Schweiz
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Gemeinde muss sparen: Jetzt soll das Badi-Wasser kälter werden

Döttingen hatte noch vor wenigen Jahren den tiefsten Steuerfuss im Kanton Aargau. Dann kam die Atomkatastrophe von Fukushima, seither muss die Gemeinde jeden Rappen umkehren. Jetzt soll der Steuerfuss erneut angehoben werden – mit teils schmerzhaften Anpassungen.

Daniel Weissenbrunner / ch media



Bild

Weniger beheizt, keine neuen Liegeroste und teurerer Eintritt: Das Freibad in Döttingen ist von den geplanten Einsparungen auch betroffen. Bild: HO

Den Döttingern steht trotz der momentan kühlen Temperaturen ein heisser Januar bevor. Morgen in einer Woche findet in der Turnhalle Bogen die ausserordentliche Gemeindeversammlung statt. Dann dürften sich weitaus mehr als die 95 Stimmberechtigten (von knapp 2000) einfinden – wie noch an der Wintergmeind im November.

Noch vor wenigen Jahren hatte die Gemeinde einen Steuerfuss von gerade einmal 60 Prozent; den tiefsten im Kanton Aargau.

Die Anwesenden wiesen damals das Budget wegen der geplanten Steuerfussanhebung von 110 auf 115 Prozent zurück. Jetzt legt der Gemeinderat sein überarbeitetes Budget vor. Eine emotionale Debatte scheint vorprogrammiert. Der angesetzte Rotstift dürfte den einen oder anderen unliebsam überraschen.

Der Neujahrsapéro wurde schon gestrichen 

Die ersten Auswirkungen des historischen Neins bekamen die Döttinger bereits zu spüren: Nach dem Nein ging der Gemeinderat gezwungenermassen über die Bücher und fror von Gesetzes wegen die nicht gebundenen Ausgaben ein. Davon betroffen war unter anderem der traditionelle Neujahrsapéro, der aus dem Programm gestrichen wurde.

Dass Döttingen finanzielle Schlagseite hat, ist nicht neu. Das einstige Steuerparadies im unteren Aaretal kämpft seit längerem gegen die schrumpfenden Einnahmen. Noch vor wenigen Jahren hatte die Gemeinde einen Steuerfuss von gerade einmal 60 Prozent; den tiefsten im Kanton Aargau.

ARCHIV --- ZUR FORDERUNG DER GRUENEN PARTEI, DAS AKW BEZNAU ABZUSCHALTEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Greenpeace-Aktivisten haengen Transparente mit der Aufschrift

Bild: KEYSTONE

Seit dem Atomunfall von Fukushima leidet der Energiekonzern, und mit ihm Döttingen.

Der Zurzibieter Ort profitierte von der Axpo, die Steuermillionen an die Gemeindekasse ablieferte. Seit dem Atomunfall von Fukushima leidet der Energiekonzern, und mit ihm Döttingen. Denn die Steuermillionen fliessen nicht mehr. Die Konsequenz: Der Steuerfuss liegt inzwischen bei 110 Prozent.

Doch mit der stufenweisen Anhebung sind die Probleme nicht vom Tisch. Döttingen benötigt Geld, um die Investitionen tätigen zu können. Den Leuten geht dieser Schritt zu weit. Der Gemeinderat begründet die Massnahme damit, um einer zu hohen Verschuldung entgegenzuwirken.

Die Exekutive hält fest, dass in sämtlichen Bereichen Kürzungen vorgenommen wurden, damit der geforderte Steuerfuss von 110 Prozent beibehalten werden kann. Viele Aufwände würden verschoben. Sie müssten früher oder später aber umgesetzt werden, heisst es weiter.

Für Gesprächsstoff dürften die geplanten Einsparungen beim Freibad sorgen. Die Eintritte sollen um 20 Prozent angehoben werden. Im Einzelfall hiesse dies: Der Einzeleintritt für Erwachsene verteuert sich von bisher fünf auf neu sechs Franken. Die Saisonkarte für auswärtige Erwachsene würde neu 134 statt 120 Franken kosten.

Kälteres Badi-Wasser spart 10'000 Franken

Ausserdem soll die Beheizung des Wassers reduziert werden. Damit sollen die Ausgaben für die Fernwärmeheizung von 40'000 auf 30'000 Franken gesenkt werden. Darüber hinaus will man die Anschaffung neuer Liegeroste und die Erneuerung des Rosen-Bords streichen.

Vom Sparkurs nicht verschont bleiben auch Döttinger Institutionen. Betroffen sind unter anderem die Musikgesellschaft sowie das Winzerfest. Die Beiträge für den den grössten Wein-Event der Deutschschweiz, der in diesem Jahr zum 67. Mal ausgetragen wird, sollen von 20'500 auf 10'000 Franken gekürzt werden.

Auch Senioren und Bildung werden nicht verschont

Im Weiteren wird der Seniorenausflug nur noch alle zwei Jahre stattfinden (Einsparung: 12 000 Franken). Einschneidend ist der Schnitt auch bei der Jugendarbeit, notabene ein Bereich, für dessen Erhalt man sich in Döttingen noch vor kurzem stark gemacht hatte. Auch die Bildung wird im neuen Vorschlag nicht verschont. So sollen bei der Musikschule, der Anschaffung von EDV, dem Unterhalt an Schulliegenschaften sowie Lehrmittel und beim Personalaufwand Kürzungen vorgenommen werden. (aargauerzeitung.ch)

Auch die Queen muss sparen. Aber die Töpfe sind wohl grösser als in Döttingen: 

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    Alle Leser-Kommentare
  • aglio e olio 08.01.2019 13:15
    Highlight Highlight Dann halt mit Kühlwasser heizen.
  • Gummibär 08.01.2019 12:53
    Highlight Highlight Die lieben Döttinger hätten, wie jede vernünftige Privatperson, zu Zeiten der hohen Einnahmen ihr Geld gewinnbringend anlegen können um magere Zeiten abzufedern, statt Steuergeschenke zu machen.
    Ich bin in der Nähe des Letzi-Bades ohne Heizung und ohne Plastikliegen auf Plastikrasen aufgewachsen, ohne ein Trauma zu erleiden.
    Die Döttinger sollen ein wenig mehr strampeln im Wasser, das hält gesund.
  • kupus@kombajn 08.01.2019 11:20
    Highlight Highlight Da hier gleich mehrfach Unverständnis über ein beheiztes Freibad geäussert wurde: damit verlängert man die Badesaison, was unter dem Strich zu mehr Einnahmen führt, sofern kostengünstig geheizt wird, was bei Freibädern in der Regel der Fall ist. Die heizt niemand mit Öl oder Gas.
  • Pat the Rat (der Echte) 08.01.2019 11:16
    Highlight Highlight Mein Beileid hält sich in Grenzen...

    Ich komme aus einer Stadt, in welcher die Freibäder nicht beheizt sind, kein Neujahrs-Apèro stattfindet auf Gemeindekosten, Kein Senioren-Ausflug finanziert wird und sich auch nicht "den grössten Wein-Event der Deutschschweiz" leistet...

    Dafür hat es eine Landesweit bekannte Reitschule 8-)
    • Blitzableiter 08.01.2019 11:35
      Highlight Highlight Die Reitschule bietet platz für Alte sowie Junge an, und bietet auch Wein an. Die Aare zum schwimmen ist auch nicht weit 😁
    • Hades69 08.01.2019 11:38
      Highlight Highlight Dafuer ist das Freibad Ticket umsonst bei euch.
    • Hangry Turtle 08.01.2019 14:08
      Highlight Highlight Auf die Reitschule bist du aber nicht wirklich stolz, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheWall_31 08.01.2019 11:14
    Highlight Highlight Beheizte Badi? Ernsthaft?

    Das braucht unsere 1200 Einwohner Gemeinde auch nicht und im Mai gings halt mit der Schule auch in die Badi, wenn das Wasser nur 14 Grad hatte. Weicheier.
  • DERSCHLECHTESTESCHLECHTMENSCH 08.01.2019 11:13
    Highlight Highlight Ich wohne seit 2011 in döttingen und bin auch da aufgewachsen. Was in den Jahren, als das Geld der axpo floss, für eine Verschwendung geschah, geht auf keine kuhhaut. Statt für diese Zeiten vorzuplanen, wurde das Geld mit vollen Händen rausgeworfen. Dies im Bewusstsein, dass diese Situation ja für immer anhalten würde. Nun kriegt man die Quittung. Dass gemeindebehõrden nun nichts besseres wissen, als den steuerfuss kontinuierlich nach oben zu schrauben, zeigt nur eines. Dass scheinbar jede Hausfrau ihr Budget besser im Griff hat.
    • nass 08.01.2019 17:14
      Highlight Highlight Vielleicht habe ich es überlesen aber es wäre interssant zu wissen was für Parteien denn die Gemeinderäte stellten in den reichen Jahren?
  • #Technium# 08.01.2019 10:18
    Highlight Highlight Luxusprobleme einer verwöhnten Gesellschaft...
  • leu84 08.01.2019 10:13
    Highlight Highlight Wenn eine Gemeinde von einem Unternehmen abhängig ist, dann macht man etwas falsch.
    • swisskiss 08.01.2019 10:49
      Highlight Highlight leu84: Etwas unüberlegte Aussage. Es gibt hunderte Gemeinden in der Schweiz, die hauptsächlich von einem Grossunternehmen finanziert werden. Oder sollen sich Gemeinden wehren , wenn Ems Chemie, Pilatus Werke, Bucher Landmaschinen etc,etc in ihren Gemeinden zu Grossunternehmen heranwachsen?

      Es ist nicht die Abhängigkeit die falsch ist, sondern das Gemeinden ihre Steuerausgaben nicht am Notwendigen orientieren, sondern an den zu erwartenden Steuereinnahmen.

      Oder kannst Du mir erklären,wieso eine Gemeinde mit knapp 3200 Einwohnern ein geheiztes Freibad braucht?
    • El Vals del Obrero 08.01.2019 11:26
      Highlight Highlight Bei AKW-Gemeinden ist es halt schon speziell, meistens haben die eher Luxus-Infrastruktur, durch das AKW bezahlt.

      Die Nachbarsgemeinden dieser Gemeinden gehörten übrigens oft zu den AKW-Gegnern, da sie genau das gleiche Risiko wie die AKW-Gemeinde hat, aber dafür kein Geld erhalten.
    • Lumpirr01 08.01.2019 12:21
      Highlight Highlight zum Beispiel Klingnau, welche damals gerne mit Döttingen fusioniert hätte. Aber die ehemals sehr reichen Döttinger wollten das arme Klingnau nicht.........
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 08.01.2019 10:06
    Highlight Highlight Nicht wegen fukushima sondern wegen den zu hohen förderungen der solar- und windenergie. Deswegen ist der strom derzeit auch bei nur ca. 6 rappen pro kwh im strommarkt was dazu führt, dass viel verbraucht und wenig gespart wird. Das führt aber auch dazu, dass sich wasserkraftwerke nicht mehr rechnen da dort die kwh schnell 10-22 rappen kostet. Das akw ist weiterhin rentabel mit produktionskosten von 3-5 rp/ kwh.
    • Landei 08.01.2019 11:44
      Highlight Highlight Wenn man alle Folgekosten eines AKWs inklusive Endlagerung der radioaktiven Abfälle rechnet, ist das AKW sicher nicht mehr rentabel sondern schlicht zu teuer (und verantwortungslos).
    • andrew1 08.01.2019 12:12
      Highlight Highlight @landei völlig falsch diese aussage. Der rückbau und zwischenlagerung kostet etwa 2 milliarden franken. Im akw werden 47 jahre lang 3000 millionen kwh pro jahr erzeugt. 2000000000fr/(47×3000000000kwh)= 0.0142 franken wird die produzierte kwh teurer. Somit immer noch locker 10 rp günstiger als die meisten wasserkraftwerke.selbst wenn das ganze 4 milliarden kostet ist das akw immer noch am günstigsten.
    • Fabio74 08.01.2019 12:17
      Highlight Highlight Würde man Atomstrom nicht hoch subventionieren. Würde man Vollkosten rechne ,wäre kein AKW rentabel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 08.01.2019 10:06
    Highlight Highlight Wozu muss man eine Badi beheizen? Die Limmat wird auch nicht beheizt!

    Ein Lehrstück in bürgerlicher Politik! Die Steuern hätten niemals so weit gesenkt werden dürfen. Und was jammern die bitte wegen 110%? Ich zahle 119% und das ist im Landesvergleich noch eher tief..
  • Madison Pierce 08.01.2019 09:53
    Highlight Highlight Das ist das Schöne an der Gemeindepolitik: wenn man nein sagt zu genügend Einnahmen, hat das sofort Auswirkungen und man kann nicht mehr an den Neujahrsapéro. Die Bürger können dann entscheiden, was ihnen wichtiger ist. Wenig Steuern und trotzdem alles finanziert geht halt nicht. So sollte es sein. Ursache und Wirkung fallen in die gleiche Amtsperiode.

    Auf Bundesebene sind die Zeiträume viel grösser, es gibt keine direkten Auswirkungen: verhindert man die Sanierung der AHV oder ein Wirtschaftsabkommen, sind die Konsequenzen erst in zehn Jahren spürbar. Dann sind die Verantwortlichen in Rente.
    • mogad 08.01.2019 10:23
      Highlight Highlight Es ist halt so: Einige zahlen sehr viel weniger Steuern wenn der Satz auf 60% sinkt, können sich vom gesparten Geld einen Porsche kaufen. Den andern reicht das gesparte Geld nicht mal zur Deckung der Teuerung bei der Krankenkassenprämie. D.h. sie haben nicht mehr Geld im Portemonnaie und werden noch abgestraft durch die Streichung von Neujahrsapero und Seniorenausflug.
    • Madison Pierce 08.01.2019 10:38
      Highlight Highlight @mogad: Das ist nicht nur bei tiefen Steuern so. Steuern sind ein Ausgleich zwischen arm und reich.

      Ein Normalverdiener, der mit dem subventionierten ÖV fährt und dessen Kinder vergünstigt in die Musikschule und die Badi gehen, braucht seine bezahlten Steuern quasi selbst auf.

      Ein Grossverdiener ohne Kinder legt dagegen massiv drauf, auch wenn er für die Badi mehr bezahlen muss.

      Im Falle der AKW-Steuern war es aber tatsächlich unfair: das Risiko und den Atommüll haben alle, aber vom vielen Geld profitiert haben nur wenige Gemeinden.
  • sottosopra 08.01.2019 09:50
    Highlight Highlight @Döttinger Gemeindeammann:
    Füllt eure Badi mit Kühlwasser aus dem AKW-Beznau.
    Dann fallen diese Probleme weg:
    https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/zurzach/akw-beznau-was-wenn-das-kuehlwasser-den-grenzwert-von-32-grad-erreicht-132866636
    • Lumpirr01 08.01.2019 12:50
      Highlight Highlight ist bereits realisiert: Kühlwasser aus dem AKW-Beznau speist die REFUNA; REFUNA beheizt Badi Döttingen.

      Andere Frage: Wenn das Badi - Wasser unbedingt beheizt werden muss, wieso sinkt nicht der Preis für diese Fernwärme, wenn die AXPO auch viel weniger Steuern der Gemeind bezahlt??
    • Yippie 08.01.2019 12:59
      Highlight Highlight Machen sie ja bereits. Die Wärme zur Beheizung des Freibades kommt aus dem Fernwärmenetz, in welches das AKW-Beznau eingebunden ist.
      Problem ist halt, dass sie im Hochsommer das Freibad nicht beheizen müssen/wollen.
  • mogad 08.01.2019 09:47
    Highlight Highlight Diese Politik der tiefen Steuern verdanken wir dem unsinnigen Steuerwettbewerb zw. den Kantonen. Die Steuerhoheit liegt bei jedem einzelnen Kanton und nicht beim Bund. Deshalb ist eine gesamtschweizerische Steuerangleichung auch nicht möglich. Dieser Misstand führt dazu, dass Kantone die Geld über den Finanzausgleich bekommen die Steuern senken, in Schulhäuser und Turnhallen zu investieren. Der Steuerwettbewerb mit dem Ausland wird uns aufgezwungen, der interkantonale nicht!
  • Max Dick 08.01.2019 09:41
    Highlight Highlight Wieso das Freibad überhaupt beheizen? Was sind das für Weicheier diese Döttinger.
  • kupus@kombajn 08.01.2019 09:40
    Highlight Highlight Das ist halt das Kreuz, welches man zu tragen hat, wenn die Gemeindeeinnahmen von einem grossen Steuerzahler abhängen.
  • El Vals del Obrero 08.01.2019 09:37
    Highlight Highlight Jene, die am meisten von Steuersenkungen profitierten, haben ohnehin einen Pool im Garten und schicken ihre Kinder in Privatschulen ...
    • Prodecumapresinex 08.01.2019 10:10
      Highlight Highlight Ach, und ich Narr dachte, dass Steuerprogression inzwischen auch im Kanton Aargau angekommen ist... 🤔
    • mogad 08.01.2019 10:16
      Highlight Highlight Mir hat mal ein durchaus gescheiter Arbeitskollege gesagt: ich bin für jede Steuersenkungen, wenn ich nur eine Fünfzigernote im Jahr weniger zahlen muss, ist das doch gut.
    • El Vals del Obrero 08.01.2019 10:53
      Highlight Highlight @mogad:
      Wenn der Arbeitskollege Fr. 50.-- weniger steuern zahlt, kostest vielleicht das Skilager für die Kinder Fr. 200.-- mehr und es gibt keine Krankenkassenermässigung mehr.

      Der Milliardär muss dann auch für das Skilager Fr. 200.-- mehr zahlen. Spart aber Fr. 100000.-- an Steuern und lacht sich ins Fäustchen.

      So gescheit scheint der Arbeitskollege doch nicht zu sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 08.01.2019 09:37
    Highlight Highlight Als die Axpo noch rentierte wurde der Gemeindesteuersatz bis auf 60% gesenkt. Davon haben die Reichen am Meisten profitiert. Jetzt fehlen die Reserven für Investitionen. Der Schuldenberg wächst trotz höherer Steuern und um zu sparen lässt man jetzt die Liegen in der Badi verlottern, die Leute in zu kaltem Wasser baden und streicht den Neujahrsapero. Das ist einfach nur schäbig und schamlos von der Gemeinde! In Zürich hat man in den Altersheimen aus Spargründen das Essensgeld von 8 auf 5 Fr. Pro Person und Tag gekürzt. Erbärmlich.
    • Gubbe 08.01.2019 10:02
      Highlight Highlight Prozentual hat jeder gleich viel profitiert. Das 10% beim Reichen mehr ausmachen als beim Armen, ist wohl klar. Der Rest ist wie du schriebst, erbärmlich. Speziell die Reduktion fürs Essen. Auch eine Gemeinde sollte Rückstellungen haben.
    • Prodecumapresinex 08.01.2019 10:48
      Highlight Highlight Schäbig und schamlos? Echt jetzt?

      Nur, weil es inskünftig vielleicht ein paar Liegenen in der Badi weniger hat? Weil es kein Rosenbeet dort gibt? Und weil das Wasser inskünftig anstelle von 25C nur noch 23C oder vielleicht 22C hat? Und weil man 1.- mehr Eintritt zahlt und für AUSWÄRTIGE die Jahreskarte teurer wird?

      Doch, moll, jetzt sehe ich es genau so wie du! 👍🏻


      PS: Einzigste wirklich schäbige wäre das mit den Essensgeld-Kürzungen in den Altersheimen von Zürich. Entzieht sich leider meinen Kenntnissen. Hast du mehr Info dazu?



    • Dominik Treier (1) 08.01.2019 10:49
      Highlight Highlight So ist es eben... Jede Steuersenkung ist schlussendlich eine Reduktion der Solidarität, da sie den Reichsten dank der Progression am meisten nützt... Meiner Meinung nach sollten sowieso schon lange alle Steuern im Kanton einheitlich werden und danach das Geld nach einem aufwandsbezogenen Verteilungsschlüssel wieder an die Gemeinden verteilt werden. Es kann nicht sein, dass eine Gemeinde im Aargau kaum das Geld hat ihre Strassen auszubessern während andere solche absurden Steuertrickchen praktizieren!
  • Olmabrotwurst 08.01.2019 09:34
    Highlight Highlight Badi-Wasser beheizt? Das nenn ivh Luxus, obwohl ich es nicht verstehe denn je wärmer das Wasser mehr Lebensraum für Bakterien und ehrlich gesagt habe ich kein Bock bei 30° im Schatten in 20° warmes Wasser zu springen^^
    • Prodecumapresinex 08.01.2019 12:51
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung! Und Grund, wieso ich grossen Bogen um zu warme Schwimmbecken mache. Habe weder Lust auf Chemiekeule noch auf ungewollte „Souvenirs“...
  • Ueli_DeSchwert 08.01.2019 09:30
    Highlight Highlight Wenn nicht bei diesen Punkten, wo soll man denn sonst sparen?
    Wenn man nirgends sparen darf, und den Steuerfuss aber auch nicht erhöhen darf - woher kommt das Geld?
    • "Das Universum" formerly known as lilie 08.01.2019 09:53
      Highlight Highlight @Ueli: Tja, die Leuten wollen wie immer de Foifer und s Weggli. Vielen Leuten fehlt es am Grundverständnis für die einfachsten Zusammenhänge.

      Umgekehrt könnte man aber auch inovativer sein. Eine Badi könnte ja von einem gemeinnützigen Verein betrieben werden. Mitglieder können die Badi in ihrem Wohnort mit einem frei wählbaren Betrag unterstützen. Für Investitionen könnte man die fehlenden Beträge auch mit einem Crowdfunding decken.

      Die Leute zahlen sicher gerne - aber sie wollen halt wissen wofür.
    • mogad 08.01.2019 10:13
      Highlight Highlight @Das Universum. Wie Sie denken die Ultraliberalen: Was dem Fussvolk wichtig ist durch Almosen finanzieren. Und wenn die Almosen nicht fliessen? Pech gehabt. Es ist jetzt halt kein Staat mehr da, der für den sozialen Ausgleich sorgt.
    • Alterssturheit 08.01.2019 10:39
      Highlight Highlight Es war eben angenehm all die Jahre mit dem tiefen Steuerfuss. Jetzt hat sich das Pendel gedreht und es schmerzt. Von Döttingen ist es aber nicht weit zu den Billig Discountern in Deutschland, so kann wer will noch etwas einsparen (und dafür sorgen, dass die Infrastruktur im Dorf bachab geht).
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