Schweiz
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Die RUAG Niederlassung in Zuerich, anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz der RUAG, am Donnerstag, 23. Maerz 2017, in Zuerich. Der internationale Technologiekonzern RUAG erwirtschaftete 2016 mit CHF 1858 Mio. (Vorjahr CHF 1744 Mio.) den hoechsten Umsatz seiner Geschichte. (KEYSTONE/Thomas Delley)

Nicht immer landen die Exporte dort, wo sie sollten: Schweizer Rüstungskonzern RUAG.  Bild: KEYSTONE

Schweizer RUAG-Granaten und Thuner Granatwerfer in Libyen



Recherchen des «SonntagsBlick» haben ergeben, dass Schweizer Waffen auch in libyschen Kriegswirren zirkulieren. So würden Händler aus Tripolis Waffen der RUAG und Schweizer Granatwerfer im Internet verkaufen.

Die Zeitung beruft sich auf einen Bericht des australischen Waffenanalysezentrums Ares und auf Fotodokumente. Kaufangebote seien unter anderem von libyschen Milizen gekommen. Sowohl die RUAG als auch die Thuner Waffenfirma Brügger & Thomet AG bestätigten der Zeitung, dass es sich bei den Aufnahmen um Bilder ihrer Produkte handle.

Wie die Waffen in die von Kriegswirren geplagte Region kamen, ist laut dem «SonntagsBlick» allerdings unklar. Möglicherweise steht eine Waffenlieferung an die Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Jahr 2003 am Ursprung. Von dort sei das Kriegsmaterial verbotenerweise an Jordanien weitergegeben worden, von wo dieses nach Syrien und eventuell auch nach Libyen gelangte.

Parmelin verteidigt Exporte

Gleichzeitig rechtfertigte Verteidigungsminister Guy Pamelin die Lockerung der Schweizer Waffenexportregelungen. Es würden auch künftig keine Schweizer Waffen in ein Land wie Syrien exportiert, betonte der SVP-Bundesrat gegenüber dem «SonntagsBlick». Jede Lieferung werde zudem vom SECO genau geprüft. Er sagte obendrein, dass Waffenexporte nach Ländern wie Libyen und Syrien heutzutage garantiert ein Tabu seien.

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Renato zum lustigen Thema: Waffenexporte! Jeeee!

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    Alle Leser-Kommentare
  • marcog 09.09.2018 22:07
    Highlight Highlight Wo ist das Prolem? Die dürfen ja nicht für kriegerische Zwecke benutzt werden.
    • mogad 10.09.2018 09:12
      Highlight Highlight Bei der Verifizierung vor Ort im belieferten Land, sind jew. bereits ca. ein Drittel der gelieferten Waffen verschwunden. Ist doch bemerkenswert im Zusammenhang mit ihrer Frage.
  • Yogi Bär 09.09.2018 19:32
    Highlight Highlight Wann kommt die Initiative solche Politiker nach Sibirien zu verbannen? Hört endlich mi diesen Initiativen auf und unternehmt was, solche Politiker gehören ihrer Ämter enthoben, diese sind in meinen Augen Schwerverbrecher oder besser gesagt Kriegsverbrecher.
    • mogad 10.09.2018 09:18
      Highlight Highlight Bin sicher, dass SVP/FDP auch 2019 wieder Wahlsieger sein werden. Weil a) zuviele Junge nicht wählen und b) zuviele Aeltere auch nicht wählen, weil sie glauben, die da oben machen sowieso was sie wollen und c) weil zu viele Leute der SVP noch so gerne glauben, dass an Allem die Ausländer schuld sind und die Linke, die angebl. die Ausländer ins Land lockt. Und wenn dann die Fürsorgegelder gekürzt werden und es für die Miete nicht mehr reicht ist die Sozialarbeiterin schuld, schliesslich ist die für die Auszahlung zuständig.
    • Yogi Bär 10.09.2018 12:04
      Highlight Highlight Stimmt leider. Der Mensch ist heute zu träge um zu denken.
  • esmereldat 09.09.2018 15:35
    Highlight Highlight Nur weiter so. Es kann ja nichts passieren. 🙄🙄🙄
  • Die Redaktion 09.09.2018 13:39
    Highlight Highlight Waffen welche niemals produziert wurden, können nicht in falsche Hände gelangen. So einfach ist es.
    • G. 09.09.2018 15:40
      Highlight Highlight 😂😂😂😂
    • Yogi Bär 09.09.2018 19:34
      Highlight Highlight @Bauernbrot das erste Mal, dass ich mit ihrer Aussage zu 100% einverstanden bin. Sie erhalten dafür ein Herz.
  • Phrosch 09.09.2018 12:15
    Highlight Highlight Sie werden weiter argumentieren, dass dies nie ihre Absicht war und dass Missbrauch sich nicht verhindern lasse. Das stimmt natürlich schon, aber deswegen muss man ihn auch nicht erleichtern.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 09.09.2018 12:05
    Highlight Highlight Bravo 😡

    So liebe CVP, FDP und SVP, jedes Parteimitglied und jeder Parlamentarier muss nun Flüchtlinge bei sich Aufnehmen.

    Und die Mitarbeiter der Firmen auch noch, der CEO von Rheinmetall darf gerne 2 Aufnehmen.
    • Astrogator 09.09.2018 12:55
      Highlight Highlight Aber nicht doch. In den Verträgen stand sicher drin, dass mit den Waffen nichts böses gemacht werden darf.

      Und wie der SVP-Zanetti - einer der intelligenteren SVP'ler - schon gesagt hat es gibt immer ein Restrisiko, dass die Schweiz Waffen an Terroristen verkauft.
      IS - supported by Zanetti/SVP.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 09.09.2018 16:43
      Highlight Highlight Das erinnert mich an die Oracle Lizenz wo drin steht das man kein Terrorist sein soll 🤦🏻
  • @cyclingsimon 09.09.2018 11:57
    Highlight Highlight Oh nein. Wie konnte das nur passieren. Da müssen wir unbedingt schauen, dass dies nie mehr passiert.

    Kein Politiker. Niemals.
  • Chääschueche 09.09.2018 11:57
    Highlight Highlight PS:
    Wann und wo kommt die Initiative gegen diesen Entscheid?

    Meine Unterschrift habt ihr!
    • Stiller Berg 09.09.2018 14:16
      Highlight Highlight https://www.campax.org/de/news/2018-06-15-jetzt-haben-wir-alle-blut-an-den-haenden
      Hier ist mal eine Sammelaktion für eine Prüfung rechtlicher Mittel im Gange
    • Chääschueche 09.09.2018 15:39
      Highlight Highlight Danke für den Link.

      Bin da aber skeptisch. Noch nie was von denen gehört.

      Warte mal ab. Vielleicht prescht ja eine partei mit einer Initiative vor.
    • Andi Weibel 09.09.2018 21:48
      Highlight Highlight Morgen Montag wird die Initiative lanciert - ernsthaft. Mehr dazu hier: https://www.facebook.com/gsoa.ch/
    Weitere Antworten anzeigen
  • vera.vox 09.09.2018 11:41
    Highlight Highlight Alles halb so schlimm unsere Parlamentarier haben die Waffenexporte unter Kontrolle.
    Es ist sehr unchristlich jemanden der Möglichkeit auf Selbstverteidigung zu berauben.
    Deshalb hat die Schweiz kürzlich Massnahmen getroffen, dass Waffenexporte nicht mehr umständlich über Drittstaaten erfolgen müssen, direkte Lieferung in Bürgerkriegsregionen soll in Zukunft möglich sein.
    Zudem werden mit dieser Neuregelung wertvolle Arbeitsplätze gerettet.
    Ein Glück, dass wir so weitsichtige Politiker haben, die nicht nur für Kapitalgewinne und Ihre Lobbys arbeiten, sondern auch noch an die Schweiz denken.

    • OLAF der I. aka Gàn 09.09.2018 19:57
      Highlight Highlight Du nimmst also Flüchtlinge bei dir auf, die mit schweizer Waffen „verteidigt“ wurden? Das wäre wiklich christlich von dir!
    • mogad 10.09.2018 09:10
      Highlight Highlight Ende Ironie? Aber auf den Punkt gebracht. Es werden schon jetzt soviele Waffen an Bürgerkriegsländer geliefert, wie es der Rüstungsindustrie gefällt. Bisher gings halt nur über einen bürokratischen Aufwand mit den Behörden bis hinauf in die Berner Regierung. Den will man jetzt einfach nicht mehr! Es braucht daher keine Lockerung, sondern eine Verschärfung der bestehenden Verordnung, die offenbar das Gesetz verhöhnt, statt dessen Vollzug zu sichern.
  • Sebastian Wendelspiess 09.09.2018 11:20
    Highlight Highlight Das muss aufhören!
    • Yogi Bär 09.09.2018 19:41
      Highlight Highlight Wähle keine SVP,FDP oder CVP, wenn jeder so denkt hört dies schnell auf.
  • Pathfinder 09.09.2018 11:18
    Highlight Highlight Einmal mehr..... Wer Waffen. säht, erntet Flüchtlinge.
    • El Vals del Obrero 09.09.2018 20:53
      Highlight Highlight Dann bekommen Rechtspopulisten mehr Stimmen.
      Dann können noch mehr Waffen exportiert werden.
      Dann gibt es noch mehr Flüchtlinge.
      Dann bekommen Rechtspopulisten noch mehr Stimmen.
      Dann ...
  • Chääschueche 09.09.2018 11:12
    Highlight Highlight "Es würden auch künftig keine Schweizer Waffen in ein Land wie Syrien exportiert, betonte der SVP-Bundesrat gegenüber dem «SonntagsBlick».

    Und wieso sind sie den schon jetzt in Syrien? 🤔
    • mogad 10.09.2018 09:22
      Highlight Highlight Ja, die sind halt in falsche Hände geraten.
  • brudi 09.09.2018 10:57
    Highlight Highlight Erstaunt? Nein. Waffen werden dorthin verkauft wo Krieg herrscht . Wenn auch über 5 Ecken. Ohne Waffen kein rumgeballere. Es wäre so simpel ...

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