Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zu früh gefreut: Die Teuerung frisst deine Lohnerhöhung weg



Bundles of bank notes of 1000 Swiss Francs at the bank vault of the

Bye-bye, Geld: Die Teuerung hat dich geholt. Bild: KEYSTONE

Die Mitarbeitenden mit einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) haben dieses Jahr zwar etwas mehr Lohn erhalten. Davon können sich die Leute aber nicht mehr kaufen: Denn wegen der Teuerung dürften die Reallöhne sinken, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte.

Laut der Erhebung des BFS haben die Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) in der Schweiz für das Jahr 2018 eine nominale Erhöhung der Effektivlöhne (+0,9%) und der Mindestlöhne (+0,5%) beschlossen. Von der Effektivlohnerhöhung wurden 0,3 Prozent generell und 0,6 Prozent individuell zugesichert.

Weil die Teuerung in diesem Jahr um ein Prozent zulegen dürfte, dürften die GAV-Reallöhne um 0,1 Prozent sinken, schrieb das BFS.

Nach Wirtschaftssektoren betrachtet zeigen sich Unterschiede. Im Industriesektor betrug das Effektivlohnwachstum 0,8 Prozent. Im Dienstleistungssektor 1,0 Prozent.

Keine Lohnerhöhung in der Staatsverwaltung

Auch in der Branchenbetrachtung ergibt sich ein klar differenziertes Bild. Überdurchschnittliche Steigerungen wiesen Verkehr und Lagerei (+1,6%), Erziehung und Unterricht (+1,3%), Information und Kommunikation (+1%) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (+1%) auf.

Schwächer war die Entwicklung in der Baubranche (+0,9%), Handel/Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen (+0,8%), Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+0,7%) sowie Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren (+0,6%). In der öffentlichen Verwaltung habe es keine Lohnerhöhungen gegeben.

Von den Effektivlohnanpassungen sind nach Aussagen des BFS etwas mehr als 480'000 Personen betroffen, von den Abschlüssen zu den Mindestlöhnen rund 1,36 Millionen. (aeg/awp/sda)

Zeitungen austragen für einen Hungerlohn

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Die Zukunft der Wirtschaft

Neue Zölle, neue Zäune: Warum sich die Ära des freien Handels ihrem Ende zuneigt

Link zum Artikel

Wenn wir Glück haben, behalten uns die Roboter als Haustiere

Link zum Artikel

Bundesrat gibt zu: Das Bedingungslose Grundeinkommen kostet 25, nicht 153 Milliarden Franken

Link zum Artikel

Wohlstand ohne Wachstum ist möglich – oder warum der kapitalistische Velofahrer nicht umfallen muss

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben das erste 5G-Handy der Schweiz ausprobiert – und es ist ziemlich spektakulär

Link zum Artikel

16 Fakten, die wir viel zu spät (ODER ERST JETZT!) gecheckt haben 🤯

Link zum Artikel

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

25 geniale Erfindungen, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

Link zum Artikel

Über Nacht blind – die Geschichte vom Aushängeschild des Zürich Marathons

Link zum Artikel

Tödlicher Hefepilz – warum Candida auris so gefährlich ist

Link zum Artikel

«Die unendliche Geschichte» wird 35 – das wurde aus den Darstellern

Link zum Artikel

Stell dir vor, du bist Anwältin für Menschenrechte und die «Bunte» schreibt über deine Haare

Link zum Artikel

Samsung will nicht, dass du diesen Bericht zum Galaxy Fold siehst

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
sentifi.com

Watson_ch Sentifi

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Garp 16.11.2018 14:28
    Highlight Highlight Und die Krankenkassenprämien zählen nicht mal im Teuerungsindex.
  • Jute-statt-Plastik-Tagträumer 16.11.2018 13:43
    Highlight Highlight Ich habe 3 Kinder und kein Geld ... warum kann ich nicht keine Kinder haben und drei Geld ... !!! :(
  • Chili5000 16.11.2018 13:37
    Highlight Highlight Ich arbeite in einem Bullshit-Job, wie sieht es da aus?
    • MatzeTatze 16.11.2018 14:03
      Highlight Highlight Leicht besch.. bewölkt.
    • Chili5000 16.11.2018 14:34
      Highlight Highlight @MatzeTaze
      Dache es mir schon...
  • TactixX 16.11.2018 11:05
    Highlight Highlight Lohnerhöhung?
  • DonSaiya 16.11.2018 10:30
    Highlight Highlight Welche Lohnerhöhung???
    Seit 8 Jahren keine mehr gesehen. Nimmt mich wunder wieviel Minus da entstanden ist...
    • Oh Dae-su 16.11.2018 11:15
      Highlight Highlight Laut Preisrechner des Bundes hast du von 2009 bis 2017 sogar 1.1% Plus gemacht ;)
    • DonSaiya 16.11.2018 12:06
      Highlight Highlight hui nice, da freu ich mich auf die nächste nicht Erhöhung :-)

      #läuftbeimir

Vaterschaftsurlaub spaltet die Kantone in 4 Lager – wer für die grosszügigste Variante ist

Manche Kantone sind strikt gegen bezahlte Freitage für Väter von Neugeborenen – andere wollen lieber gleich einen Elternurlaub.

Anhänger des Föderalismus nutzen den Begriff gerne als Schimpfwort: Nationalisierung. Damit ist die Kritik verbunden, dass die Kantone oft mit einer Stimme sprechen. Stellungnahmen zu Vernehmlassungen des Bundes kommen zuweilen aus einem Guss daher. Doch die viel beschworene Einheit hat ihre Grenzen – das zeigt sich bei gesellschaftspolitischen Fragen eindrücklich: Aktuell spaltet der Vaterschaftsurlaub die Kantone. Sie sind sich uneins darüber, wie viele bezahlte Freitage ein Vater nach …

Artikel lesen
Link zum Artikel