Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erobern bald ausländische Kioske Schweizer Bahnhöfe?

Sie sind violett-grün und in der ganzen Schweiz zu Hause: die Avec-Läden. Nun will die Valora-Tochter ihre Geschäfte auffrischen – und damit bei Pendlern punkten. Nur: Die SBB haben die Geschäftsflächen von Avec neu ausgeschrieben.

Philipp Felber / Nordwestschweiz



Die dominante Farbe in den Avec-Geschäften wird künftig Magenta sein. Zudem will sich die Firma neu ausrichten. Frisches und Handgemachtes soll künftig mehr Platz erhalten. Der Schritt kommt zu einem brisanten Zeitpunkt. Denn die SBB haben Geschäfte von Avec an Bahnhöfen neu ausgeschrieben – künftig könnte jemand anders auf diesen Flächen Läden betreiben.

Image

Avec-Läden werden künftig anders aussehen: Ein neues Logo soll dabei helfen. zvg

Die Neu-Ausschreibung der SBB trifft Valora, den Avec-Mutterkonzern, gleich mehrfach. Die Bundesbahnen haben Kiosk- und Verkaufs-Flächen mit vorwiegend Convenience-Produkten ausgeschrieben. Noch bis Ende Jahr können sich Interessenten um die 265 Ladenflächen bewerben. Am stärksten betroffen ist Valora. Der Vertrag für 210 Valora-Kioske und Press+Books-Läden, ebenfalls eine Valora-Firma, läuft Ende 2020 aus. Dazu kommen 30 Geschäfte, in denen momentan Avec eingemietet ist, wie SBB-Pressesprecher Christian Ginsig auf Anfrage sagt.

Kennst du diese Pendler-Typen?

Play Icon

Video: watson

Bald ausländische Kioske?

Um die Ladenflächen dürfte es ein grosses Gerangel geben. Denn anders als der normale Detailhandel ist das Geschäft mit den Pendlern noch immer ein stark wachsendes Segment. 2016 wurden in der Schweiz laut Schätzungen des Marktforschungsinstituts GFK 5.25 Milliarden Franken Umsatz an Kiosken, in Convenience-Läden und Tankstellenshops erzielt. 2005 waren es noch rund 20 Prozent weniger. Getrieben wurde diese Entwicklung nicht zuletzt von den grösser werdenden Pendlerströmen.

Am Montag kündigte Coop-Chef Joos Sutter bei «20 Minuten» an, dass sein Unternehmen Interesse an zusätzlichen Ladenflächen an Bahnhöfen hat. Die Coop-eigenen Läden, welche die Firma teilweise von Aperto übernommen hat, sind nicht von auslaufenden Verträgen betroffen. Hingegen muss die Migros um zehn Verkaufspunkte von Migrolino kämpfen.

Zudem werden laut Christian Ginsig rund 20 Kiosk- oder Convenience-Flächen neu dazukommen. Valora, Coop und Migros müssen sich dabei aber nicht nur gegen Schweizer Bewerber durchsetzen. «Es ist möglich, dass sich ausländische Firmen, um die Flächen bewerben», sagt der SBB-Sprecher. Valora hat bereits angekündigt, dass man sich wieder um die Flächen bewerben will.

Neues Logo

Bei Avec hat man nun auf diese Entwicklung reagiert und richtet sich neu aus. Das neue Logo soll «in den nächsten Monaten zum Einsatz kommen», sagt Valora-Sprecher Lukas Mettler auf Anfrage. Eine direkte Verbindung zur SBB-Ausschreibung verneint Mettler zwar. «Wir versuchen, unser Angebot stetig zu verbessern», sagt er. Doch als Argument für eine weitere Zusammenarbeit mit den SBB ist der Stilwechsel bei Avec sicher wertvoll. Zudem will Avec frischer werden.

Image

Das neue Avec-Label. zvg

Dazu lanciert die Firma ein neues Label: Avec – Handmade with Love. «Damit sollen Produkte gekennzeichnet werden, die von Hand hergestellt beziehungsweise veredelt werden», sagt Mettler. Zudem lanciert Avec ein weiteres neues Label. Es soll die Regionalität deutlicher in den Vordergrund stellen, heisst das neue Label doch: «Von hier. Regional für dich». Die Logos wurden vor kurzem von Valora als Marken eingetragen, wie die «Handelszeitung» als erste berichtete. Über die Kosten des Faceliftings schweigt sich die Firma aus.

Avec betreibt über 120 Läden in der ganzen Schweiz, einen Teil davon an Bahnhöfen. Das Unternehmen wurde einst als Joint Venture von Migros, SBB und Valora gegründet. Die SBB schieden 2005 aus dem Unternehmen aus. 2008 wurde das Joint Venture aufgelöst, Migros und Valora und teilten sich die Verkaufsflächen auf. Die Migros setzte im Anschluss auf die Migrolino-Franchise. (aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MaskedGaijin 26.06.2018 08:10
    Highlight Highlight "Frisches und Handgemachtes soll künftig mehr Platz erhalten." Tönt nach überteuerten Quinoa-Sandwiches oder so.
    46 0 Melden
  • Nominator 26.06.2018 07:27
    Highlight Highlight Grösser werdende Pendlerströme, Verkehrsströme, Wachstum überall und nicht zu stoppen. Ein typisches Zeichen von Krebs. Heute zum Teil heilbar. Die Menschheit wirds überleben, trotzdem wirds wehtun. Die Schlacht um Marktanteile, Umsatz und Gewinn. Aufkaufen, verdrängen, kaputtmachen. Vielleicht besser als ein richtiger Krieg. Trotzdem habe ich Bedenken dass diese Entwicklung der menschlichen Entwicklung dienlich ist, und nicht einfach nur Zeitverschwendung. Hauptsache es wird Feierabend.
    18 30 Melden
  • LubiM 26.06.2018 06:49
    Highlight Highlight Wenn das bedeutet, dass es mehr Konkurrenz gibt und ein 0.5L Mineral nicht mehr ein Füfliber kostet, dann ist mir das mehr als Recht
    *mir ist bewusst, dass es nicht exakt 5.- kostet, aber es kommt mir so vor...
    104 8 Melden
    • dan2016 26.06.2018 07:54
      Highlight Highlight das bedeutet, dass von den 5 Franken furs Mineral weniger in die Tasche des Kioskanbieters geht und mehr in die Tasche der SBB. Die werden ja wohl kaum ausschreiben, wir lassen die Miete gleich, dafür geht es darum, die tiefsten Mineralwasserpreise zu haben.
      20 3 Melden
    • Jaa! 26.06.2018 09:04
      Highlight Highlight Wasser sollte man eh nicht kaufen müssen...
      Flasche zuhause am Hahn auffüllen und schon hast du 5.- gespart;)
      7 2 Melden
    • LubiM 26.06.2018 09:27
      Highlight Highlight Schlussendlich ist mir egal wohin das Geld wandert, wenn es normale Preise bedeutet. Mineralwasser 0.5L für 5.-, die werden das bestimmt nicht für 4.- Einkaufen. PS vis a vis im Migros oder Coop gibt es diese ja auch für 1.- ... also man rechne
      4 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Süffu 26.06.2018 06:03
    Highlight Highlight Handmade with a lot of love und dann unter Schutzathmosphäre in Plastik eingeschweisst oder in 10 Sekunden hergestellt - da wird einem ganz warm ums Herz..
    134 7 Melden
    • evand 26.06.2018 07:24
      Highlight Highlight Solange das Plastik saisonal und aus der Region ist, sehe ich darin kein Problem...
      51 0 Melden
    • Xargs 26.06.2018 11:57
      Highlight Highlight Kosten dann auch mehr als ein 250g Tessinerbrot inkl. Beläge..
      4 0 Melden

Über 3000 Schweizer verdienen mehr als eine Million pro Jahr  

Eine Analyse des Gewerkschaftsbundes (SGB) zeigt: Inzwischen gibt es in der Schweiz rund 14'000 Personen mit einem Salär von über einer halben Million Franken. Gar mehr als eine Million pro Jahr verdienen rund 3000 Personen.

In seinem am Donnerstag vorgelegten Verteilungsbericht 2018 verweist der SGB aber auch darauf, dass es in den letzten Jahren bei den tiefen Löhnen gelungen sei, einen Aufholprozess einzuleiten, und dass die Löhne dem Druck aufgrund der massiven Überwertung des …

Artikel lesen
Link to Article