Schweiz
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Hoppla: Credit Suisse bläst Börsengang ihres Schweizer Geschäftes ab



Zwei Tage vor der grossen Generalversammlung kommt die grosse Überraschung: Die Credit Suisse bringt ihr Schweizer Geschäft nicht an die Börse. Die zur Erhöhung des Kapitalpolsters nötigen rund 4 Milliarden Franken will die Grossbank entgegen den bisherigen Plänen mit einer normalen Kapitalerhöhung beschaffen.

ZUR MELDUNG, DASS DER CREDIT SUISSE CHEF TIDJANE THIAM SEINEN LOHN DEUTLICH GEKUERZT HAT, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG 24. MAERZ 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Tidjane Thiam, CEO of Swiss bank Credit Suisse speaks during a press conference in Zurich, Switzerland, Wednesday, October 21, 2015. Credit Suisse CEO Tidjane Thiam hinted at a wave of job cuts at the Swiss bank, after unveiling disappointing third-quarter profits and informs about various measures to slash spiralling costs. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam Bild: KEYSTONE

Ursprünglich plante die Grossbank das Schweizer Geschäft im zweiten Halbjahr 2017 teilweise an die Börse zu bringen. Der Verwaltungsrat hat jetzt jedoch entschieden, zugunsten einer ordentlichen Kapitalerhöhung auf diesen Börsengang zu verzichten, wie die CS am Mittwoch mitteilte.

«Wir glauben, dass der weiterhin vollständige Besitz der wichtigen Schweizer Bank der richtige Weg ist, der sich für die Aktionäre auszahlen wird»

CS-Präsident Urs Rohner

Die Grossbank begründet den Entscheid lediglich mit dem Hinweis auf einen zukünftigen Mehrwert für die Aktionäre. «Wir glauben, dass der weiterhin vollständige Besitz der wichtigen Schweizer Bank der richtige Weg ist, der sich für die Aktionäre auszahlen wird», lässt sich CS-Präsident Urs Rohner in der Mitteilung zitieren.

CAPTION CORRECTION - POSITION OF URS ROHNER - Urs Rohner, Chairman of the Board of Directors of Swiss Bank Credit Suisse, participates in a panel session during the Swiss International Finance Forum, in Bern, Switzerland, Tuesday, May 20, 2014. Politicians, supervisory authorities and scientists engage in an active dialogue on the future of the Swiss financial centre during the forum. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Credit-Suisse-VR-Präsident Urs Rohner Bild: KEYSTONE

Gemäss der Wirtschaftsnachrichtenagentur AWP soll die für die Kapitalerhöhung notwendige ausserordentliche Generalversammlung am 18. Mai 2017 stattfinden.

Starkes erstes Quartal – aber …

Geschäftlich lief es der Grossbank zu Jahresbeginn besser als in den Vorquartalen. So schrieb die Bank mit 596 Millionen Franken einen über den Erwartungen liegenden Gewinn. Im Vorjahresquartal resultierte noch ein Verlust von 302 Millionen Franken.

Diese deutliche Steigerung erreichte die Bank jedoch vor allem dank geringeren Verlusten in den Geschäftsfeldern, aus der die Bank aussteigen will. Geschäftlich dagegen konnte sich die CS nur in der Investmentbanking steigern. In der Vermögensverwaltung aber auch in der Schweizer und der Asien-Bank fiel die Vorsteuergewinne tiefer aus. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • N. Y. P. D. 26.04.2017 10:07
    Highlight Highlight Der Cash Flow der Credit Suisse wird seit Jahren laufend als Boni ausgeschüttet. Für die Aktionäre, die ja eigentlich die Bank besitzen, wird jeweils ein Gewinn von ein paar Hundert Millionen ausgewiesen.

    Credit Suisse : Milliarden Boni* für die Eliten der Bank minus Rechtsstreitigkeiten** sollte im optimalen Fall ein paar Hundert Millionen Gewinn** für die Galerie, bzw. die Aktionäre ergeben.

    *in Stein gemeisselt
    **Variablen
    3 2 Melden
    • CASSIO 27.04.2017 05:45
      Highlight Highlight N. Y. P.: erklär mir, weshalb die Aktionäre dennoch das Spiel jedes Jahr immer und immer wieder mitspielen. Wenn ich die Aktie mit dem Gesamtmarkt vergleiche, dann ist der dumm, der langfristig in CSGN investiert bleibt. Wieso also werden Boni durchgewunken (vereinfacht gesagt)?
      1 1 Melden
    • N. Y. P. D. 27.04.2017 08:57
      Highlight Highlight @CASSIO
      GENAU DAS frage ich mich auch. Ich kann Dir darauf auch keine Antwort geben.
      Niemals würde ich Aktien der CS oder der UBS kaufen.
      Man kann zum Beispiel, um genug Gewinn zu generieren, eigene Immobilien ein paar % höher bewerten. So kann man locker Milliarden locker machen für die Boniverteilung. Wer schaut sich schon die Immobilienbewerungen an. Das ist ein Beispiel.
      Ich wäre eigentlich froh, wenn mir hier ein Experte darlegen kann, das ich komplett falsch liege..
      0 1 Melden
  • Typu 26.04.2017 09:08
    Highlight Highlight IPO wurde als riesen Verkaufsstory gehyped. Starkes Schweizer Geschäft, Analysten müssen so den wahren Wert der CS anerkennen, bla bla. War klar gings nur um die Kohle. Jetzt wo der Markt für die Banken gut läuft macht man die normale Kapitalerhöhung. Fähnchen im Wind. Als CS MA finde ich das Management total lächerlich und unglaubwürdig.
    20 1 Melden
    • Mighty 26.04.2017 09:48
      Highlight Highlight Als CS MA solltest du wissen dass die grossen Aktionäre der CS sich vehement gegen den Börsengang aussprachen. Nichts da Fähnchen im Wind. Die CS Schweiz AG ist auch der wahre Wert der ganzen Bank. Siehe Zahlen von heute - 4/6 des Gewinn wurde in der Schweiz AG erwirtschaftet
      3 1 Melden
    • CASSIO 27.04.2017 05:54
      Highlight Highlight Mighty, Typu hat Recht. Die CS hat einmal mehr strategisch dumm agiert. Dass sich die CS dumm verhält, ist mir vor vielen Jahren als kleiner Privatkunde aufgefallen, worauf ich trotz meiner Sympathie zu Escher all meine Geschäftsbeziehungen beendet habe. Jahre später holte mein damaliger Arbeitgeber die CS ins Geschäft, weil sein KB zur CS wechselte. Die waren zu Zeiten Brady's wirklich Flachpfeifen. Sie wollten Geschäfte machen, aber sie waren nicht lm Stande (Compliance!?!?! oder Softwareprojekte, die dank Amis für die Katz waren??? man hörte vieles, was schief lief/läuft)
      0 1 Melden
    • Typu 27.04.2017 08:22
      Highlight Highlight Mighty, für die Planung des IPO wurden 500 Personen eingesetzt. Über 100 Millionen an Kosten verursacht. Immens komplex. Das dabei offensichtlich keine durchdachte und klare Strategie dahintersteckte und nur rein monetär getrieben war ist einfach schwach. Das hat doch nur noch wenig mit innerer Überzeugung der Geschäftsleitung zu tun.
      0 1 Melden
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  • Triumvir 26.04.2017 08:22
    Highlight Highlight CS eine Grossbank zum Vergessen. Und nach wie vor ein Selbstbedienungsladen für das gierige Management. Für was genau, will zum Beispiel ihr Boss eigentlich über 10 Millionen Jahresgehalt!? Denn wenn man sich den Börsenkurs und den bescheidenen Gewinn in Relation zum Umsatz anschaut, dann müsste das gesamte Kader auf sämtliche Boni verzichten und den Lohn auf realistische max. 1 Million kürzen...
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