Schweiz
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E-Bikes und -Trottis boomen in der Schweiz: Importe stiegen in 10 Jahren um das 20-fache



Bei Schweizern nimmt die Beliebtheit von E-Bikes und E-Trottinetts seit Jahren ungebrochen zu. Entsprechend boomen auch die Importe, die sich in den letzten zehn Jahren um fast das Zwanzigfache erhöht haben.

Elektroscooter E-Trottinett

Segen oder Fluch? Die E-Trottis polarisieren. Bild: shutterstock

Noch im Jahr 2008 belief sich die Importmenge von Motorrädern mit Elektromotor gerade mal auf 8'509 und jene von Motorrädern mit Kolbenmotor auf 45'812. Die Elektromotorräder machten somit anteilmässig lediglich 16 Prozent des Totals aus, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte.

Ab dann drehte der Trend deutlich: Während die Anzahl importierter Elektromotorräder stetig stieg und 2018 164'491 Stück erreichte, stabilisierten sich jene mit Kolbenmotor auf 44'530 Stück. Das Einfuhrvolumen Ersterer wuchs damit seit 2008 um fast das Zwanzigfache und erreichte einen Anteil von 79 Prozent an allen importierten motorisierten Zweirädern.

Obwohl sich das Volumen kolbenmotorgetriebener Motorräder zwischen 2008 und 2018 stabil entwickelte, ging ihr Anteil von 84 auf 21 Prozent zurück. Mit Blick auf das Zehn-Jahrestotal übertrafen die mit einem Elektromotor angetriebenen Motorräder die anderen um zwei Fünftel.

Importe stammen vor allem aus China

Im Jahr 2018 waren die Fahrräder mit Tretunterstützung - besser bekannt als E-Bikes - mit Abstand die wichtigste Kategorie (136'438 Stück) innerhalb der importierten Elektromotorräder. Damit machten E-Bikes mehr als vier Fünftel der elektrisch angetriebenen Motorräder aus. Die zweitwichtigste Kategorie, Trottinett und Stehroller, wies mit 16 Prozent einen deutlich tieferen Anteil aus (25'799 Stück).

Insgesamt drei Viertel der E-Bike-Importe stammten aus den drei Hauptlieferländern Deutschland, China und Taiwan. Die Einfuhren von Trottinetts und Stehrollern erfolgte fast ausschliesslich aus China (92 Prozent; 23'647 Stück).

Unterschiedlich präsentierten sich dabei die Importpreise beim Grenzübertritt je nach Land: 2018 kostete ein E-Bike aus Deutschland durchschnittlich 2'035 Franken, während eines aus China mit 910 Franken rund halb so viel kostete. Bei den E-Bikes aus Taiwan lag der Importpreis sogar über 2'200 Franken je Stück. Bei Trottinetts und Stehrollern betrugen die durchschnittlichen Importpreise bei Produkten aus China 244 Franken und bei jenen aus Deutschland 852 Franken pro Stück. (sda/awp)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 28.06.2019 06:26
    Highlight Highlight Jedes Gerät mit Akku ist grundsätzlich mal unökologisch...

    Es mag ja sein, dass solche Geräte weniger unökologisch sind als Benzin / Diesel etc.

    Aber sind wir einmal ehrlich: Wieviele dieser Geräte werden ernsthaft angeschafft um unökologischere zu ersetzen?

    10-20%?
  • Magnum 27.06.2019 13:27
    Highlight Highlight Der hohe Marktanteil von China bei den Trottinetts und Stehrollern und der tiefe Durchschnittswert der dort gefertigten Scooter und Roller legen eines nahe: Wir haben es in diesem Segment nicht mit Qualitätsware, sondern mit Wegwerf-Gütern zu tun. Mit Nachhaltigkeit ist das in keiner Weise vereinbar. Leider trifft dies auch auf die Flotten der Sharing-Anbieter zu. Auch hinter die Betriebssicherheit setze ich ein dickes Fragezeichen - wobei mir das Verhalten vieler Nutzer als grösserer Risikofaktor erscheint.
    • Kaspar Floigen 27.06.2019 15:56
      Highlight Highlight Das ist ein Vorurteil gegenüber chinesischen Produkten, dass schon längstens nicht mehr stimmt. Bei vielen Elektronikgeräten (Handys, Tablets, Staubsaugerroboter) sind billige chinesische Geräte am einfachsten zu reparieren, während die teuren westlichen und koreanischen Geräte keine Standardteile nutzen, um den Gewinn zu maximieren. Entwicklungszyklen in China sind so kurz, dass Standardteile verwendet werden müssen, die austauschbar sind. Dies entspricht der Designphilosophie, die in Shenzhen etc. vorherrscht.

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