Kopf, es gibt massig zu organisieren, usw.

    Wir reden ja nicht davon, dass das dann jedes Jahr so kommt, im schweizer Durchschnitt wird das jeder Mann 1-2x haben (und freut euch, die meisten haben das schon hinter sich...).
  • Pitti 10.04.2019 11:31
    Highlight Highlight Es kann nicht sein das wir "moderne" Schweiz noch leben wie die Hinterwäldler.

    Ich werde im Oktober Vater, seit ich weiss dass ich zu diesem Zeitpunkt Vater werde, scheffle ich Überzeit! Ich hätte 2 Tage geschenkt, möchte jedoch mind. 3 Wochen zu Hause bleiben! Daher heisst es scheffeln scheffeln scheffeln. Ich weiss nicht wann unsere Regierung erwacht! Aber es wird langsam Zeit die Wach zu rütteln! Ich zahle seit 7 Jahren EO ohne das ich noch im Militärdienst bin... Also könnte ich ja das Geld widerverlangen =) Regierung nehmt den Finger aus dem Arsch und werdet modern!!
    • Pitti 10.04.2019 14:36
      Highlight Highlight Ist leider genau so! Hatte schon in der Familie solche diskusonen! Sie hätten es früher auch geschafft! Früher war es auch klar, was der Mann arbeiten ging und die Familie ernährte! Heute nicht mehr möglich, Kosten von KK,Miete, Steuern etc fressen das Budget auf!! Die Schweiz rast früher oder später auf einen Kollaps zu!!
    • Melanie Natum 10.04.2019 17:02
      Highlight Highlight Das alles nennt man auch "Crab Mentality", weil ein Haufen Krabben die in einem Kessel gefangen sind, jede Krabbe wieder runterziehn die es durch Klettern fast raus geschafft hat.

      Entwicklung sieht anders aus.
  • Maedhros Niemer 10.04.2019 11:29
    Highlight Highlight Wenn "die Gesellschaft" nur auf "die Wirtschaft" hören würde, hätten wir eine 6-7 tägige Arbeitswoche mit 18h Arbeitstagen. 6h Schlaf sollten reichen oder? Kinder dürfen ab 4-5 Jahren langsam ans Arbeitsleben herangeführt werden... Der Mensch lebt ja schliesslich dafür, sich so anzupassen, dass die wirtschaftlichen Abläufe optimiert werden!

    (ähm... Muss ich hier Sarkasmus deklarieren oder ists klar genug?)
    • Maedhros Niemer 10.04.2019 15:46
      Highlight Highlight Ja genau, Danke!
  • Shura 10.04.2019 11:21
    Highlight Highlight Und der Aargauer Regierungsrat wieder mal so: Nope😒
  • Iltis 10.04.2019 11:12
    Highlight Highlight Was gibts da zu diskutieren? Elternurlaub!
  • baeschti 10.04.2019 10:57
    Highlight Highlight Der Witz an der ganzen Diskussion ist doch dass die heutige Geburtenrate in der Schweiz zwischen 1.5 und 1.6 schwankt. Dies würde auf 40 JAHRE Berufsleben 3, bzw. 6 Wochen Vaterschaftsurlaub bedeuten. Wenn die Wirtschaft dies nicht stemmen kann hat sie ganz andere Probleme...
    • Baccaralette 10.04.2019 13:09
      Highlight Highlight Nun. Das 'Problem' liegt, denke ich, anderswo: Diejenigen, die viele Kinder machen bzw. bekommen sind nicht in den Berufen zu finden, die hochpreisig bezahlt werden und wo man gut 4 - 6 Wochen (man verzeihe mir!) auf einen Mitarbeiter verzichtet werden kann, sondern eher im handwerklichen Segment, wo meistens jede Hand zählt, weil eh schon knapp bezahlt und angestellt.

      (widerspiegelt NICHT meine Haltung sondern zeigt eine Einschätzung der Fakten)
  • Globidobi 10.04.2019 10:36
    Highlight Highlight Kann mir jemand mal sagen, wer von der AI Regierung diesen Satz rausgelassen hat. Unter aller Sau. Als möchten wir jedes Jahr 3 Wochen in die grünen Ferien. Als möchten wir in der Karriereplanung, durch solche ach so wichtigen Marschbefehle beeinträchtigt werden. So soll uns das auch noch verhindern, dass wir nach der Geburt eines Kindes die Frau unterstützen können und eine Bindung zum Kind in den ersten Stunden und Tagen aufbauen.
  • barbablabla 10.04.2019 09:57
    Highlight Highlight 1 Jahr Elternurlaub wäre angemessen im heutigen Zeitalter.
    • wolge 10.04.2019 13:25
      Highlight Highlight Hauptsache schmarozzen
  • Trompete 10.04.2019 09:56
    Highlight Highlight Die Kantone Zug und Obwalden haben aus meiner Sicht total recht, wenn sie das System zeitgemässer gestalten möchten. Statt Mutterschaftsurlaub eine Elternzeit, welche um mindestens 4 Wochen länger ausfällt als der bisherige Mutterschaftsurlaub.
  • Alf 10.04.2019 09:55
    Highlight Highlight Diese Diskussionen sind lächerlich, unsere Politik bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist einfach asozial. Ist fast wie mit dem Frauenwahlrecht, da waren wir auch "Nachzügler".
    • wolge 10.04.2019 13:17
      Highlight Highlight Familien werden subventioniert wo es nur geht... Sie erhalten Kinderzulagen, können grosse Steuerabzüge geltend machen, erhalten Betreuungsgutschriften, vergünstigten Krippenplätze etc.

      Die wenigsten Familien rentieren dem Staat. Sie kosten für Infrastruktur, Bildung etc mehr als sie jemals einbringen werden.

      Unternehmen, Reiche und Kinderlose finanzieren hingegen den Staat und subventionieren die Familien
    • loquito 10.04.2019 13:59
      Highlight Highlight Wge... Sagen Sie sich dies jeden Abend um dsran zu glauben? Die reichen sind unterdurchschnittlich belastet. Die 1% Reichsten besitzen etwa 50% zahlen aber nur 30% oder so der Steuern. Aber egal, wir habens erfasst. Sie sind ein Ultraliberaler Kinderfeind...
  • Leckerbissen 10.04.2019 09:54
    Highlight Highlight Die Aussage "Vaterschaftsurlaub und Dienst fürs Vaterland" macht mich stinkhässig! Zeit die Spasswehrpflicht abzuschaffen. Die Zeit für dieses Modell ist abgelaufen, die junge Generation hat keinerlei Berührungen mit militärischer Bereitschaft (wie zu Zeiten eines WW oder kalten Krieges). Vaterschaftsurlaub JETZT!
    • Trompete 10.04.2019 10:45
      Highlight Highlight Die Schweiz braucht aus meiner Sicht eine Armee, um dem Anspruch der Neutralität gerecht werden zu können. Eine Berufsarmee möchte ich jedoch nicht, daher empfinde ich das derzeitige Milizsystem als gut. Die Elternzeit wäre trotz Armee finanzierbar, wenn man denn nur wollte.
    • wolge 10.04.2019 13:14
      Highlight Highlight Vaterschaft ist ebenso kein Dienst am Vaterland. Viel mehr kommt sie von einem ureigenen und egoistischen Interessen.

      Niemand stellt Kinder auf die Welt weil es zum Wohle der Nation ist
    • Globidobi 10.04.2019 21:54
      Highlight Highlight Vaterschaft ist ein Dienst am Land oder von wo kommen die neuen Soldaten und AHV Zahlenden? Von wo kommen neue Arbeitnehmende und Arbeitgeber. Von wo kommen neue Ideen und Rebelismus. Von den Kindern und später Jugendlichen und später jungen Arbeitnehmern. Sonst können wir uns auch Frankreich anschliessen (Wegen den Arbeitsstunden und hoffe bessere Rente als in De) und Ihnen als Altersheim dienen, bis alle Schweizer ausgestorben sind.
  • Scaros_2 10.04.2019 09:51
    Highlight Highlight Ein Glarner Regierungsrat schreibt:

    "lm Sinne eines liberalen Wirtschaftswettbewerbs sollte es dem Arbeitgeber freigestellt sein, ob und wie lange er einen Vaterschaftsurlaub gewährt"

    Meine Frage dazu. Welche Wirtschaft hat Glarus überhaupt? Für mich ist dieser Kanton in der Schweiz absolut NICHT EXISTENT.

    2. Wenn es nach obeiger Logik gehen würde, würde man heute lieber Leute einstellen die NICHT beim Militär sind weil das ist für den Arbeitgeber nur besser weil jährlich zusätzliche Abwesenheiten nebst Ferien? oh wait, das ist heute schon üblich.
    • Baba 10.04.2019 11:23
      Highlight Highlight @Scaros: auch wenn's für Sie so sein mag, Glarus ist als Wirtschaftsstandort nicht inexistent...

      Nur ein kleiner Teil unter: http://www.glarus.ch/xml_1/internet/de/application/d237/d238/f239.cfm - dazu kommt Landwirtschaft, Tourismus, Energiegewinnung (Wasserkraft), Holzverarbeitung uam.

      Mit "Glärnisch Textil" hat sich zudem erneut ein Textilunternehmen in Glarus angesiedelt und will mit komplett einheimischen Rohstoffen und Arbeiten durchstarten.

      Doch, Scaros, der Wirtschaftsstandort Glarus existiert! Und nebenbei bemerkt: Glarus war einer der frühesten industrialisierten Kantone der 🇨🇭.
    • Meitlibei 10.04.2019 12:55
      Highlight Highlight @baba aber wenn sie sich so dem Zeitgeist verschliesst, wird sie nochmals und relativ schnell auch wieder in der Versenkung verschwinden.
    • Astrogator 10.04.2019 13:03
      Highlight Highlight Glarner Schabziger!
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