Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wegen kosovarischem Namen? Erst wollte Nora Rexha niemand, dann war sie die Beste

Der grosse Traum der Menzikerin Nora Rexha war die KV-Lehre – ihn zu verwirklichen war nicht einfach. Doch sie hat es allen gezeigt. Schliesslich hat sie die Lehre mit einer Note von 5,4 abgeschlossen. Und ausserdem kann sie nun auch Stapler und Bagger fahren.

Rahel Plüss / az Aargauer Zeitung



Nora Rexha az/HO

Nora Rexha hat bei Bertschi Mulden + Container Transport AG in Reinach die KV Lehre gemacht. Sie hat aber auch gelernt, Stapler und Bagger zu fahren.
Bild: az/Handout

Irgendwann nach der hundertsten erfolglosen Bewerbung um eine Lehrstelle hatte die Menziker Bezirksschülerin aufgehört zu zählen. «Es war frustrierend», sagt die heute 19-jährige Nora Rexha im Rückblick.

Jetzt freut sie sich, lacht übers ganze Gesicht, nippt entspannt an ihrem Mineralwasser in der Gartenbeiz und erzählt von ihrem Erfolg.

«Normalerweise haben immer die Banken und Versicherungen die besten Abgänger», sagt sie. «Dass wir als Recycling-Unternehmen jetzt zuvorderst dabei sind, ist ein schöner Erfolg für alle.»

Geschäftsführerin Sabine Frei-Bertschi

Zuerst wollte sie niemand, dann war sie die Beste. Das ist – zusammengefasst – die Geschichte von Nora Rexha.

Sie hat am KV Lenzburg Reinach im E-Profil als Beste ihres Jahrgangs abgeschlossen. Note: 5,4. Nora Rexha ist stolz. Sie hat es allen gezeigt – auch sich selber.

Der Erfolg hat ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Aber ihre Mühen, eine Lehrstelle in ihrem Traumberuf im Büro zu finden, sind nicht so schnell vergessen.

Noten oder Name schuld?

Während der Schulzeit waren ihre Noten nicht die besten. «In der dritten Bez habe ich nachgelassen, ich dachte, Schulnoten seien nicht so wichtig», erzählt die Lehrabgängerin.

Ihre Einstellung rächte sich bitter. Ein Jahr vor Schulschluss begann sie, Bewerbungen zu schreiben. Sie rief die Lehrbetriebe an, ging persönlich vorbei, aber es half alles nichts: Sie erhielt Absage über Absage.

Lag es nur an den Noten? Nora Rexha glaubt das nicht. Sie vermutet, dass die Absagen auch etwas mit ihrem kosovarischen Nachnamen zu tun haben.

Denn die Mitschüler mit Schweizer Nachnamen und ähnlichem Leistungsnachweis hätten schneller eine Lehrstelle gefunden als sie.

Vielleicht würden Schweizer bevorzugt, womöglich sei es den Betrieben einfach zu kompliziert, eine Lernende zu haben, die ihren Namen zehnmal am Tag buchstabieren müsse.

Aber das bleibt Spekulation. Es ist ihr auch nicht mehr so wichtig. Schliesslich hat es ja, gewissermassen in letzter Minute, doch noch geklappt.

Es war im Jahr 2012, einen Tag vor den Sommerferien. Die 4.-Bezlerin hatte noch drei Bewerbungen ausstehend. Zusammen mit ihren Eltern besuchte sie die Lehrbetriebe in der Hoffnung, dass es doch noch irgendwo klappen würde. Bei der dritten und letzten Firma hatte sie Glück.

Zwar konnte Nora Rexha bei der Bertschi Mulden + Container Transport AG in Reinach so kurzfristig keinen Lehrstellenvertrag bekommen, erhielt aber nach dem spontanen Reinschnuppern noch am gleichen Nachmittag ein Praktikum mit Aussicht auf die erträumte KV-Lehrstelle.

Nicht nur im Büro sitzen

Nora Rexha packte die Chance und bereute das Praktikumsjahr nicht. Sie konnte Erfahrungen sammeln, die ihr nachher in Lehre und Berufsschule zu Gute kamen, wie sie sagt.

Und es habe Spass gemacht, neben dem Bürojob auch praktisch mit anzupacken. «Stapler- und Baggerfahren ist cool», sagt sie und lacht. «Und ich habe gelernt, mich durchzusetzen.»

Auch Geschäftsführerin Sabine Frei-Bertschi freut sich über das Resultat ihrer Lernenden.

«Normalerweise haben immer die Banken und Versicherungen die besten Abgänger», sagt sie. «Dass wir als Recycling-Unternehmen jetzt zuvorderst dabei sind, ist ein schöner Erfolg für alle.»

Gleich zur Assistentin gemacht

Nora Rexha bleibt in einem 60-Prozent-Pensum bei der Bertschi Mulden + Container Transport AG, daneben will sie berufsbegleitend die Matura nachholen, um nachher an der Fachhochschule «irgend etwas Richtung Wirtschaft» zu studieren.

Ihre Chefin hat sie vertraglich gleich zur «Assistentin der Geschäftsleitung» gemacht – vorsorglich, wie Sabine Frei-Bertschi mit einem Augenzwinkern sagt: «bevor mir sie jemand aus dem Betrieb wegschnappt.» (aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

«Mini Lehr und ich»

Abonniere unseren Newsletter

33
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tiger9 27.07.2016 05:54
    Highlight Highlight Ich arbeite in einem, aus Sicherheitsaspekten betrachtet, äusserst sensiblen Umfeld mit vielen Fachleuten zusammen und bin dabei jeweils in der Rolle des Auftraggebers. Es sind deutlich mehr einheimische Namen, die da durch die Sicherheitsüberprüfung rasseln. Gerade mit Leuten, die Wurzeln im Kosovo haben (und meist eingebürgert sind), mache ich meistens sehr gute Erfahrungen. Sie haben gute Umgangsformen, sind bescheiden, aufrichtig, seriös bei der Sache und kompetent.
  • Jay Bee 15.07.2016 00:55
    Highlight Highlight Komme selber aus dem gleichen Dorf. Im Wynental sind albanisch sprechende Jugendliche trotz guten Leitungen im KV bereich ungern gesehen.
    • Tequila Mockingbird 19.07.2016 22:15
      Highlight Highlight Weshalb, wenn man fragen darf?
  • andersen 14.07.2016 23:56
    Highlight Highlight Das die Menschen überhaupt ein Nachnahmen hat, verdanken wir die Menschen, die dieser Gebrauch aus den Orient mitgenommen hat.
    Mein Cousin war 2 Jahre in Albanien als Friedenstruppe (Nato) er hat die Menschen, als sehr Gastfreundlich erlebt, Albanien ist ein Beitrittskandidat der EU, sie werden 7 Jahre geprüft, weil Albanien weiss, dass der EU die Grundrechte schützen. Auch der kulturelle Vielfalt in Europa, die in ein moderne Gesellschaft passt.
    Das heisst aber auch, dass man in ein Gastland sich ein wenig zurücknimmt und nicht mit fremdem Fahnen provozieren.
  • humpfli 14.07.2016 23:05
    Highlight Highlight Hauptsache, das Problem auf den Namen schieben. Sie hatte schlechte Noten, logisch musste sie für eine Stelle kämpfen. Was der Vergleich betrifft, die anderen hatten sich vielleicht mehr bemüht? Auch diese bekamen die Stelle nicht in den Arsch geschoben und mussten Bewerbungen schreiben. Zudem kommt es bei der Bewerbung nicht nur auf die Noten, sondern auch auf die Bewerbungsunterlagen und die Persönlichkeit an. Einfach mal so alles auf den Namen schieben finde ich schwach. (Natürlich mag es sein, dass es wirklich solche Fälle gibt, aber dann soll man auch Argumente bringen)
  • STERNiiX 14.07.2016 22:58
    Highlight Highlight War bei uns in der Schule schon die Hauptausrede der Kosovaren. Übrigens nur der Kosovaren. Portugiesen, Libanesen, Türken, Kroaten usw. habens alle ohne jammern durchgestanden auch wenn sie über 100 Bewerbungen geschrieben haben. Da ich mit diesen Kosovaren befreundet war und bin hätte ich ihnen niemals sagen können dass es an ihrer faulen Art und ihren kopierten Bewerbungen lag. Letztens haben wir darüber geredet und gelacht, sie haben dann gemeint dass sie sich selbst auch nicht eingestellt hätten.
    Bei dem Fall kommt noch dazu dass sie sich fürs KV beworben hat.
    Nur 100 Bewerbungen? Really?
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 14.07.2016 15:49
    Highlight Highlight Mich kotzt dieses hinterwäldlerische Denken in Teilen der Schweizer Bevölkerung echt an. Diese Idiotie von Nationalismus stinkt bis zum Himmel. Und dabei meine ich als Albaner und Schweizer alle im Land vertretenen Ethnien. Viele haben ein Problem mit unserer kulturellen Vielfalt. Ich weiss aber nicht wieso. Was macht einen Menschen so arrogant und ignorant, dass er denkt, seine Ethnie sei besser? Das ist kein Denken des 21. Jahrhunderts und kein humanistisches. Zum Glück wächst aber eine Generation heran, die nicht so eingebildet mit ihrer Herkunft ist.
  • Firefly 14.07.2016 15:20
    Highlight Highlight "Wer nichts wagt der nichts gewinnt" gilt auch für Arbeitgeber bei der Stellenbesetzung.
  • kettcar #lina4weindoch 14.07.2016 13:07
    Highlight Highlight Ich hab am letzten Schultag erst meine Lehrstelle bekommen, trotz schweizerischem Namen... und wisst Ihr was? Die hatten recht, ich hab ziemlich abgekackt... Knapp bestanden aber wirklich sehr knapp. Die Firmen die mir abgesagt haben hatten also recht.
  • john waynee 14.07.2016 13:03
    Highlight Highlight Ich würde sie als ranghohe Politikerin im Kosovo einsetzen. Dies würde nicht nur ihrem Ursprungsland gut tun, da intelligente Leute auch dort gefragt sind. Zudem könnte sie einen wichtigen Beitrag zur Prosperität des Kosovo leisten.
    • FrancoL 14.07.2016 13:41
      Highlight Highlight Naja ich denke solche fähige junge Damen können wir bestens in der Schweiz brauchen oder stört Dich der Migrationshintergrund. Du scheinst mir nicht zu denen zu gehören die sich viel Gedanken über die Prosperität anderer Länder machen.
    • john waynee 14.07.2016 13:51
      Highlight Highlight FrancoL sehr wohl mache ich mir Gedanken über die Prosperität anderer Länder. Diese Dame mit ihrer kompetenten Ausbildung und Talent könnte vor Ort verhindern, dass nocht mehr "Flüchtlinge" aus dem Kosovo nach DE / CH kommen. Win Win also für alle Beteiligten.-
    • Human 14.07.2016 14:37
      Highlight Highlight Wir schicken doch "unsere" KV Lehrlinge auch nicht in den Bundesrat nachdem sie ihre Lehre abgeschlossen haben? ^^ sry aber ich versteh den Kommentar irgendwie nicht...
      Jedes Jahr schliessen tausende Menschen mit Migrationshintergund in der Schweiz ihre Ausbildung ab überrascht sie das oder wie? Darf ich nun in den deutschen Bundestag? ^^

    Weitere Antworten anzeigen
  • Lezzelentius 14.07.2016 12:37
    Highlight Highlight Ob aus Kosovo oder Albanien: Die Namen der Leute sind alle albanisch. "Kosovar, Kosovarisch" beschreibt lediglich die Nation im staatlichen Sinne.
  • NWO Schwanzus Longus 14.07.2016 12:33
    Highlight Highlight Ich kenne etliche Leute mit Ausländischen Namen und guten Leistungen die eine Stelle fanden ohne grössere Probleme. Ich glaube nicht das es am Namen lag, denn gerade bei einer Stelle wie KV bewerben sich zum Teil hunderte von Arbeitssuchenden. Und viele mit Ausländischen Namen die es oft schaffen die Stelle zu kriegen. Ich meine das man nur energisch suchen muss. Ausserdem als ich die Lehre abgeschlossen hatte (erfolgreich) waren viele mit Migrationshintergrund die es auch schafften. Heute zu sagen das man weil man Rexha heisst nicht eingestellt zu werden finde ich falsch.
    • FrancoL 14.07.2016 13:33
      Highlight Highlight Du findest es falsch, aber es ist eine Tatsache. Wenn Du dies wie üblich nicht wahrhaben willst weil Deine Welt die einzig richtige ist, dann sprich einmal mit den Lehrlingsbeauftragten der Stadt Zürich. Die werden Dir leider mitteilen, dass es wirklich zum Problem werden kann, wenn der Name einen gewissen Klang hat.
    • NWO Schwanzus Longus 14.07.2016 13:53
      Highlight Highlight Es ist kein grosses Problem FrancoL. Tut mir leid dir das zu sagen aber ich kenne Kollegen die in Berufs Klassen gehen wo viele einen Migrationshintergrund haben. Eher sind die Leute das Problem die solchen Stellensuchenden mit Ausländisch klingenden Namen ein Problem einreden wollen. So nimmt man ihnen die Motivation. Kann sein das es früher so war, aber heute ist es ganz sicher nicht mehr so gross. Klar gibt es das, aber sehr sehr selten!
    • john waynee 14.07.2016 13:54
      Highlight Highlight FrancoL schon mal überlegt weshalb man diese Vorbehalte bei Leuten aus dem Kosovo hat und nicht bei allen anderen Ländern dieser Welt? Wäre einen Gedanken wert oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Human 14.07.2016 11:56
    Highlight Highlight Ich glaube schon das, dass passiert das jemand aufgrund des Namens abgelehnt wird - andererseits kann man auch je nachdem wo man her kommt heissen wie man will das Foto verrät auf den ersten Blick das man einen ausländischen Hintergrund hat.

    In dem Artikel kommt aber auch ein bisschen zu kurz das sich bei KV Stellen pro Stelle minimum 50 Bewerber melden? Und das ist noch gering geschätzt...und dann ist schon klar das sie mit mittelmässigen Noten eine Absage nach der anderen bekommt.
    Trotzdem Glückwunsch zur erfolgreichen Lehre :)
  • FrancoL 14.07.2016 10:18
    Highlight Highlight Ich gratuliere der jungen Frau und freue mich dass Hartnäckigkeit zum Erfolg führen kann. Gleichzeitig muss ich als Lehrmeister feststellen, dass tatsächlich heute immer noch Lehrstellen mitunter nach dem Nachnamen der Bewerber vergeben werden, dies bestätigt mir auch die Tatsache dass häufig Lehrer von BewerberInnen aufrufen und die Leistungen ihrer Lehrlinge mit fremd klingenden Namen zu begründen und zu versuchen eine Gleichbehandlung zu stützen.
    • andersen 14.07.2016 10:57
      Highlight Highlight Francol

      Ein sehr gute Einstellung.
  • wunderfitz 14.07.2016 10:15
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wo das Problem mit den ausländischen Namen sein soll. Ich war gestern am Abschluss der Berufsschulen Bülach. Viele der erfolgreichen Auszubildenden haben "ausländische" Namen. Eine Frau hatte ein Kopftuch. Unser Betreib hat seit 2003 5 Lehrlinge ausgebildet. Nur einer davon hatte einen typischen Schweizernamen. Die andern Serbisch, Italienisch, Kroatisch, Türkisch.
    Alles freundliche, tolle und motivierte junge Menschen.
    • FrancoL 14.07.2016 11:02
      Highlight Highlight Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Wir sind weiter als noch vor 5-10 Jahren, aber gewisse Nachnahmen sind heute immer noch ein Garant für eine Rückstellung bei der Lehrstellensuche.
      Man darf nicht immer von seiner Warte aus beurteilen.
    • Randy Orton 14.07.2016 11:50
      Highlight Highlight Es ist tendenziell sicher schwieriger, eine Lehrstelle zu finden mit ausländischem Namen. Es gibt immer noch Chefs, die wenn sie die Wahl zwischen Müller und -vic haben, nicht auf die Leistung sondern auf den Namen schauen. Habe ich bei etlichen Schulkameraden gesehen, die mit guten Noten abgeschlossen haben und es schwieriger hatten, als Schweizer mit schlechteren Noten.
  • pamayer 14.07.2016 10:09
    Highlight Highlight Das tönt wie weihnachten und ist es auch.
    Herzliche gratulation der bertschi ag, dass sie eine kosovo-stämmige einstellte und herzliche Gratulation dir nora, dass du's allen gezeigt hast.

    Und dass sie nun 'vorsorglich' zur Assistentin der gl gewählt wurde ist Weihnachten hoch 2.

    Grossartig!

Gratis-Kita: SP-Wermuth will Familien helfen – mit einem umstrittenen Vorschlag

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Deshalb verlangt er in einem Vorstoss, dass der Zugang zu Kindertagesstätten vereinfacht wird.

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will, dass Bund und Kantone die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und gemeinsam für ein Angebot an familienexterner Betreuung sorgen, das dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Die Idee sei, dass tiefe und mittlere Einkommen keine direkten Beiträge mehr bezahlen, so Wermuth.

In seiner parlamentarischen Initiative verlangt er, dass sich Bund, Kantone und Arbeitgeber angemessen an den Kosten beteiligen. «Das Gesetz müsste den …

Artikel lesen
Link zum Artikel