Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Angst um guten Ruf: RUAG verzichtet auf Bau einer Munitionsfabrik in Brasilien



Ein Arbeiter kontrolliert am Donnerstag, 25. Juli 2002 in Thun in der Munitionsabteilung des Ruestungskonzerns Ruag, der Ruag Munition, die Herstellung von 9-Millimeter-Patronen. Die Ruag kuendigte am Donnerstag an, dass sie von der Deutschen Dynamit Nobel 80 Prozent der auf Kleinkalibermunition spezialisierten Dynamit Nobel Ammo Tec uebernommen hat. Das aus dieser und der Ruag Munition bestehende Unternehmen soll Ruag Ammotec heissen.  (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Der bundeseigene Rüstungskonzern lässt Pläne für den Bau einer Munitionsfabrik in Brasilien fallen. Der Bundesrat war nicht einverstanden mit dem Projekt.

Er sei als Alleinaktionär der RUAG der Ansicht, dass der Bau einer Anlage für Munitionsfertigung in Brasilien mit Reputationsrisiken für die RUAG und die Schweiz verbunden wäre. Deshalb sollte darauf verzichtet werden. Der Bundesrat habe diese Haltung dem RUAG-Verwaltungsrat mitgeteilt. Das schreibt er in den Antworten auf zwei Vorstösse aus dem Nationalrat, die er am Donnerstag veröffentlicht hat.

Nun zieht der Verwaltungsrat des Rüstungskonzerns die Konsequenzen. Die Ruag habe die Antworten zur Kenntnis genommen, teilte das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. «Entscheide und Empfehlungen des Bundesrates werden von Ruag selbstverständlich akzeptiert.»

Mord an Politikerin

Die RUAG war wegen der Pläne während der letzten Monate auch öffentlicher Kritik ausgesetzt. Nach dem Mord an der Gemeindepolitikerin und Menschenrechtlerin Marielle Franco in Rio im vergangenen März verlangten 16 Organisationen vom Bundesrat, den Bau der Munitionsfabrik zu verbieten.

Noch im April liess die Waffenschmiede des Bundes verlauten, sie prüfe Szenarien für den Bau einer Fabrik in Brasilien. Details zum Projekt gab das Unternehmen damals nicht preis. Eine Sprecherin betonte aber die Null-Toleranz-Politik der RUAG gegenüber Korruption.

Die Nationalisierungskommission der brasilianischen Armee hat im Mai 2017 entschieden, dass die RUAG-Tochter RUAG Indústria e Comércio de Munições Ltda eine Lizenz zum Bau einer Fabrik in Brasilien erhalten soll. (sda)

Renato zum lustigen Thema: Waffenexporte! Jeeee!

abspielen

Video: watson/Renato Kaiser

Schweizer Waffenexporte

9 (+1) bitterböse Memes, welche die Schweizer Waffenexporte perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Showdown um gelockerte Waffenexporte: «Stellen Sie sich vor, wo das hinführen würde!»

Link zum Artikel

Parlament oder Bundesrat:  Wer soll für Waffenexporte zuständig sein?

Link zum Artikel

«Es kann gar nichts passieren!» – FDP-Dittli tappt ins Minenfeld der Waffenexport-«Arena»

Link zum Artikel

Rüstungsfirma droht mit Wegzug aus der Schweiz – Bundesrat zwischen den Fronten

Link zum Artikel

Nach nur 31 Stunden – Allianz gegen Waffenexporte hat 25'000 Unterstützer zusammen

Link zum Artikel

Politiker kannten brisanten Bericht – und stimmten dennoch für Lockerung beim Waffenexport

Link zum Artikel

Schweizer Rüstungsunternehmen RUAG wollte diesen Minenwerfer nach Katar exportieren

Link zum Artikel

«Politisch motivierter Bericht» – SECO-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe beim Waffenexport

Link zum Artikel

In diese Staaten könnte die Schweiz jetzt Waffen liefern

Link zum Artikel

Von Waffen, Worten und Werten – so verraten CVP, FDP und SVP ihr Parteiprogramm

Link zum Artikel

Bericht nimmt Schweizer Waffenexporte unter die Lupe – das Resultat ist vernichtend

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Neuer Kampfjet: Parlament entscheidet im Überschall-Tempo

Link zum Artikel

Wo stand die erste Manor-Filiale der Schweiz? Und wo McDonald's? Die grosse Übersicht

Link zum Artikel

Thomas Cooks Pleite und die «grösste Rückführungsaktion seit dem WWII» – 6 Antworten

Link zum Artikel

«Schwarzer Tag»: Manor schliesst Standort Zürich Bahnhofstrasse Ende Januar 2020

Link zum Artikel

Schweizer verschwindet auf LSD-Trip im Disneyland – und landet hart wieder in der Realität

Link zum Artikel

Roger Köppel sprengt die Zürcher Ständerats-«Arena» – zumindest fast

Link zum Artikel

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

15
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 07.09.2018 07:18
    Highlight Highlight Bravo, weiter so! Umrüsten auf zivil verwendbare Güter!
  • Maranothar 06.09.2018 19:34
    Highlight Highlight Ein Waffenhändler der Angst um den guten Ruf hat? Kann ich den Witz nochmal in Farbe hören?
  • chnobli1896 06.09.2018 19:06
    Highlight Highlight Nur schon das sie eine Tochterfirma in Brasilien haben wird nicht ruffördernd sein.
  • MSpeaker 06.09.2018 17:15
    Highlight Highlight Der Titel ist etwas irreführend.
    Die Ruag verzichtet nicht wirklich auf dir Fabrik, der Bundesrat hat es der Ruag verboten. Man akzeptiert das Verbot, das man gar nicht anfechten könnte. Echt eine Leistung!
  • Paddiesli 06.09.2018 16:13
    Highlight Highlight «Entscheide und Empfehlungen des Bundesrates werden von Ruag selbstverständlich akzeptiert.»

    Die Ruag macht's einfach durch die Scheuentor-Schlupflöcher.
  • lingfeng 06.09.2018 15:49
    Highlight Highlight Waffenexporte sei Dank, so müssen wir nicht im Ausland produzieren.
    • Christian Mueller (1) 06.09.2018 16:31
      Highlight Highlight Oerlikon Contraves und Mowag sind bereits von ausländischen Firmen aufgekauft worden. Inkl allen Patenten und Plänen. Kampfflugzeuge werden genau so im Ausland hergestellt und an uns verkauft wie die ganze Ausrüstung (ohne Sackmesser) der ADAs. Und soll ich Dir noch was verraten: benzin und Kerosin kommen auch nicht in der Schweiz vor. Sie werden importiert und der Vorrat reciht für 3 Monate. Länger würde also ein Krieg gegen die Schweiz nicht dauern...
    • You will not be able to use your remote control. 06.09.2018 18:45
      Highlight Highlight > sind bereits

      Eben, darum müssen wir auch noch mehr Exporte erlauben, damit wir weiter unabhängig bleiben und nicht im Ausland produzieren müssen... ;)
  • Der müde Joe 06.09.2018 15:40
    Highlight Highlight Ab dem Video von Renato kann ich immer wieder lachen!😂

    Aber leider ist es auch die traurige Wahrheit!
  • Snowy 06.09.2018 15:12
    Highlight Highlight Guter Ruf... ?!

    Der war lustig!
    • what's on? 06.09.2018 15:17
      Highlight Highlight Ich wollte schon vorschlagen, diese zwei Worte in Anführungszeichen zu setzen...
    • pamayer 06.09.2018 16:12
      Highlight Highlight War mein erster Gedanke.
  • kebabverkaufer 06.09.2018 15:05
    Highlight Highlight ähm welcher ruf genau?
  • Calvin Whatison 06.09.2018 14:54
    Highlight Highlight Welcher gute Ruf ?
  • Christian Mueller (1) 06.09.2018 14:51
    Highlight Highlight Welcher 'gueter Ruf'? Wie kann eine Waffenfabrik einen 'guten Ruf' haben? Der einzige gute Rif, den ich mir vorstellen kann, wäre ein Nachruf für die RUAG.

«Schwarzer Tag»: Manor schliesst Standort Zürich Bahnhofstrasse Ende Januar 2020

Manor zieht im Streit um den Verbleib in der Liegenschaft an der Zürcher Bahnhofstrasse einen Schlussstrich. Der Konzern schliesst sein Warenhaus an prominenter Lage per Ende Januar.

Nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen mit der Vermieterin und aufwändigen Gerichtsverfahren sehe es sich zu diesem Schritt gezwungen, schreibt das Unternehmen am Montagmorgen in einer Medienmitteilung. Von der Schliessung betroffen sind demnach 290 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Manor sowie rund 190 …

Artikel lesen
Link zum Artikel