Schweiz
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About 3,000 construction workers demonstrate for an extension of their collective agreement with the master builders organisation and an increase in wages on Monday, October 15, 2018, in Bellinzona, Switzerland. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Rund 3'000 Bauarbeiter demonstrieren fuer eine Verlaengerung ihres Tarifvertrages mit den Baumeistern und um eine Erhoehung der Loehne, am Montag, 15. Oktober 2018 in Bellinzona. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Mehrere tausend Bauarbeiter legten Mitte Oktober ihre Arbeit nieder, die Baustellen standen still. Sie fordern faire Arbeitszeiten, mehr Lohn und Rentenalter 60.  Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

«Weiss nicht, ob ich meinen Kindern die Lehre empfehle» – ein Maurer spricht Tacheles

5500 Büezer demonstrierten schon im Tessin und in der Westschweiz für faire Arbeitsbedingungen. Heute Dienstag gehen auch die Zürcher Bauarbeiter auf die Strasse. Der 22-jährige Maurer Manuel Deverell erzählte watson, was die Schweizer Bauarbeiter so wütend macht.



Manuell Deverell, gross, lange blonde Rastazöpfe, kommt humpelnd zum Gespräch. Er hat sich bei der Arbeit den Zeh verletzt. «Gebrochen ist zum Glück nichts, aber arbeiten kann ich für die nächsten drei Tage sicher nicht», meint er kopfschüttelnd.

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Manuel Deverell arbeitet seit sieben Jahren als Maurer.  bild: zvg

Vor sieben Jahren entschied sich Deverell für eine Lehre als Maurer. Der Gedanke, etwas mit den Händen zu erschaffen, gefiel ihm. «Es machte Spass, am Ende des Tages sein Werk zu sehen», so der 22-Jährige. Seither zieht er von Baustelle zu Baustelle. Angestellt bei einem der grössten Bauunternehmen der Schweiz, weiss Deverell, welches die grössten Probleme auf dem Bau sind.

«Ab einem gewissen Alter haben sehr viele Kollegen körperliche Probleme. Der Rücken schmerzt, die Gelenke tun weh.» Deshalb, so Deverell, sei es enorm wichtig, das Rentenalter bei 60 Jahren zu belassen. Statistiken zufolge sterben Bauarbeiter im Durchschnitt 4,4 Jahre früher als Leute in anderen Berufen. Das weiss auch Deverell: 

«Wenn du dich mit 60 pensionieren lässt, hast du meist nur noch ein paar Jahre zu leben. Das kann es doch nicht sein.»

Warum streiken die Bauarbeiter?

Ende 2018 läuft der Landesmantelvertrag (LMV) aus, den die Gewerkschaften Unia und Syna zusammen mit dem Baumeisterverband ausgehandelt haben. Nach einer Grossdemonstration im Juni 2018 lenkte der Baumeisterverband ein und arbeitete einen neuen Vertrag aus. Die Rente mit 60 soll bleiben, die Bauarbeiter übernehmen die Kosten der Pensionskassensanierung, erhalten dafür aber eine Lohnerhöhung. Der Baumeisterverband ist jedoch nur bereit die Lösung umzusetzen, wenn die Gewerkschaften einem Kahlschlag im LMV zustimmen. Der neue Vertrag sieht vor, dass die Arbeitstage der Bauarbeiter von März bis Dezember bis zu zwölf Stunden dauern können. Diese Änderung stösst den Gewerkschaften sauer auf. Mit Protestaktionen und Grossdemonstrationen kämpfen die Bauarbeiter nun gegen eine solche Regelung.

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«Oft arbeiten wir Überstunden oder am Wochenende, wenn die Baustelle bis Ende Woche abgeschlossen sein muss», erzählt Manuel Deverell. bild: zvg

Für Deverell ist klar: Er wird nicht bis ins Rentenalter Maurer bleiben. Der Arbeitsalltag sei zu stressig, der Druck enorm. «Die Preise für die Baustellen werden sehr knapp berechnet. Jeder Tag, an dem die Baustelle noch nicht fertig ist, kostet die Baufirmen viel Geld.»

Zu spüren bekommen das allen voran er und seine Mitarbeiter, erklärt Deverell und fügt hinzu: «Früher war das Material teuer, heute sind es die Personalkosten.» Und diese würden mit allen Mitteln gedrückt, so der Maurer. «Oft arbeiten wir Überstunden oder am Wochenende, wenn die Baustelle bis Ende Woche abgeschlossen sein muss.» Angepackt werde dabei von allen. «Niemand will derjenige sein, der am Samstag nicht kann. Schliesslich könnte man seinen Job verlieren.»

About 3,000 construction workers demonstrate for an extension of their collective agreement with the master builders organisation and an increase in wages on Monday, October 15, 2018, in Bellinzona, Switzerland. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Rund 3'000 Bauarbeiter demonstrieren fuer eine Verlaengerung ihres Tarifvertrages mit den Baumeistern und um eine Erhoehung der Loehne, am Montag, 15. Oktober 2018 in Bellinzona. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Rund 3000 Bauarbeiter demonstrierten am 15. Oktober in Bellinzona für eine Verlängerung ihres Tarifvertrages mit den Baumeistern und um eine Erhöhung der Löhne. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Ein weiteres Problem sei die Temporärarbeit. «Viele Bauarbeiter verlieren ihre Festanstellung und werden in Temporärjobs gedrängt. Das finde ich sehr bedenklich.» Hinzu kommt, dass der Job immer unattraktiver für die Jungen werde, sagt Deverell. «Arbeite ich auf einer Baustelle, gehöre ich meistens zu den Jüngsten. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 40 Jahren.» Das sei eine traurige Entwicklung. «Der Bau braucht den Nachwuchs.»

Doch wenn die Arbeitsbedingungen immer schlechter werden, könne er gut verstehen, wieso viele auf eine Lehre als Maurer verzichten würden. «Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich meinen zukünftigen Kindern eine Maurerlehre empfehlen würde», so Deverell nachdenklich.

Lehrabschlüsse Maurer
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In den letzten elf Jahren haben im Durchschnitt immer weniger Lernende mit der Lehre als Maurer abgeschlossen. 

Es sei enorm wichtig, dass die Bauunternehmen Jobs auf dem Bau in Zukunft attraktiver gestalten – besonders für die nachfolgenden Generationen. «Weniger Druck, eine bessere Feedbackkultur und keine Erhöhung der Arbeitszeiten» wünscht sich Deverell.

Er hat die Streiks im Tessin und der Romandie mitverfolgt. Und er wäre auch gerne an die heutige Demonstration in Zürich gegangen. Doch sein Zeh lässt es nicht zu. Auf einen positiven Ausgang der Verhandlungen hofft Deverell trotzdem. «Es geht um die Zukunft des Baus. Und darum, wie attraktiv die Jobs für den Nachwuchs noch sein werden.»

Diese App soll Schweizer Arbeitsplätze verteidigen

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Video: srf

Indische Bauarbeiterinnen: So arm, dass sie ihr Kind anbinden

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131
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131Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pidemitspinat 06.11.2018 23:06
    Highlight Highlight Guter Artikel. Danke.
    8 2 Melden
  • geissenpetrov 06.11.2018 22:51
    Highlight Highlight Ein wrklich gute Story gelesen, dann aber in der Kommentarspalte verwundert festgestellt, dass einige gleich anfangen, Studierte gegen Arbeiter, oder noch besser, einheimische gegen fremde auszuspielen...
    Die reichen und mächtigen lachen sich doch ins Fäustchen, wenn das schon alles ist, was wir als Protest noch hervorbringen.
    53 5 Melden
  • Hiker 06.11.2018 20:24
    Highlight Highlight Der Trend hin zu immer höherer Schulbildung ist schon seit sehr langer Zeit zu beobachten. Ich hinterfrage nicht das streben nach mehr Bildung. Was ich aber bezweifle ist, dass sich so viel mehr Menschen für eine Hochschul Ausbildung eignen. Das ist letztlich ein Gesellschaftliches Problem. Handwerkliche Arbeit hat einen sehr tiefen Stellenwert und kann junge Menschen zunehmend nicht mehr begeistern. Schuld sind auch die schlechteren Aufstiegschancen und das tiefe Lohnniveau mit gleichzeitig hohen Anforderungen an die Leistungsbereitschaft.
    53 2 Melden
  • Spooky 06.11.2018 19:48
    Highlight Highlight Guter Artikel!

    Maurer zu lernen empfehle ich persönlich nur jenen jungen Leuten, die über gewisse Voraussetzungen verfügen, zum Beispiel: Robuster Körper (sehr wichtig), gesunder Menschenverstand, sozial unkompliziert, Klartext reden können, eine gewisse Brutalität in Bezug auf das Leben im Allgemeinen.

    Ich bin gelernter Maurer, ich kann also mitreden ;-)
    27 11 Melden
  • metall 06.11.2018 19:46
    Highlight Highlight Die Einzigen die an Immobilien nichts verdienen sind Die sie bauen
    24 8 Melden
  • ruskan 06.11.2018 18:51
    Highlight Highlight Gutes interwiev. Endlich wird mal jemand gehört ...! Top
    8 1 Melden
  • redneon 06.11.2018 16:07
    Highlight Highlight Gutes Interview! Es ist genau so wie er es Erzählt! Habe Zimmermann gelehrnet und später das Architekturstudium Gemacht.. Und mich mit 29 Selbständig gemacht. jetzt bin ich 40 und hab die Firma verkauft. Maximaler Profiet von allen Seiten. Die Kunden ( Bauherren ) vom Einfamilien Haus bis zu Grossprojekten.. Die wollen nur das Beste aber kosten darf es nichts. Die gleichen Menschen die ein Einfamilienhaus Bauen.. Mozen über die Misserable Kualität und die Ausländer.. One die geht es nicht! Die Bekommen noch wehniger Lohn.. Die Katze beist sich in den Schwanz!
    63 76 Melden
    • Freilos 06.11.2018 19:07
      Highlight Highlight Frage: Wie wichtig ist die Rechtschreibung bei einem Architekt?
      133 29 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 06.11.2018 19:44
      Highlight Highlight @freilos - sinnfrei würde diesen kommentar eher beschreiben
      29 11 Melden
    • glointhegreat 06.11.2018 19:56
      Highlight Highlight @redneon - wenn sie gleich rechnen wie sie schreiben würd ich empfehlen mal bei einer drittperson nachzufragen ob sie mit "maximalem profit" aus dem verkauf ihrer firma wirklich richtig liegen. ..... Oder hab ich da was falsch verstanden?
      14 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • inmi 06.11.2018 15:49
    Highlight Highlight Ihr seid doch Journalisten und keine UNIA Werbetexter. Come on.
    61 185 Melden
    • Echo der Zeit 06.11.2018 18:50
      Highlight Highlight Geht vielen so - sonst noch Probleme mit der arbeitenden Mehrheit ?
      28 3 Melden
  • Dem Klima hinterher 06.11.2018 14:50
    Highlight Highlight Das Arbeitsleben geht weit über Beruf lernen und auf Pension warten hinaus. Als gelernter Maurer hat man beste Voraussetzungen für weitere Ausbildungen bis hin zur Selbständigkeit. Öffne die Augen und vor allem löse Dich von Mustern die es so gar nie gab. Nimm Dein Leben in die Hände. Dann wirst Du Mensch. Über den Tod sprechen wir dann im Himmel. Hier gilt nur die Tat.
    29 152 Melden
    • Globidobi 06.11.2018 16:18
      Highlight Highlight Und wer mauert dann die Häuser, wenn alle ihr Leben in die Hand nehmen? Ihm gefällt die Arbeit, jedoch nicht die Bedingungen, welche ihm der Arbeitgeber bietet.
      184 6 Melden
    • Nevermind 06.11.2018 16:44
      Highlight Highlight Also werden die Bauten von unerfahrenen oder wenig qualifizierten Berufsanfängern hochgezogen, wärend jeder der auch nur ein wenig Grips hat so schnell wie möglich eine Weiterbildung oder Umschulung macht um von dem Höllenjob wegzukommen? Hab ich das so richtig verstanden?
      121 4 Melden
    • Echo der Zeit 06.11.2018 18:52
      Highlight Highlight Und die Dummen sind ja selber Schuld - SVP Logik vom Feinsten.
      21 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pingurin 06.11.2018 14:40
    Highlight Highlight Mein Papi ist 56jahre und arbeitet seit 40jahren. auf dem Bau (Hangsicherungen und Lawinenverbauungen, somit fast immer am Seil) ich sehe ihm an dass er körperlich viele Probleme hat... Und solche Leute gibt es viele... Und daher bin ich absolut für Rentenalter 60 die haben sich das verdient und sehr hart erarbeitet.
    171 4 Melden
  • AdiB 06.11.2018 14:27
    Highlight Highlight Ein hauptproblem sind GU und ihre chefs. Jede GU hier hat einen chef der in Bern als gewählter politiker sitzt. Diese leute machen in bern gemeinsame sache mit den versicherungen. Der baumeisterverband ist ja bereit das rentenalter 60 zu akzeptieren aber dafür sollten die schlechtwetter zuschläge wegfallen u.v.m. Dies ist mit der versicherung so abgesprochen. Auch i teressant ist die entwicklung ab wann und unter welchen bedienungen es kälte frei gibt. Die versicherubgen behaupten dass bei optimaler kleidung und einer windstärke unter 10m/s es zumutbar sei bei -28° zu arbeiten.
    63 3 Melden
  • Bodicore 06.11.2018 13:45
    Highlight Highlight Ich empfehle meinen Kinder derzeit gar keine Lehre. Ich denke als Bankräuber lebt man am besten. Selbst wenn man erwischt wird hat man immerhin ein gesichertes Dach über dem Kopf und warmes Essen
    142 21 Melden
    • Altweibersommer 06.11.2018 20:19
      Highlight Highlight Find ich gut. Das sind die einzigen Leute im Bankensektor, die ihr Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen.
      68 3 Melden
  • Fruchtzwerg 06.11.2018 13:27
    Highlight Highlight Nur eines haben alle Arbeitnehmenden in der Schweiz gemein - egal ob Maurer, Lehrer, CEO oder Putzfrau: Das Jammern. Zu wenig Lohn oder zu viel Stress oder eben gleich beides.
    34 251 Melden
    • zurchpet 06.11.2018 14:49
      Highlight Highlight Genau. Fresse halten und die Ausnutzung schlucken sollen sie! </ironie>
      147 9 Melden
    • Nick Name 06.11.2018 15:23
      Highlight Highlight ... sprach der Erbe.
      137 7 Melden
    • Bene_ 06.11.2018 16:11
      Highlight Highlight Der Schweizer jammert nicht nur gerne über den Beruf, sonder auch über alles andere. Wohlstandsverwahrlosung ahoi!
      22 76 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Brasser 06.11.2018 13:15
    Highlight Highlight Interessanter Artikel, leider fehlt zur Ausgewogenheit noch eine Meinung der Arbeitgeberseite.
    Wenn man die untenstehenden Kommentare liest, bezweifle ich, dass alle verstanden haben, wie der neue LMV aussehen soll.
    59 39 Melden
    • Pidemitspinat 06.11.2018 23:01
      Highlight Highlight Die Arbeitgeberseite hat genug Plattformen und Geld. Sie kann die Schweiz alljährlich mit Plakaten zukleistern. Ausgewogen heisst manchmal auch, eben genau nicht alle zu Wort kommen zu lassen weil die Machtverhältnisse ungleich sind.
      16 2 Melden
  • Alterssturheit 06.11.2018 13:15
    Highlight Highlight Vorweg: ich bin absolut bei den Bauarbeitern und die Pensionierung mit 60. Was mir aber bei vielen Befürwortern die ich kenne auffällt (vor allem wenn sie Wohneigentum besitzen): sobald sie selber Um-, Neubauten, Renovationen, etc. machen und blechen müssen - dann nimmt man sehr oft gerne das ausländische Angebot an, weil die CH-er Preise sind ja so teuer...Und sich dann wundern, wenn die Baufirmen unter Druck sind und diesen an die Mitarbeitenden weitergeben.
    150 6 Melden
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 06.11.2018 13:33
      Highlight Highlight @Alterssturheit:
      Genau darum sind die flankierenden Massnahmen eminent wichtig, und dürfen nicht angetastet werden.
      101 4 Melden
  • Kubod 06.11.2018 13:15
    Highlight Highlight Genau dafür braucht es Gewerkschaften und die SP.
    Um die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten und dafür zu sorgen, dass diese als Menschen gleichberechtigt behandelt werden.
    71 31 Melden
    • Gähn 06.11.2018 17:34
      Highlight Highlight Tja, die SVP kann man in diesen Belangen gepflegt in die Tonne treten. Sie sagen zwar immer sie eürden für den normalen Bürger sorgen, was aber definitiv nicht der fall ist.
      Es dei denn, man hat aus irgendeinem Grund mehrere Millionen auf dem konto.
      52 12 Melden
    • Armando 06.11.2018 23:40
      Highlight Highlight SVP = gegen Arbeiter
      8 5 Melden
    • 7immi 07.11.2018 09:09
      Highlight Highlight die sp, die gegen männer und für einen eu-beitritt ist? also beides dinge, die gegen bauarbeiter und gewerkschaften sind. die sp war einmal vorreiterin, diese rolle hat sie aber verloren... und bisher wurde sie von keiner partei übernommen. die gewerkschaften sind aber schon sinnvoll.
      6 7 Melden
  • Bruno Wüthrich 06.11.2018 12:52
    Highlight Highlight Das, was heute auf dem Bau abgeht, entspricht dem Zeitgeist. Immer schneller, immer billiger. Dass die Gesundheit drauf geht, ist Kollateralschaden. Doch es ist nicht nur auf dem Bau so. Wie ist es bespielsweise bei den Chauffeuren? Oder in der Landwirtschaft? Oder, oder, oder.
    In Gedanken sind wir solidarisch. Aber wenn wir selber bauen lassen, spielen Preis und Termine eine grosse Rolle bei der Vergabe der Arbeiten. Dann ist uns für ein paar tausend Franken Unterschied die Gesundheit der Bauarbeiter scheissegal.
    Ich hoffe mit den Bauarbeitern, und allen andern, die ausgebeutet werden.
    111 3 Melden
    • Freilos 06.11.2018 19:17
      Highlight Highlight Ich verstehe den Zusammenhang zwischen billig bauen und schlechter Gesundheit beim Bauarbeiter nicht. Haben die Bauarbeiter bei Billiganbietern ein erhöhtes Risiko auf körperliche Schäden? Verstehe mich nicht falsch, ich bin überhaupt nicht von der Materie und kann eigentlich nichts dazu sagen. Wenn aber erwiesen ist, dass bei Maurern vermehrt Rückenschäden auftauchen müsste die SUVA sich doch der Sache annehmen und die Arbeiter schützen lassen, bzw. Druck auf die Arbeitgeber aufbauen und sie „zwingen“ die Arbeitnehmer zu schützen.
      6 18 Melden
    • sowhat 06.11.2018 20:20
      Highlight Highlight @Freilos: die Suva regeln sind verbindlich, ds schon mal vorneweg. Zur Erklärung, warum billig bauen mehr an die Gesundheit geht: weniger Menschen auf der Baustelle mit höherem Arbeitdruck und überzeiten (Bsp 12 Std Tage) frücken einerseits den Preis und andererseits beschädigen sie die Gesunheit der Menschen die unter diesen Bedingungen arbeiten.
      Das ist der Zusammenhang. Gsehsch es?
      13 0 Melden
    • Freilos 06.11.2018 21:07
      Highlight Highlight Ja ich sehe es. Was ich aber nicht ganz verstehe: In meiner Firma stand die SECO auf der Matte, weil die maximalen Arbeits- und Ruhepausen nicht eingehalten wurden. Seither sind jegliche Verfehlungen verboten und werden unter Umständen geahndet. Da wünscht man sich sowas für die Baubranche ebenfalls.
      10 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 06.11.2018 12:50
    Highlight Highlight Grenze zu, dann vermindert sich das Angebot an Maurern weiter mit der Folge, dass die Löhne steigen und die Arbeitsbedingungen besser werden.
    58 153 Melden
    • AdiB 06.11.2018 13:45
      Highlight Highlight Dies ist eine falsche annahme. Damit steigt der druck auf die arbeiter und es wird stressiger. Die löhne sind auf dem bau gar nicht so schlecht. Und mit der erfahrung steigen die löhne auch.
      Es geht den arbeitern nicht immer nur ums geld. Wenn ich so kaputt gehe das ich nicht mehr normal aufstehen kann, bringt mir kein geld der welt was.
      Dass problem ist der druck und stress. Wir haben einen 20 millionen bau, dieser muss in 5 monaten einzugsbereit sein. Es werden nur noch solche aufträge vergeben. Heute ist man auf dem bau froh wenn man für zwei bis drei monate am selben ort ist.
      64 7 Melden
    • Sakura84 06.11.2018 15:37
      Highlight Highlight Naja... in der Berufsgattung der Elektromonteure, stimmt der Lohn überhaupt nicht...
      18 2 Melden
    • Wilhelm Dingo 06.11.2018 15:50
      Highlight Highlight @AdiB: wenn die Leute wegen dem Druck davonlaufen, wird sich der Bauunternehmer was einfallen lassen um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
      9 26 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pisti 06.11.2018 12:24
    Highlight Highlight Kommt noch dazu dass man als gewöhnlicher Maurer nur noch die sche... Arbeit macht. Für alles gibt es Akkördler. Und in dem Gewerbe sind die Preise noch mehr unter Druck. Viele Akkordmaurer aus der Schweiz, können mit der billigen Konkurenz aus dem Ausland nicht mehr mithalten.
    62 5 Melden
  • Uitam 06.11.2018 11:54
    Highlight Highlight Das Problem haben nicht nur die Maurer. Das ist ein Allgemeines Bauproblem. Ich arbeite selbst auf dem Bau (Stromer) und man hört das von allen. Alles muss schneller fertig sein, mit billigem Material und man bekommt noch weniger Lohn.
    94 1 Melden
    • Vedder (aka der Dude) 06.11.2018 14:11
      Highlight Highlight Zusätzlich ist der Elektriker so in etwa der undankbarste Job auf dem Bau und am schlechtesten bezahlt. Als ich noch auf dem Bau war, verdiente der ungelernte Maurer ( weniger Erfahrung ) mehr...
      28 0 Melden
    • Henzo 06.11.2018 14:23
      Highlight Highlight Gilt nicht nur auf dem Bau. Ist ein Phänomen, welches in den meisten Branchen vorkommt.
      16 0 Melden
  • DigMer 06.11.2018 11:49
    Highlight Highlight Ein Verwandter war jahrzehntelang auf dem Bau, hat sich kaputt gearbeitet und ist nun ein körperliches Wrack. Jahrelanges unwürdiges Gezänk mit IV bis kurz vor dem emotionalen/finanziellen Kollaps.
    Ich habe höchsten Respekt vor den Bauarbeitern und hoffe, dass sie ihre Streikziele erreichen!
    93 2 Melden
    • sheimers 06.11.2018 14:05
      Highlight Highlight Deshalb ein klares NEIN zu den Versicherungsdetektiven!
      58 29 Melden
    • Bergblick 07.11.2018 07:56
      Highlight Highlight @sheimers Was hat das jetzt damit zu tun?
      0 1 Melden
    • Nguruh 07.11.2018 09:29
      Highlight Highlight @sheimers wo ist der Zusammenhang? Wer effektiv IV-Berechtigt ist, hat vor den Versicherungsdetektiven nichts zu befürchten.
      2 3 Melden
  • Don Alejandro 06.11.2018 11:43
    Highlight Highlight Ich habe in den Semesterferien oft im Bau gejobbt. Ich habe grössten Respekt vor der Arbeit und den körperlichen Entbehrlichkeiten, welchen die Bauarbeiter ausgesetzt sind. Daher sollte mit 60 in Rente möglich sein.
    361 11 Melden
  • kärli 06.11.2018 11:34
    Highlight Highlight Die Leute auf dem Bau haben es im Gegensatz zu gewissen Arbeitnehmenden im Industriesektor schön. Es gibt viele "Randberufe" die praktisch keine Lobby oder eine aktive Gewerkschaft zur Seite haben. Und obwohl die Arbeitsdingungen z.T. unter aller Sau sind, interessiert sich niemand dafür.
    52 31 Melden
    • Baccara - Team Nicole 06.11.2018 12:56
      Highlight Highlight Und darum muss man hier jetzt Schlechtes mit noch Schlechterem vergleichen?
      Ich werde das nie verstehen.
      91 7 Melden
    • kärli 06.11.2018 13:06
      Highlight Highlight @Baccara: da hast du wohl Recht, das macht keinen Sinn. Vielleicht ist es einfach der Frust der aus mir spricht...
      62 3 Melden
    • Baccara - Team Nicole 06.11.2018 16:15
      Highlight Highlight Ich verstehe dich, kärli. Ich verstehe dich sehr gut - vorallem wenn man eigentlich alleine auf weiter Flur steht. Trotzdem - Scheisse ist und bleibt scheisse!
      Welchen Randberuf übst du denn aus?
      17 1 Melden
  • Tomtom64 06.11.2018 11:33
    Highlight Highlight Ich verstehe einfach nicht, warum man nicht die Lebensarbeitszeit einführt. Bei 40 Jahren gingen die meisten Handwerker mit sechzig in Rente. Angestellte mit Uni- oder FH-Abschluss halt erst mit fünfundsechzig oder etwas später.
    Das wäre fair, weil alle gleich lang arbeiten und gleich lang in AHV und PK einzahlen.
    580 133 Melden
    • Jason84 06.11.2018 12:19
      Highlight Highlight Kann ich nur unterstützen! Ich plädiere schon lange für ein solches System und kann nicht verstehen warum es nicht angewendet wird.
      62 22 Melden
    • Garp 06.11.2018 12:20
      Highlight Highlight Nein, es ist nicht fair. Es gibt Berufe mit Lehre, da kann man problemlos bis 65 arbeiten und in andern eben nicht. Wer mehr verdient, der zahlt auch mehr in die AHV, obwohl er danach nicht mehr bekommt. Wir brauchen eine Flexibilisierung und keinen Einheitsbrei.

      Menschen die Knochenjobs machen, die den Körper krank machen, die sollen früher in Rente gehen können, dazu gehören Bauarbeiter, Altenpflegerinnen und einige mehr. Punkt!

      Wer eine lange Ausbildung hat, der muss sehr lange, sehr kleine Brötchen backen, weil er nichts oder sehr wenig verdient. Das muss man im Alter nicht abstrafen.

      134 11 Melden
    • _stefan 06.11.2018 12:27
      Highlight Highlight @Tomtom64: Und Ärzte mit ihren 80h-Wochen wären dann mit 50 Jahren pensioniert... So ganz geht diese Lösung eben auch nicht auf.

      Fakt ist: Die Gesundheit von Bauarbeitern muss eine höhere Priorität haben.
      94 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 06.11.2018 11:29
    Highlight Highlight Statistiken so aufzuzeigen ist amateurhaft, irreführend und sollte verboten werden. Der Satz darunter ist falsch und ein Zusammenhang mit dem Thema sucht man vergebens.

    https://infogram.com/lehrabschlusse-maurer-1h7v4prn8r982k0

    Zum Thema: Ich kann mir vorstellen, dass diese Arbeit sehr hart und anspruchsvoll ist. Gute Bedingungen und Leistungen müssen daher entsprechend vereinbart und auch streng kontrolliert werden. Die Branche hat sowieso eine Zukunft, darüber müssen wir uns keine Sorgen machen. Es wird nicht aufgehört zu bauen, solange es der Wirtschaft gut geht.
    36 4 Melden
  • walsi 06.11.2018 11:23
    Highlight Highlight Er hat vergessen zu erwähnen, dass er als Maurer mit EFZ einen Mindestlohn von ca. CHF 5'500.-- × 13 hat. Davon können ander 22 jährige nur träumen. Wenn er sich weiterbildet, bis zum Bauführer, verdient er dann sio um die CHF 10'000.-- × 13.

    Natürlich ist es ein Knochenjob, er ist aber auch gut bezahlt.
    77 14 Melden
    • Garp 06.11.2018 12:56
      Highlight Highlight So viele Bauführer werden gar nicht gebraucht. Wenn ein Beruf krank macht, sollte man auch früher in Rente gehen können. Schont auch die Krankenkassenbeiträge.
      27 3 Melden
    • Posersalami 06.11.2018 15:15
      Highlight Highlight Also ich finde 72 000 / Jahr jetzt keinen wahnsinnig tollen Lohn. Klar, für einen 22 jährigen ist das anständig, aber grosse Sprünge macht der Lohnmässig nicht mehr in seinem Berufsleben.

      Zumal er ja die 72k nicht ausbezahlt bekommt sondern vielleicht 65k. Dazu wohnt man dann in oder um Zürich und nicht im Jura oder Appenzell und hier sind die Lebenshaltungskosten nunmal höher.
      16 11 Melden
    • walsi 06.11.2018 16:12
      Highlight Highlight @Poser: Wenn man bedenkt, dass der Medianlohn in der Schweiz CHF 6'001.-- × 13 beträgt ist der Lohn schon beachtlich. Dazu kommt noch das ca. 10% der Arbeitnehmer CHF 4'000.--/Mt. Odrr weniger verdienen.

      Mit 22 ist er am Anfang seiner Karriere und schon fast beim Median. Das mit einer dreijährigen Berufslehre.
      17 8 Melden
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  • Randreeh 06.11.2018 11:22
    Highlight Highlight nur als Reaktion auf den Push, zuerst muss man auvh ein Studium bestehen. Zum restlichen bin ich natürlich einverstanden.
    8 7 Melden
  • Borki 06.11.2018 11:18
    Highlight Highlight Interviewt einmal einen Gipser, einen Maler, einen Forstwarten oder eine Landschaftsgärtnerin. Da sind die Probleme der Maurer geradezu Peanuts dagegen.

    Aber ja, das Baugewerbe ist ein ungemütliches Pflaster geworden. Ein guter GAV und eine konsequente Verfolgung von Schwarzarbeit sind wichtig!
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  • Bündn0r 06.11.2018 11:18
    Highlight Highlight Zeitpunkt der Pension soll also an die Lebenserwartung angepasst werden?
    Wir sollten uns vom Frauenrentenalter 65 verabschieden und direkt auf 68-69 zusteuern.
    (Jenachdem ob die Lebenserwartung bei Geburt oder mit 65 massgebend ist)
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    • Baccara - Team Nicole 06.11.2018 12:58
      Highlight Highlight Aha, Bündner. Reduzieren dann die Väter auch immer ihr Pensum, wenn die Kinder da sind? Machen sie dann auch gleich viel im Haushalt und verdienen wir Frauen dann endlich auch gleichviel für die gleiche Arbeit? Mhhh?
      20 36 Melden
    • Bündn0r 06.11.2018 13:08
      Highlight Highlight Papizeit bringt natürlich genau die gleiche Frage auf. Im Schnitt sind es (heute zumindest noch) eher die Frauen. Sie gehen sogar noch weiter: was ist mit Teilzeitarbeit?
      Hausarbeit, Vereinsarbeit, sonstiges Engagement haben in einer Debatte über Arbeit/Pension aber wenig verloren.
      Ich selbst war (und bin teilweise immer noch) in einigen Vereinen tägtig, nie würde ich durch diese unzähligen Stunden Freiwilligenarbeit einen Rentenanspruch geltend machen wollen.
      5 2 Melden
    • E7#9 06.11.2018 13:13
      Highlight Highlight @Baccara: Die Antwort auf deine Fragen lautet JA. Wenn das bei dir anders ist, dann musst du mit deinem Partner reden und nicht nach dem Staat schreien.
      31 6 Melden
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  • nukular 06.11.2018 11:16
    Highlight Highlight Naja ich bin gelernter elektroinstallateur und mich am neu bewerben... Da gibts doch im ernst unternehmen, die einem mit 10 jahren berufserfahrung gerademal 4450fr zahlen wollen... Sorry aber dies ist unter aller sau... Und da fragt man sich warum alles einem abraten auf den bau zu gehen..
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    • Baccara - Team Nicole 06.11.2018 13:03
      Highlight Highlight Ich - HR-Spezialistin, Vorstellungsgespräch mit 40. Lohnvorstellung Firma: brutto 4850.-. x 12.
      Ehm. Okay.
      17 13 Melden
    • Vedder (aka der Dude) 06.11.2018 13:47
      Highlight Highlight @nukular. Das wird sich sehr bald ändern. Dein Marktwert ist massiv am steigen. Der Schweiz gehen die Stromer aus....
      Jahrelang miese Löhne für einen wirklich anspruchsvollen Job hat sehr viele Stromer zum Absprung verleitet. Und jetzt wundern sich die EL.Firmen wo sie geblieben sind.
      Da wird ihnen nichts anderes übrig bleiben als mehr zu bezahlen.
      19 2 Melden
    • AdiB 06.11.2018 13:55
      Highlight Highlight Dss problem bei der elektrobranche ist ein von der branche selbst gemachtes problem. Zu meiner zeit gabs 4 jährige elektriker lehre oder du machtest 3 jahre montage. Heute wurde der elektriker beruf zerpflückt, jetzt gibts ja mitlerweile noch andere zweige die schlussentlich alle dass selbe tun auf dem bau. Nur je nach abschluss gibts einen anderen lohn.
      10 2 Melden
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  • Gubbe 06.11.2018 11:15
    Highlight Highlight Kein Wunder, die Baustellen sind voller Leute aus dem Balkan. Die arbeiten zwar gut (meistens), haben aber keine Lehre durchlaufen. Sie verdienen weniger, es reicht aber für 9 Monate Arbeit und 3 Monate Ferien in der Heimat.
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    • Nonqi 06.11.2018 13:35
      Highlight Highlight Wenn jemand, der in der Schweiz aufgewachsen ist und die Bildung hier geniessen durfte, von einem Balkaner ohne Schulabschluss verdrängt wird, dann muss man sich halt fragen, ob man selber alles richtig macht. Und ob man das wahr haben will oder nicht, es ist nicht immer nur der Lohn entscheidend. Und ob die nun 9 Monate schuften um 3 Monate in die Heimat zu reisen, ist ja wohl deren Problem. Mach nur eine Weiterbildung und du must dich nicht mehr mit dem Balkaner ohne Diplom messen.
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    • AdiB 06.11.2018 13:59
      Highlight Highlight So ein schwachsinn. Woher sollen die 3 monste ferien nehmen? Und die generation die du aus dem balkan ansprichst sind langsam alle in rente. Arbeiter ohne abschluss sind mitlerweile meisten portugesen. Aber auch diese merken langsam mehr und mehr dass sie über den tisch gezogen werden.
      17 3 Melden
    • überflüssig 08.11.2018 07:27
      Highlight Highlight aaaber: wer stellt die menschen ein? und weshalb?
      vielleicht könnte man gedanklich etwas ausbauen und sich überlegen, was ursachen sind und wer wirklich die verantwortung für die genannten bedingungen trägt.
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  • Evan 06.11.2018 10:58
    Highlight Highlight Ich hoffe, sie werden den Kampf nicht verlieren.
    Leider ist es heutzutage uberall dieselbe Geschichte. Lohnkosten werden gedruckt bei maximaler Flexibilitat. Es braucht schon bald ganz dringend eine Gegenbewegung.
    457 27 Melden
    • pamayer 06.11.2018 12:15
      Highlight Highlight neoliberalismus wie im bilderbuch.

      opfer, alle die keine kravatte tragen und einen eigenen parkplatz haben.
      38 28 Melden
    • Roman h 06.11.2018 12:23
      Highlight Highlight Die Löhne werden nur gedrückt weil man sich billige Arbeiter aus dem Ausland holen kann.
      Weniger Arbeiter die für einen billig Lohn arbeiten = faire Löhne für den Rest.
      Der Konsument muss dann aber damit leben das die Arbeit mehr kostet.
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    • Ms. Song 06.11.2018 12:38
      Highlight Highlight Dafür bleiben Handwerksjobs hier. Viele andere Bereiche werden ins Ausland verlagert.
      14 8 Melden
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Richtich oder valsch? «Schreiben nach Gehör» steht in mehreren Kantonen auf der Kippe 

In vielen Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Der Kanton Nidwalden ist vorgeprescht und verbannt das lautgetreue Schreiben neu ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern. Das will nun auch der Zuger Bildungsrat prüfen. 

«Mein Nahme ist Lena und ich besize eine Kaze»: Sätze wie diesen schreibt so mancher Primarschüler in sein Aufsatzheft – und das ganz ohne Rotstift-Korrektur des Lehrers. In vielen Schweizer Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie sie sprechen. «Schreiben nach Gehör» heisst das Konzept aus dem Lehrplan 21 – und es ist umstritten. Der Kanton Nidwalden wird das lautgetreue Schreiben nun ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern verbannen, wie die NZZ berichtet. 

Der Widerstand wächst …

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