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Daten

Daten, überall Daten. Ob es uns passt oder nicht. Wir senden ständig Daten. bild: shutterstock

Interview

Personentracking am Kiosk: «Man muss die Menschen schützen, nicht die Daten»

Valora weiss, wohin wir gehen. Die Kioskbetreiberin verfolgt uns mit Sensoren am Hauptbahnhof Zürich. Ist das erst der Anfang? Was geschieht in Zukunft mit unseren Daten? Martin Steiger, Rechtsanwalt und Sprecher der Digitalen Gesellschaft Schweiz, sagt im Gespräch, warum die Daten immer unkontrollierbarer werden, was uns die Swisscom vorenthält und wie wir uns schützen können. 



Die Kioskbetreiberin Valora wertet momentan in einem Pilotprojekt am Zürcher Hauptbahnhof die Bewegungsprofile ihrer Kunden aus. Ist das heikel? 
Martin Steiger:
In solchen Fällen stellt sich immer die Frage: Sind es personenbezogene Daten oder nicht? Lautet die Antwort darauf Ja, muss im Zweifelsfall die Einwilligung der Betroffenen eingeholt werden. 

Ab wann handelt es sich bei Daten um solche, die sich auf Personen beziehen? 
Daten sind personenbezogen, wenn sie zumindest mittelbar einer bestimmten Person zugeordnet werden können. Valora sagt, sie sammle nur die Daten, die Smartphones freiwillig senden. Und: Die Daten würden anonym ausgewertet, die Handy-Besitzer seien Valora nicht bekannt. Wenn das stimmt, ist datenschutzrechtlich alles im grünen Bereich. Valora muss keine Einwilligung einholen und benötigt auch keinen anderen Rechtfertigungsgrund.

ARCHIV - ZUR MELDUNG ZUM RUECKRUF DER MARS-RIEGEL DURCH MARS SCHWEIZ AG UND DEN VERKAUFSTOPP BEI VALORA STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Der Kiosk der zur Valora Gruppe gehoerenden ''k kiosk'' , im Bahnhof Bern, am Montag, 10. November 2014 in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Valora weiss, was der Kunde nach dem Kioskbesuch tut.  Bild: KEYSTONE

Der Brezelkoenig, ein Imbissstand auf dem Perron, aufgenommen am Donnerstag, 22. August 2013, im Bahnhof Winterthur. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der Brezelkönig gehört auch zu Valora. Bild: KEYSTONE

Aber ist es denn nicht so, dass wir immer öfter unfreiwillig solche «freiwilligen» Daten in die Gegend senden und keine Kontrolle mehr darüber haben?
Doch. Wir leben in einer Welt, in der unglaublich viele Daten vorhanden sind. Das führt zu einem Kontrollverlust. 

«Die Swisscom müsste uns alle unsere Daten zugänglich machen.»

Martin Steiger

Wie sollen wir diesem Kontrollverlust begegnen?
Das ist die grosse Frage. Rechtlich gibt es fast keine wirksamen Instrumente unsere Daten, die in irgendwelche Hände fallen können, zu schützen. Recht dient traditionell der Steuerung. Das geht bei Daten kaum noch, sie sind allgegenwärtig. Beim aktuellen Beispiel im Hauptbahnhof sucht das Smartphone nach WLAN-Access-Points und liefert so freiwillig Daten an Valora und andere. Es wird immer neue Wege geben an Daten zu kommen und das Recht wird immer zu spät sein.

Gibt es andere Wege, wie wir uns schützen können? 
Sie können WLAN und Bluetooth abschalten oder gleich das ganze Smartphone offline stellen. Aber das macht kaum jemand. Ohne Smartphone kann das Leben heute ziemlich schnell unbequem werden. 

Martin Steiger

Martin Steiger ist Rechtsanwalt und Sprecher der Digitalen Gesellschaft Schweiz.  bild: zvg

Wenn wir ein Smartphone haben, sind wir also ausgeliefert?
Schauen Sie. Die Daten sind heute nun einfach mal da und wir müssen uns fragen, was wir damit machen. 
Personentracking ist nicht nur negativ. An Bahnhöfen und Flughäfen kann man dadurch beispielsweise wissen, wo sich die meisten Menschen wann aufhalten und man kann sich unter anderem auf Notfälle vorbereiten. Daten sind wertvoll und wir sollten auf keinen Fall zu viele Verbote schaffen. Aber wir sollten auf unsere eigenen Daten, die wir immer weniger kontrollieren werden können, Zugriff haben. 

«Es darf keine Diskriminierung aufgrund der Daten geben.»

Martin Steiger

Wie soll das gehen?
Nehmen wir das Beispiel Swisscom. Der Telekomriese verwertet unsere Daten kommerziell, gibt sie uns aber nicht weiter. Das ist falsch. Die Swisscom müsste uns alle unsere Daten zugänglich machen. Es müsste also ein Gesetz geschaffen werden, das dafür sorgt, dass wir ein Recht auf die Kopie der eigenen Daten haben. 

Warum ist Ihnen das so wichtig?
Weil es keine Diskriminierung aufgrund von Daten geben darf. Nehmen wir Smartwatches, die Fitness-Daten an die Krankenkassen liefern können. Sagt die Kasse, die Prämie werde teurer, weil die Daten ergeben hätten, dass sich die betreffende Person zu wenig bewegt hat. Weil heute diese Person keinen Zugriff auf die eigenen Daten hat, kann sie sich nicht wirksam wehren. Man muss also die Menschen schützen, nicht die Daten. Auch die verwendeten Algorithmen sollten zugänglich sein. 

Bild

Daten sind unkontrollierbar. bild: shutterstock

Interessieren sich Jugendliche eigentlich überhaupt für den Umgang mit Daten oder ist es ihnen einfach egal, weil sie damit aufgewachsen sind?
Man darf nicht den Fehler begehen, die heutigen Teenager zu unterschätzen. Sie gehen normalerweise nicht fahrlässig mit ihren Daten um. Herkömmliche soziale Medien wie Facebook oder Twitter meiden sie tendenziell, weil sie öffentlich sind. Sie bewegen sich lieber in geschlossenen Umgebungen auf Instagram, Snapchat oder WhatsApp

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685

  • Warum sollte es mich? Ich habe keine Geheimnisse. 5%
  • Auf jeden Fall. Ich versuche, mich so gut wie möglich zu schützen. 69%
  • Eigentlich schon. Aber die wissen eh alles. Ich habe es aufgegeben. 25%

Sind diese Gruppen auch wirklich privat oder gehen die Daten auch von dort weiter?
Es kommt darauf an, gegenüber wem privat.
Gegenüber der Öffentlichkeit sind sie es und das ist den Teenagern wichtig. Doch letztlich kommunizieren sie mit dem Smartphone, womit wir wieder beim Anfang sind. Mit dem Smartphone senden wir eine unkontrollierbar grosse Menge von Daten. An diesen Daten haben übrigens auch jene, die uns eigentlich schützen sollten, ein sehr grosses Interesse. 

FILE - In this July 25, 2016, file photo, a fan maneuvers his smartphone as he plays

Wer ein Smartphone mit sich trägt, sendet ununterbrochen Daten. Bild: Kin Cheung/AP/KEYSTONE

Ich verstehe nicht.
Der Staat, der Gesetze zum Schutz unserer Daten erlässt, hat selbst einen grossen und wachsenden Datenhunger. Die neuen Überwachungsgesetze, das revidierte BÜPF und das neue Nachrichtendienstgesetz, lassen grüssen. Mehr Sensoren, mehr Überwachung, mehr Daten aller Art. Gerade auch Bewegungsprofile sind bei Staat und Wirtschaft begehrt.

Wagen Sie eine Prognose? Wohin führt dieser Datenwahn? 
Die Macht der technischen Entwicklung ist unglaublich stark. Die Folge davon ist eine Realität mit immer mehr Daten bei gleichzeitigem Kontrollverlust. Wir generieren ständig Daten und diese Daten werden von anderen erfasst. Es wird immer einfacher, Daten zu beschaffen und diese zu verknüpfen. Es ist unmöglich vorherzusehen, was damit geschehen wird. Es wird aber mit Bestimmtheit so sein, dass diese Datenflut nicht nur negativ ist. Sie wird der Allgemeinheit auch nützen, sie wird unseren Alltag einfacher machen, allenfalls auch revolutionieren. Dafür müssen nicht Daten geschützt werden, sondern dort, wo es darauf ankommt, wir Menschen vor dem Missbrauch unserer Daten.

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Energize 20.12.2016 17:39
    Highlight Highlight Eine Frage an Watson: Was macht Ihr eigentlich mit den Ergebnissen eurer Umfragen?
    • Adrian Eng 20.12.2016 17:48
      Highlight Highlight Nichts. Die sollen den Usern als Mitmach-Element dienen und so den Artikeln einen Mehrwert bringen.
    • Energize 20.12.2016 18:37
      Highlight Highlight Danke :-)
  • X23 20.12.2016 13:23
    Highlight Highlight Das Problem mit diesem Tracking ist ein ganz grundsätzliches: Wie Falkvinge der schwedischen Piratenpartei schreibt:

    "all collected surveillance data will be abused and turned against the citizen, and that with a mathematical level of certainty."

    https://www.privateinternetaccess.com/blog/2016/10/theres-exactly-one-way-to-prevent-misuse-of-surveillance-data-to-never-collect-it-in-the-first-place/

    Solche Trackingbeacons sollten verboten werden. Aber das wird wohl kaum geschehen, da sich das ungebildete Volk ja bereit für das Nachrichtendienstgesetz ausgesprochen hat.

    Yay Tor.

  • The Writer Formerly Known as Peter 20.12.2016 08:12
    Highlight Highlight Hat da jemand einen Artikel oder Hintergrundwissen zur MAC Address Randomization in iOS 8 und Android 6? Leider wird nicht darüber berichtet. Weil man kann sich durch ein Upgrade leicht vor solchem Tracking schützen.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 21.12.2016 21:34
      Highlight Highlight Mal ganz abgesehen davon, dass MAC-Addressen-Randomisierung nicht ganz normengerecht ist, wird es dich auch nicht schützen. Du müsstest auch die IMSI, die IMEI und eigentlich deine ganze Privatsphäre und dich selbst gleich mit randomisieren, um dann quasi in der Unsichtbarkeit zu verschwinden, ohne dass es jemand merkt. ;)

      http://thehackernews.com/2016/11/imsi-track-cellphone.html
    • The Writer Formerly Known as Peter 22.12.2016 07:23
      Highlight Highlight Du hast nicht ganz verstanden, dass s nicht darum geht was Hacker alles machen könnten. Der Exploit wird hoffentlich bald einmal geschlossen. Es geht darum sich vor dem alltäglichen Marketinggedönse zu schützen und zum gläsernen Kunden zu werden. Ich entscheide immer noch selbst ob ich eine Cumulus Karte nutze. So soll es auch hier sein.
    • Töfflifahrer 22.12.2016 10:52
      Highlight Highlight http://mpact.zebra.com/documents/iOS8-White-Paper.pdf
    Weitere Antworten anzeigen
  • metall 19.12.2016 20:26
    Highlight Highlight Es braucht heute kein Smartphone mehr. Lasersensoren können heute ein Modell erstellen mit dem Geschlecht, Alter und Kleidung erkannt und wiedererkannt werden können. Ist bereits im Einsatz.
    • Firefly 20.12.2016 10:22
      Highlight Highlight Dann macht ja die Voll-Verschleierung langsam jenseits des religösen Kontext, wieder Sinn!?

      Muss man wirklich so weit gehen?
  • Homes8 19.12.2016 18:32
    Highlight Highlight Bin ziemlich sicher, wenn man die Smartphones mit Metallfolien beschichteten Tüten abschirmen kann, werden diese relativ bald aus naturschützerischen Gründen verboten.
    • Maett 19.12.2016 18:57
      Highlight Highlight @Homes8: kann man heute ja problemlos machen, nur: was nützt einem das Smartphone dann noch?
    • Homes8 20.12.2016 09:03
      Highlight Highlight Wenn man nicht auf Erreichbarkeit angewiesen ist, kann man sich so vor "Eletrosmog" Funkwellen des Smartphones schützen. Zudem bring man die Statistik der Datensammler durch die Datenlöcher gehörig durcheinander. Deshalb kann man wohl bei vielen Geräten die Akkus nicht mehr rausnehmen.
    • Töfflifahrer 22.12.2016 12:28
      Highlight Highlight @Homes: Ausschalten ist da möglicherweise eine einfachere Variante.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Siebenstein 19.12.2016 17:50
    Highlight Highlight Datensätze werden verkauft, wäre es nicht Recht und billig und diese Zahlungen, die dafür geleistet werden, anteilsmäßig an die Konsumenten rückzuvergüten?
    Da jeder das Recht auf seine eigenen Daten hat und die "Dienstleistung" eher als gering einzuschätzen ist, sollten vier Fünftel das absolute Minimum sein.
    Der Verbraucherschutz schläft aber leider selig den Schlaf der Ungerechten...
    • Siebenstein 20.12.2016 09:24
      Highlight Highlight Erweckt mein Statement wirklich den Anschein es ginge mir darum?
    • Firefly 20.12.2016 10:19
      Highlight Highlight Ja, das ist der Vertrag soweit; Du kriegst gratis Zugang, Die deine Daten. Und sie machen eine menge Geld mit deinen Daten.

      @29palms Geld gibs sowieso, die Frage ist, ob alle, die ihre Daten zur Verfügung stellen vergütet werden sollen oder ob nur einige wenige damit das grosse Geld machen.

      Die Gratis-Kultur hat aber noch weitere Nachteile. Zum Beispiel der Verlust von Professionalität.
    • Majoras Maske 20.12.2016 10:46
      Highlight Highlight 29palms,
      Ist der Status quo denn moralisch korrekter, wenn die Leute ihre Daten "freiwillig" geben - ob bewusst, unbewusst oder mit oder ohne Einwilligung - und andere mit dem Verkauf oder der Verwendung dieser Daten Geld und Gewinn erwirtschaften? Oder wie soll die Gesellschaft damit umgehen? Denn wer Daten und Privatsphäre mit Apellen zu schützen versucht, der scheint mir ein einsames Fähnlein im Wind zu sein. Müssten die Daten auch vom Individuum gekauft werden, wäre es nicht nur transparenter, sondern auch fairer. Und man könnte als Individuum immer "Nein danke" dazu sagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Homes8 19.12.2016 17:50
    Highlight Highlight Da die gesammelten Daten unter den Firmen ev. auch weitergegeben werden, ist eigentlich alles möglich.
    Auch personifizierte Analysen.
    • Homes8 19.12.2016 18:12
      Highlight Highlight
      Play Icon
  • Gantii 19.12.2016 17:06
    Highlight Highlight aha, und wie will man die menschen schützen, ohni die daten zu schützen?
  • Majoras Maske 19.12.2016 17:01
    Highlight Highlight Schade, dass sich die alte Forderung mit der Mikrotransaktion für die Daten nie durchsetzen wird. Müssten die Datensammler nämlich dafür bezahlen, wurden sie das vielleicht nicht mehr so schnell tun und der Datengeber hätte auch was davon, wenn er oder sie "freiwillig" Daten übermittelt.
  • Firefly 19.12.2016 16:51
    Highlight Highlight "Ohne Smartphone kann das Leben heute ziemlich schnell unbequem werden"

    Hab keins mehr und das Leben ist viel "bequemer" geworden.
    • demokrit 19.12.2016 17:04
      Highlight Highlight Ich hatte noch gar nie eins. :)
    • Ton 19.12.2016 17:45
      Highlight Highlight Und wie kommt ihr auf Watson? Wohl mit dem Internet zu Hause, welches noch geräusche macht! :D
    • Homes8 19.12.2016 17:46
      Highlight Highlight Da ich selbstständig erwerbend bin, bin ich aufs Telefon angewiesen. Ich bin je länger je mehr froh, dass ich immer noch nur ein Handy und kein smartphone habe!
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