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Einkaufen Schnäppchen (shutterstock)

Keine falsche Bescheidenheit: Feilschen kann sich durchaus lohnen. Bild: Shutterstock

Feilschen: Mit diesen 11 Tipps ziehst du den Verkäufer über den Ladentisch

beni manz / moneyland.ch



Fehlt dir der Mut zum Feilschen? Mit den folgenden 11 Verhandlungstricks sollte es beim Einkaufsbummel besser klappen.

Ein Artikel von

1. Nachfragen lohnt sich

Vielen Konsumenten käme es nie in den Sinn, einen Schweizer Ladenpreis in Frage zu stellen. Dabei kann bereits ein simples Nachfragen von Erfolg gekrönt sein. Besonders in den Bereichen Elektronik, Schmuck, Möbel, Auto, Sport und Bekleidung funktioniert das erstaunlich oft.

Stichproben von moneyland.ch in der Zürcher City haben ergeben, dass immerhin rund ein Fünftel der angefragten Geschäfte ohne weiteres bereit waren, auf Nachfrage eine Vergünstigung zu gewähren. Manche Geschäfte erstellen für ihre Verkäufer Listen, für welche Produkte sie welchen maximalen Rabatt gewähren dürfen.

2. Selbstbewusst verhandeln

Verhandelst du auch ungern? Schämst du dich, um den Preis zu feilschen? Dann bist du in der Schweiz keine Ausnahme. Gute Verkäufer merken dir aber die Unsicherheit sofort an, was deine Chancen auf einen attraktiven Rabatt schmälert. Vergiss nicht: Der Kunde ist König.

3. Freundlich bleiben

Auf den meisten Märkten dieser Welt gehört das Feilschen zum guten Ton. Aber auch in der Schweiz kannst du beim Shoppen verhandeln, ohne dein Gesicht zu verlieren. Vorausgesetzt natürlich, dass du anständig bleibst. Du brauchst kein Ferengi zu werden, um einen besseren Preis zu erzielen. Die Devise lautet: Freundlich, aber bestimmt.

4. Vorbereitung zahlt sich aus

Wissen ist Macht, das gilt auch beim Shoppen. Je besser informiert du über ein Produkt bist, desto besser stehen deine Chancen auf einen Rabatt. Informiere dich wenn möglich im Internet über die gängigen Preise und Produktvarianten. Gute Verkäufer sind offen für gute Argumente. Schliesslich haben sie ein Interesse daran, dass sie dich nicht an die Konkurrenz verlieren.

5. Bestpreis-Garantie

Manche Schweizer Ladenketten bieten eine Geld-Zurück-Garantie an. Wenn du woanders das gleiche Produkt günstiger siehst, erhältst du den Kaufpreis wieder zurückerstattet. Die Händler rechnen damit, dass ein Umtausch für die meisten Konsumenten zu umständlich ist.

Alternativ kannst du den Verkäufer aber bereits im Laden auf ein günstigeres Produkt bei der Konkurrenz aufmerksam machen, um die Chance auf einen Rabatt zu erhöhen.

Wenn auch das nicht klappt: Manche Kreditkarten bieten eine Bestpreis-Garantie an. Du brauchst die Ware dann nicht einmal umzutauschen.

Kreditkarte (Shutterstock)

Kreditkarte zücken, aber bar zahlen. Bild: Shutterstock

6. Nicht zu viel Interesse zeigen

Die Chance auf einen Preisnachlass sinkt, wenn dir das Ladenpersonal anmerkt, dass du eine Ware um jeden Preis besitzen möchtest. Ein Kaufinteresse deinerseits darf natürlich erkennbar sein, aber eine übertriebene Begeisterung ist kontraproduktiv. Ein Verkäufer gibt dir nicht mehr Rabatt als notwendig. Lass dir auch günstigere Produkt-Varianten zeigen, um dein begrenztes Budget zu unterstreichen.

7. Nach Kombi-Deals fragen

Je mehr du einkaufst, desto mehr verdient der Händler an dir. Viele Geschäfte sind deshalb bereit, einen zusätzlichen Kombi- oder Mengen-Rabatt zu gewähren, wenn du zusätzliche Produkte erwirbst.

8. Studenten-Rabatte

Falls du studierst oder in Ausbildung bist, kannst du in vielen Geschäften von Rabatten profitieren. Das gilt längst nicht nur für Buchhandlungen. Ein kurzes Nachfragen schadet bestimmt nicht.

9. Nicht mit dem Lehrling verhandeln

Oft fährst du günstiger, wenn du mit einem erfahrenen Verkäufer oder sogar der Geschäftsleiterin verhandelst. Frisch eingestellte Verkäufer haben häufig noch nicht die Kompetenz, von sich aus einen Preisnachlass zu gewähren.

10. Kreditkarte zücken, aber bar zahlen

Wenn du mit der Kreditkarte zahlst, kann das ein Geschäft bis zu 2% an Gebühren kosten. Manche Händler verlangen deshalb einen Kreditkarten- Aufpreis. Umgekehrt kannst du nach einem Rabatt fragen, wenn du statt mit der Karte in bar zahlst.

11. Das richtige Timing

Kaufe wenn möglich zu Randzeiten ein. Wird das Ladenpersonal von kauflustigen Kunden belagert, wirst du kaum von Vergünstigungen profitieren. Weshalb solltest du auch: Die Ware geht ja so oder so über den Ladentisch.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Siebenstein 23.12.2016 00:05
    Highlight Highlight Bähh, in der Schweiz gerät man beim aushandeln von Preisen meist an bünzlige Ignoranten und daraus lerne ich, dass hierzulande Internetshopping gleichzeitig geldsparend und nervenschonender ist und man zum Handeln lieber in den grossen Kanton geht!
  • Tomtom64 15.12.2016 10:23
    Highlight Highlight Wird das Feilschen Usus, steigen die angeschriebenen Preise, damit der Verkäufer Spielraum für Preisnachlässe erhält. Wer dann nicht feilscht, zahlt zu viel.
    Ich persönlich bevorzuge Nettopreise, informiere mich bei grösseren Anschaffungen aber immer vorgängig in Internet und bin immer wieder erstaunt über die grossen Differenzen.
  • Pinhead 15.12.2016 09:30
    Highlight Highlight Bei Uhren kann hohe Rabatte rausholen. Und auch bei teueren Matratzen (Bico etc.) muss man mit den Fachhändlern unbedingt feilschen.
  • Matrixx 15.12.2016 09:08
    Highlight Highlight Notiz an mich:
    Damit drohen, das Produkt bei der Konkurrenz zu kaufen, wenn man keinen Preisnachlass erhält, funktioniert NICHT.
    • Natürlich 15.12.2016 10:57
      Highlight Highlight Kommt halt drauf an wo.
      Soviel ich weiss bei Mediamarkt, wenn du beweisen kannst das dus in einem anderen Laden günstiger bekommst, erstatten sie dir die Differenz (Tiefpreisgarantie oder so ähnlich)
  • Natürlich 15.12.2016 07:44
    Highlight Highlight Funktioniert vor allem in kleineren Boutiqen wo die Preise eher hoch sind ziemlich gut.
    Vor allem wenn man mehrere Sachen kauft.
    Sagen wir ich kaufe 5 Kleidungsstücke für 340.- , dann fragte ich jeweils ob man auf 300.- abrunden könne, war jeweils kein Problem, vor allem wenn man dann noch Stammkunde ist.
    • Homes8 15.12.2016 10:05
      Highlight Highlight Genau bei kleinen Geschäften wo immer jemand zur Stelle ist und man sich gratis beraten lassen kann, ohne dass man was kaufen muss. Weil-im-Internet-findet-man-dann-bei-Amazon-was-ähnliches-sowieso-viel-günstiger. Ausser es ist ein kleiner Pipifurz, den man bestellen lässt, weil das Porto zu teuer wäre, wenn man es selber im Web bestellt.
      Welche nach 2 Jahren nachdem das ganze vorgezogene PK-Geld aufgebraucht ist, sowieso Ausverkauf machen und schliessen müssen.
      Fröhliche Wein-nachten
    • Natürlich 15.12.2016 10:47
      Highlight Highlight Ich verstehe die Blitze nicht...
      Hats bei euch nicht funktioniert, oder findet ihr feilschen doof?
    • Natürlich 15.12.2016 11:48
      Highlight Highlight @Fragen kostet ja nichts.
      Deinen Chef kannst du ja auch um eine Lohnerhöhung fragen, ob ers macht oder nicht bestimmt immer noch er.
      Verstehe dies rumgeheule nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dan Rifter 14.12.2016 21:13
    Highlight Highlight Kennsch.. Werke-Modul ade PH .. "fuck, ich würd di ganz Ziit flueche" .. vergiss s Konjunktiv, the struggle is real.
  • JoJodeli 14.12.2016 18:20
    Highlight Highlight Mach ich öfters und funktioniert meistens. Oft entstehen dabei ganz witzige Gespräche mit den Verkäufern an denen wir beide Spass haben :)
  • Homes8 14.12.2016 17:51
    Highlight Highlight So ein Schmarren, habs probiert. Migros, Coop, Ikea, Landi, Lidel, Pfister
    keine Chance
    • one0one 14.12.2016 19:11
      Highlight Highlight Also bei Food geht das normalerweise nicht... Wenn du aber bei Pfister keinen Rabatt aushandeln kannst hast du es entweder bei der bereits 3 mal heruntergesetzten couch probiert oder du bist einfach nicht gut ;)
    • Charlie Brown 14.12.2016 20:05
      Highlight Highlight Versuchs mal bei SBB oder Steuerverwaltung, da klappt es ganz bestimmt!
  • sheshe 14.12.2016 16:25
    Highlight Highlight Ich habe zwei Jahre in Ägypten hinter mir, soll mir also niemand sagen, dass ich nicht feilschen kann :-)
    • wololowarlord 14.12.2016 16:44
      Highlight Highlight Khan el khalili?❤️
  • Syptom 14.12.2016 16:17
    Highlight Highlight Zitat: "Vergiss nicht: Der Kunde ist König."
    Witzigerweise wurde mir bei der Ausbildung zum Detailhändler beigebracht, dass der Kunde eben nicht mehr der König sondern ein Geschäftspartner ist. Geht so auch weiter in der Weiterbildung zum DHSpez.
    Ansonsten empfehle ich nur: Freundlich nachfragen, bisschen Spielraum gibt es oftmals in kleineren Läden und ansonsten keine Tipps und Tricks-Artikel schreiben, wir lernen dazu :P
    • urwe 15.12.2016 07:55
      Highlight Highlight In den kleinen Läden getraue ich mich überhaupt nicht nach Rabatten zu fragen, da ich automatisch immer davon ausgehe, dass es denen bereits schlecht geht. Das Lädelisterben ist ja omnipresent.
    • Pascal Mona 15.12.2016 09:07
      Highlight Highlight Achhh deshalb wird man mittlerweile als Kunde oft nur noch widerwillig und teils arrogant bedient?! Vielleicht sollte man da bei der Ausbildung etwas ändern. Ich bin zwar kein klassischer Verkäufer, aber "Berater" welcher auch verkaufen muss, bei mir ist der Kunde König, mit einem Vorbehalt, nur solange er sich entsprechend als König (nach meinen Vorstellungen eines freundlichen Königs) benimmt. Nicht verwunderlich gehen viele Online- oder im Ausland shoppen (obwohl ich zumindest Auslandshopping absolut nicht unterstütze!)
  • Madison Pierce 14.12.2016 15:09
    Highlight Highlight 12. "Ich brauche keine Quittung."

    Funktioniert aber nur in kleineren Läden.
    • one0one 14.12.2016 19:12
      Highlight Highlight Das ist Betrug am Staat!! I like 😉
    • Charlie Brown 14.12.2016 21:38
      Highlight Highlight Ich säg den Ast ab, auf dem ich sitz. I like 🙄
    • Pinhead 15.12.2016 09:28
      Highlight Highlight Funktioniert sehr gut bei Handwerkern und Garagen. Kleinere Reparaturen und Services (z.B. Ölwechsel) macht mein Mech gerne mit Rabatt und ohne Quittung.

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