Schweiz
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ZUR BERUFSAUSBILDUNG DER COIFFEUSE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Hairdresser apprentices of the hairstyling company Coiffina practice skills of their professio under the supervision of a teaching supervisor in the Coiffina Styling Academy in Glattbrugg, Switzerland, on May 2019, 29. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Coiffeuse-Lernende des Hairstyling-Unternehmens Coiffina ueben Fertigkeiten ihres Berufstandes unter Aufsicht einer Lehrbetreuungsperson in der Coiffina Styling Academy in Glattbrugg am 29. Mai 2019. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Coiffeuse-Lernende üben Fertigkeiten ihres Berufsstandes: Eine Studie zeigt, dass Lehren immer häufiger abgebrochen werden. Bild: KEYSTONE

Umfrage bei 798 Lehrbetrieben: Lehrlinge sind schlecht, faul und verwöhnt



Die Lehrstellenbörse Yousty hat eine Umfrage bei den Schweizer Ausbildungsbetrieben durchgeführt. 798 Personalverantwortliche und Berufsbildner haben geantwortet – und sie klagen durchs Band. Sie haben Mühe, Lehrlinge zu rekrutieren, weil die Jugendlichen den Ansprüchen der Erwachsenen nicht genügen.

Die Umfrage liegt «SonntagsBlick» vor und zeigt: Die Kritik ist vielfältig. Immer öfter würden Ausbildungen abgebrochen, monieren die Berufsbildner. Die Jugendlichen hätten immer weniger Ausdauer und würden von den Schulen nicht gut genug aufs Berufsleben vorbereitet.

«Das Handy-Zeitalter hat die Jugendlichen zu teilweise interesselosen Menschen gemacht», fasst Yousty die Antworten zusammen. 58,4 Prozent der Befragten finden, dass die Lehrlings-Rekrutierung schwierig sei. Ungefähr gleich viele geben an, dass die Besetzung der Lehrstellen diesen Sommer noch einmal komplizierter geworden sei als im Vorjahr. Von den befragten Lehrlingsverantwortlichen sind 58,7 Prozent weiblich.

Tendenziell finden es Frauen auch schwieriger geeignetes Lehrpersonal zu finden als ihre männlichen Berufskollegen. 60,4 Prozent der weiblichen Lehrlingsverantwortlichen klagen über ihre Nöte bei der Rekrutierung. Erschwerend kommt die Demografie hinzu, finden die Lehrlings-Profis. Denn nun kommen die geburtenschwachen Jahrgänge ins Lehrlingsalter.

Ein Lehrling bei der Arbeit an der Maschine im Unterricht an der Abteilung Lehrwerkstaette fuer Moebelschreiner an der baugewerblichen Berufsschule Zuerich, aufgenommen am 4. Maerz 2003. (KEYSTONE/Gaetan Bally) : FILM]

Ein Lehrling bei der Arbeit an der Maschine im Unterricht an der Abteilung Lehrwerkstätte für Möbelschreiner an der baugewerblichen Berufsschule Zürich. Bild: KEYSTONE

Die Personalverantwortlichen beklagen sich zudem über schlechte Noten, sehr junge Bewerber und über deren Bequemlichkeit. So seien viele nicht mehr bereit, einen Arbeitsweg in Kauf zu nehmen, der länger als 15 bis 20 Minuten dauert.

(ohe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • AngelitosHE 07.07.2019 16:45
    Highlight Highlight Anständige Ausbildung zu bekommen ist mindedtens gwnau so schwer!
  • My Senf 07.07.2019 16:45
    Highlight Highlight Willkommen bei der Generation Instagram! Überall sonst ist es schöner als bei einem selbst!
  • Malaga 07.07.2019 16:28
    Highlight Highlight Von meinen Kindern her finde ich es gerade für schwächere Schüler problematisch, wenn die schon mit 15 aus der Schule kommen. Das heisst nämlich, dass sie mit 13 schnuppern müssen und mit 14 einen Lehrvertrag im Sack haben. Dazu kommt, das im Gerangel um die besten Lehrlinge auch die Lehrverträge wieder früher abgeschlossen werden, man macht einfach Vorverträge um die Reglung zu umgehen und wundert sich dann über die hohen Abruchquoten.
  • pth 07.07.2019 14:44
    Highlight Highlight Wir haben 6 Auszubildende und ich kann diesen Artikel nicht unterstützen. Vier ehemalige Auszubildende haben sich weitergebildet, zwei sind heute in der Geschäftsleitung.
    Unsere Auszubildenden sind strebsam und top motiviert.
    Man sollte aufhören, alle in den gleichen Topf zu werfen.
    • Bruno Meier (1) 07.07.2019 15:22
      Highlight Highlight Welche Branche?
    • pth 07.07.2019 17:37
      Highlight Highlight Elektro: Automatiker und Konstrukteure
    • cille-chille 07.07.2019 19:19
      Highlight Highlight Nix welche Branche.
      Das deckt sich mit meinen Beobachtungen:

      Welche Mitarbeiterkultur und welche Teamkultur.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdiB 07.07.2019 14:29
    Highlight Highlight Also ihr könbt jetzt auch nicht alles auf die betriebe ubd schulen schieben. Ich hatte mehr unfähige lehrlinge als fähige.
    Einige konnten oder wollten nicht einfachste arbeiten erledigen. Werkzeug aufräumen z.bsp. es gab die jenigen die haben es einfach liegen gelassen und kammen nach zwei minuten zu mir, sie seien fertig ob sie nach hause können. Ich bin einer ich schenke ihnen am anfang viel vertrauen, damit will ich ihnen zeigen dass mir was an ihrem wort liegt. Am schluss räume ich dann alles nach feierabend auf. Wenn ich sie darauf anspreche kommen sätzte, "wäge einisch".
    • AdiB 07.07.2019 15:17
      Highlight Highlight Entschuldigt bitte die tippfehler.
    • Garp 07.07.2019 15:27
      Highlight Highlight Was heisst Vertrauen schenken? Du sollst sie anleiten und ihnen etwas beibringen. Dich nicht übers Ohr hauen lassen, aber Humor mitbringen. Sie müssen auch _Dir_ vertrauen können, dafür kannst auch Du was tun.
      Wenn du mehrheitlich schlechte Erfahrungen machst, könnte das mit Dir viel zu tun haben.
    • AdiB 07.07.2019 17:10
      Highlight Highlight @garp, ich erkläre und zeige ihnen schon die arbeiten, aber bei einer simplen aufgabe wie aufräumen sollte man den leuten doch vertrauen und zutrauen das sie es erledigen. Mit dem vertrauen schenken will ich die das arbeitsklima lockern und somit auch freiheit schenken. Es heisst doch das sie so produktiver ubd effizienzer arbeiten, bei fragen stehe ich ihnen immer zur verfügung.
      Aber wenn die mein vertrauen missbrauchen fang ich alles zu kontrollieren, was wieder nicht passt.
      Ich bin ihr vorgesetzter und ich stehe auch für ihre fehler gerade, mehr vertrauen können sie mit nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 07.07.2019 14:20
    Highlight Highlight Klassisch, eine unangenehme Wahrheit wird in der Zeitung angesprochen. Reaktion: Der Lehrbetrieb ist schuld. Vlt sollten wir uns fragen, ob etwas in der Kindererziehung schief läuft. Laisser-faire scheint doch nicht der Königsweg zu sein. Freche Kinder -> unausstehliche Jugendliche -> Narzissten/Psychopathen. So funktioniert eine Gesellschaft nicht.

    Lehrer und Lehrerinnen müssen sich in der Schule mit Gewalttätern beschäftigen und landen oft genug beim Arzt deswegen. Bademeisterinnen müssen die Polizei rufen.

    Wir brauchen einen gesellschaftlichen Konsens über gewisse soziale Grundregeln.
    • Blue64 07.07.2019 15:50
      Highlight Highlight Danke! Erziehung findet kaum mehr statt, dafür "Mein Kind soll sich selbst verwirklichen können, es soll kein 《Müssen》 kennen, es darf selbst entscheiden, ..." - oh ja, Rücksicht, Wertschätzung, Respekt - wozu. Das Credo "Ich bin ich, und meine Bedürfnisse zählen!".
      Und das Resultät: die nächste Generation ist im wahrsten Sinne des Wortes asozial.
    • DemonCore 07.07.2019 17:14
      Highlight Highlight Garp... ach lassen wir das...
  • DerTaran 07.07.2019 14:15
    Highlight Highlight Immer das gleiche Bla-Bla, ich kann es nicht mehr hören (und ich bin 53 Jahre alt). Anpassen müssen sich immer nur die Anderen. Wir haben keinen Mangel an Lehrstellen mehr, dass muss man eben akzeptieren. So wie die Lehrbetriebe in Zeiten der Knappheit die Situation zu ihren Gunsten ausgenutzt haben (ja, haben sie), profitieren die Auszubildenden jetzt vom Gegenteil und das ist gut so.
  • nöd ganz. klar #161! 07.07.2019 13:05
    Highlight Highlight Ich bilde, seit einigen Jahren, unsere Auszubildenden in einem handwerklichen Beruf aus. Meine Erfahrung zeigt, dass häufig die vermeintlichen Problemfälle irgendwann die besten Berufsleute werden. Meist steckt nämlich hinter dem „stuure Grind“ ein ausgesprochen waches Gehirn, welches gefordert und gefördert werden möchte. Aber - kein Azubi ist gleich, jeder braucht eine individuelle Betreuung. Dies kostet Zeit und Nerven, meine Lehrlinge danken es mir aber mit grosser Einsatzbereitschaft, Motivation und aktivem Mitdenken im Arbeitsprozess.
    • Der Inspektor 07.07.2019 14:23
      Highlight Highlight Wahre Worte!
  • Pisti 07.07.2019 13:00
    Highlight Highlight Ein weiterer Grund sehe ich darin, dass das Niveau in den Berufsschulen Jahr für Jahr angehoben wird. In meiner Branche konnte vor einigen Jahren noch jeder eine Lehre meistern, heute wird es für Real-Schüler schon ziemlich schwierig. Obwohl sich der Berufsalltag, abgesehen von neuen Technologien kaum geändert hat zur Vergangenheit. Bei den neuen Technologien hinken die Berufsschulen lustigerweise aber sowieso hinterher.
    Immer mehr schulisch schwache Jugendliche müssen dafür eine Attest-Lehre machen, was absolut wertlos ist für die Zukunft, quasi ein Hilfsarbeiter mit Diplom.
    • AdiB 07.07.2019 14:04
      Highlight Highlight Also in meiner berufsgruppe wurden berufsschulen anforderungen runter geschraubt. Zu meiner zeit musste man mehr können und lernen.
  • El Pepedente 07.07.2019 12:47
    Highlight Highlight Lehrlinge sind auch zum ausbilden da und nicht als billige arbeitskraft! Schlechte lehrmeister gibt es wie sand am meer! Vorallem sehe ich das oft bei älteren generationen
    • FrancoL 07.07.2019 13:37
      Highlight Highlight Naja, ich könnte auch sagen, schlechte Lehrlinge gibt es wie Sand am Meer nur ist das nicht die Wahrheit. Die Lehrlinge unterscheiden sich sehr stark. Die einen sind extrem lernhungrig die anderen sind zufrieden mit dem Minimum des Minimums.
      Das die Lehrbetriebe immer mehr Probleme mit den Lehrlingen haben, geht einher mit der Tatsache, dass Schulden genau das gleiche Problem zu haben scheinen.
      Nun kann man sagen ja die Lehrer sind auch schlecht, doch dann muss man sich fragen ist es tatsächlich so, dass alle die etwas vermitteln müssen oder wollen schlecht sind? Du scheinst dieser Meinung.
  • auloniella 07.07.2019 11:59
    Highlight Highlight Das Problem an der Studie ist ja auch, dass sich die Leute melden mussten. Wenn Probleme bestehen melden sich Leute öfters. Gleich wie bei Infos zu Krebserkrankungen im Netz entsteht hier ein negativer Bias. Die Daten sind slso mit Vorsicht zu geniessen.
  • Tom Scherrer (1) 07.07.2019 11:46
    Highlight Highlight Die Generation Praktikum wird aktuell hart veräppelt und die merken das ja auch. 1 Jahr vorpraktikum für eine Ausbildung im Verkauf, Lager oder Küche? Für 1600.- / Monat? Nur Schüler mit Bestnoten. Ja klar.

    Reines profitdenken und das ist das Übel.

    Wer im jetzt es nicht schafft, die Leute zu begeistern mit Wertschätzung, fehlerkultur, Geduld und vorleben der Vorbildfunktion, der wird kämpfen müssen mit

    Motivation, einsatzfreude und fehlender Verbundenheit.

    Das ist alles viel einfacher, wenn man sich für die Leute ehrlich interessiert.


    .
    • Neruda 07.07.2019 15:21
      Highlight Highlight Wie du sagst, es ist einfach zum Kotzen! Ich beende bald mein Studium der Politikwissenschaften und welche Aussichten habe ich? Zuerst 5 Jahre Praktika, am besten gratis wie bei der UNO, bis ich genug Erfahrungen habe für eine Festanstellung. Niemand will mehr seine Leute ausbilden, aber alle wollen fleissige 6er Schüler, das beisst sich. Die einzige Arbeit, die ich frisch von der Uni machen kann, ist ein Friedenseinsatz mit der Schweizer Armee im Kosovo oder Bosnien 🙈😁
    • batschki 07.07.2019 17:42
      Highlight Highlight @Neruda

      1. es geht in der Diskussion um praktische Berufslehren, nicht um gefühlt* perspektivenlose Uniabgängerinnen

      2. *Warum kein Friedenseinsatz mit der Schweizer Armee im Kosovo oder Bosnien? das wäre doch eine interessante Perspektive: andere Leute, andere Kulturen und SINN macht es auch
    • TheRealSnakePlissken 08.07.2019 00:34
      Highlight Highlight @Neruda: „Studium der Politikwissenschaften“ - hast Du alles auf diese eine Karte gesetzt? - Darf aber nicht wahr sein. You Dreamer you! - Fast so naiv wie ich selbst, Theologie studiert und dann war an Ende der Glaube futsch, aufgewacht wie Neo aus der Matrix. Und dann mit 30plus noch eine Lehre nachgeholt. - Also hör auf zu jammern und wirf das Ruder herum. Viel Erfolg!
  • hauruck 07.07.2019 11:43
    Highlight Highlight Liebe Arbeitgeber,

    Wie man sich bettet, so liegt man.
    Ihr seid selber schuld, dass ihr mit euren Lehrlingen unzufrieden seid. Bietet konkurrenzfähige Löhne in Euren Berufen. Bildet Eure Leute selber aus und weiter, statt über die mangelnde Qualität der Schulen zu jammern. Wenn Lehrlinge die Lehre abbrechen, dann müsst Ihr das nicht als mangelnden Durchhaltewillen des Lehrlings betrachten, sondern als Eure eigene Unfähigkeit, einen Lehrling bei der Stange halten zu können.
    Solange Ihr Lehrlinge als Billigarbeiter seht statt als Investition in das Humankapital, wird's für Euch nicht besser.
    • DanielaK 07.07.2019 12:16
      Highlight Highlight Es gibt immer beide Seiten. Ich hab einen Lehrling erlebt, der sollte die Einkaufswagen hochbringen und dann dort kehren wo sie gestanden haben. Der Gute hatte in Putzschrank folgende Auswahl: 1 Reisbesen, 1 Stubenbesen, 1 breiter Besen welcher im Laden oft benutzt wird und einen Schrubber. Weiss der Geier wieso der jetzt den Schrubber genommen hat! Dazu statt einen simplen Abfallsack, einen Wagen mit riesigem Sack drauf, damit auch ja der Lift benutzt werden muss. PS: war bei weitem nicht der erste Tag und auch nicht das erste Mal dass diese Arbeit gemacht werden musste. Hatten auch andere!
    • Butschina 07.07.2019 12:34
      Highlight Highlight Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es gibt tatsächlich mehr Lehrabbrecher. Dass kann nicht nur an den Betrieben liegen. Früher hat man eher in den sauren Apfel gebissen wenn man die Lust an der Lehre verlor. Ich kenne Betriebe, die einen sehr guten Ruf geniessen bei der Lehrlingsausbildung. Auch dort gibt es Abbrüche.
    • In vino veritas 07.07.2019 13:31
      Highlight Highlight Ja und? Was bringt es, sich weitere 2,5 oder 3,5 Jahre durchzuqälen? Damit ich mich auf einen Job bewerben kann, den ich gar nicht ausüben will? Warum nicht aus dem Fehler lernen, den Vertrag auflösen und danach etwas passendes suchen? Schliesslich bringt es nichts, einen 15 oder 16 jährigen dazu zu zwingen, nur weil man das früher auch so gemacht hat. Meiner Meinung nach wäre es sowieso sinnvoller, die obligatorische Schule um mindestens ein Jahr zu verlängern. So könnte wichtiger Stoff welcher im Ausland Standart ist lernen und die Jugendlichen wären reifer, was begrüssenswert wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk-mal 07.07.2019 11:38
    Highlight Highlight Entschuldigung, wundert sich da jemand? Bereits steuern wir in die zweite Generation nach den 68ern. Da gehören auch die Lehrkräfte und die Eltern dazu, welche die Er-ziehung und die Sie-ziehung derart verwässert haben, dass jeder tun kann was er will. Benimmt sich ein Kind außerordentlich blöd und neben den Schuhen, ist es "kreativ oder hochbegabt". Geht es so weiter, werden uns die Flüchtlinge wohl weiterhelfen. Kenne per Zufall 3 und bin erstaunt über die Schulleistung und über das reife Verhalten in Gesellschaft und Gesprächen. Hoffentlich lupft es Watson nicht vor lauter Blitzen:-)
    • nöd ganz. klar #161! 07.07.2019 13:27
      Highlight Highlight Verwässerte Erziehung? Nein, dein autoritärer Führungsstil ist einfach nicht mehr Zeitgemäss. Ich begegne meinen Azubis auf Augenhöhe, leite sie an und ermuntere zum selbstständigen Denken.
      Wir sind nicht mehr in den 70ern, wo der Meister seinen Stift ständig zusammenstauchen konnte.
      Denn ja, auch wir als Firma sind angewiesen auf die Lehrlinge, und dies kann man ihnen ruhig auch mal mitteilen. Idealerweise ist eine Ausbildung eine Win-Win Situation für beide Seiten.
    • Garp 07.07.2019 13:36
      Highlight Highlight Oh ja, die bösen, bösen 68 er 😈😂
    • FrancoL 07.07.2019 13:44
      Highlight Highlight Eine Sicht, die betreffend 68-iger zwar null und nichts zu tun hat und eher die Situation der Gesellschaft aufzeigt die nach 68 auf die Welt kam und zudem ist der 68-iger Generation in der Schweiz eher Mangelware. Und die Generation die heute die Schuldbänke drückt ist noch weiter weg von den 68-iger und wie mir die Lehrer bestätigen, geht die Erosion in den Schulen wacker weiter und daraus entsteht die nächste Lehrlingsgeneration, also nochmals weiter weg von den 68-iger.
  • rodolofo 07.07.2019 11:31
    Highlight Highlight Wurde diese Umfrage mit den Chefs der Lehrbetriebe gemacht?
    Dann kannst Du diese "Studie" rauchen!
    Tatsache ist nämlich, dass sich sehr viele KMU's mithilfe von billigen Lehrlingen über Wasser halten!
    Diese Lehrlinge erledigen im Grossteil ihrer Arbeitszeit normale Arbeiten und werden dabei nur minimal betreut.
    Im Detailhandel habe ich beobachtet, dass Lehrlinge auch zu Randzeiten und allein im Laden stehen müssen, ausgerechnet am Samstag Abend, bis 23 Uhr.
    So kann das Geschäft attraktive Öffnungszeiten anbieten.
    Auf dem Land "dürfen" Lehrlinge 6 Tage die Woche um fünf Uhr anfangen mit melken.
  • DocShi 07.07.2019 11:29
    Highlight Highlight Also ich mach mit jetzt 44 Jahren eine Lehre als Metallbaukonstrukteur (2tes Lehrjahr) und sitze mit 17 bis 18 jährigen in der Berufsschule.
    1 Lehrling hat bei uns im Betrieb abgebrochen weil er ein Träumer ist und glaubt er könne Influencer werden. 🙈
    Da haben auch die Eltern versagt. Denn egal was man macht. Ohne Fleiss kein Preis und gerade in einem kleinen Land wie der Schweiz ist es härter auf Internetwegen Geld zu verdienen.
    Ein anderer hat abgebrochen weil er Heimweh hatte (kam aus einem afrikanischen Land)
    Alles in allem aber sind die heute nicht schlechter als wir damals.
    Imho
    • Levi Vodica 07.07.2019 16:36
      Highlight Highlight Als Influencer lässt sich viel Geld verdienen, er soll es doch versuchen :-D
  • Doctor Unrath 07.07.2019 11:25
    Highlight Highlight Es gab immer fleissige und faulere Menschen. Solche, die sich gern verwirklichen und solche, die lieber profitieren. Das ist normal in einer Gesellschaft.
    Allerdings frage ich mich schon, wie sich die Digitalisierung langfristig auswirkt. Die Langeweileintoleranz, Multitasking, Überflutung mit vielen Infos, die aber nur oberflächlich schnell wahrgenommen werden. Wie wirkt sich das aus, wenn man einen Beruf hat, bei dem man Routinearbeiten konzentriert machen muss? Oder seine Arbeit gründlich reflektieren muss. Das alles ist nicht verloren, aber wirkt unattraktiv und muss wieder erlernt werden.
    • Garp 07.07.2019 16:02
      Highlight Highlight Es gibt Menschen die mögen Routine (sie gibt ihnen Sicherheit) und andere nicht, weil sie unterfordert. Da ist dann auvh die richtige Jobwahl wichtig. Du verallgemeinerst mir zu sehr. Langeweile ist für alle schwer auszuhalten und versetzt jeden Menschen in unangenehme Spannung. Was langweilig ist, ist aber hochlange nicht für jeden gleich. Und manche lieben es zu reflektieren und mögen kreative Arbeit. Vieles wirkt nicht unattraktiv, sondern ist unattraktiv.
      Jugendliche mögen es durchaus Leistung zu erbringen.
  • Nickoseli 07.07.2019 11:20
    Highlight Highlight Und plötzlich gibt es nicht mehr Unmengen von billigen Arbeitskräften umsonst. Auf einmal müssen die Betriebe etwas bieten, um die guten Nachwuchstalente zu bekommen. So ein seich aber auch..
  • FrancoL 07.07.2019 11:02
    Highlight Highlight Ich sehe bei den Lehrlingen zB der Baubranche grob gesagt 2 Typen;
    die die motiviert sind und an der Lehre Spass haben, die kann man gut abholen und fördern.
    die die nur von Wochenende zu Wochenende denken und die Lehr als ein "Uebel" betrachten, das man schnell hinter sich bringen sollte. Da ist es schwer als Lehrmeister richtig zu agieren.

    In einer Gesellschaft die allerdings der Arbeit eher weniger Wert als früher beimisst, schnelles Geld Trumpf ist und zu viele auf der Suche nach einer einfachen aber gut bezahlten Arbeit sind kann der Lehrling keine Ausnahme darstellen.
    • hauruck 07.07.2019 12:16
      Highlight Highlight "In einer Gesellschaft die allerdings der Arbeit eher weniger Wert als früher beimisst, ..."

      Gut getroffene, etwas beschönigende Umschreibung der Situtation: seit Jahrzehnten stagnierende oder sinkende Löhne bei stetig steigenden Lebenskosten und steigender Erwerbslosigkeit und Präkarisierung vorallem der jungen Arbeitnehmer (Ketten-Praktika, befristete Arbeitsverträge, zunehmende Arbeit auf Abruf, unbezahlte Ueberstunden, Ich-AGs, etc.).

      Ja, das schnelle Geld ist begehrt und mit Lehrlingen, alias Billigkraft, leichter zu machen.
    • Rasti 07.07.2019 13:17
      Highlight Highlight "...nur von Wochenende zu Wochenende denken und die Lehr als ein "Uebel" betrachten..."

      Wenn man jeden Tag immer die gleiche Baugruppe herstellt, dann vergeht es einem irgendwann.
    • AdiB 07.07.2019 14:20
      Highlight Highlight @rasti, die betriebe, wie auch unser nihmt rücksicht auf die wünsche der der arbeiter bei der gruppen zusammensetzung. Man schaut das alle gut miteinander auskommen.
  • Carl Gustav 07.07.2019 10:57
    Highlight Highlight Nach meinen Erfahrungen sind heute immer noch mindestens 2/3 aller Lehrlinge motiviert und machen einen guten bis sehr guten Job.
    Und wer einen guten Job macht, darf auch als Lehrling mal verschlafen oder eine Krise haben.
    Finde auch, dass heute die Teenies klarere Vorstellungen haben von ihrer Zukunft ( alle wollen möglichst jung reich werden)
  • Xiakit 07.07.2019 10:55
    Highlight Highlight Bin für zwei junge Menschen verantwortlich, bei einen keine Probleme, er braucht kaum Anleitung und erarbeitet sich fehlendes Wissen. Beim anderen hingegen klappt nichts und er ist unmotiviert und unzuverlässig. Das ist kein Problem, ich könnte den jungen Menschen unterstützen und ihn langsam in die richtige Richtung bewegen. Das funktioniert wenn man genügend Zeit dafür bekommt und daran mangelt es. Ich finde es eine echte Schweinerei einem jungen Menschen aus Profitgier die Zukunft zu versauen. Denkt daran liebe Arbeitgeber, euer Lehrling von heute erwirtschaftet den Gewinn von morgen.
  • Patrick59 07.07.2019 10:54
    Highlight Highlight Meine Tochter absolviert eine Lehre bei der Stadt Zürich. Angefangen mit der Bewerbungsphase, der Anstellung und der Begleitung während der letzten zwei Lehrjahre lernt sie das Arbeitsleben von Anfang an kennen. Mit Unterstützung, Förderung, Erwartungshaltung, Herausforderungen im Lehrbetrieb und in der Berufsschule. Ich bin als Vater den Lehrlingsbetreuern/innen, Abteilungsleiter/innen und Mitarbeiter/innen für ihr tolles und motivierendes Engagement und ihren Einsatz für die jungen Menschen sehr dankbar.
  • roger_dodger 07.07.2019 10:50
    Highlight Highlight Die Jungen werden von der Schule nice gut genug aufs Berufsleben vorbereitet. Wer hat sich denn diesen Schwachsinn ausgedacht? Die Schule investiert sehr viel Zeit in die Berufsvorbereitung, Berufsmessen, Berufsberatung, Schnupperlehrvorbereitung, Stellwerkest. Davon hat es zu meiner Zeit genau gar nichts in der Schule gegeben, da konnte man sich selber kümmern. Das ist es also schon mal sicher nicht. Es kämen viele Gründe in Frage. Viel Druck aber wenig Zeit für den Lehrling, kulturelle Veränderungen etc., es gibt einiges was in Frage kommt.
    • hauruck 07.07.2019 12:23
      Highlight Highlight Hier liegt ein Missverständnis vor. Unter "Vorbereitung auf das Berufsleben" verstehen die Arbeitgeber, dass man "schweigt und arbeitet" - egal was, egal wann, egal wieviel, egal wie widersinnig, egal wie anstrengend, egal wie gesundheitsschädigend,egal wie schlecht bezahlt und auch egal wie wie sehr und wie oft man gedemütigt wird.
    • Hä?Nö! 07.07.2019 13:41
      Highlight Highlight Als ich vor 8 Jahren eine Schnupperlehre als Landschaftsgärtner began durfte ich als erstes um 7 Uhr Morgens ein Grab mit der Schaufel ausheben, dann 10 Kastanienbäume stutzen, und am Nachmittag Steinplaten mit der Schubkarre hin und her fahren bis zum Feierabend.

      Es hat mir zwar gefallen aber ich finde es absurd von einem 16 Jährigen der 9 Jahre lang still sitzen musste zu erwarten das es mit voll speed hin und her rennt und alles auf Anhieb packt. Schon einen ganzen Tag stehen geht in die Beine wenn man vorher nur still sitzen musste.
    • Klirrfactor 07.07.2019 14:14
      Highlight Highlight @hauruck, bin mit dir einverstanden.

      Ich hatte das Glück bei meiner Lehre als Automech, das Gegenteil zu erleben.
      Dem Lehrling wurde Zeit eingeräumt, wir hatten ein Umfeld wo Fehler machen und zugeben keine Schande war. Keiner musste seinem Rücken Schaden. Durch die sehr gute Betreuung waren die Lehrlinge im dritten Lehrjahr zu arbeiten bereit, die fast einen voll ausgebildeten Mechaniker entsprachen. Auch der Diagnostik sehr wurde viel Zeit investiert. Die Devise des Betrieb war: Lieber Zeit verlieren einen guten Mechaniker auszubilden, auch wenn dieser den Betrieb später verlässt.
  • Avenarius 07.07.2019 10:47
    Highlight Highlight Liebe Leser, es ist wie mit den eigenen Kindern. Aufmerksamkeit, positiver Zuspruch für Talente sowie Einpflanzung der richtigen "Software" wie zBsp. "Das beste was uns passieren konnte, ist, dass du bei uns arbeitest, wir sind stolz auf dich und glauben an deine Talente."
    Ebenfalls Respekt, Achtung und Ehrlichkeit auf beiden Seiten.
    Ich habe sehr gute Erinnerungen an meine Berufslehren (2 abgeschlossene). Es waren sehr wichtige Jahre menschlich und mental zu wachsen. Das Allerwichtigste: Lerne etwas, wo dein Talent(e) sind. Wenn du dich für etwas begeisterst, dann bist du schon ein Sieger !
  • wolge 07.07.2019 10:43
    Highlight Highlight Es liegt an unserem veralteten Organisations- und Führungsverständnis. Das vorherrschende Paradigma ist noch immer sehr stark von Menschenbild X und Taylorismus geprägt.

    Manager sprechen zwar von Eigenverantwortung etc. Wollen aber keine Macht abgeben, behalten kleinkarierte Regeln bei und die Hierarchiepyramiden wie sie sind. Jedes Jahr werden (sinnlose) Ziele vorgegeben, statt Mitarbeitende ernsthaft zu fördern und weiterzuentwickeln.

    Dabei zeigen Studien seit Jahren, dass Menschen motiviert sind und arbeiten wollen jedoch unsere Systeme sie zu hirnlosen, demotivierten Zombies machen.
  • Herr Je 07.07.2019 10:39
    Highlight Highlight Vielleicht hat‘s auch damit zu tun, dass von denen, die unter keiner gröberen Lernbehinderung leiden, zu viele den Weg übers Gymnasium machen und damit im Gegensatz zur Situation vor 40 Jahren für die Lehrbetriebe nicht erreichbar scheinen. Aber eventuell könnten diese wiederum versuchen, die Ausbildung über den Weg durch die Lehre zu stärken dessen Attraktivität besser zu betonen; ich vermute da schon noch einiges Potential.
  • Likos 07.07.2019 10:37
    Highlight Highlight Tja die Lehrbetriebe haben oft Ansprüche wie eine Uni und bieten am Ende der Lehrzeit nur ein Job um die 4000.- an. Dazu läuft in vielen Firmen das Personal durch Sparmassnahmen eh am Limit und hat oft keine Zeit und Lust sich wirklich mit Lehrlingen zu befassen und sehen einfach zwei Hände mehr.
  • miguelito71 07.07.2019 10:32
    Highlight Highlight Kinder werden nicht einfach faul und bequem. Sondern man erzeiht sie auch dazu. Ein Jugendlicher, welcher seit frühen Kindsbeinen an bis zum geht nicht mehr verwöhnt, behütet und verhätschelt wurde, kann nach seiner Schulzeit nicht einfach den Knopf umschalten.
    Es gibt sicher Lehrbetriebe, welche Lehrlinge leider als Billigarbeiter ansehen. Aber das war schon vor dreissig Jahren so. Was sich aber veändert hat, ist die (V)Erziehung. Daheim und in der Schule. Ob wir uns da in die richtige Richtung bewegen, wage ich zu bezweifeln.
  • Rupert The Bear 07.07.2019 10:23
    Highlight Highlight Faul und verwöhnt merkt/sieht man nur schon jeden morgen als ÖV Fahrer. Schlecht war nur eine Vermutung meinerseits, die aber durch eine Umfrage bestätigt wurde.
  • fools garden 07.07.2019 10:21
    Highlight Highlight Es gibt drei schlechte Eigenschaften für Lehrlinge:
    Frech, faul und unbegabt. Davon dürfen aber allerhöchstens zwei auf dich zutreffen sonst geht nichts mehr.
    • Avenarius 07.07.2019 10:51
      Highlight Highlight Unbegabt heisst: die Talente liegen ganz wo anders ! Faul heisst: keine Begeisterung für die Sache
      Frech heisst: schlechte Erziehung oder Umfeld oder einfach Angst
      Kein Jugendlicher ist ohne Talente geboren !
      Ich kenn da ein paar ganz "coole", vife junge Zeitgenossen.
    • fools garden 07.07.2019 21:58
      Highlight Highlight Völlig richtig Avenarius, leider Arbeiten wir aber lange nicht Alle da wo wir das grösste Talent haben, in der Lehre schon gar nicht.
  • River 07.07.2019 10:10
    Highlight Highlight Ja, komisch. Trotz miserabler Bezahlung, für eine Arbeit, die sonst ein vollausgebildeter Arbeiter macht für 40 Stunden die Woche und null Zukunftsaussichten sind die Lehrlinge immer noch nicht motiviert.
  • pluginbaby 07.07.2019 10:07
    Highlight Highlight Zumindest den Willen zum Lernen und das Interesse am Beruf sollte vorhanden sein. Die Lehrstelle wird ja selber ausgewählt, da wird keiner dazu gezwungen.

    Ich als Mittzwanziger merke aber selber wie die Frusttoleranz und Ausdauer etwas durchzuziehen auch wenns gerade nicht toll ist, bei meinen Alterskollegen/innen nicht mehr so ausgeprägt ist.
  • UNO1 07.07.2019 10:01
    Highlight Highlight Warum eine Lehre machen, wenn ich Influenzer werden kann!? 🤔 *ironie off*
  • DemonCore 07.07.2019 09:56
    Highlight Highlight Sehe ich auch so. Es gibt Ausnahmen, aber viele halten sich für einiges schlauer als sie tatsächlich sind, haben unrealistische Ansprüche, wenig Leistungsbereitschaft und oft schlicht mangelhafte Umgangsformen.

    Die Amateur-Philosophen, die mit dem mehr als ausgelutschten Sokrates-Zitat ankommen betreiben Vogel-Strauss-Politik. Redet mal mit ein paar Lehrlingsbetreuern, oder mit Sek-Lehrern.

    Es fängt übrigens auch mit Studenten an, mindestens einem Bekannten zu Folge, der ab und zu Praktika zu vergeben hat. Dort sei u.a. schlechtes Deutsch (schriftlich und mündlich) ein Problem.
  • Guardragon!? Tsuchinoko? 07.07.2019 09:50
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach sollte man ein Mindestalter von 17 für eine Berufslehre definieren.
    • DanielaK 07.07.2019 13:27
      Highlight Highlight Und was bringt das bitteschön, wenn die Kids mit 15 aus der Schule kommen?. Heute müssen, soweit ich weiss, alle, welche bis ende Juli 4 geworden sind, ab August in den Kindergarten. Plus 11 Jahre gibt in meiner Rechnung Schulabschluss mit 15. Womit sollen sich denn die 2 Jahre lang beschäftigen? So wird der Einstieg ins Berufsleben jedenfalls auch nicht einfacher. Ich war 15 ½ bei Lehrbeginn, aber zugegeben sehr motiviert, wusste seit 3 Jahren wo es hingehen soll und das mein Ziel realistisch ist. Den Luxus hat nicht jeder.
  • Adam Smith 07.07.2019 09:44
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Blitzesammler 07.07.2019 09:44
    Highlight Highlight Was in der Umfrage anscheinend fehlt, ist dass gefragt wurde ob die Jugendlichen Berufe erlernen die sie wollen oder ob sie ,,einfach etwas,, lernen was für sie möglich ist. Ich arbeite an einer Schule und merke, dass sich viele Jugendliche total überschätzen. Wenn es um die Berufswahl geht, braucht es meistens eine Zeitlang damit sie begreiffen was mit ihrem Können und ihren Noten wirklich möglich ist. Schlussendlich kommen sie in der Realität an und ,,müssen,, was machen was sie eigentlich nicht wollen. Dies ist keine motivationshilfe alles zu geben.
  • walsi 07.07.2019 09:30
    Highlight Highlight Die Mehrzahl der Kommentare sind typisch, abstreiten, leugnen, die Schuld auf die Lehrbetriebe leiten usw. Es fehlt Selbstreflexion und die Frage, könnte es stimmen was die Mehrheit der Ausbildner sagen?

    Alle welche die Ausbildner beschimpfen sollten beachten, dass Lehrlinge ausbilden für die wenigsten Firmen profitabel ist. Wenn es gut läuft decken sich am Ende der Lehrzeit die Kosten für die Ausbildung mit dem Ertrag den der Betrieb mit dem Lernenden erwirtschaftet hat. Den Lehrmeistern ist das Bewusst und sehen die Ausbildung von Lernenden als Dienst an der Gesellschaft.
    • Kri Tik 07.07.2019 09:55
      Highlight Highlight Die Anforderungen um Lehrlingsausbildner zu werden sind jetzt auch nicht gerade sonderlich hoch. Vor zwanzig Jahren mussten die meisten Lehrmeister tatsächlich erst eine Meisterprüfung ablegen, um Lehrlinge ausbilden zu dürfen. Heute reicht in vielen Berufen eine zweiwöchige Weiterbildung. Bei einer solchen Schnellbleiche braucht man sich nicht zu wundern, wenn dadurch auch die Qualität der Lehrmeister gesunken ist.
    • Lalela 07.07.2019 10:20
      Highlight Highlight Aber es ist doch nicht nur der kurzfristige Nutzen eines Lehrlings - wenn niemand mehr ausbildet haben diese Betriebe ja bald keine qualifizierten Arbeitskräfte mehr?!
    • Zerschmetterling 07.07.2019 10:52
      Highlight Highlight Ah was, es ist nicht profitabel? Ah ja stimmt, man kann die Fachkräfte später auch günstig aus dem Ausland imprtieren, nur ist da der Aufschrei auch wieder gross... Aber leute wie du denken halt nur für die nächsten 3 Jahre. Es muss nicht alles für den Moment sofort Profit abwerfen. Man darf auch gerne was in die längerfristige Zukunft investieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Avocados diaboli 07.07.2019 09:25
    Highlight Highlight "So seien viele nicht mehr bereit, einen Arbeitsweg in Kauf zu nehmen, der länger als 15 bis 20 Minuten dauert."


    Das sollen sie auch nicht! Es ist doch mittlerweile allgemein bekannt, dass Pendeln auf die Dauer nicht gut ist. Wieso soll man dann schon in der Lehre damit beginnen und so wertvolle Zeit verschwenden? Man ist nicht besser, motivierter oder wertvoller, wenn der Anreiseweg mühsamer ist.
  • Ribosom 07.07.2019 09:19
    Highlight Highlight Es ist äusserst schade, dass die Anforderungen für alle Berufe ständig höher werden. Selbst meine Lehre hätte ich ohne Matur kaum geschafft - kein Wunder: 60% der Klassenkameraden hatten die Matur. Für die jüngeren Klassenkameraden mit dem zweithöchsten Schulabschluss war die Lehre schon fast zu viel!
    Früher konnte doch jeder ein Beruf finden, der ihm gefällt und gut gemacht werden konnte, auch ohne Bestnoten. Und heute muss jeder in jedem Fach ein Genie sein. Was soll das?
    Einige Firmen wollen, dass man sich 4x bewirbt: MultipleChoice, Schnupperlehre, Aufsatz und für die Stelle. Übertrieben!
  • runner 07.07.2019 09:05
    Highlight Highlight So einfach ist das nicht, schwarz-weiss. Man muss schon sagen, dass es auch in den Schulen Probleme gibt und man alles und jedes regeln muss, was früher das Elternhaus mit gegeben hat. Dazu zählen Pünktlichkeit, private Handynutzung, private Computernutzung am Arbeitsplatz, Respekt den Vorgesetzten und Kollegen gegenüber. Um nur einige zu nennen. Hier hat die Erziehung versagt.
  • Mia_san_mia 07.07.2019 08:55
    Highlight Highlight Die Lehrbetriebe sind natürlich perfekt...
  • Walser 07.07.2019 08:43
    Highlight Highlight Das Problem ist in der Erziehung, in der Schule und in der Einwanderung zu suchen. Schulabgänger haben heute sehr oft Mühe mit einfachstem Lesen, Schreiben, Rechnen und Verstehen. Eltern haben keine Zeit für ihre Kinder. Die Schule setzt die falschen Prioritäten für die künftigen Lernenden. Kinder von frisch Eingewanderten haben schulisch oft noch grössere Defizite.
    • RicoH 07.07.2019 12:49
      Highlight Highlight Ach Walsi, deine Behauptungen sind sowas von weltfremd.

      Die Schule bereitet heute die Jugendlichen intensiv auf die Berufslehre vor und setzt diesbezüglich die Prioritäten in den letzen 2 Schuljahren goldrichtig. Das war früher noch gar nicht der Fall. Da war man noch komplett sich selbst angewiesen.

      Und ja klar, wieder mal die Einwanderer. Hatten wir ja früher nicht, you dreamer you.

      Das
    • Walser 07.07.2019 13:44
      Highlight Highlight @RicoH. Seit sehr vielen Jahren bilde und bildete ich erfolgreich Lernende aus. Mir müssen Sie gar nichts erklären!
    • RicoH 07.07.2019 18:14
      Highlight Highlight Ich fasse kurz zusammen:

      Die angehenden Auszubildenden von heute sind schulisch auf unterirdischem Niveau. Schuld sind Schule, Eltern und Einwanderer.

      Du bildest sie aber erfolgreich aus. Wow Walsi, satte Leistung, bin beeindruckt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • DomKi 07.07.2019 08:35
    Highlight Highlight Der immer größer werdende Generationenkonflikt
  • Matti_St 07.07.2019 08:33
    Highlight Highlight Ich sehe das ähnlich. Vor 30 Jahren habe ich mich ebenfalls durch die Lehre durchgebissen und den Abschluss gemacht. Damals war man auch oft die billige Arbeitskraft, man wusste aber auch, man muss dies schlucken.
    Jetzt sind meine Kids in der Ausbildung und kann sagen, es wird öfter die Lehre abgebrochen.
    Zudem sehe ich bei Einstellen von Lehrabgänger, dass sie heute weniger aufs Berufsleben vorbereitet sind. Sicher liegt das auch an der Arbeit. Ab 25 ändert sich das oft.
    Aber wie ich hier lese, geht es auch oft an Selbstkritik, es sind die Lehrbetriebe Schuld und nicht der Lernende.
  • hpvogt 07.07.2019 08:30
    Highlight Highlight Es bräuchte mehr Differenzierung bei der Darlegung der Studie und vor allem mehr Fachwissen. Aus diesem Elaborat - genannt Bericht - kann nur geschlossen werden, das die/der Schreibende die Sache nicht im Griff hat. Man redet von „Lehrlingen“ statt von „Berufslernenden“ oder „Lernenden“ und schiesst den Vogel ab mit dem Ausdruck „Lehrpersonal rekrutieren“ - Hauptsache: Man wieder mal etwas die Jugend Betreffendes skandalisieren.
    Übrigens: Früher wäre ein so schlechter Text nicht veröffentlicht worden.
  • wilhelmsson 07.07.2019 07:50
    Highlight Highlight „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."










    (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
    • DemonCore 07.07.2019 10:02
      Highlight Highlight Kalendersprüche machen sich gut in der Kommentarspalte.

      In der Realität trifft der Artikel zu. Wir haben eine Generation kleiner Narzissten herangezogen. Die Boomer-Überflussgeneration hat ihre eigene ungehemmte Ich-Zuerst-Haltung zu oft zur Maxime ihrer Erziehung erhoben.

      Gute Aussichten wenn ich an die Probleme unserer Generation denke: Klimawandel, Umweltverschmutzung, Migration. Diese Probleme liessen sich besser lösen mit Leuten die auch mal zu Gunsten der Gemeinschaft auf etwas verzichten könnten.
    • Doctor Unrath 07.07.2019 10:23
      Highlight Highlight Nein. Viel zitiert, trotzdem erfunden.
    • Der Rückbauer 07.07.2019 10:58
      Highlight Highlight Ja, und prompt war dann 27 vor Christus Ende Feuer. - Heute geht ja alles etwas schneller als damals. Ich schätze mal, es dauert noch 10-20 Jahre, und dann haben uns die Chinesen am Speck. - Also Jungs, nehmt Eure Finder raus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raffaele Merminod 07.07.2019 07:48
    Highlight Highlight Ob heute oder vor 20, 30 Jahren, ist die Aussage immer die gleiche. Nur das vor 30 Jahren man statt "Handyjugend" man sie "Nutella Generation" nannte.
    Das zeigt nur das man in der Lehrlingsausbildung nichts dazu gelernt hat. Im Gegenteil.
    Nach der Lehre muss man für einen Job, Hochqualifiziert mit 20 Jahre Erfahrung und maximal 22 Jahre alt sein. Als Lehrling muss man das Wissen schon beim Antritt einer Lehre mitbringen und gefälligst die Leistung von einem ausgebildeten Fachmann erbringen.
    • Avenarius 07.07.2019 10:58
      Highlight Highlight Wenn du lernst, tust, was du liebst - dann sind 95% aller Probleme schon mal weg. Das Schwierige ist, die Talente/Begeisterung der Jugendlichen zu erkennen. Ich kenne Geschichten wie Tag und Nacht. Da ist einer der grösste Looser in der Schule und in der Lehre "the fucking greatest of all time :-)". Einfach, weil er erkannt hat was ihn echt begeistert.
      Auch wenn der Lehrbetrieb nicht gut ist, du aber liebst, was du tust, dann ziehe es durch. Du wirst im Leben immer wieder auf Hindernisse zurennen. Je mehr du überwindest desto glücklicher wirst du.
      Das Leben ist eine Prüfung - wie die Lehre.
  • Töfflifahrer 07.07.2019 07:48
    Highlight Highlight Meine Erfahrung ist, wenn die Ausbildung interessant ist und die Lernenden nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht werden, der Umgang anständig und nicht diktatorisch ist, die meisten Lernenden auch motiviert sind.
    Sicher gibt es Fälle wo das nicht stimmt, sind aber eher Ausreisser wie überall im Berufsleben.
    Ich denke einige Ausbildner müssen sich an der eigenen Nase nehmen, vor allem wenn das Lehrlingsangebot immer kleiner wird. Da können die Lehrlinge sich Ort und Beruf aussuchen.
  • wintergrün 07.07.2019 07:21
    Highlight Highlight Das dauernde Gejammere über die "heutige Jugend" nervt.
    Lehrbetriebe könnten sich ja auch mal selbstkritisch fragen wie gut sie selber sind.
    Durch die geburtenstarken Jahrgängen sind sie jetzt leider völlig verzogen.
    Wird Zeit dass es wieder so läuft wie zu Wirtschaftswunder Zeiten. Meine älteren Verwandten erzählen damals habe man sich über jeden gefreut - und anständige Löhne gezahlt von denen man gut leben konnte.
    • Apokalyptus 07.07.2019 10:38
      Highlight Highlight Früher war halt alles besser...
  • Sheep-Oh 07.07.2019 07:12
    Highlight Highlight kommt wahrscheinlich auch auf den beruf an. ich suche logistiker lehrlinge und es wird zusrhends schwerer, gute schulabgänger zu finden.
    die schulischen leistungen sind leider meistens mangelhaft. da bringt auch eine 6 im turnen nichts. sorry möchtegern ronaldo...
    • Raffaele Merminod 07.07.2019 08:23
      Highlight Highlight Ja klar. An besten als Logistiker sind Lehrlinge mit Matur und Mathematikstudium. Nur eben die suchen keine Lehrstelle als Logistiker.
    • Astrogator 07.07.2019 08:56
      Highlight Highlight Gute Schulabgänger werden nicht Logistiker...
    • Ribosom 07.07.2019 09:10
      Highlight Highlight Schraubt eure Ansprüche mal runter. Was sollen denn die lernschwachen Jugendlichen lernen? Sollen sie alle mit 18 Jahren beim Sozialamt oder in der Vebo landen?
      Logistiker, Lagermitarbeiter, Verkäufer, Coiffeur uvm. sind eben genau so Berufe, wo man in der Schule kein Genie sein muss. Ist halt so.
      Als Logistiker muss man weder Integralrechnungen beherrschen noch drei Fremdsprachen können. Oder braucht man dafür neuerdings eine Matur für die Lehre?
      Gebt den Jugendlichen eine Chance.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 07.07.2019 06:51
    Highlight Highlight "Lehrlinge sind schlecht, faul und verwöhnt" - leider gibt's ja keine Artikel aus den 70ern, 80ern, 90ern im Netz - aber ich wette dass die damals ähnliche Titel hatten.

    Heisst einfach nur: Chefs müssen ihre Führungsmethoden an die neuen gesellschaftlichen Begebenheiten anpassen.

    Kinder werden nicht mehr wie früher erzogen, Frauen verlangen selbstverständlich Gleichberechtigung, Männer müssen keine Machos mehr sein - wieso sollen Lehrlinge sich wie früher verhalten?

    Ich hab nen Chef der alten Schule in der Familie - er meints auch nicht böse - aber wenn der sowas sagt wundert mich auch nix
    • DemonCore 07.07.2019 14:15
      Highlight Highlight Äh, warum finden das so viele Leute toll, dass Kinder nicht mehr erzogen werden? Das ist nicht nur ein Problem für Lehrer und Lehrmeister(innen). Sondern für die ganze Gesellschaft. Fehlende Erziehung: Egoismus, Ellbogen, Ich-Zuerst-Gesellschaft, soziale Kälte und schlussendlich politischer Zerfall und Unruhe.

      Anstand und Höflichkeit sind das soziale Schmiermittel, wir brauchen das, wenn wir als Gemeinschaft von gleichberechtigten Menschen leben wollen.
  • Gawayn 07.07.2019 06:41
    Highlight Highlight Da machen es sich die Ausbilder zu einfach

    Das Problem ist komplexer.
    Ja die Schule hat sich verändert.
    Eltern fahren die Kids zur Schule, statt das diese hin laufen.
    Turnen wird immer weniger.

    Die Ausbildung wird in vielen Betrieben nebenbei geführt und man erwartet, das die Lehrlinge zu früh produzieren.

    Es hat auch weniger Ausbilder die motivieren können. Die guten Erfahrenen, werden ja immer öfter von billigen Kräften ersetzt.

    Es liegt bei weitem nicht nur an den Lehrlingen. Faulheit, kurzzeitig denken, geht durch die Bank überall so.
  • Royalrider 07.07.2019 05:49
    Highlight Highlight Eine Lehre scheint mir immer weniger attraktiv zu sein als ein Studium. Zudem führt die teilweise überbehütende Pädagogisierung der Schulen zu einem schwierigen Einstieg ins Berufsleben, weil die Jugendlichen nicht mehr mit Samthandschuhen angefasst werden.
    • Avenarius 07.07.2019 11:07
      Highlight Highlight Ich habe 2 Lehren dem Studium vorgezogen. 1. Weil ich erkannt habe, ich bin ein Praktiker/Umsetzer - muss ein Resultat sehen 2. Das ganze Rumsitzen in der Schule hat mich angegurkt (war aber ein guter Schüler 3. Ich hatte (habe:-) zu viel Energie
      4. Ich musste mehr als einen Sinn befriedigen
      5. Die Lehre ist so vielfältig (mental physisch, praktisch, Mentor mässig, dass mir weitere Schule wie ein Witz vorkamen
      Die von der Uni verdienen zwar heute besser - aber ich kann mehr :-)
    • Flying Zebra 07.07.2019 11:39
      Highlight Highlight Also lieber gleich zu Beginn der 1. Klasse schön draufhauen, damit sie auch ja zu produktiven Lemmingen werden..
  • Luzifer Morgenstern 07.07.2019 05:14
    Highlight Highlight Echt jetzt?

    Meiner Erfahrung nach kann man Jugendliche sehr gut für fast alles einsetzen, wenn du man ihnen zeigt, dass ihre Beschäftigung einen Sinn hat.

    Wurden die Berufsbildner auch gefragt, wie sie ihre Lehrlinge motivieren?
    • Matti_St 07.07.2019 10:12
      Highlight Highlight Eigenmotivation ist leider sehr oft ein Fremdwort geworden. Das man für sich selber lernt. Auch das man halt man Dreck fressen muss, damit man zum Ziel kommt.
      Das über behütete Erwachsen werden ist oft ein Stolperstein im jungen Leben.
      Und was macht Sinn? Steckdosen zusammensetzen? Oder den Boden nach dem Kunden fegen? Sind wir ehrlich, bei solchen Arbeiten sieht mit 16 niemand den Sinn. Ausbildung ist nicht nur Fachkunde. Auch was sonst noch alles in einem Betrieb gemacht werden muss. Und solche Arbeit sagt oft mehr über den Lernenden aus, als nur Fachkunde.
    • Luzifer Morgenstern 07.07.2019 13:00
      Highlight Highlight Genau das ist falsch.

      Niemand putzt, weil man putzen muss.

      Der Lehrling putzt mit dem Berufsbildner den Laden, damit die Kunden sich am anderen Tag wieder wohl fühlen im Laden, zum Beispiel.

      Dreck fressen muss kein Lehrling.

      Und wenn man die Lehrlinge gut ausbildet - Ihnen Sinn erklärt - dann können sie schnell mehr als altehrwürdige Mitarbeiter. - Und dann bleibt der alte auf der Tubelibüez sitzen. - Das nennt man dann Kompetenzmodell.
  • Deckardcain 07.07.2019 03:47
    Highlight Highlight Meiner Erfahrung nach sind Lehrlinge wirklich verwöhnt aber es genügt mal einen offenes Gespräch, unter 4 Augen, um dies zu ändern denn "Schlecht" wie oben im Titel, sind die Lehrlinge nicht sondern einfach nur jung.
  • Dominik Treier 07.07.2019 03:44
    Highlight Highlight Vielleicht muss man heute als Lehrling auch nicht mehr jeden Dreck als gottgegeben schlucken... Meine Erfahrung mit Lernenden und ausbildenden Betrieben ist folgende. Wo ein Lehrmeister sich für seine Lehrlinge Zeit nimmt ihnen auch etwas Interessantes zeigt und zutraut, sie anspornt, motiviert und für ihren Einsatt lobt und wertschätzt, sind die Probleme klein. Wo jedoch die gutkapitalistische "Vogel friss oder stirb"-Mentalität vorherrscht und die Lehrnenden nur als billige Arbeitskräfte missbraucht werden, spiegelt sich das auch in Leistung und Motivation. Es liegt nie nur am Lehrling...
    • Jo Blocher 07.07.2019 06:06
      Highlight Highlight @Midnight. Das Problem auf die Lehrbetriebe abzuschieben scheint mir zu billig. Die Anforderungen an diese sind hoch, um Lehrlinge auszubilden und werden von den Branchen festgelegt. Ich weiss von was ich spreche. Die Belastbarkeitvon den Auszubildenden heute ist stark gesunken. Wieso? Helikoptereltern, umhegt und versorgt bis zum geht nicht mehr, null vorbereitung auf eine Lehre. Die Eltern sind in der Pflicht. Das ist die Realität. Ich habe 30 Jahre in der Lehrlingsausbildung gearbeitet und somit auch mit Eltern von Schützlingen zu tun gehabt; eine teilweise haarsträubende Erfahrung.
    • lilie 07.07.2019 07:47
      Highlight Highlight @Dominik: Danke! Ich habe das Gleiche gedacht, hab da allerdings zu wenig Einblick, als dass ich das beurteilen könnte.

      Dass Lehrlinge auf den Arbeitsweg achten, finde ich im übrigen durchaus sinnvoll. Pendeln gilt ja als Stressursache Nr. 1!

      Obwohl, 15 bis 20 min erscheinen mir gerade etwas wenig... Vielleicht dient das aber auch nur als Ausrede, wenn ein angehender Lehrling ein wenig förderliches Betriebsklima angetroffen hat...
    • PrinzessinFantaghirò 07.07.2019 08:13
      Highlight Highlight Ich bin mit jedem Punkt einverstanden. Nur würde ich noch hinzufügen, dass die Erziehung durch abwesende bzw. berufstätige Eltern vernachlässigt wird und dies die Ausbildung (spreche aus eigener Erfahrung) auch erschweren kann. Die Eltern möchten Ihren Kindern finanziell etwas bieten und merken manchmal nicht, dass mehr Zeit für die Kids viel wichtiger ist...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum44 07.07.2019 03:32
    Highlight Highlight Früher war alles besser? Klingt nach einer Umfrage von 20min.
    • Neruda 07.07.2019 09:43
      Highlight Highlight Sie vermissen halt die Zeiten, wo man Kinder noch verdingen konnte und ihnen keinen Lohn zahlen musste.

Nirgends in Europa werden so viele Schüler gemobbt wie in der Schweiz

Eine neue Auswertung im Rahmen der Pisa-Studie zeigt: Mobbing an Schulen nimmt zu. Die Anzahl körperlicher Übergriffe hat sich sogar verdoppelt.

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