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Diese Faktoren stressen die User bei der Arbeit am meisten – es ist nicht der Chef

Bild: shutterstock

Immer mehr Schweizer Arbeitnehmende stehen bei der Arbeit permanent unter Stress. Wir wollten von den watson-Usern wissen, welche Faktoren sie im Job stressen.



Die Hintergründe

Arbeit bedeutet für viele eine enorme Belastung: Gemäss jüngst vom Bundesamt für Statistik (BfS) veröffentlichten Zahlen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung gaben 21 Prozent der Befragten an, bei der Arbeit immer oder meistens unter Stress zu stehen. Das sind 3 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Besonders stark fiel der Anstieg bei den unter 30-Jährigen aus. Hier stieg der Anteil der gestressten Personen von 19 auf 25 Prozent.

Jeder zweite Erwerbstätige war von mindestens drei Typen sogenannter «psychosozialer Risiken» betroffen. Neben Stress gehören dazu die Angst um den Arbeitsplatz, hoher Zeitdruck, geringer Gestaltungsspielraum, fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte, Diskriminierung oder Gewalt am Arbeitsplatz und hohe Arbeitsanforderung.

Wir wollten von den watson-Usern wissen, was sie beim Job stresst. Hier die Ergebnisse der Umfrage, an denen sich über 2300 von euch beteiligt haben.

Die Ergebnisse

Zu jeder Aussage haben die Umfrage-Teilnehmer angegeben, wie sehr sie das Thema beschäftigt. Die Ergebnisse stellen den Mittelwert aller Antworten auf der Skala von 0 («trifft gar nicht zu») bis 10 («trifft voll und ganz zu»).

  1. Tätigkeit: «Ich bin gestresst, weil ich bei der Arbeit an zu viele Dinge gleichzeitig denken muss, regelmässig unterbrochen werde oder widersprüchliche Anforderungen erhalte.» Wert: 6,03.
  2. Geschwindigkeit: «Ich bin gestresst wegen des hohen Arbeitstempos, des Zeitdrucks oder des Termindrucks.» Wert: 4,88.
  3. Lohn: «Ich bin gestresst, weil ich für meine Arbeit zu wenig fair entschädigt werde.» Wert: 4,82.
  4. Vorgesetzte: «Ich bin gestresst, weil mich meine Vorgesetzte oder mein Vorgesetzter zu wenig unterstützt, meine Arbeit zu wenig würdigt oder mich zu wenig ernst nimmt.» Wert: 4,12.
  5. Arbeitsinhalt: «Ich bin gestresst, weil ich keine sinnvolle Arbeit machen kann, meine Fähigkeiten nicht einsetzen kann oder wenig Gestaltungsraum habe.» Wert: 3,65.
  6. Arbeitszeiten: «Ich bin gestresst, weil ich zu lange arbeiten muss oder meine Arbeitspausen oder meine Ferien nicht selbstständig wählen kann.» Wert: 3,56.
  7. Arbeitsplatzsicherheit: «Ich bin gestresst, weil ich Angst um meine Arbeitsstelle habe.» Wert: 2,61.
  8. Mobbing und Benachteiligung: «Ich bin gestresst, weil ich bei der Arbeit gemobbt werde, Benachteiligung erfahre oder belästigt werde.» Wert: 1,78.

Die individuellen Stressfaktoren

Per Textfeld konnten die watson-User eintragen, aus welchen anderen Gründen sie sich bei der Arbeit gestresst fühlen. Hier eine unvollständige Auswahl der Antworten. Die Mehrheit der aufgelisteten Stressfaktoren wurden (mit sich ähnelnder Formulierung) mehr als einmal genannt.

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 23.08.2019 22:51
    Highlight Highlight Lest Frederic Laloux - Reinventing Organizations - Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit...

    So lange wir das System nicht grundlegend ändern wird schlussendlich alles bleiben wie es ist...

    https://www.evolve-magazin.de/blog/reinventing-organizations-von-frederic-laloux/

    Play Icon
  • The Count 23.08.2019 19:51
    Highlight Highlight Punkt 1 ist für mich etwas eher positives, dafür steht mein Chef (Langweiliger Bünzli) ganz oben...
  • Ueli der Knecht 23.08.2019 19:27
    Highlight Highlight «Bore-out, nichts zu tun den ganzen Tag.»

    Deswegen bauen moderne Firmen wie Google ihre Arbeitsplätze wie Robinsonspielplätze für kleine Kinder. Denn Mitarbeiter, die sich langweilen, kommen auf dumme Ideen. ;)
  • Silent_Revolution 23.08.2019 17:05
    Highlight Highlight 3) Du wirst nicht fair entschädigt und gehst trotzdem hin? Dann bist du der Hauptgrund für Lohndumping und der Letzte, der etwas zu meckern hat.

    1,2,4,5,6,8) Für gesellschaftliche Anerkennung und materialistische Wünsche tust du dir diesen Stress freiwillig an. Wo ist das Problem?

    7) Wenn du keine Arbeit hast, brauchst du auch keine Angst vor Verlust der Arbeitsstelle zu haben.

    Heult nicht rum und zahlt fleissig eure Beiträge, damit auch mein Konto am Monatsende wieder gefüllt wird.
    • Ueli der Knecht 23.08.2019 23:52
      Highlight Highlight "3) Du wirst nicht fair entschädigt und gehst trotzdem hin? Dann bist du der Hauptgrund für Lohndumping und der Letzte, der etwas zu meckern hat."

      Das ist zynisch.. Die meisten arbeiten unter derartigen Umständen nicht etwa freiwillig, sondern weil sie gar keine andere Wahl haben, weil sie irgendwie Miete zahlen und ihre Familie ernähren müssen.

      Die Sklaverei ist erst dann abgeschafft, wenn das bedingungslose Grundeinkommen endlich eingeführt wird. Dann wird auch niemand mehr unter solchen Umständen für so wenig Geld arbeiten. Dann erst werden endlich faire Löhne bezahlt werden.
    • Kruk 24.08.2019 07:57
      Highlight Highlight Diese Überheblichkeit bringt auch sozial denkende Menschen dazu, bei Ihnen sparen zu wollen.
    • Silent_Revolution 24.08.2019 10:57
      Highlight Highlight Ueli der Knecht

      Natürlich ist das zynisch. Aber bei Miete und Ernährung im Bezug auf die Arbeit hierzulande von müssen zu reden, ist polemisch.

      Jeder der aus freien Stücken einen Vertrag für unterbezahlte Arbeit unter widrigen Bedingungen unterschreibt, gibt dem Arbeitgeber gleichzeitig die Legitimation für eben diese Verhältnisse.

      Ein BGE wird nie eingeführt, da die kapitalistische Wirtschaft das Parlament dominiert. Und mit der Bereitschaft, eben dieser Wirtschaft dienlich zu sein, agiert man immer kontraproduktiv, im Versuch ein BGE zu erreichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • skisandtrail 23.08.2019 17:01
    Highlight Highlight 1. Werde Chef, dann musst du an zu vieles denken. Ansonsten lass dich wieder eine Position zurückstufen.
    2. Ein Problem des digitalen Zeitalters
    3. Was ist Lohn?
    4. Solange man vom Chef keine ZS kriegt, wird die Arbeit gewürdigt. Wie oft sagen die Angestellten dem Chef danke?
    5. Job wechseln / falscher Beruf
    6. Ferien? What's that? Arbeitszeiten selber wählen als Chef? Nada..
    7. Chefs haben Angst, dass morgen keine Arbeit für die Angestellten da ist-
    8. Sollte niemals passieren!! Melde dich beim Vorgesetzten oder Hilfsstellen

    Halleluja, lass es Shit-Storm regnen.
    • Grabeskaelte 23.08.2019 17:13
      Highlight Highlight Danke...
    • Enzasa 23.08.2019 18:43
      Highlight Highlight Wenn es im Sinne des Chefs ist, gute und motivierte Mitarbeiter zu haben, dann sollte er loben.

    • Firefly 23.08.2019 21:34
      Highlight Highlight Doch, ich denke ein guter Chef wird gewürdigt. Aber heute gibts ja keine Chefs mehr, nur noch Manager und Heads of irgendwas.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdiB 23.08.2019 16:59
    Highlight Highlight «Ich bin gestresst, weil dumme Menschen meine Arbeitsprozesse verkomplizieren, unnötig aufbauschen, verlängern oder gar erst nötig machen.»

    «Sinnlose Meetings, welche einem ständig von der Arbeit abhalten.»

    Kenn ich zu gut und es macht einen fertig.
    Durch die sinnlosen meetings wird man nicht schlauer, die arbeit muss trozdem termingerecht erledigt werden.
    Das beste finde ich, wenn mann wegen einem scheiss, wofür du die lösung hast, trozdem vier mal meeting veranstaltet in der hoffnung es gäbe einen billigeren ausweg.
  • Offi 23.08.2019 16:49
    Highlight Highlight Der Stress nimmt jetzt rapide ab ... es ist Wochenende!
    • Enzasa 23.08.2019 18:44
      Highlight Highlight Wenn der Stress jedoch am Sonntag bereits ansteigt dann ist was nicht in Ordnung
    • Firefly 23.08.2019 21:35
      Highlight Highlight Jetzt kommt der Stress, nichts zu verpassen, denn nachhehr muss man ja wieder an die Arbeit.
  • Glenn Quagmire 23.08.2019 16:44
    Highlight Highlight Das Wort Stress wird inflationär verwendet und sollte nicht mit viel Arbeit oder unangenehmen Tätigkeiten verwechselt werden.

    Wer wirklich Stress hat oder selber mal kurz vor dem, ebenfalls zu oft verwendetem Wort, Burn Out stand, weiss was ich meine. Habe auf die harte Tour gelernt, meine Work-Life-Balance zu finden.
  • Clife 23.08.2019 16:38
    Highlight Highlight Tempo ist mit Abstand mein Stressfaktor Nummer 1

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Knapp ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung leidet an einer oder mehreren psychischen Erkrankungen. Das kann von Ess- über Angststörungen bis zu Depression reichen. Ein Überblick.

Letzte Woche teilte das Bundesamt für Statistik Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 mit. Stress und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz haben demnach 2017 zugenommen. 21 Prozent der Erwerbstätigen litten bei der Arbeit sehr oft unter Stress. 2012 waren es noch 18 Prozent.

Zugenommen haben die psychosozialen Risiken generell. Fast die Hälfte (49%) der gestressten Personen fühlen sich emotional erschöpft, was das Burn-out-Risiko erhöht.

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