Schweiz
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Eine Serviertochter des

Beim Kafi auf den nächsten Franken aufrunden – in der Schweiz ein ungeschriebenes Gesetz.
Bild: KEYSTONE

Muss man in der Schweiz Trinkgeld geben? Eigentlich nicht. Aber irgendwie doch. Wir haben bei drei Servierern nachgefragt, was Sache ist

Obwohl das Trinkgeld seit Jahrzehnten offiziell im Lohn von Service-Angestellten inbegriffen ist, herrscht alles andere als Klarheit. Wie sehen es die Servierer?



Es ist ein Paukenschlag in den USA: Der Star-Gastronom Dany Meyer schafft in seiner edlen New Yorker Restaurantkette das Trinkgeld ab. Die Praxis des «tipping» sorgt in den USA seit Jahren für Diskussionen.

Bei uns in der Schweiz ist die Situation eigentlich klar: Seit 1974 muss niemand Trinkgeld geben – es ist im Preis inbegriffen. Die Realität sieht anders aus: Zum Betrag einen Batzen hinzuzufügen gehört zum guten Ton.

Aber muss man wirklich? Und wie viel? Muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man kein Trinkgeld liegen lässt? Wir haben bei drei Schweizern aus dem Gastgewerbe nachgefragt.

Umfrage

Gibst du Trinkgeld?

  • Abstimmen

9,414 Votes zu: Gibst du Trinkgeld?

  • 64%Ja, wenn ich zufrieden bin, bin ich grosszügig.
  • 30%Ja, ich runde meist auf den nächsten Franken auf.
  • 4%Eher selten.
  • 2%Nein, das mache ich nicht.

Café in Zürich

Andrea Rothenberger arbeitet im Café Noir in Zürich, wo man Kaffee aus hauseigener Rösterei trinken und kaufen kann – hier verkehren alternative Städter und ausländische Gäste. Zuvor war Andrea in der Sport Bar tätig, wo es eine durchmischtere Klientel gab.

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Das Café Noir in Zürich.
bild: Facebook/CAfé NOir

Auf den nächsten Franken runden – und noch einen drauf

«​Im Café Noir runden die Leute auf den nächsten Franken auf, wenn sie etwas Trinkgeld geben. Mehr ist es selten. In der Sport Bar legten sie oft noch einen Franken drauf.»

Trinkgeld heisst Anerkennung

«Ich persönlich finde, ein Gast sollte Trinkgeld geben. Es zeigt Anerkennung für unseren Job. Ich glaube, viele Leute wissen nicht, wie hart unsere Arbeit ist. Wir bedienen unsere Gäste nicht nur, wir hören ihnen zu, reden mit ihnen – ​wir sind ein wichtiger Teil ihres sozialen Umfelds. Ausserdem ist der Beruf nicht wahnsinnig gut bezahlt. Aber es ist niemand gezwungen, etwas zu geben. Ich behandle die Gäste nicht anders, wenn sie nichts geben.»

Bloss keine Fünfräppler

«Es gibt tatsächlich Leute, die einem fünf Rappen Trinkgeld geben. Solche Sachen sollte man nicht machen – sie sind nicht sehr anständig.»

Romantik-Hotel in Bern

Francis Nova hat jahrelang im Service gearbeitet und ist jetzt Mitglied der Geschäftsleitung im Landhaus Liebefeld bei Bern. Die Kundschaft ist sehr durchmischt, unter anderem trifft man hier Geschäftsleute, Rentner, Familien und Hotelgäste aus dem Ausland an.

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Francis Nova vom Landhaus Liebefeld.

Bitte nicht aus Pflichtgefühl

«Das Trinkgeld ist ein Brauch, der sich in den letzten Jahren wieder eingeschlichen hat. Trinkgeld ist Teil der Restaurant-Kultur, und viele Service-Angestellte erwarten es oft auch. Dabei ist es immer noch kein Muss.

Ich finde, ein Gast sollte Trinkgeld geben, wenn er zufrieden ist, und nicht aus einem Pflichtgefühl heraus.»

Zehn Prozent sind normal

«Obwohl es keine Pflicht ist, gelten zehn Prozent Trinkgeld als üblich. So kann ein Gast seine Wertschätzung zeigen. Bei einem Abendessen fünfzig Rappen aufrunden, weil man zu faul ist, das Rückgeld einzustecken, sollte man aber sein lassen. Wir haben einen Lohn, wir brauchen keine Almosen.»

Ohne kann es knapp werden

«Ich sage den Jungen, die sich für einen Service-Beruf interessieren, immer: ‹Wenn du reich werden willst, musst du das nicht machen.› Darum ist es in Ordnung, wenn die Gäste ein Trinkgeld zahlen. Wenn das wegfallen würde, würde es für einige Angestellte schwierig. Und der Beruf würde noch mehr an Attraktivität verlieren.»

Restaurant in Zürich

Pietro arbeitet als Kellner im Restaurant Gartenhof in Zürich. Die Kundschaft sei «gut verdienend, aber keine Grossverdiener», und in der Regel zwischen 30 und 50 Jahre alt.

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Das Restaurant Gartenhof in Zürich.
Bild: Facebook/Gartenhof

Im Monat gibt es zwischen 5 und 8 Prozent

«Bei uns wird das Trinkgeld gesammelt und am Ende des Monats auf das ganze Service- und Küchenpersonal verteilt. Denn auch die Küche ist mitverantwortlich, dass der Gast zufrieden ist. Als Faustregel gelten zehn Prozent, aber unter dem Strich kommen pro Monat etwa 5 bis 8 Prozent zusammen.»

Kleine Gruppen sind grosszügig

«Am meisten Trinkgeld erhalten wir bei Gruppen von vier bis sechs Leuten und Paaren, die oft und gerne auswärts essen. Bei grösseren Gruppen schaut meist weniger heraus.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Ich habe mal eine geschlossene Gesellschaft mit etwa 30 Leuten bedient. Am Ende haben sie mir ein Trinkgeld von 600 Franken gegeben. Das hat mich natürlich sehr gefreut.»​

Bewusst Trinkgeld geben oder gar nicht

«Niemand ist verpflichtet, Trinkgeld zu geben. Aber ich frage mich schon, ob ich etwas falsch gemacht habe, wenn mir Gäste nichts geben. Vor allem, wenn ich mich einen Abend lang gut um sie gekümmert habe.

Ich mag es auch nicht, wenn jemand 50 Rappen liegen lässt. Da weisst du nicht: Macht diese Person ein Witz, ist sie unzufrieden oder hat sie einfach keine Ahnung?»

Nun spielen wir den Ball an dich weiter, lieber User. Wie hast dus mit dem Trinkgeld? Zahlst du etwas? Immer? Manchmal? Und wieviel? Lass es uns in der Kommentarspalte wissen.

Zum Thema: Mark Wahlberg gibt viel Trinkgeld und wird per Zufall dabei fotografiert

Bonus: Eine Szene aus dem Film «Reservoir Dogs»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mulder 12.10.2016 20:39
    Highlight Highlight wer von euch Kommentatoren hat schon mal im Service gearbeitet?
  • Hörmi 23.10.2015 00:34
    Highlight Highlight Ich komme aus der Bauhandwerkszene und war mal mit einem Kollegen im Restaurant, er betahlte die Rechnung, 19.80, mit einer 20iger-Note, die 20 Rappen wollte er von der Serviererin zurück, ich hatte mich geschämt für sein verhalten. Darauf angespochen meinte er: Wir Handwerker bemühen uns auch unsere Arbeit zur Zufriedenheit der Kunden auszuführen- aber - bei uns werden die Preise herunter gedrückt und am Schluss wird bei der Zahlung der Rechnung abgerundet, da sehe ich nicht ein wieso im Restaurant aufgerundet werden soll. So gesehen muss ich ihm recht geben.
  • Natuschka 21.10.2015 08:40
    Highlight Highlight Ich gebe dann Trinkgeld, wenn der Service gut war.
    Doch das Argument mit dem schlecht verdienen finde ich nicht gerechtfertigt. Denn es gibt noch viele andere Berufe die weniger verdienen, ja nicht einmal einen Mindestlohn haben. Gebt ihr da auch immer Trinkgeld, wenn ihr eine gute Beratung hattet?

    Ich möchte den Beruf Servicefachangestellte auf keinen Fall schlecht mache, einfach darauf hinweisen, dass es anderen "schlechter" geht und bei den gleichen Arbeitsbedingungen... Deshalb finde ich nicht, dass man zwingend Trinkgeld geben muss.

  • Armando 19.10.2015 20:38
    Highlight Highlight Normalerweise gebe ich kein Trinkgeld, schon gar nicht, wenn ich 10 Minuten warten muss, bis ich eine Bestellung machen kann und nochmals eine halbe Stunde, bis das Essen kommt. Schlechter Service darf nicht noch belohnt werden. Werde ich hingegen freundlich, rasch und zuvorkommend bedient, gebe ich gerne etwas. Das Verhalten gegenüber Kunden lässt in der Schweiz bei vielen Angestellten im Restaurant-Service sehr zu wünschen übrig. Man muss 5x winken, bis man bedient wird, dann dauert es 15 Minuten, bis das Getränk, eine weitere halbe Stunde, bis das Essen kommt.
  • Gsnosn. 19.10.2015 14:39
    Highlight Highlight Ist doch ganz einfach! Sind die Mitarbeiter im Restaurant freundlichen und zuvorkommend gibt es Trinkgeld sonst nicht.
  • stud90 19.10.2015 10:26
    Highlight Highlight Wenn ich erstmal 10 min warten muss, bis ich überhaupt bedient werde und dann nochmals 15min bis ich mein Getränk erhalte gibt es nichts. Klappt alles schnell und freundlich gibts auch auf kleine Geldbeträge 1-2 CHF dazu. Die 10% Regel ist für mich jedoch zu viel. Wenn ich schon 50 CHF zahle nochmals 5.- rauf tut mir dann doch schon weh.
  • Chaose 19.10.2015 08:21
    Highlight Highlight Trinkgeld gibt's für besonders gute Bedienung, sonst nicht. Was ich nicht verstehe: Warum so viele das Trinkgeld heute als soziale Institution betrachten. Also Trinkgeld geben, weil die Leute wenig verdienen. So gesehen müsste man ja auch an der Migros-Kasse etwas geben. Und was ist mit dem Koch, mit dem Tellerwäscher, mit der Putzfrau im öffentlichen WC?
  • ChrisThePilot 18.10.2015 20:25
    Highlight Highlight Ahja, 0.50 sind also nicht "anständig". Haha, gebe eh fast nie Trinkgeld, wieso auch? Job ist Job.
  • Huegsche 18.10.2015 16:36
    Highlight Highlight Ich finde Trinkgeld grundsätzlich gut. Leider sieht die Küche in 95% der Betriebe nichts. Obwohl Koch und Service nach lgav den gleichen mindest Lohn haben.
  • Frau Bissig 18.10.2015 10:39
    Highlight Highlight @NewYorker : ich selber hätte in diesem Fall Haltung und Beherrschung bewahrt und das Trinkgeld angenommen-denn für mich ( anders als bei den meisten Mitmenschen ) ist für mich ( keine Geschäftsfrau ) immer noch der Kunde / Kundin " König / in ".
  • NewYorker 18.10.2015 10:19
    Highlight Highlight Habe vor einigen Jahren in Zermatt im Hotelrestaurant ein Servisepraktikum gemacht. Gäste von A-Z. Wenn mich ein Gast den ganzen Aufenthalt wie der letzte Dreck behandelt und mir dann am Ende CHF 50.- in die Hand drückt, dann hab ich 'dankbar' verzichtet, hätte es ihm am Liebsten ins Gesicht zurückgeworfen.
    • suchwow 18.10.2015 17:14
      Highlight Highlight Das würde ich gerne auch machen. Jedoch habe ich eine Verpflichtung und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber zu erfüllen und gebe mich nach aussen völlig normal und kundenorientiert, auch wenn bei mir im Inneren eine nukleare Thermofusion stattfindet.
      Ich kann deine Reaktion verstehen, solche Leute haben ihre Erziehung im Stall genossen. Nicht aufregen, das Leben ist zu kurz, um Bluthochdruck wegen nichts zu bekommen ;)
      Hab einen schönen Sonntag.
    • Badmark66 18.10.2015 20:27
      Highlight Highlight Ich habe vor Jahren zwei Saisons in Arosa im Service gearbeitet.
      Auch hier: Gäste von A bis Z.
      Genau so frustrierend wie die Situation, die du beschreibst, war wenn ich jeweils eine Gruppe bediente und ihnen jeden Extra-Wunsch erfüllte, den Kindern noch Farbstifte und Spielzeuge gebracht, dann aber beim Einkassieren, bei einer Rechnung in der Höhe von 500 Franken, ein Trinkgeld in der Höhe von CHF 1.20 zu erhalten.
      Dann lieber 50 Franken.
  • Jemima761 18.10.2015 09:00
    Highlight Highlight Ich war mal in einem Selbstbedienungsrestaurant. An der Kasse warf die Kassierin das Wechselgeld ins Sparschwein: "Für den Sevice!" Das ging für mich gar nicht.
    • SanchoPanza 19.10.2015 09:39
      Highlight Highlight ja also entschuldigung, an einem Selbstbedienungsrestaurant - wahrscheinlich noch in einem Skigebiet (?) würde es mit nicht im Traum einfallen Trinkgeld zu geben: a) Essen fast immer schlecht b) Essen IMMER viel zu teuer c) gar kein Service
  • Velowerfer 18.10.2015 02:48
    Highlight Highlight In Restaurants gebe ich zwischen 10% und 20% Trinkgeld. Beim Coiffeur sinds 10 Fr. und bei Handwerkern, Briefträgern und Müllmännern sinds auch mal paar Franken. Ich weiss dass sie einen harten Job mit einem geringen Einkommen verrichten.

    Es kam in Restaurants ausserhalb von Zürich schon zu herzigen Scenen wie z.B. als die Kellnerin meinte wir haben ihr zuviel gegeben.

    Ich mag zu geben, aber das kann jeder für sich entscheiden.
  • Angelo C. 18.10.2015 00:11
    Highlight Highlight Trinkgeld im Restaurant gebe ich nur dann, wenn die Bedienung freundlich-kompetent war, bei einem guten Essen in einer anständigen Beiz prozentual eher mehr als für einen eh überteuerten Kaffee. Und beim Coiffeur gab ich nur ein Extra, wenn der Friseur Angestellter war und gute Arbeit geleistet hat, während ich dem Chef (der mich heute bedient), keinen Rappen Overtip gebe, weil gerade er ja genug verdienen wird. Bei Taxis gebe ich ab und an 2-3 Stutz mehr, aber nur dann, wenn er ebenso stadtkundig wie freundlich und sein Auto innen sauber gereinigt ist und nicht unterschwellig übel riecht...
  • Butschina 17.10.2015 23:51
    Highlight Highlight Ich bin so eine die nicht immer und nicht viel Trinkgeld gibt, weil ich es schlicht nicht kann. Oft sind es dann die verpöhnten 50 Rappen. Wenn ich mal Essen gehe werden es ca. CHF 2.- Ich finde es schade wird das nicht geschätzt. Wer etwas Gespühr hat wird merken, dass dieses kleine Etwas von Herzen kommt.
  • Tropfnase 17.10.2015 23:39
    Highlight Highlight Gebe fast immer Trinkgeld. Da muss schon einiges schief laufen das ich nichts gebe!
  • dä dingsbums 17.10.2015 22:04
    Highlight Highlight Ich gebe je länger je weniger Trinkgeld. In normalen Bars schon gar nicht. Ein Drink kostet schon genug, ein Trinkgeld liegt nicht mehr drin.
    Im Restaurant stehen die Preise auf der Karte und der Service ist inbegriffen. Ich möchte nicht noch etwas dazurechnen müssen. Ich bekomme auch kein Trinkgeld wenn ich einfach meinen Job mache und die Kassiererin im Supermarkt oder die Schuhverkäuferin verdienen auch wenig und bekommen kein Trinkgeld.

  • flugsteig 17.10.2015 21:35
    Highlight Highlight Dass -.50 nicht gern gesehen sind oder die Antwort mit 10%, empfinde ich als Frechheit. Guter Service=5%
    Ein Abendessen zu zweit kostet mich etwa 150.-, 15.- Trinkgeld? Serviceangestellte, teilt ihr mit dem Küchenpersonal? Ist deren Job einfacher, besser bezahlt? Es stellt sich mir häufig die Frage ob ich bloss kein Trinkgeld geben, oder die Bedienung auf ihr Verhalten aufmerksam machen soll. Ich habe miterleben müssen wie eine Angestellte einem Gast erklärte dass er hier in der Schweiz ist und man hier kein Hochdeutsch spreche. Das war das einzige mal, dass ich mich schämte Schweizer zu sein
    • Tomac 18.10.2015 14:53
      Highlight Highlight Genau so sehe ich das auch!
  • guby 17.10.2015 21:18
    Highlight Highlight Ich gebe Trinkgeld als Belohnung, wenn die Bedienung gut war. Für mich soll das ein Ansporn darstellen, umso mehr da es im Lohn bereits inbegriffen ist, nicht wie z.B. in den USA. Das heisst, dass niemand Hunger leiden muss wenn ich nichts drauflege. Was auch des Öfteren der Fall ist, hierzulande werde ich oft miesepetrig bedient.
    • Statler 17.10.2015 22:30
      Highlight Highlight Wie man in den Wald ruft, so tönt es oft heraus. Wer einen Job macht, in dem man herablassend behandelt wird, kann schwerlich guter Laune sein.
      Der Gast ist zwar König - aber nur so lange er sich auch wie einer verhält. Wenn man freundlich zu den Angestellten ist, wird man zu 99% auch freundlich bedient.
    • guby 18.10.2015 10:05
      Highlight Highlight Das ist mir klar, ich erwarte ja nur genau das. Wenn ich mich anständig und respektvoll verhalte sollte ich auch so bedient werden. Wenn aber Fehlverhalten anderer Gäste auf mich projeziert wird sehe ich nicht ganz ein weshalb eine Belohnung in Form von Trinkgeld angemessen ist. Ausserdem besteht der Job ja hoffentlich nicht nur im Bestellung aufnehmen und ausführen, das kann ein Roboter besser, sondern auch zu einem nicht unwesentlichen Teil die Gäste "wohlfühlen lassen".
  • Ordo Malleus 17.10.2015 21:12
    Highlight Highlight Weil die Leute im Gastgewerbe nicht besonders gut verdienen, gebe ich eigentlich immer Trinkgeld. Eine Ausnahme mache ich, wenn die Bedienung wirklich unfreundlich war. Aber das ist höchst selten der Fall.
    • Mett-Koch 18.10.2015 18:58
      Highlight Highlight Wenn die Müllmänner den Container leeren rennst du auch raus und gibst Trinkgeld? Kassiererin in der Migros, am Kiosk etc?
    • Natuschka 21.10.2015 08:49
      Highlight Highlight Es gibt viele die weniger verdienen.... Wenn du im Laden eine gute Beratung bekommst gibst du da auch Trinkgeld?
  • SanchoPanza 17.10.2015 21:00
    Highlight Highlight ich gebe Trinkgeld wenn ich gut bedient wurde. Punkt.
  • Päsu 17.10.2015 20:02
    Highlight Highlight Bei einem Kaffee gebe ich nur Trinkgeld wenn die Bedienung freundlich war.
  • suchwow 17.10.2015 19:03
    Highlight Highlight Auserwählte Zitate:
    "Ausserdem ist der Beruf nicht wahnsinnig gut bezahlt."
    "Wir haben einen Lohn, wir brauchen keine Almosen."
    "Ich mag es auch nicht, wenn jemand 50 Rappen liegen lässt."

    Folgende Aussagen:
    1) Hätte man in der Schule aufgepasst, müsste man wohl nicht diesen Beruf ausüben mit so einer Einstellung. (Ich freue mich schon auf die Blitze haha. Und ja, man braucht Kellner, ich weiss).
    2) Wer den Rappen nicht ehrt, ist des Franken nicht wert. Selbst 50 Rappen summieren sich zu einem anständigen Betrag.
    Ich kann die Unsicherheit bei so kleinen Beträgen aber nachvollziehen (naja).
    • J.D. Berner 17.10.2015 20:12
      Highlight Highlight "In der Schule nicht aufgepasst"? Ist dir bewusst, wie viele Studenten im Gastrogewerbe arbeiten?
    • rippinkittin90 17.10.2015 20:29
      Highlight Highlight Blitze sind nich genug.. solche antworten geben nur menschen die nie richtig hart gearbeitet haben xD ach ja.. es gibt überigens auch leute die ihren beruf bewusst gewählt haben weill er ihnen gefällt und nich nur um kohle zu schäffeln und um sich als was besseres darstellen zu können als sie eigentlich sind.
    • Hierundjetzt 17.10.2015 20:33
      Highlight Highlight Nicht alle wollen Bankangestellter werden. Es gibt viele Menschen, die sich lieber für einen sinnvollen und sinnstiftenden Job interessieren und mit Begeisterung ausführen. Réceptionistin, Grafiker, Gärtner, Automech oder Maschinenbauer. Alle haben in der Schule aufgepasst. Aber diese Menschen sind das Fundament unseres Wohlstandes. Ein Bankangestellter nicht. Der schaut nur auf seinen Bonus/Vorteil
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  • Frau Bissig 17.10.2015 18:52
    Highlight Highlight @Openyourmind : ...oder solche,die denken,dass alles in der Schweiz schon genug kostet ( nicht in jeder Region gleich ). Demnach sollten z.B. diejenigen Mitmenschen,die aus wirtschaftlichen Gründen am Existenz-Minimum leben,am besten zu Hause ihren Kaffee trinken-weil sie sonst,ohne Spezial-Trinkgeld zu geben,schief angesehen werden in Restaurants.
  • Hierundjetzt 17.10.2015 18:45
    Highlight Highlight Ich empfinde die Thematik "Trinkgeld" ein wenig -pardon- verlogen. Also: ich entscheide mich für einen Beruf ohne motze nachher über die Rahmenbedingungen. Ja was jetzt? Und: gebe ich einem Coiffeur, Call-Center Angestellter oder der Floristin auch Trinkgeld? Und warum nicht? Was ist der Unterschied zwischen einem Blumenstrauss binden und einem Café trinken? Eben...
    • Charlie Brown 17.10.2015 19:01
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Coiffeur und Floristin bekommen von mir auch Trinkgeld. Handwerker zuhause übrigens auch. Auch den Männern von der Müllabfuhr habe ich schon ein Zehnernötli zugesteckt.

      Beim Callcenter-Agent ist es a) schwierig und b) höchstens beim Inbound angebracht ;-)
    • Openyourmind 17.10.2015 19:24
      Highlight Highlight Wer kein Trinkgeld, bei guter Bedienung im Restaurant, nicht gibt hat selber ein Problem.
    • ovatta 17.10.2015 19:58
      Highlight Highlight Mein Coiffeur bekommt jedesmal fünf Franken Trinkgeld. Dafür schneidet er mir die Haare fünf Franken günstiger.
  • Frau Bissig 17.10.2015 18:43
    Highlight Highlight Meine Nichte hat auch neben dem Studium,in einem Café,in ländlicher Umgebung,serviert.-Soviel ich weiss,hat das Personal dort auch zusammengelegt und aufgeteilt,was an Trinkgeld gegeben worden ist von den Gästen. :-)
    • Hierundjetzt 17.10.2015 19:33
      Highlight Highlight Restaurationsfachfrau EFZ ist eine 3 jährige anspruchsvolle Berufsausbildung. Menschen wie Ihre Nichte machen das gesamte Lohngefüge zur s*** sorry ist so. Wenn man in einem Beruf auf Almosen "Trinkgeld" angewiesen ist, oder Ungelernte Anfänger (ihre Nichte) einfach einen Beruf ausüben dürfen, dann stimmt einfach massiv was nicht.
    • zettie94 17.10.2015 22:12
      Highlight Highlight Schlussendlich geht es nicht um die Ausbildung die jemand hat, sondern darum wie gut er oder sie den Job macht. Und wozu man zum Servieren eine 3-jährige Ausbildung braucht ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Ich bin sicher, eine Restaurationsfachfrau lernt sehr viel mehr als nur das Servieren.
    • Donald 17.10.2015 22:18
      Highlight Highlight Wenn die Gäste zufrieden sind, sehe ich da kein Problem.
  • Jep007 17.10.2015 18:40
    Highlight Highlight Wen ihr an der Migroskasse freundlich bedient werdet, gebt ihr dan auch Trinkgeld? Bitte es hat nichts mit Anstand zutun ob man Trinkgeld gibt oder nicht. Müssen, muss ich nur das bezahlen was angeschrieben ist. Der Rest ist Sympathie und so weiter abhängig.
    • Charlie Brown 17.10.2015 19:03
      Highlight Highlight @Jep007: Für mich ist es ein Unterschied. In der Gastronomie ist die Bedienung ein wichtiger Teil der Dienstleistung. Im Supermarkt ist es das halt leider nicht.
    • Chaose 19.10.2015 08:31
      Highlight Highlight @Tell99: Und gerade weil der Service ein sehr wichtiger Teil der Dienstleistung in der Gastronomie ist, ist er ja inbegriffen im (meist hohen) Preis.
    • Charlie Brown 19.10.2015 10:02
      Highlight Highlight @Chaose: Kann man natürlich so sehen. Trinkgeld ist freiwillig, egal für welche Dienstleistung.

      Mein Statement zielt ja nur drauf ab, dass (aus meiner persönlichen Wahrnehmung) das Erlebnis eines Auswärts gegessenen Znacht stark vom Service abhängig ist. Beim Brot und dem Liter Milch, welche ich in der Migros kaufe, ist das nicht gleich zentral (wenn auch trotzdem wichtig).
  • ovatta 17.10.2015 18:32
    Highlight Highlight Trinkgeld soll doch Zufriedenheit mit der erbrachten Leistung ausdrücken! Ich drück auch mal dem Handwerker einen Fünfliber in die Hand, in der Hoffnung, dass er beim z'nüni etwas davon wieder weitergibt.
  • Kian 17.10.2015 18:14
    Highlight Highlight Die Frage ist doch, was "inbegriffen" bedeutet. Reicht der Lohn nun oder reicht er nicht?
    • atomschlaf 17.10.2015 18:42
      Highlight Highlight "inbegriffen" heisst, dass man als Gast nicht verpflichtet ist, Trinkgeld zu geben. Der Lohn sollte wohl reichen, schliesslich gibt es im Gastgewerbe einen GAV.
    • Olf 17.10.2015 18:43
      Highlight Highlight Der Input auf dem Konto dieser Berufsgattung Ende des Monats schließt ein "inbegriffen" ausdrücklich aus....
      Redakteur bei Watson muss man eben sein.
    • Hierundjetzt 17.10.2015 18:50
      Highlight Highlight Der Lohnmedian im Gastgewerbe für Berufsfachleute beträgt schweizweit 4'500.- x 13. Der Coiffeur, die Floristin oder der Kondikteur verdienen ähnlich. Ob das viel oder wenig ist? Gegenfrage: zahlst Du gerne für einen Café CHF 7-8.-, damit der Kellner mehr verdient? Hmmm? Es ist somit die Konsumentenzahlungsbereitschaft die den Preis der Dienstleistung bestimmt.
  • Maya Eldorado 17.10.2015 18:13
    Highlight Highlight Ich muss mich da eigentlich praktisch nie entscheiden, weil ich nicht genug Geld habe um auswärts essen zu gehen. Wenn dann höchstens in einem Selbstbedienungsrestaurant oder für unterwegs.
    Das heisst, das Geld über das ich frei verfügen kann, geb ich lieber für anderes aus.
  • iNDone 17.10.2015 18:07
    Highlight Highlight Trinkgeld ist ja eine schöne Sache aber müssen soll man nicht. Meiner Meinung nach soll man was geben wenn man möchte bzw. besonders gut bedient wurde. Wieviel ist im Ermessen des Bedienten. Die Service-Angestellten sollten nicht auf dieses Geld angewiesen sein.
  • Likos 17.10.2015 18:04
    Highlight Highlight Ich gebe Trinkgeld weil es halt die anderen auch machen. Letztendlich drücke ich damit aber gar nichts aus, ausser nerviges Münzgeld loszuwerden.
    Man sollte lieber mal richtige Löhne zahlen und dafür halt die Preise ~20% erhöhen, da würde ich mich viel wohler fühlen wenn mich jemand bedient.
    Das ganze ist aber halt tief in der Gesellschaft verwurzelt, also werden wir bis in alle Ewigkeiten Trinkgeld zahlen.
    • atomschlaf 17.10.2015 18:40
      Highlight Highlight Du bist gut. Die Preise in der Gastronomie liegen grösstenteils heute schon an oder über der Schmerzgrenze. Nochmals 20% drauf und dann geht bald niemand mehr auswärts essen.
  • ovatta 17.10.2015 18:03
    Highlight Highlight Immer wieder belustigend die grossen Augen meiner Asiatischen Freunde zu sehen wenn ich Trinkgeld gebe.
    • Gian.h 17.10.2015 19:38
      Highlight Highlight Asiatisch und grosse Augen. ;)
  • Openyourmind 17.10.2015 18:01
    Highlight Highlight Bei guter Service, mindestens 10% geben, das ist nur eine Frage des Anstands. Klar, bei kleineren Beträgen geht das nicht immer, dann sind es halt 5%.

    Die, die kein Trinkgeld geben, sind mehrheitlich selbstfixierte, überhebliche, "Dagoberts".
    • Hierundjetzt 17.10.2015 18:52
      Highlight Highlight 10% bei einem Café sind -.40 Rappen. Wow voll der nicht-Dagobert!
    • Charlie Brown 17.10.2015 19:17
      Highlight Highlight @Openyourmind: Warum beschimpfen Sie jene, die es anders als Sie handhaben? Ist ja auch nicht grad die feine Art.
    • Openyourmind 17.10.2015 19:30
      Highlight Highlight Na ja, lieber als gar nichts geben... Muss aber jeder selber für sich entscheiden. Ich gebe Trinkgeld immer.
  • Ms. Song 17.10.2015 17:59
    Highlight Highlight 10 % gebe ich niemals. Sorry, aber das Personal erhält seinen Lohn. Meinen Anteil habe ich bereits mitbezahlt. Mich nervt das Trinkgeldgeben fürchterlich. Wo fängt man da an und wo hört man auf? Soll ich der Arzthelferin auch noch was fürs Blutabnehmen geben? Und dem Pöstler fürs Briefe zustellen? Ich geh wenigstens noch hier in der Schweiz essen. Bei uns in der Stadt spazieren die meisten über die Brücke nach Deutschland.
  • Vic Damones Sohn 17.10.2015 17:47
    Highlight Highlight Trinkgeld ist unversteuert und fliesst daher nicht in die Altersvorsorge ein. Auch wenn der Angestellte krank oder invalid wird, sieht er nichts von diesem Lohnbestandteil. Der Chef flüchtet bloss von seiner Verantwortung, einen sauberen und gastfreundlichen Betrieb zu führen.
    Aber ich gebe auch Trinkgeld, bin ja kein Unmensch.
    • dä dingsbums 17.10.2015 22:07
      Highlight Highlight Ich gebe kein Trinkgeld und bin auch kein Unmensch.
  • Olf 17.10.2015 17:45
    Highlight Highlight Ich verstehe dass mit den 50 Rappen nicht, auch Kleinvieh macht Mist, oder? Übers Jahr gerechnet kommt doch da was zusammen.
    Darüber hinaus gehört es doch auch zum Service wenn ich als Gast zu faul bin mir eben diese 50 Rappen einzustecken mir diese Bürde abzunehmen.
  • Charlie Brown 17.10.2015 17:34
    Highlight Highlight Ich gebe immer wenn ich zufrieden war. Im Ausnahmefall gibts dann halt nichts.

    10% sind es aber in der Regel nicht, eher 5%.
  • Statler 17.10.2015 17:29
    Highlight Highlight 10-15% manchmal auch mehr. Der Service muss schon unterirdisch sein, dass ich nichts extra liegen lasse.

    Im Gewerbe mit dem Gascht (Dani E. Eggli) verdient man für die erbrachte Leistung immer noch viel zu wenig. Wochenenden, Nächte, der obligate Stinkstiefel-Gast, etc. zehren an Nerven und Gesundheit.
    Wer in diesem Gewerbe arbeitet, zahlt die Rechnungen mit seinem Lohn - und vom Trinkgeld lebt man...
    Interessant übrigens, dass Gastgewerbler immer die besten Tipper sind...
    Und noch ein Klugscheisserfact am Rande: «TIPS», wie sie in den USA heissen, kommen von «To improve proper service»...
  • Madison Pierce 17.10.2015 17:18
    Highlight Highlight Meist bezahle ich ca. 10%, manchmal auch mehr. Selten weniger bis gar nichts, falls der Service nicht zufriedenstellend war.

    Ich finde Trinkgeld eine schöne Art, seine Wertschätzung auszudrücken und gebe es deshalb nicht nur im Restaurant, sondern auch dem Abschleppdienst, Zügelmann, Pöstler etc.

    Während der Ausbildung (Informatiker) habe ich hie und da von Kunden Trinkgeld bekommen, wenn ich abends länger gearbeitet habe oder so. Wichtiger als der finanzielle Wert war zu sehen, dass meine Arbeit geschätzt wird. Bei den tiefen Löhnen im Gastgewerbe ist das Geld sicher auch wichtig.
  • stadtzuercher 17.10.2015 17:15
    Highlight Highlight trinkgeld ist entgegen der behauptung von watson in der überschrift in der schweiz nicht 'normal'. es ist ein freiwilliges extra. wäre es normal oder gar notwendig, würden nämlich die löhne der angestellten gesenkt werden, weil sie ja noch automatisch trinkgeld als fixen lohnbestandteil wie in der usa bekämen. deshalb: trinkgeld geben ist kein must. es ist freiwillig.
    • ovatta 17.10.2015 18:10
      Highlight Highlight Es wird in der Schweiz aber nicht als beleidigung aufgefasst, welches zu geben. Man darf! Serviert mit einem lächeln!
  • philipp meier 17.10.2015 17:14
    Highlight Highlight erstaunlich oft mache ich die beobachtung, dass leute, die trinkgeld geben, die lebenslustigeren menschen sind
    • stadtzuercher 17.10.2015 17:25
      Highlight Highlight dasselbe beobachte ich bei menschen die alkohol trinken
  • mvrisita 17.10.2015 17:11
    Highlight Highlight Ich gebe Trinkgeld, wenn ich mit dem Essen und dem Service zufrieden war. Ist jemand sehr unfreundlich kann es schon mal vorkommen, dass es gar nichts gibt, dafür auch genug, wenn's gut war.
  • StrangerBeast 17.10.2015 17:06
    Highlight Highlight Ich gebe eigentlich immer Trinkgeld, ausser der Service war unter aller Sau.
  • Bloody Mary 17.10.2015 16:52
    Highlight Highlight Ganz klar; wenn der Service sowie das Essen gut waren, bezahl ich Trinkgeld ca 5-10%, je nach Begeisterungsgrad. Wenns nicht gut war, gibts gar nichts.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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