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Köpferollen nach Post-Skandal geht weiter: AKB-Chef Pascal Koradi tritt zurück

Pascal Koradi tritt als Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank zurück

12.06.18, 12:37 12.06.18, 13:31

Philipp Zimmermann / az Aargauer Zeitung



HANDOUT - Pascal Koradi, neuer Direktionspraesident AKB / Der Bankrat der Aargauischen Kantonalbank hat Pascal Koradi zum Direktionspraesidenten der AKB ernannt. Er tritt die Nachfolge von Rudolf Dellenbach an, der 2016 in den Ruhestand tritt. Pascal Koradi ist zurzeit Finanzchef der Post und Mitglied der Konzernleitung. Er wird die operative Fuehrung der Aargauischen Kantonalbank im dritten Quartal 2016 übernehmen. Weiterer Text ueber ots und www.presseportal.ch/de/nr/100016321 / (OBS/AKB/MEDIADOM AG/FABIO CONFESSORE)

Pascal Koradi Bild: PHOTOPRESS

Am Montag sagte Pascal Koradi, er habe als ehemaliger Finanzchef der Post, von den Machenschaften im sogenannten Postauto-Skandal nichts gewusst zu haben.

Jetzt steht dennoch fest: Koradi tritt als als Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank (AKB) zurück. Am Montagabend hatte der Bankrat eine Sitzung zum Fall. 

In einer Medienmitteilung schreibt nun die AKB: «Pascal Koradi hat sich entschieden, von seiner Funktion als Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank zurück zu treten. Er hat dies nach reiflicher Überlegung im Interesse und zur Wahrung der Reputation der Bank getan.»

«Entlassung von Post-Chefin Ruoff ist hart, aber richtig»

Video: srf

Der Bankrat zolle diesem Entscheid, der von einem hohen Verantwortungsbewusstsein zeuge, grossen Respekt. Die persönliche Integrität und das Vertrauen in Pascal Koradi seien zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt gewesen, heisst es weiter. 

‹Die Reputation der AKB schützen›

«Ich habe mich entschieden, mein Arbeitsverhältnis aufzulösen. Ich denke hier in erster Linie an das Unternehmen, meine Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Kundinnen und Kunden», lässt sich Koradi zitieren. «Ich möchte mit diesem Schritt die Reputation der Aargauischen Kantonalbank schützen.»

Koradi wird im Untersuchungsbericht zum Postauto-Skandal, der am Montag publiziert wurde, mehrfach genannt. Ihm wird vorgeworfen, nicht nur von der fraglichen Praxis der Gewinnverschleierung gewusst zu haben. Er soll auch direkt involviert gewesen sein.

Keine Kenntnisse der Machenschaften

«Ich halte nach wie vor fest, dass ich zu keiner Zeit Kenntnis von möglicherweise illegalen Machenschaften hatte und ich stehe zu allen meinen getroffenen Entscheidungen in meiner damaligen Funktion», sagte Koradi am Montag zur AZ.

Nun beteuert er, «weiterhin zu all meinen damaligen Entscheidungen als CFO des Konzerns Post» zu stehen. Und: «Ich bedaure sehr, dass ich bis zum heutigen Zeitpunkt von den heute Verantwortlichen der Post nie angehört wurde. Eine lückenlose Klärung der Vorkommnisse wäre mir persönlich am Herzen gelegen.»

Dieter Widmer wird Koradis Nachfolger

Der Nachfolger von Koradi steht bereits fest: Dieter Widmer, der seit Juli 2016 Mitglied der AKB-Geschäftsleitung ist. Der 51-jährige Widmer ist seit 1998 in verschiedenen Führungsfunktionen für die AKB tätig. Er ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und lebt mit seiner Familie in Unterentfelden. Der Bankrat hatte sich im Rahmen einer strategischen Auslegeordnung bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit möglichen Nachfolgeszenarien befasst.

 

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Brikne, 20.7.2017
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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • David1980 12.06.2018 23:22
    Highlight Wäre doch schön, wenn im Krankenkassenbereich auch solche Aktionen aufgedeckt würden. Ist bei mir als nächstes auf der Liste..
    1 0 Melden
  • el heinzo 12.06.2018 16:19
    Highlight
    0 0 Melden
  • Leckerbissen 12.06.2018 15:30
    Highlight die KPMG darf auch gleich abbauen.
    20 0 Melden
  • äti 12.06.2018 13:36
    Highlight "Er hat dies nach reiflicher Überlegung im Interesse und zur Wahrung der Reputation der Bank getan.»"

    Was ist 'Reputation von Banken'? Waren die nicht gegen das Vollgeld?
    13 17 Melden
  • Carlitos Fauxpas 12.06.2018 13:26
    Highlight ...nur no schäbig, keinä hät öpis gwüsst, keinä isch involviert gsi und alli diä wasserköpf wo jetzt zrugträtät sölläd verantwortigsvoll und integer gsi si.

    Also so en Chabis brucht kein Mensch!
    57 3 Melden
  • N. Y. P. D. 12.06.2018 13:21
    Highlight Koradi : Mein Name ist Hase, ich weiss von nichts.

    Und der Untersuchungsbericht : Er hat nicht nur von der fraglichen Praxis der Gewinnverschleierung gewusst, er sei sogar direkt involviert gewesen.

    Entweder der Untersuchungsbericht ist schlampig oder Koradi lügt wie gedruckt.

    Der Untersuchungsbericht wird stimmen.
    52 1 Melden
    • Ueli der Knecht 12.06.2018 15:33
      Highlight N.Y.P.: Koradi musste vermutlich abtreten, weil ein Strafverfahren gegen ihn läuft (was die Bank evtl. erst mit dem Untersuchungbericht erfuhr).
      https://www.watson.ch/!157374728

      Aus demselben Grund muss man ihm (oder auch Frau Ruoff u.a.) zubilligen, nur nebulöse bis sogar unwahre Aussagen zu machen, und auf unbequeme Fragen gar nicht oder nur ausweichend zu antworten.

      Ein Angeschuldigter darf Aussagen verweigern, umsomehr sie ihn belasten würden, und er darf sogar ganz legal lügen (ein Zeuge dürfte das nicht). In diesem Sinne darf er natürlich auch einen unwissenden Hasen mimen.
      14 1 Melden
    • N. Y. P. D. 12.06.2018 16:23
      Highlight Meine Güüüte !

      Die Bank hat evt. durch den Untersuchungsbericht vom Strafverfahren erfahren.

      Ich bin platt.

      Auch die Ruoff hat ganz frivol beim letzten Interview noch ihre nebulösen Floskeln zum Besten gegeben, obwohl sie da bereits abgesetzt war.

      Ich staune wie ein Kind.


      Oha, ich sehe gerade. Da liegt noch eine Busse von 40.- in meinem Briefkasten. 1 km/h zu schnell gefahren.

      Sinngemäss steht auf dem Bescheid: Sie sind kein Koradi oder eine Ruoff. Bezahlen Sie den Wisch oder sie bekommen die volle Härte des Gesetzes zu spüren, Sie Armleuchter !
      1 0 Melden
  • DartVaidder 12.06.2018 13:17
    Highlight "Am Montag sagte Pascal Koradi, er habe als ehemaliger Finanzchef der Post, von den Machenschaften im sogenannten Postauto-Skandal nichts gewusst zu haben"

    Soso...dabei wurde er mittels Aktennotiz am 21. August 2013 über die Problematik des Werteflusses PostAuto – Gewinnsicherung informiert...

    Lügen bis ans bittere Ende und immer noch nicht die Courage haben hinzustehen! Schwach! Ich hoffe sehr (und erwarte dies auch), dass diese Betrüger strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.
    39 1 Melden
  • sherpa 12.06.2018 13:05
    Highlight Er wird wohl nicht der Letzte sein, der gehen muss
    10 0 Melden
  • c_meier 12.06.2018 12:50
    Highlight naja wenn man den Bericht zur Postauto-Affäre liest (auf der Post-Homepage veröffentlicht) kommt Herr Koradi doch sehr oft vor...
    22 0 Melden

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