Schweiz
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Menschen demonstrieren waehrend der Aktion von Arbeitnehmenden zum Arbeitnehmerrecht

Kundgebung der Gewerkschaften am Mittwoch vor dem Bundeshaus. Bild: KEYSTONE

«Rote Linie» vor dem Bundeshaus: «Wir verteidigen Löhne und Arbeitsbedingungen»



Mit einer symbolischen «Roten Linie Arbeitnehmerrechte» haben die Gewerkschaften am Mittwochmorgen vor dem Bundeshaus für die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit demonstriert.

Rund 200 Personen stellten sich hinter ein 80 Meter langes rotes Transparent mit dem dreisprachigen Slogan «Wir verteidigen Löhne und Arbeitsbedingungen». Damit protestierten die Gewerkschaften gegen die Pläne, «die heutigen flankierenden Massnahmen auszuhöhlen», wie der Gewerkschaftsbund in einer Mitteilung schreibt.

Cassis und Schneider-Ammann im Visier

Ins Visier nehmen die Gewerkschaften dabei die beiden FDP-Bundesräte Ignazio Cassis und Johann Schneider-Ammann, welche die flankierenden Massnahmen dem Rahmenabkommen Schweiz-EU unterstellen wollten «und damit die Binnenmarkt-Hardliner in der EU über den effektiven Lohnschutz in der Schweiz entscheiden lassen.»

Der Abbau des Lohnschutzes sei aber für die Arbeitnehmenden nicht verhandelbar. Die Gewerkschaften verlangen, dass der Bundesrat die von ihm mehrfach bestätigte «rote Linie» durchsetzt und die flankierenden Massnahmen nicht dem Rahmenabkommen unterstellt.

EU verlangt Entgegenkommen

Anfang August hatten die Gewerkschaften beschlossen, Gespräche über Anpassungen der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit zu boykottieren, weil sie eine Schwächung des Lohnschutzes befürchten.

Menschen demonstrieren waehrend der Aktion von Arbeitnehmenden zum Arbeitnehmerrecht

«Rote Linie» auf dem Bundesplatz. Bild: KEYSTONE

Die EU verlangt von der Schweiz ein Entgegenkommen bei den flankierenden Massnahmen. Diese sind nach Ansicht der EU-Kommission nicht mit der Personenfreizügigkeit vereinbar.

Die flankierenden Massnahmen gehören jedoch zu den roten Linien des Bundesrats in den Verhandlungen mit der EU. Diese Haltung hatte die Regierung vor der Sommerpause bestätigt und gleichzeitig beschlossen, die Sozialpartner zu den flankierenden Massnahmen zu konsultieren. (whr/sda)

Die Player der Schweiz-EU-Verhandlungen

Bekommen wir 2018 zu wenig Lohn?

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 06.09.2018 06:31
    Highlight Highlight Wenn trotz flankierenden Massnahmen (FLAM) die Schweiz jährlich bis zu 80'000 Netto-Zuwanderer aufnehmen muss, so lösen diese das Grundproblem der übermässigen Zuwanderung mit seinen sozialen, infrastrukturellen und integrativen Folgekosten nicht. Es braucht neben den FLAM eine wirksame Beschränkung der Zuwanderung, wie das viele grosse aussereuropäische Länder seit langem erfolgreich praktizieren und wie das Artikel 121a Abs.2 BV auch vorschreibt.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 05.09.2018 12:13
    Highlight Highlight Kann man nicht einfach ein Leerzeichen in den Gesetzestext einfügen und der EU mitteilen man habe ihretwegen einen Finger krumm gemacht?

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