Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

EU hat Schweiz von grauer Liste der Steueroasen gestrichen



ZUM THEMA RAUMPLANUNG STELLEN WIR IHNEN DIESES NEUE BILDMATERIAL AUS WALCHWIL ZUR VERFUEGUNG --- Sicht vom Hang auf die Gemeide Walchwil, Schweiz, am 17. Oktober 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Die EU-Finanzminister haben am Donnerstag in Luxemburg die Schweiz definitiv von der grauen Liste der Steueroasen gestrichen. Dies bestätigten EU-Kreise der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Damit kann ein Schlussstrich unter den Steuerstreit Schweiz-EU gezogen werden.

Bern hat die Streichung der Schweiz von der grauen Liste der Steueroasen begrüsst. Man erfülle «internationale Steuerstandards und setzt diese um», schreibt das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (Sif) in einer Mitteilung.

Die EU-Finanzminister hätten nun «diesen Fortschritt gewürdigt» und an ihrem Treffen am Donnerstag in Luxemburg beschlossen, «die Schweiz von ihrer Steuerliste zu streichen».

Die Schweiz war 2017 auf der grauen Liste gelandet. Sie hatte sich zwar damals schon dazu verpflichtet, internationale Steuerstandards einzuhalten, «jedoch die vollständige Umsetzung der Regeln noch nicht erreicht», schreibt das Sif weiter.

Mit dem Ja zur AHV-Steuervorlage (Staf) an der Urne und der Inkraftsetzung des neuen Steuergesetzes auf den 1. Januar 2020 erfülle nun die Schweiz ihre gegenüber der EU 2014 eingegangenen Verpflichtungen, heisst es im Communiqué. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

15
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peter R. 10.10.2019 15:34
    Highlight Highlight "Die EU hat den Fortschritt "gewürdigt"
    Was für ein Theater. Die Schweiz erfüllt schon längst die Kriterien internationalen standards!!
    • DemonCore 10.10.2019 17:34
      Highlight Highlight Ja, die EU hat aber noch ein paar andere Brote im Ofen als die Schweiz. Vlt verfolgen sie in Brüssel nicht nur den Livestream aus der Schweiz.
  • frereau 10.10.2019 15:19
    Highlight Highlight Ich höre sie jetzt schon wieder heulen:
    "... ja aber was ist denn mit Monaco, Luxembourg, Guernsey etc etc ?"
    Anstatt einmal zufrieden sein mit der Tatsache, dass wir ein kleines Wenig besser geworden sind als die Anderen.
    Als ob es cool wäre eine Steueroase zu sein.
  • Linus Luchs 10.10.2019 13:55
    Highlight Highlight Soso, die Schweiz ist keine Steueroase. Niemals würde jemand in unserem Land reiche ausländische Privatpersonen oder Unternehmen zur Steuerflucht verhelfen. Hat jemand Zweifel? Die Realität erscheint zum Beispiel auf der Website des Zürcher Steueranwalts Enzo Caputo, unten der Link. Diese Werbung ist besonders dreist. Es gibt in der Schweiz unzählige Beratungsfirmen, die nichts anderes tun als Caputo, aber diskreter vorgehen. Die weisse Weste, welche die EU der Schweiz verleiht, ist auf jeden Fall ein ganz schlechter Witz.

    https://swiss-banking-lawyers.com/de/pauschalbesteuerung-schweiz/
  • Fairness 10.10.2019 13:15
    Highlight Highlight Und zum Dank klaut uns jetzt die OECD ein paar Milliarden. Als täte es weh auf der grauen Liste zu stehen. Komischerweise stehen Luxemburg, Monaco usw. nicht drauf.
    • DemonCore 10.10.2019 13:48
      Highlight Highlight Arbeitest du bei einer Steuerhinterzieherbank? Nein? Dann wird dir auch nichts weggenommen.
    • frereau 10.10.2019 15:13
      Highlight Highlight Wie genau meinst du das?
      "Und zum Dank klaut uns jetzt die OECD ein paar Milliarden."
  • DerewigeSchweizer 10.10.2019 11:12
    Highlight Highlight Super.
    Jetzt ist der Weg frei für den EU-Beitritt.
    Vernunft vs. Eigenblödler.
  • chicadeltren 10.10.2019 10:06
    Highlight Highlight Für ungefähr 5 Sekunden. Beim nächsten OECD Meeting werden dann entweder die neuen Instrumene auf die schwarze Liste gesetzt oder es werden Mindeststeuersätze beschlossen und schwupps sind wir wieder drauf. 🤷🏼‍♀️
    • DemonCore 10.10.2019 11:36
      Highlight Highlight EU=\=OECD
    • frereau 10.10.2019 15:16
      Highlight Highlight @Demoncore
      Aber die OECD hat doch nichts mit der EU zu tun.
      Da sind doch noch einige Länder mehr Mitglied. Unter anderem auch die Schweiz und Norwegen.
    • DemonCore 10.10.2019 15:23
      Highlight Highlight frereau, ja, das drückt doch =\= aus?! Du solltest deinen Appell an chicadeltren richten..
    Weitere Antworten anzeigen
  • dr.gore 10.10.2019 09:32
    Highlight Highlight Lustig, in Luxemburg wird entschieden, dass die Schweiz keine Steueroase mehr ist! The irony!
    • P. Silie 10.10.2019 12:56
      Highlight Highlight Yessss vermutlich noch entschieden von einem Niederländisch/Irischen Komitee welches sich das nächste mal auf Guernsey treffen wird :)

Juristischer Sieg für Apple – EU-Gericht annulliert Rekord-Steuernachzahlung

Im Streit um eine Rekord-Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro für Apple in Irland hat die EU-Kommission eine Schlappe vor Gericht erlitten. Das EU-Gericht in Luxemburg annullierte die Nachforderung der Kommission aus dem Jahr 2016.

Die Kommission habe nicht nachweisen können, dass die Steuervereinbarungen von Apple in Irland aus den Jahren 1991 und 2007 eine ungerechtfertigte staatliche Beihilfe darstellten, wie die Richter am Mittwoch erläuterten.

Die Entscheidung ist mit grosser …

Artikel lesen
Link zum Artikel