Schweiz
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Ist deine Handy-Nummer irgendwo im Internet? Dann wundere dich nicht, wenn dich bald die Krankenkassen anrufen

12.10.15, 04:14 12.10.15, 07:02

Der Herbst ist die Zeit des Krankenkassenwechsels. Und da viele Schweizerinnen und Schweizer keine Wechselgelüste haben, helfen Versicherer und zwielichtige Makler gerne nach, indem sie per Telefon «Beratung» anbieten. Laut dem Tages-Anzeiger bedienen sich die Vermittlerfirmen immer dreisterer Tricks, um an Telefonnummern zu kommen.

Im Aargau hatten beispielsweise alle Trainer und Schiedsrichter eines Fussballclubs Anrufe von aufdringlichen Vermittlern erhalten, wie die Zeitung erfuhr. Wie die Makler vermutlich an die Handynummern kamen: über die Internetseite des Vereins. Dort sind, wie bei so manchem Verein in der Schweiz, die Nummern aufgeführt.

ARCHIV - Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen, aufgenommen am 5. Juni 2009 in Zuerich, Schweiz. - Zu den Ergebnissen der 2. SRG-Trendumfrage der eidgenoessischen Volksabstimmung am 28. September 2014 stellen wir Ihnen dieses Themenbild zur verfuegung. Die beiden Abstimmung laufen unter den Titeln

Krankenkassen distanzieren sich von lästigen Werbeanrufen und geben an, nur mit seriösen Anbietern zusammenzuarbeiten. Dennoch nehmen die Anrufe wieder zu.
Bild: KEYSTONE

Offenbar weichen viele Callcenter, häufig solche aus dem Ausland, auf Handyanrufe aus, da die Leute gar nicht mehr anders zu erreichen sind – und auch, weil es keinen lästigen Sterncheneintrag zu beachten gilt. Die Stiftung für Konsumentenschutz erhält laut «Tages-Anzeiger» mehr und mehr Meldungen über Anrufe auf Handys.

Nebst Programmen, die per Zufallsgenerator Handynummern generieren, und dem Nummernhandel grasen die Callcenter offenbar auch systematisch Websites nach Handynummern ab.

Wer also seine Nummer auf der Homepage des Jodlerclubs oder des Unihockey-Vereins publiziert hat, könnte bald einen ungebetenen Anruf erhalten. Anrufe auf Handys sind legal und es gibt keine Möglichkeit, einen Sterncheneintrag anzufügen. Der Konsumentenschutz sieht darin eine Gesetzeslücke. (trs)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SwissGTO 12.10.2015 15:53
    Highlight Das ist doch blödsinn. Die Anrufe werden vom Computer nach Zufall getätigt. Hunderte pro Minute. Dass da jemand Telefonlisten oder Datenbanken abtelefoniert war vor 1 Jahren eventuell der Fall.
    5 1 Melden
  • Herr Hasler 12.10.2015 10:25
    Highlight die search.ch app blockiert callcenter-anrufe ziemlich zuverlässig bzw. schaltet einfach den rufton lautlos und lässt die callcenter so ins leere laufen.
    6 0 Melden
  • unejamardiani 12.10.2015 09:16
    Highlight Tipp an alle die belästigt werden... Ladet euch die App TRUECALLER runter.. Diese besitzt eine Riesiege Datenbank von Spamnummern und ihr könnt dort weitere Nummern hinzufügen.
    0 0 Melden
    • SwissGTO 12.10.2015 15:49
      Highlight Das kann ich bestätigen....
      0 0 Melden
  • Schrödingers Katze 12.10.2015 07:58
    Highlight Ah... jetzt ergibt das einen Sinn... Meine Nummer war für kurze Zeit (unfreiwillig) auf der Clubhomepage publiziert. Nun erhalte ich seit 4 Monaten ständig anrufe der "Schweizer Budgetoptimierung". Jedes Mal von einer anderen Nummer aus. Trotz mehrmaligen Aufforderungen werden die Anrufe nicht unterlassen... -.-
    9 1 Melden
  • amazonas queen 12.10.2015 07:43
    Highlight Ich hab mal einen eine Viertelstunde in ein Gespräch verwickelt. Dann am Ende sagen: "in dieser Zeit konnten sie niemand anderen nerven" und auflegen.
    14 2 Melden
  • Joseph Dredd 12.10.2015 07:06
    Highlight Wegdrücken und 'Anrufer sperren'.
    15 1 Melden
    • atomschlaf 12.10.2015 08:56
      Highlight ...Zuerst noch ausgiebig beschimpfen! :-}
      9 2 Melden

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