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Ricola braucht zwei Zertifikate, um die Bonbons in den gewünschten Märkten vertreiben zu können. bild: zvg

Unternehmen betreiben viel Aufwand für Halal – und ernten dafür Kritik

Für globale Unternehmen sind Halal-Zertifikate wichtig – häufig müssen sie gleich mehrere beantragen. Grund dafür, dass sich viele Unternehmen für eine Zertifizierung entscheiden, ist der Zugang zu den stark wachsenden Schwellenländern.

Rebekka Balzarini / ch media



Toblerone ist jetzt halal. Das gab das Unternehmen diese Woche bekannt, und einigen Schoggi-Fans ist bei diesem Satz der Appetit vergangen. Jedenfalls ist das den Kommentaren in den sozialen Medien zu entnehmen. Auf Twitter und Facebook riefen einige Kommentatoren zum Boykott von Toblerone auf, weil sich das Unternehmen angeblich den islamischen Ernährungsvorschriften fügt.

Auch wenn Konsumenten teilweise überrascht auf die Neuigkeit reagiert haben, dass das Unternehmen Mondelez, dem Toblerone gehört, nun offiziell halal produziert: Mondelez ist kein Einzelfall. Auch andere Schweizer Unternehmen haben Produkte und Rohstoffe zertifizieren lassen.

Mit einem Zertifikat sichert ein Hersteller den Kunden zu, dass bei der Herstellung eines Produktes die islamischen Ernährungsvorschriften beachtet wurden. In diesem Herbst gab zum Beispiel die Basler Ricola AG bekannt, dass die Bonbons nun halal-zertifiziert sind.

Emmi liess die ersten Produkte sogar bereits im Jahr 2000 zertifizieren. Auch Nestlé, Wander, Maggi und Barry Callebaut besitzen Halal-Zertifikate. Nestlé betreibt gar ein eigenes Halal-Kompetenzzentrum in Malaysia. Dort werden verschiedene Produkte entwickelt und erforscht.

Für Weltmarkt notwendig

Grund dafür, dass sich viele Unternehmen für eine Zertifizierung entscheiden, ist der Zugang zu den stark wachsenden Schwellenländern. Von diesen haben viele eine grosse muslimische Bevölkerung, die jung und konsumorientiert ist. Das sagt Mounir Khouzami vom Swiss Arab Network.

«In Indonesien werden laut Zahlen der UNO im Jahr 2050 ca. 350 Millionen Menschen leben. Das ist ein riesiger Markt.»

Mounir Khouzami, Swiss Arab Network

Das Non-profit-Netzwerk hat zum Ziel, die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und den arabischen Ländern zu fördern. Als Beispiel für seine Aussage nennt er Indonesien. Die Schweiz hat mit dem Land am 16. Dezember ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. «In Indonesien werden laut Zahlen der UNO im Jahr 2050 ca. 350 Millionen Menschen leben. Das ist ein riesiger Markt», sagt Khouzami.

Indonesien gehört zu den Ländern, die ihre Bestimmungen bezüglich der Zertifikate verschärft haben. Ab 2019 tritt in Indonesien ein Gesetz in Kraft, welches verlangt, dass alle importierten Produkte mit einem Halal-Logo gekennzeichnet sind, welches spezifisch von den indonesischen Behörden vergeben wird. Andere Länder wie Malaysia und Singapur haben eine ähnliche Praxis. Für Unternehmen ist das eine Herausforderung. Denn ein einzelnes Zertifikat reicht häufig nicht aus, um die Produkte in allen gewünschten Ländern vertreiben zu können.

Aufwendiger Prozess

Ein Lied davon singen kann etwa die Ricola AG. Die Bonbons von Ricola entsprechen zwar dem Standard des Halal Food Council of Europe (HFCE). Für den Vertrieb in Indonesien muss Ricola jetzt aber noch zusätzlich das lokale Zertifikat Majelis Ulama Indonesia (MUI) beantragen.

Ein Zertifikat zu erhalten, ist für die Unternehmen ein aufwendiger Prozess. Für jedes Zertifikat nehmen externe Experten alles unter die Lupe: die Warenherkunft, die Produktionsstätten und die Abläufe in der Herstellung. Die Überprüfung der Unternehmen wird von Personen vorgenommen, die sich mit Lebensmitteltechnologie auskennen und eine Ausbildung in islamischem Recht absolviert haben.

Wegen des grossen Aufwands wünschen sich viele Unternehmen ein einziges Zertifikat, welches überall Gültigkeit besitzt. Zum Beispiel Nestlé. Das Unternehmen lässt zwar offen, wie viele Zertifikate es jährlich beantragt. Auf Anfrage schreibt es aber: «Wir würden es vorziehen, wenn die verschiedenen Zertifikate abgestimmt wären und die Länder ihre Zertifikate gegenseitig anerkennen würden.»

«Ein Zertifikat mit weltweiter Gültigkeit wäre praktisch und deshalb zu befürworten.»

Nestlé

Nestlé sei mit verschiedenen Regierungen in Kontakt, um dies zu erreichen. Auch Ricola wäre froh über eine Vereinheitlichung. «Ein Zertifikat mit weltweiter Gültigkeit wäre praktisch und deshalb zu befürworten», schreibt das Unternehmen.

Damit, dass bald nur mit einem Zertifikat in alle Länder exportiert werden kann, rechnet Farhan Tufail, der Gründer der Schweizer Firma HCS, nicht. Ein Grund dafür ist laut Tufail, dass es zwischen den muslimischen Ländern Unterschiede gibt, wie streng sie gewisse religiöse Vorschriften befolgen.

Dazu kommen wirtschaftliche Gründe: Landesspezifische Halal-Zertifikate seien auch Teil der Handelspolitik eines Landes, sagt Tufail. «Gerade grosse Länder wollen ihren Markt schützen. Sie bauen deshalb gewisse Hürden, um den Import zu kontrollieren.» Weiter spreche gegen eine mögliche Vereinheitlichung, dass die Zertifikate auch eine Einnahmequelle sind. Die Zertifikate müssen jährlich erneuert und bezahlt werden. 

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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 22.12.2018 22:53
    Highlight Highlight Wer in der Schweiz Lebensmittel verkaufen will, muss die Schweizer Lebensmittelvorschriften erfüllen. Wer in Indonesien Lebensmittel verkaufen will, muss die indonesischen Lebensmittelvorschriften erfüllen. So einfach ist das.
  • Kritiker 2.0 22.12.2018 21:34
    Highlight Highlight Das wäre in etwa so, als wenn man auf Wasserflaschen „Achtung, Wasser ist nass!“ aufdrucken würde. 🤷‍♂️
  • suxelisxn 22.12.2018 20:12
    Highlight Highlight ich finde es nur störend, dass immer mehr produkte immer wie weiter transportiert werden (stichwort klimawandel, energiewende usw.) das macht in diesem zusammenhang einfach gar keinen sinn.
  • Miikee 22.12.2018 19:53
    Highlight Highlight Es interessiert mich die Bohne, die Zertifikate werden eh nur aus Finanziellen gründen gemacht. Wenn keine Änderungen am Rezept gemacht wird, ist es sowieso egal.

    Nur sollten wir langsam von diesen Religiösen Sachen wegkommen und uns nicht darauf zubewegen. Uns ungläubigen wird in ihrem Land den Kopf abgeschlagen (aktuell, die zwei Backpackerinnen in Marokko), leben wie im Mittelalter, unterdrücken die Frauen usw. und nun verlangen sie, die Welt soll sich gefälligst für sie, die Religion ändern. Das geht gar nicht. Die Welt hat sich keiner Religion anzupassen, wir haben schliesslich bald 2019
  • Spooky 22.12.2018 18:39
    Highlight Highlight Weil der Freie Westen nur über das Geld funktioniert, hat uns der Islam bereits im Griff. Zieht euch warm an, das ist erst der Anfang!
  • Knäckebrot 22.12.2018 16:57
    Highlight Highlight Ich denke das Kontroverse am Ganzen ist, dass der Islam in seiner Dogmatik keine Extraansprüche anderer in eigenem Land gelten lässt. Wiederum stellen sie sehr viele an die anderen.

    Ich wohnte beispielsweise in einem Land, in dem ich während öffentlichem Essen während des Tages im Ramadan ins Gefängnis geworfen hätte werden können.
    • Barracuda 22.12.2018 18:56
      Highlight Highlight Guter Punkt! Wenn die muslimischen Länder auch so weltoffen und tolerant wären, dann könnte man darüber diskutieren. So nicht. Qualitätslabel sind gut und schön, aber religiöse Labels sind ein Unding.
    • Mutzli 22.12.2018 21:29
      Highlight Highlight Während der Islam an sich sicherlich Probleme mit Radikalismus hat, ist es trotzdem nicht hilfreich wenn man, so wie Sie jetzt gerade, Aussagen macht wie:"der Islam in seiner Dogmatik keine Extraansprüche anderer in eigenem Land gelten lässt. " Einerseits ist das nicht der gesamte Islam, von dem auch sehr viel liberalere Varianten existieren, und andererseits gibts das auch bei zahlreichen anderen Religionen. So z.B. massive Verfolgung von Homosexuellen durch Christen in Ghana, Zerstörung von Metzgereien in Indien, Gewalt in Israel wenn man den Sabbat nicht beachtet etc. pp.
    • Mutzli 23.12.2018 01:16
      Highlight Highlight Das soll auch gar nicht die unbestreitbaren grossen Probleme innerhalb des Islams beschönigen, aber um diese anzugehen und damit umzugehen ist es eben wichtig, nicht auf die Propaganda der Islam. Radikalen einzusteigen. Diese wollen ja, dass man ihnen glaubt, dass sie den einzig "wahren" Islam darstellen.

      D.h. der Islam ist eine abrahamistische Religion mit all ihren Vor- und (leider zahlreichen) Nachteilen und seine Anhänger Menschen wie alle anderen auch. Da bringt Fatalismus dann wenig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ujay 22.12.2018 16:55
    Highlight Highlight Ausser für Ewiggestrige, die immer noch nicht mitbekommen haben, dass die Welt nicht im 19. Jhd. stehengeblieben ist, ist diese Halalgeschichte uninterressant und laaaaangweilig.
  • nyon 22.12.2018 16:30
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist irreführend. Ob von watson rein informativ gewollt, lasse ich unbeantwortet, aber was es auslöst bei den Lesern zeigt sich in de Kommentaren.
    Hier wird Ökonomisches unter dem Deckmantel der Religion ausdiskutiert. Ich sehe nicht wo das Problem für manchen hier liegt? Ricola möchte weiter expandieren und weitere Märkte erreichen.Diese haben jedoch eine andere Nachfrage. Gestützt auf die Religion, haben sich da Kulturen entwickelt, die andere Voraussetzungen an die Produkte stellen. Will man diese Leute erreichen, so passt man seine Produkte an. Es ändert sich nichts für uns.
  • Domino 22.12.2018 15:43
    Highlight Highlight Halal nimmt in einigen Länder skurile Züge an und schliesst Andersgläubige von vielen Jobs aus, so dass ihnen nichts anders übrig bleibt als zu konvertieren.
    https://www.welt.de/politik/ausland/article156395867/Die-fragen-sogar-nach-Halal-Toilettenschuesseln.html
    • nyon 22.12.2018 16:39
      Highlight Highlight Dein erwähnter Artikel sagts ja schon im ersten Satz, es geht rein ums Geschäft! Man spielt damit, dass religiöse ‚Regeln‘ einer Auslegung bedürfen. Will man also viel Ware absetzen, so legt man diese Regeln zum eigenen Vorteil aus, auch wenn es skuril wird. Das Geschäft muss stimmen. Wenn ich vegane Produkte verkaufen will, dann sage ich sicher nicht ‚Tierprodukte und vorallem eins saftiges Steak sind so geil, ein Genuss!‘
  • Quacksalber 22.12.2018 14:56
    Highlight Highlight Gemüse ist jetzt auch vegen. Skandaaaaal.
    • Barracuda 22.12.2018 18:58
      Highlight Highlight Lustig? Was hat das mit rein religiösen Labels zu tun?
  • trichie 22.12.2018 14:44
    Highlight Highlight Ich denke man muss bei dieser Zertifizierung zwei Fälle unterscheiden:

    1) Das Produkt wird völlig losgelöst von religiösen oder sonstigen Gründen eh schon halal (oder koscher, vegan, gluten-free, etc.) produziert weil beim Herstellen einfach gar nix gemacht werden muss das dem widerspricht.

    2) Produktionsprozess oder Rezeptur ändern sich um allfällige Anforderungen zu erfüllen.

    Im ersten Fall ist es nur eine offizielle Bestätigung ohne jegliche Auswirkung auf uns, sprich eine Möglichkeit eine weitere Zielgruppe erschliessen. Über den zweiten Fall kann - und sollte - man hingegen reden😉
    • supremewash 22.12.2018 17:23
      Highlight Highlight Ich rede gerne über Punkt 2: Prozesse, Rezepturen und dergleichen mehr, werden in jeder Branche laufend angepasst um Produkte weiterhin produzieren und verkaufen zu dürfen - Auch im Inland - Es kräht einfach kein Hahn danach. Eine Halal-Norm gesellt sich für eine Firma schlicht zu den anderen regulatorischen "Langweilern" wie z.B. ISO oder der Schweizerischen Bedarfsgegenständeverordnung.
      (Mit deiner der Trennung der Punkte bin ich deshalb so auch nicht einverstanden.)

    • AdiB 22.12.2018 18:29
      Highlight Highlight Zu punkt zwei, je nach region schmecken jewwilige produkte anders. Z.bsp. kinder mischt in nuttela je nach geschmack der jeweiligen region mehr oder weniger cacao in ihrer mischung. Trink mal fanta in afrik, die enthält mehr zucker. Dies wird bei allen produckten so gehandhabt. Nichts ist ausgeschlossen. Wiessen sie das der golf in südamerika eine eckige limousine ist?
  • Randalf 22.12.2018 14:41
    Highlight Highlight Wo ist das Problem? An der Rezeptur wurde ja nichts verändert und ich ich glaube auch nicht, das wir deswegen jetzt islamisiert werden. Es ist einfach ein weiters Label das Umsatz generieren sollte, was ja uns zugute kommt. Betreffs Arbeitsplätze und Steuern. Ich werde weiterhin ab und zu Toblerone essen.
    • zwan33 22.12.2018 16:46
      Highlight Highlight Nein, das ist viel schlimmer, das heisst, dass wir schon lange islamisiert sind, weil wir Halal-Toblerone gegessen haben, ohne es zu wissen! Das ist doch genau die schleichende Islamisierung von der Pegida seit langem spricht. Die haben das total durchschaut, im Fall!
  • Beggride 22.12.2018 14:23
    Highlight Highlight Wann wird dieses dogmatische, 2000 Jahre alte Lehre, die auch auf der ZU DIESER ZEIT AKTUELLEN Wissenschaft basiert endlich abgeschafft? Es ist doch längst bewiesen, dass weder Kuh-, noch Schweinefleisch sich grundsätzlich von anderen unterscheiden... Als ob man noch glauben würde, die Erde sei flach...
    • trichie 22.12.2018 14:33
      Highlight Highlight Der Islam ist etwa 1400 Jahre alt (Mohammed lebte um 600 rum), aber das was du schreibst stimmt schon zum Teil: Viele religiöse "Regeln" wie z.B. Kein Schweinefleisch im Islam waren damals sinnvoll (wird in heisse Länder ohne Kühlmöglichkeit schnell schlecht) und es war gut für die Leute, dass sie unter dem Mantel der Religion existierten. Das ist aber alles heute überholt und alle (auch das Christentum) Religionen haben extreme Probleme damit, diesen Sprung zu schaffen.
    • poks 22.12.2018 14:45
      Highlight Highlight Weisst du was der Papst so alles raus lässt? Und das hier!
    • Astrogator 22.12.2018 16:11
      Highlight Highlight Katholische Kreise wollen Schwüle heilen und sind sogar eine Landeskirche.

      Fakt ist nun mal: sobald Religion ins Spiel kommt wird es primitiv, egal welche.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vanessa_2107 22.12.2018 13:54
    Highlight Highlight Was heisst denn das genau "halal zertifiziert"? Hat das mit dem grauenvollen Schächten zu tun? Asking for myself and different friends...
    • will.e.wonka 22.12.2018 14:05
      Highlight Highlight Unter anderem, ja, aber zum Beispiel auch dass die Produkte keine Kinderarbeit „enthalten“ dürfen, keinen Alkohol und nichts, dass vom Schwein kommt. Ich kenne mich aber nicht so gut aus, dennoch denke ich nicht, dass für die Herstellung von Ricola oder Toblerone Tiere geschlachtet, geschweige denn geschächtet, werden müssen.
    • INVKR 22.12.2018 14:14
      Highlight Highlight Bei Fleischprodukten schon, bei Toblerone und Ricola natürlich nicht. Schächten ist übrigens in der Schweiz nach wie vor verboten.
    • Max Cherry 22.12.2018 14:21
      Highlight Highlight Richtig. Die Kakaobohnen für Toblerone werden von nun an vor der Verarbeitung geschächtet. Auf die gleiche Art und Weise bluten auch die Kräuter von Ricola aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Purscht 22.12.2018 13:53
    Highlight Highlight Nur weil etwas in den sogenannten sozialen Medien kritisiert wird heisst das noch lange nichts. Es ist ja inzwischen bekannt dass in den sozialen Medien die rechten Trolle eine der lautesten Stimmen haben. Dem durchschnittlichen Bürger ist so ein Zertifikat scheiss egal. Und genau Parteien wie der SVP oder der FDP sollte so ein Zertifikat ja gefallen, weil man damit den Standort Schweiz stärkt und die geliebten KMUs besseren Zugang zum Markt bekommen.
  • tzhkuda7 22.12.2018 13:53
    Highlight Highlight Ist nicht eh alles Halal was nicht alkoholisch ist respektive kein Blut mehr enthält?

    An Hallal find ich nur die Tiertötungsmethode äusserst abstossend.

    Behaupte mal mehr als 50% der Produkte im Regal sind ja sowieso halal ob sie das zertifikat haben oder nicht.
    • poks 22.12.2018 14:44
      Highlight Highlight Es geht um die Zertifizierung. Wie bei Bio. Oder EnergyStar
  • N. Y. P. 22.12.2018 13:53
    Highlight Highlight Sobald die Türkei als despotenfrei zertifiziert ist, kann ich wieder in die Türkei in die Ferien.

    Wieso ging es bis jetzt ohne diese hahal - Papiere ?
    Und jetzt plötzlich so ein Drama.
    • Oh Dae-su 22.12.2018 14:31
      Highlight Highlight Weil die Saudis und co. weiter fröhnlich ihren Wahabismus in der Welt verbreiten und mehr und mehr Muslime davon überzeugen, dass man sofort in die Hölle kommt, wenn man nicht 1:1 ihrer Islaminterpretation folgt.
  • Illyria & Helvetia 22.12.2018 13:43
    Highlight Highlight Ja, alles fügt sich dem Islam. Italienische Kirchen werden zu Moscheen, Schüler schwänzen für einen islamischen Feiertag den Unterricht und Restaurants bieten mittlerweile alkoholfreie Fondues an. Und jetzt das noch. Wo soll das alles hinführen? 😭
    • Ivana101 22.12.2018 13:53
      Highlight Highlight Wo werden italienische Kirchen zu Moscheen? Es gibt übrigens nicht-muslime welche alkoholfreies Fondue bevorzugen und auch für Kinder ist es gesünder.
    • Oh Dae-su 22.12.2018 13:54
      Highlight Highlight Alkoholfreie Fondues? 😍
      Gibt nichts schlimmeres, als in einem Restaurant ein Fondue zu bestellen und dann so eine Weinbrühe zu bekommen.
    • Charlie Brown 22.12.2018 14:13
      Highlight Highlight Ausgediente Kirchen wurden schon zu Kinos, Shoppingtempeln oder Restaurants. Warum nicht zu Moscheen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 22.12.2018 13:35
    Highlight Highlight Ricola ist keine Basler Firma, sondern eine Laufener..
    • Redly 22.12.2018 14:00
      Highlight Highlight Ost- oder West-Laufen?
      Wäre natürlich wichtig zu wissen...🤪
    • Charlie Brown 22.12.2018 14:20
      Highlight Highlight Ricola ist an der Baselstrasse in Laufen, Kanton Baselland domiziliert. Das ist doch schon recht viel Basel ;-)

      Basel ist einerseits eine Stadt, in welcher Ricola nicht ansässig ist. Andererseits spricht man in Bezug auf die beiden Halbkantone von den beiden Basel, zu welchen Laufen seit den Neunziger des letzten Jarhunderts absolut dazu gehört.

      Dein Kommentar zeigt übrigens eindrücklich, in was für engen Grenzen dein Weltbild stattfindet. Lokalpatriotismus at its best?
    • α Virginis 22.12.2018 14:37
      Highlight Highlight Der Name ist eigentlich "Richterich & Co., Laufen", kurz RICOLA
    Weitere Antworten anzeigen
  • m. benedetti 22.12.2018 13:30
    Highlight Highlight Ich fände es noch wichtig, dass Wild HALALI zertifiziert wäre, so dass ich sicher wäre, dass das Wildfleisch nicht aus einer Farm stammt, sondern wirklich in der Natur geschossen wurde.
    • Fumia Canenero 22.12.2018 14:15
      Highlight Highlight Was soll das Geblitze? Also ich find den witzig 👍🏾 (Halal-zertifiziertes thumbs-up)
    • Kane88 22.12.2018 15:14
      Highlight Highlight Geh dich mal informieren was HALAL Fleisch genau ist! 🤦‍♂️
      Das hat nichts mit der Natur zu tun. Sondern das ein Tier nicht wie bei uns - in einer modernen entwickelten Gesellschaft - so getötet werden muss, das der Tot sofort eintritt. Sondern auf bestialische Art und Weise, indem dem Tier die Kehle aufgeschlitzt wird und dieses nach langem Überlebenskampf qualvoll durch verbluten verrekt. Wer das gut findet ist entweder pervers oder hat sonst irgend eine geistige Störung.
    • Fumia Canenero 22.12.2018 15:39
      Highlight Highlight Es ging um Halali wie in der Jagdsprache, nicht um Halal. Es ist ein Wortwitz.
  • TanookiStormtrooper 22.12.2018 13:27
    Highlight Highlight Ich sehe da kein Problem. Wir haben ja verschiedenste Fair Trade und Bio Zertifikate und die Religiösen Moslems bekommen jetzt ihr Halal-Zertifikat. Ich habe kein Problem damit den Arabern Halal-Schoggi und Kräuterzucker zu verkaufen, besser als ihnen Waffen zu verkaufen ist es allemal. Oder lässt sich die RUAG ihre Granaten auch zertifizieren?
  • Oh Dae-su 22.12.2018 13:27
    Highlight Highlight "Das Non-profit-Netzwerk hat zum Ziel, die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und den arabischen Ländern zu fördern. Als Beispiel für seine Aussage nennt er Indonesien."

    Finde den Fehler ;)
    • Ich hol jetzt das Schwein 22.12.2018 14:17
      Highlight Highlight Indonesien ist nicht arabisch.
    • Oh Dae-su 22.12.2018 14:26
      Highlight Highlight Bingo!
      Zur Belohnung erhälst du einen halalen Keks 🍪
  • who cares? 22.12.2018 13:27
    Highlight Highlight Und die Kuh wird weiter gemolken auf der Jagd nach Klicks und Kommentaren...
  • reaper54 22.12.2018 13:22
    Highlight Highlight Schaut euch Mal Dogs of Berlin auf Netflix an, es zeigt ziemlich gut auf wie sich Arabische Clans ca. aufstellen und es zeigt die starke Hirarchie welche die muslimische Kultur in sich hat.
    All diese kleinen Schritte gehen in diese Richtung das kann zwangsläufig crüher oder später mit den westlichen Werten nicht aufgehen...
    • Max Cherry 22.12.2018 14:02
      Highlight Highlight Wenn du Dogs of Berlin für realistisch hältst, glaubst du bestimmt auch an den Samichlaus und den Osterhasen.
    • Kane88 22.12.2018 15:19
      Highlight Highlight Diese Tatsachen wollen die meisten User hier nicht höhren resp. lesen. 🤷🏻‍♂️
    • reaper54 22.12.2018 15:38
      Highlight Highlight @Max Cherry du hast keine Ahnung was da draussen wirklich läuft und ja ich kenne richtige Polizisten aus Deutschland und es existieren solche Zustände. Genauso, gibt es Deutsche Polizisten die lieber nach Afgahnistan gehen als in Deutschland zu Patroullieren. Das sind Tatsachen, also kommt
      und blitzt, ihr die eine Kultur sich hier breitmachen lasset ohne sie zu verstehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roterriese 22.12.2018 13:20
    Highlight Highlight Es ist Ende 2018 und wir diskutieren ernsthaft über religiöse Essenvorschriften 🤦🤦🤦🤦🤦?
    • Fumia Canenero 22.12.2018 14:23
      Highlight Highlight Ja und stell Dir vor: nicht die Rothschilds regieren die Welt sondern Konsumenten von Halal-zertifizierter Nahrung. Und bald werden uns nur noch Halal-zertifizierte Aluhüte vor den unzertifizierten Chemtrails schützen 😲!
    • Schiri 22.12.2018 15:32
      Highlight Highlight Ziemlich viel wtf in einem kommentar😂😂
  • Passierschein A38 22.12.2018 13:19
    Highlight Highlight Wenn die Ruag ihre Handgranaten für Syrien auch mit Halal beschriften müsste...
    • Knäckebrot 22.12.2018 16:59
      Highlight Highlight :) :) :)

      Waffen sind sowieso Halal. Nicht nur Halal, sondern schon fast heilig. Muhammad hatte neun (?) Schwerter und die hatten sogar einen eigenen Namen.

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