Schweiz
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BGE-Initianten im goldenen Tesla: «Das Grundeinkommen ist eine Initiative gegen Faulheit»

Daniel Häni und Enno Schmidt sind die Initianten des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Sie sagen, es gehe dabei um nichts weniger als die grösste Frage der Welt. Ein Gespräch in ihrem goldenen Tesla über ihren goldenen Tesla, Arbeit und faule, verträumte Romantiker.



Es ist ein prächtiges Haus, indem das «unternehmen mitte» mitten in Basel untergebracht ist. Unten ein Café, das grösste der Schweiz, darüber ein Restaurant sowie Büros, in denen Leute aus der Kreativ-Branche arbeiten. Etwas erhöht, hinter dem Café, befindet sich seit Anfang Jahr zudem das Kampagnen-Labor der Initianten für das Bedingungslose Grundeinkommen.

Ein Aktivist drapiert die Plakate fuer die Initiative

Gold ist die Farbe der Initianten.
Bild: KEYSTONE

Früher wechselten hier, wo jetzt Kaffee geschlürft, an Laptops gearbeitet oder einfach Pause gemacht wird, grosse Geldscheine die Besitzer. Damals stand an diesem Ort die Schalterhalle der Schweizerischen Volksbank. Dass der Prunk, die teilweise goldfarbenen Wände, nicht zur Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens passen sollen, verstehen die beiden Gründer der Initiative nicht. Daniel Häni und Enno Schmidt sagen, die Farbe des Bedingungslosen Grundeinkommens sei Gold wie die Sonne, weil jeder Mensch einen Reichtum an Fähigkeiten habe und sie dagegen seien, den Leuten dies abzusprechen. 

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Daniel Häni (links) und Enno Schmidt.

Daniel Häni, Enno Schmidt und das BGE

Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) ist nicht neu. Dank dem Unternehmer Daniel Häni und dem Künstler Enno Schmidt kann aber am 5. Juni mit der Schweiz erstmals ein Volk darüber abstimmen. Die zwei sind bis zur Abstimmung täglich für ihr Anliegen unterwegs. Beide haben Bücher über die Thematik geschrieben. Häni schrieb zusammen mit Philip Kovce Was fehlt, wenn alles da ist?, Schmidt hat gerade aktuell das Werk Grundeinkommen von A bis Z veröffentlicht. Durch das BGE soll jeder Bürger einen gesetzlich festgelegten Betrag vom Staat erhalten, ohne dass dieser an Bedingungen geknüpft ist (daher «bedingungslos»). Die Bürger müssen keine Gegenleistung erbringen. Arbeit und Einkommen sind im Bereich der Existenzsicherung voneinander getrennt. Damit der Staat dem Bürger das Grundeinkommen auszahlen kann, muss das Steuersystem umstrukturiert werden. Die Initianten legten keinen Betrag fest, der jedem Bürger ausbezahlt werden soll. Oft wird aber die Zahl von 2500 Franken pro Monat für Erwachsene und 625 für jedes Kind genannt. Für einen Erwerbstätigen, der 6000 Franken pro Monat verdient, würde das bedeuten: Lohn 3500 Franken, BGE 2500 Franken. (feb) 

Alain Berset hat kürzlich gesagt, die Idee des BGE sei interessant, aber es bestehe die Gefahr, dass die Arbeitsanreize dann gering seien. Hat er recht? 
Daniel Häni: Wir haben eine repräsentative Umfrage durchgeführt und gefragt, wie viele Schweizerinnen und Schweizer aufhören würden zu arbeiten, wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen für alle gäbe. Nur gerade zwei Prozent haben mit Ja geantwortet. Ich konnte deshalb mit guten Gründen zu Bundesrat Berset antworten: Eigentlich ist es ein Skandal, dass die Regierung uns, der Bevölkerung unterstellt, wir würden nicht mehr arbeiten wollen, wenn für die Existenz gesorgt wäre. Berset und viele unserer Gegner haben anscheinend Angst vor selbstbestimmten Bürgern. Jedenfalls hegen sie Misstrauen. 

Worum geht es beim BGE denn wirklich?
Enno Schmidt: Die Initiative stellt zwei Fragen. Erstens: Was würdest du machen, wenn dein Einkommen gesichert wäre? Und zweitens: Bist du bereit, deinen Mitmenschen zuzutrauen, von Auflagen und Bedingungen frei zu sein, was die Existenzgrundlage angeht? Daraus ergibt sich die Hauptfrage: Was ist deine Motivation zur Arbeit? Ist deine Arbeit wirklich das, was du tun willst? Arbeit ist Leben. Gehört dir deine Arbeit? Gehört sie jemand anderem? 

Das tönt reichlich abgehoben ...
Schmidt: Nun, durch das Bedingungslose Grundeinkommen könnten Menschen mehr das arbeiten, was sie wirklich wollen. Dadurch müssten sie mehr Eigenverantwortung übernehmen und das kann die Leistung steigern. Muss man hingegen eine Arbeit machen, die man nicht  aus sich heraus will, was heute oft der Fall ist, fühlt man sich weniger verantwortlich und ist dementsprechend weniger produktiv. Im Kern geht es um die Verantwortlichkeit der Menschen. 

«Wachstum, Wachstum, Wachstum. Das ist wie Krebs. Ständiges Wachstum gibt es nur als Krankheit. Und dieses ständige Wachstum wird für unsere Gesellschaft, für unseren Globus, immer mehr zur Krankheit.»

Enno Schmidt

Das klingt immer noch ein bisschen philosophisch. Können wir einen Gang zurückschalten? Sie reden jetzt beide oft von der Arbeit. Ist es denn nicht so, dass Ihr durch die Initiative den Leuten die Arbeit wegnehmt? 
Schmidt: Dieses Missverständnis wundert mich immer wieder. In der Schweiz gibt es doch eine Arbeitsethik. Unsere Initiative sagt doch mit keinem Wort, dass die Menschen nicht mehr arbeiten sollen. Sie sagt: Lasst den Sockel der Einkommen bedingungslos sein, damit wir freier leisten können. Erst brauchst du ein Einkommen, dann kannst du arbeiten. Wir gehen von der Freiheit aus. 

Häni: Und hier wird offensichtlich, worum es geht. Nämlich um eine Machtumverteilung. Es geht um das Menschlichste der Welt: Selber bestimmen zu können, was ich tue. So wie man einmal den Adel abschaffen musste, damit Leistung möglich war, so muss man heute den «Besitzstand der richtigen Meinung über die Anderen» abschaffen. Es geht darum, unnötige und leistungshemmende Bedingungen aufzugeben. Die Frage «Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?» führt die Verantwortung mehr in die Hand der Einzelnen. 

Daniel Häni (links) und Enno Schmidt.

Daniel Häni (links) und Enno Schmidt während einer kurzen Pause beim watson-Interview im goldenen Tesla. 
watson 

Arbeiten wir noch, wenn das Bedingungslose Grundeinkommen kommt?

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Daniel Häni und Enno Schmidt im Tesla-Interview.  Video: watson.ch

Das klingt jetzt aber, als wollt ihr die Leute zu noch mehr Arbeit verdammen.
Schmidt:
 Nicht verdammen, eher befreien. Mit Leistung meinen wir nicht Stress oder zeitlich mehr Arbeit, sondern persönliche Qualität. Die Wirtschaft verlangt heute Wachstum, Wachstum, Wachstum. Das ist wie Krebs. Ständiges Wachstum gibt es nur als Krankheit. Und dieses ständige Wachstum wird für unsere Gesellschaft, für unseren Globus, immer mehr zur Krankheit. Deshalb müssen wir jetzt hinschauen und uns fragen, was womit zusammenhängt. Wie hängen wir alle zusammen? Was sind die Aufgaben?

«Wir stehen vor den Toren der 4. industriellen Revolution. Der Tesla ist ein Symbol dafür. Alles, was wir berechnen können, das muss nicht mehr vom Menschen gemacht werden.»

Daniel Häni

Ja, wie denn? Wie hängen wir zusammen?
Schmidt: Unsere Aufgaben sind heute eben viel stärker im Sozialen, im Kulturellen, in Innovationen. Neue Unternehmensformen, soziale Unternehmensformen, das ist immer auch ein Blick auf die ganze Welt; auf Kriege, auf Klima-Katastrophen, auf Flüchtlingsströme. Wir müssen unser Bewusstsein auseinander falten. Wir leben von dieser Welt. Deshalb haben wir für diese Welt auch eine gewisse Verantwortung. Das ist das, worum es uns gehen muss. 

Alleine sind Sie mit diesen Ansichten nicht. Allerdings sind der Bundesrat und sämtliche Parteien gegen Ihre Initiative. Kritiker sagen, Sie seien romantische Träumer. Was sagen Sie dazu?
Schmidt: Es ist im Gegenteil ziemlich verträumt und romantisch, zu meinen, es ginge einfach so weiter, wie es jetzt ist. Ebenso ist es eine Illusion zu meinen, das Grundeinkommen käme nicht. Es kommt. Die Frage ist nur wann und mit welchen Intentionen. Es sollte nicht als blosse Sparmassnahme kommen und nicht als automatische Folge der Automatisierung. Die Frage geht an die Menschen

Das Video zur Finanzierung des BGE

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YouTube/daniel häni

Wenn es jetzt keine Sparmassnahme wäre, was dann? 
Häni: Wir stehen vor den Toren der 4. industriellen Revolution. Der Tesla ist ein Symbol dafür. Alles, was wir berechnen können, das muss nicht mehr vom Menschen gemacht werden. In welche Richtung müssen wir die Menschen also ausbilden? Im Bereich des Unberechenbaren. Die Menschen sind dort gefragt, wo sie sich von den Maschinen unterscheiden. Sie werden das tun, was die Maschinen nicht können. Darauf sollten wir jetzt reagieren und nicht erst, wenn wir müssen. 

Das sieht man doch auch so ...
Häni: Ja, aber jetzt können wir noch zusammen debattieren, in was für einer Gesellschaft wir in Zukunft leben wollen. Das Bedingungslose Grundeinkommen könnte ein Schlüssel sein, die Gesellschaft als Ganzes zu stärken. Aber dafür müssen wir etwas tun. Bedingungsloses Grundeinkommen heisst: Traue den anderen mehr zu und zeige, was du selber gut kannst. Das ist anstrengender als einfach auf seinen alten Meinungen vor sich hinzutreten und seine Arbeit zu machen, wie es einem gesagt wird. 

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Acht Millionen Fünfräppler haben die Initianten auf dem Berner Bundesplatz ausgeschüttet.   

Schmidt: Das Bedingungslose Grundeinkommen ist in Wahrheit eine Initiative gegen Faulheit. Ich glaube, Ideale wie gehorsamer Fleiss sind abgelaufen. Wir brauchen Kreativität und Eigenverantwortung statt Gehorsam. Dafür ist jetzt die Zeit. 

Sie sagen, die Zeit ist reif für das Bedingungslose Grundeinkommen. Aber warum hier? Müsste nicht das Silicon Valley damit anfangen? 
Häni: Nein, die Schweiz ist der perfekte Ort dafür, wegen der Direkten Demokratie. Mit der Lancierung der Initiative, mit Aktionen wie der Ausschüttung eines Lastwagens voller Fünfräppler auf dem Bundesplatz, erregten wir viel Aufmerksamkeit und zwar weltweit. Unter anderem schrieb die «New York Times» mehrfach darüber. Das ist nicht einfach nur eine Abstimmung für die Schweiz. Das ist eine weltweite Bewegung. In Finnland hat man Pilotprojekte beschlossen, in den Niederlanden ist man daran und am World Economic Forum war es dieses Jahr grosses Thema. Aber im Gegensatz zu anderen Ländern, können wir in der Schweiz dank der fortschrittlichsten Demokratie der Welt die Bürger über die Idee abstimmen lassen.    

Spricht man mit Ihnen über das Bedingungslose Grundeinkommen, reden Sie von Zukunft, von Systemwechsel, von den ganz grossen Fragen. Verstehen die Schweizer das? Ist Ihre Initiative nicht etwas elitär? 
Schmidt: Erstens: Unterschätzen sie das Stimmvolk nicht. Und zweitens: Man darf auch mal etwas wagen, das die Menschen herausfordert. Auf die Frage, ob wir elitär seien, sage ich: Elitär ist auch herausfordernd, jeder Mensch ist elitär. Lasst uns mal mehr Wertschätzung füreinander haben. Direkte Demokratie ist auch elitär. Sie traut nämlich jedem zu, selber zu urteilen. Die Schweiz fährt gut damit, die Menschen elitär zu behandeln. 

Generation Schulden

Am 18. Mai findet um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Zumikon eine Podiumsdiskussion mit dem Titel «Generation Schulden» statt. Unter anderem wird der Frage «Ist das Bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung?» nachgegangen. Es diskutieren: FDP-Ständerat Ruedi Noser, watson-Journalist Philipp Löpfe, Lukas Rühli von der Avenir Suisse sowie Christian Müller, Initiant BGE und Francis Cheneval Professor für Politische Philosophie an der Universität Zürich. Der Eintritt ist gratis. (feb) 

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    Alle Leser-Kommentare
  • zigi97 29.05.2016 14:16
    Highlight Highlight Hauptsache der Begriff Freiheit wird irgendwo untergebracht. Dabei ist das BGE ein massiver Eingriff in die Persönliche Freiheit. Denn dazu gehört auch die Freiheit über sein Eigentum alleine zu verfügen ohne dass man gezwungen wird es an andere abzugeben.
    BGE-Befürworter haben eine gewisse Arroganz, andere dazu zu zwingen, ihr Leben zu finanzieren, weil sie selber nichts produktives machen wollen.
  • rodolofo 23.04.2016 14:45
    Highlight Highlight Anfangs habe ich bei dieser Initiative für ein Grundeinkommen gedacht: "Was soll das? Das ist doch nichts als Schaumschlägerei und verpuffte Energie für ein Projekt, das von der rechtsbürgerlichen Mehrheit in diesem Land eh wuchtig versenkt wird!"
    Doch im Verlaufe der Diskussionen wurde ich zunehmend von dieser Idee phasziniert und begeistert!
    Und es ist sehr amüsant, zu beobachten, wie diejenigen, die im heutigen System, das voll beschleunigt gegen die Wand fährt, die Hände verwerfen und Zeter Mordio schreihen, weil sie noch eine Rolle und damit eine Existenz haben auf der modernen "Titanik".
    • koks 23.04.2016 16:03
      Highlight Highlight wäre ich sozialhilfebezüger, wäre ich auch dafür. da würde sich mein einkommen auf den schlag verdoppeln.
  • kliby 23.04.2016 11:26
    Highlight Highlight Das BGE ist eine riesiege Umverteilungsschwindelei zu den Sozialhilfebezügern, den gutbetuchten Studierenden etc einerseits und andererseits zu den reichen Kapitaleignern, die Milliardären, den Aktionären.
    Wer den Mittelstand abschaffen will, führt ein BGE ein.
    • FrancoL 23.04.2016 11:58
      Highlight Highlight Geht es noch ein bisschen wirrer, wenn nicht den Mecano aufzeichnen der zu Ihrer falschen Annahme führt, Danke.
    • Stefan von Siegenthal 23.04.2016 15:24
      Highlight Highlight @kliby Haha, deine genannte Gruppe macht gerade mal 4% der Bevölkerung aus. Und mit BGE sind die Sozialausgaben geringer als heute, da es viel weniger von der heutigen Sozialindustrie braucht. Aber ich verstehe schon, manche wollen einfach mal drauf einschlagen. Schade.
    • koks 23.04.2016 16:04
      Highlight Highlight das finde ich süss, wenn svp-ler gegen die sozialindustrie poltern, aber selbst mehr geld vom staat wollen. sozialindustrie 2.0.
  • Toerpe Zwerg 23.04.2016 09:31
    Highlight Highlight Man könnte mal über einen Versuch nachdenken, bei dem die Nationalbank ein Jahr lang jedem Bürger monatlich die als GE definierte Summe ausbezahlt. In Bar. Nötli drucken und verteilen. Und schauen, was passiert. Die Inflation würde angeheizt, der Franken geschwächt, der Konsum angekurbelt. Schwächstverdiener würden sich etwas erholen können und Strukturbereinigungen könnten abgefedert werden. Über die Steuern würde der Staat auf einen Schlag schuldenfrei gemacht werden können. Alles nicht ganz schlechte Wirkungen.

    Und man könnte Daten zum Verhalten der Leute sammeln.
  • stadtzuercher 23.04.2016 09:05
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, wir schaffen jubelnd alle Sozialversicherungen ab. Dann beschliesst die rechtsbürgerliche Regierung, dass das BGE nur 1100 Fr. pro Person sei. Für AHV, ALV, IV, EL, Elternschaftsurlaub, EO, alles. Die Rechtsbürgerlichen so: das BGE kommt viel günstiger als geplant, wir können die Steuern für Unternehmen komplett aufheben. Und die Wähler so: Haben wir jetzt naiv den Sozialstaat abgeschafft?
    • FrancoL 23.04.2016 12:01
      Highlight Highlight Wieso werden die Sozialversicherungen abgeschafft? Sie werden gebündelt, Betröge fliessen in den bGE-Topf, wie die Löhne bis 2'500 CHF. Das bringt bei den Sozialwerken doch zumindest eine Kostenreduktion.
    • Mehmed 23.04.2016 12:21
      Highlight Highlight Franco, aber die Beiträge für beispielsweise die ALV werden heute dafür bezahlt, dass der Arbeitnehmer im Falle einer Arbeitslosigkeit 80% des Lohnes erhält, bei einem Einkommen von 10'000 Fr. Wenn er nur noch 1400 pro Monat erhielte (die 2500 sind ja nicht gesetzt), dann bezahlt er dafür auch keine Beiträge. Dasselbe gilt für die IV, die AHV, die EO etc. Dafür würden sich die Arbeitnehmer und Arbeitgeber alle privat versichern, die Versicherungsprämien fliessen also nicht in den BGE-Topf, sondern in private Versicherungen anstelle der bisherigen staatlichen.
    • FrancoL 23.04.2016 12:30
      Highlight Highlight @Mehmed; Das bGE ist ein Sockelbeitrag und nicht ein absoluter Betrag. Wenn jemand von der ALV 4000 CHF bekommen soll, wird er das wie bei den Löhnen auch bekommen, nämlich 2500 aus dem bGE und 1500 aus der Kasse. Wenn das bGE nun tiefer geregelt werden sollte, dann gilt die gleiche Rechnung. Arbeitslosengeld = bGE + Kassenbeitrag, wie bei den Löhnen: Lohn = bGE + Restlohn durch Arbeitgeber.
  • rodolofo 23.04.2016 07:04
    Highlight Highlight Liebe watson-Redaktion,
    nach der gestrigen Arena-Sendung wollte ich mich gerade ins Getümmel der "Nachbearbeitung" stürzen.
    Da merke ich aber, dass die Kommentar-Funktion nicht funktioniert.
    Gestern ist mir das bei einem Beitrag über den nicht eingehaltenen Waffenstillstand im Syrischen Bürgerkrieg aufgefallen...
    Jetzt frage ich Euch:
    Wisst Ihr von einem solchen technischen Problem?
    Ist auch anderen KommentarschreiberInnen eine Teilnahme an Diskussionen verunmöglicht, oder bin nur ich von einer solchen Ausgrenzung betroffen?
    • rodolofo 23.04.2016 08:59
      Highlight Highlight Was sollen die zwei Blitze?
      Ich habe ein Problem und suche nach einer Lösung...
      ist da draussen jemand, der mir dabei helfen kann, dieses Problem zu lösen, anstatt es mit Blitzlein zu bewirtschaften?
      das wäre sehr nett und gäbe mir ein besseres Grundgefühl (wenn es schon mit dem Grundeinkommen nicht klappen sollte...)
      Vielen Dank im Voraus!
    • rodolofo 23.04.2016 09:06
      Highlight Highlight Jetzt dasselbe bei einem Artikel über Obama, der die Bundeswehr auffordert, mehr militärische Abschreckung gegenüber Russland zu leisten.
      Was ist hier eigentlich los?
      Könnt Ihr mich bitte aufklären?!
      Wenn Ihr es selber nicht wisst, dann meldet Euch bitte für einen kurzen Stand der Dinge!
      Ich weiss, ich reagiere gerade etwas hysterisch, aber in Zeiten globalen Aufrüstens mit engagierten Internet-Trollen und Hackern werde ich allmählich paranoid...
  • rodolofo 22.04.2016 18:47
    Highlight Highlight Interessanterweise wird die BGE-Initiative sowohl von rechts, als auch von links her abgelehnt.
    Die rechte Ablehnung war zu erwarten.
    Warum aber die Ablehnung von linker Seite?
    Nun, mit einem BGE könnten wir uns das ganze bürokratisch-schwerfällige und undurchsichtige Sozialsystem sparen!
    Diese Aussichten sind für die tendenziell der SP, oder den Grünen nahe stehende PsychologInnen, SozialarbeiterInnen und BeamtInnen des Sozialsystems nicht sehr verlockend.
    Ich selber habe die Sozialhilfe während meiner Arbeitslosigkeit als wenig hilfreich bis schikanös erlebt.
    Die Grundhaltung ist Misstrauen.
    • Matthias Studer 23.04.2016 08:31
      Highlight Highlight Ich glaube, die SP fordert das Recht auf Arbeit. Also nicht bedingungslos. Nur wohin das Recht auf Arbeit führt, ohne genug Arbeit zu haben, sehen wir in der Geschichte.
    • stadtzuercher 23.04.2016 09:08
      Highlight Highlight Rodolfo, "Ich selber habe die Sozialhilfe während meiner Arbeitslosigkeit" Naja, normalerweise erhält man während einer Arbeitslosigkeit keine Sozialhilfe. Von was redest du?
      Ich sag immer: Wer SVP wählt, und aber Sozialhilfe bezieht, verdient gar kein staatliches Geld. Von unserem Steuergeld leben und die Sozialversicherungen abschaffen wollen? Hallo?
    • kliby 23.04.2016 09:22
      Highlight Highlight @rodolfo, ich finde, wir sollten deine sozialhilfe abschaffen, geldverschwendung. damit könnten wir erheblich geld sparen, welches dann anderen fleissigen menschen zugute kommen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mehmed 22.04.2016 08:38
    Highlight Highlight Das BGE passt perfekt in den neoliberalen Zeitgeist, zu den rechtsbürgerlichen Gesellschaften. Der berufstätige Mittelstand finanziert mit hohen Steuern und Abgaben die ganze Gesellschaft, die Reichen und die Wirtschaft erhalten im Gegenzug die Steuern abgeschafft.
    Neoliberales Teufelszeug.
    • FrancoL 22.04.2016 14:30
      Highlight Highlight Man sollte zumindest im Vorfeld der Abstimmung einmal etwas weniger Platitüden ins Netz zu stellen und dem bGE nicht gerade alle Missverhältnisse unserer Gesellschaft einem möglichen noch nicht voll besprochenen Gesetz in die Schuhe schieben zu wollen.
    • Turi 22.04.2016 17:43
      Highlight Highlight Franco, aber es ist schon so: Mit höherer Mehrwertsteuer wird die unsozialeste aller Steuern propagiert. Genauso wie sie die Rechtsregierungen in aller Welt der Bevölkerung aufzwingen.
    • FrancoL 22.04.2016 18:42
      Highlight Highlight @Turi
      Ja das wäre so. Siehe auch meine Posts im Kontrast mit ZaaFee.
  • Toerpe Zwerg 22.04.2016 06:48
    Highlight Highlight So, wie die Finanzierung jetzt angedacht ist, killt das bedingte Grundeinkommen Teilzeitarbeit und fördert Einverdienerhaushalte.
    • Mehmed 22.04.2016 08:31
      Highlight Highlight Und damit killt sie gerade das, was alle wollen: Flexibilität bei der Arbeit, Vereinbarkeit von Arbeit und Hobby und ehrenamtliche Tätigkeiten.
    • Matthias Studer 22.04.2016 10:35
      Highlight Highlight Ähm, bis jetzt steht nichts über die Finanzierung. Mikrosteuer wäre eine Idee, und dann noch eine gute.
    • Charlie Brown 22.04.2016 10:53
    Weitere Antworten anzeigen
  • July 21.04.2016 23:29
    Highlight Highlight hinzuzufügen wäre noch die Abschaffung vin vielen Subventionen, da z.B die Bauern wieder mehr Perspektive hätten.

    Der Staat würde auf diverse Systeme verzichten können, die Finanzierung sollte also möglich sein.
    • Mehmed 22.04.2016 08:33
      Highlight Highlight Wie naiv muss man sein, um zu glauben, es würden Subventionen für Bauern und Tourismus abgeschafft werden? Übrigens: Würden die Gastarbeiter auf den Feldern der Bauern auch BGE erhalten?
    • DerElch 22.04.2016 20:03
      Highlight Highlight @mehmed
      Ja. Laut Initiativtext erhält jeder in der Schwriz lebende das BGE.
      Da stellt sich die Frage nach dem Umgang mit Wirtschaftsflüchtlingen auch nicht mehr......
  • July 21.04.2016 23:26
    Highlight Highlight die Idee ist brilliant. Sie lässt unsere kapitalistische Grundeinstellung nicht mehr zu, ermöglicht mehr Zeit für die Dinge die uns glücklich machen und durch die gesicherte Existenz fallen Stress und Geldsorgen weg = glücklichere, unabhängigere Bevölkerung. Eine Veränderung unseres Systems ist unausweichlich; die Rentensäulen funktionieren nicht mehr und durch diese Unstrukturierung kann die Sozialhilfe abgeschafft werden. Die Kontrapunkte wiegen aus meiner Sicht die pros nicht auf. Und da die Initianten bei der Umsetzung nur wenige Richtlinien gegeben haben, ist eine Umsetzung sicher möglich
    • Maragia 22.04.2016 10:06
      Highlight Highlight Ja klar, alle haben Geld, jeder kann tun was er will, ein paar arbeiten, ein paar geniessen das Leben. Das Geld wächst ja schliesslich auf Bäumen!!
    • rodolofo 22.04.2016 19:00
      Highlight Highlight Das Grundeinkommen sollte nur im Falle von Arbeitslosigkeit ausbezahlt werden!
      Denn sonst können Arbeitgeber Lohndumping betreiben: "Was willst Du mehr Lohn mit einem Grundeinkommen?"
      Sobald jemand arbeitet, sollte das Grundeinkommen entsprechend gekürzt werden, so wie jetzt beim Arbeitslosengeld.
      Im Unterschied zu heute würde aber eine schikanöse Behandlung beim RAV verunmöglicht.
      Einer Putzfrau müssten die Arbeitgeber einen anständigen Lohn bezahlen, da sie sonst lieber zu Hause bleibt und sich in der Kinderbetreuung und im Quartier engagiert. Bisher waren diese wichtigen Arbeiten gratis...
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 21.04.2016 19:39
    Highlight Highlight https://www.woz.ch/-69e8
    • Soli Dar 21.04.2016 21:02
      Highlight Highlight Herzlichen Dank für den Verweis auf den WOZ-Artikel. Bei aller Euphorie, sind Zweifel durchaus angebracht. Womöglich öffnen wir mit einem gut gemeinten wohlwollenden aber schlecht umgesetzten Grundeinkommen die Büchse der Pandora...
    • Charlie Brown 22.04.2016 08:23
      Highlight Highlight Gar nicht neue Aspekte... Bis jetzt wurden die Gegner einfach nicht ernst genommen. Muss es halt erst die woz schreiben. Hauptsache es kommt an.
    • FrancoL 22.04.2016 09:37
      Highlight Highlight @Rhabarber; Den Artikel habe ich gerade 2 x lesen müssen, da ich zuerst mir Antworten oder richtige Fragen erhofft hatte, gefunden habe ich eher eine Auslegeordnung was davon ist links oder rechts angesiedelt. Wenn dann ein Artikel noch mit dieser völlig aber völlig falschen Frage endet, dann sind wir zuunterst in der Journi-sakla angekommen:
      "Würden die Löhne wirklich um 2500 Franken sinken?"

      Wenn etwas klar ist, dann die Tatsache dass die Löhne nicht sinken sondern aus einem bGE-Socklebeitrag und aus dem Restlohn bestehen, dh das Einkommen bleibt erhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 21.04.2016 19:15
    Highlight Highlight Offensichtlich gibt es viele Interpretationen.
    Vorgeschlagen ist zB dass jeder Erwa 2'500 bekommt ob er arbeitet oder nicht, jedes Ki 650.
    Woher kommt das Geld ca 250 Mia/Jahr?
    Von den Arbeitgebern die 2500 für jeden Arbeiter der diese Summe oder mehr verdient. Verdient ein Arbeitnehmer weniger dann eben weniger in den bGE-Topf.
    Die Sozialwerke AHV,ALV IV etc bezahlen in diesen bGE und nun fehlen noch einige Mia die zB über Steuern finanziert werden.
    Wer mehr verdient als 2500 bekommt den Rest vom Arbeitgeber. Wenn jemand von der IV mehr als 2'500 bekommt wird das aus dem bGE finanziert.
  • Froggr 21.04.2016 19:01
    Highlight Highlight Solange nicht klaar ist, wie man dieses BGE finanzieren will, ist es sowieso abzulehnen.
    • MarGo 22.04.2016 09:52
      Highlight Highlight Es geht doch noch gar nicht um die Finanzierung! Es geht um die Idee... Es wäre eine viel zu komplexe Abstimmung, wenn alles schon seinen Rahmen hätte. Die Initianten lassen diese Punkte bewusst offen. Die Finanzierung würde nach Annahme vom Parlament festgesetzt - wo wir dann wieder per Referendum dagegen stimmen könnten... (siehe den ganzen Hergang der AHV, war ganz ähnlich)
  • Homes8 21.04.2016 18:49
    Highlight Highlight In der Regel haben die Leute sehr viel Mühe den inneren Schweinehund allein zu bekämpfen
    • Homes8 22.04.2016 08:59
      Highlight Highlight Ich sehe absolut keinen Zusammenhang von Ihrem Kommentar zu meiner Äusserung. Bitte posten Sie diese nächstes mal woanders. Per Du sind wir auch nicht.
    • Chanichang 22.04.2016 17:47
      Highlight Highlight Sorry Homes8, aber Rhabarber hat recht. Die geleisteten unbezahlten Arbeitsstunden überschreiten die geleisteten bezahlten Arbeitsstunden in det Schweiz sogar! Und dabei gehts nicht nur um Frauen...
    • Homes8 22.04.2016 18:59
      Highlight Highlight @ Chanichang
      Klar hat Sie mit Ihrer Äusserung wegen Frauenarbeit recht.
      Hat aber überhaupt nichts mit meiner Aussage zu tun, dass Leute sehr viel Mühe haben, den inneren Schweinehund, allein zu bekämpfen.
      Schreib ich chinesisch, oder was?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lollipop12 21.04.2016 18:01
    Highlight Highlight Ich finde es toll, dass es nun weitergeht im 21. Jahrhundert. Es ist wichtig, dass man offen für Neues ist, weil sonst würden wir jetzt noch in der Höhle leben oder auf das bessere Leben im Himmel warten. Alte Ansichten erneuern, Misstrauen vertreiben und Neugierde entwickeln. Ich wäre selbst nie auf so eine Idee gekommen. Finde das eine supermoderne, interessante Idee. Bin auf jeden Fall dabei!
    • Spooky 21.04.2016 19:11
      Highlight Highlight @Lollipop12
      "...weil sonst würden wir jetzt noch in der Höhle leben..."

      Ich sehe zwar bei uns heutigen Erdenbewohnern absolut keinen Fortschritt im Vergleich zu den Troglodyten - jedenfalls nicht mental.

      Aber trotzdem. Das BGE ist genial. Ich bin davon begeistert. Stellt euch vor, wir Schweizer wären die ersten auf diesem Planeten mit dem BGE: direkt-demokratisch mit JA auf dem Stimmzettel zugestimmt. Die anderen Nationen auf der Welt würden uns wie Götter und Göttinnen behandeln.
  • Ghost 21.04.2016 15:25
    Highlight Highlight Das Kernziel des BGE's ist es also, dass jedes Individuum der Arbeit nachgeht, welches es am meisten mag. Finde ich Top.

    Wieso aber der Staat dafür verantwortlich sein soll, ist mir ein Rätsel. Kein anderes Land bietet seiner Bevölkerung so viele Chancen. Wir haben Berufslehren, höhere Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten. Wir profitieren vom Reichtum unserer Eltern. Wer davon nicht profitieren kann, erhält vom Staat Unterstützung.

    Wer heute seine Chancen nicht wahrnimmt, wird es auch mit dem BGE nicht tun.

    Erfolg und Erfüllung, liebe BGE Befürworter, kommt niemals gratis.
    • illoOminated 21.04.2016 16:59
      Highlight Highlight So ein Unsinn! Ich wäre z.B. liebend gerne Spieleentwickler - gibts in der Schweiz nur leider kaum Stellen. Wenn ich aber mit zwei Entwicklerkollegen 1-2 Jahre irgendwo in der Pampa wohnen und mich voll darauf konzentrieren könnte, bin ich überzeugt mehr als genügend vielversprechende Ideen zu haben schon wenige Zeit später auf sehr rentablen eigenen Beinen zu stehen.
      Aktuell aber prostituiere ich meine Kreativität 8-10 Std pro Tag (da Teilzeitstellen in der Branche immer noch eher ein Unding sind (hohe Arbeitsplatzkosten etc.)) und bin in der restl. Zeit schlichtweg zu kaputt dafür.
    • Matthias Studer 21.04.2016 17:30
      Highlight Highlight Das mit den Stipendien stimmt so nicht.
    • koks 21.04.2016 18:08
      Highlight Highlight illominatd, dann mach dich selbständig. nur jammern und nichts investieren zählt nicht. wer heute nicht den finger rausnimmt, wirds auch mit BGE nicht tun.
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  • Shabina 21.04.2016 15:21
    Highlight Highlight Ich mit meiner Familie würde bei 2500/Person plus "Kindergeld" gleich viel verdienen, wie wenn ich (inkl. Partner) 120 Arbeitsprozente Arbeite.
    Ergo: Mein partner hört auf zu arbeiten (40%), ich mache musik und 120 Arbeitsprozente fehlen...

    Klar es hören nur 2% auf zu arbeiten. Aber 50% beginnen zu malen, musizieren oder wandern... und plötzlich fehlt das Brot zum Frühstück... dafür steht an jeder Ecke ein Strassenmusikant?

    Das BGE geht für mich einfach nicht auf.
    • illoOminated 21.04.2016 17:02
      Highlight Highlight Die Nahrungsmittelindustrie wird bis in 15 Jahren praktisch komplett automatisiert sein. Die Leute, die dann noch in der Branche arbeiten, erhalten bereits jetzt genug, dass sie ihren Job wohl behalten werden (merke: der Mensch will instinktiv "mehr", also wird er sich mit 2500.- nicht zufrieden geben) - oder kaufen sie ihr Brot immer beim Bäcker, ihr Fleisch immer in der lokalen Metzgerei und ihre Milch holen sie persönlich beim Bauern ab?
    • Globidobi 21.04.2016 17:19
      Highlight Highlight Es gibt aber nicht nur Musiker und Maler im der Schweiz. Zum Beispiel wäre jemand gerne ein selbständiger Entwickler, welcher mir einer Idee eine Firma aufbauen kann.
    • koks 21.04.2016 18:10
      Highlight Highlight globidobi, wenn du heute nicht selbständiger entwickler wirst, dann wirst dus auch mit BGE nicht. was brauchst du um entwickler zu sein? einen compi. du kannst heute beginnen. weshalb tust dus nicht? weil du keine gute idee hast? die kommt dir auch mit BGE nicht...
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  • King_Cone 21.04.2016 15:04
    Highlight Highlight da lese ich Kommentare wie: "Allein die Idee, dass Menschen für Nichtstun Geld bekommen ist doch absurd. "

    die Idee ist absurd? Genau darauf basiert unser Währungssystem mit den Zinsen...
    • Cybot 21.04.2016 15:18
      Highlight Highlight In gewissen Fällen sogar ein leistungsloses Spitzeneinkommen :D
      Die Initiative schneidet direkt oder indirekt all diese Themen an. Das gefällt mir :)
    • Maragia 21.04.2016 15:33
      Highlight Highlight Nein, weil du in der Zwischenzeit mit dem Geld etwas tun hättest können! Immer lustig, wenn einige Personen keine Ahnung vom Finanzwesen haben...
      Ist dir denn deine Zeit auch nichts wert und arbeitest gratis?
    • Charlie Brown 21.04.2016 15:36
      Highlight Highlight @King_Cone: Nicht ganz richtig.

      Zinsen gibt's dafür, dass du dein Kapital jemandem zur Verfügung stellst (es also in der Zeit nicht selbst nutzen kannst) und ein Ausfallrisiko hast. Es ist quasi wie die Miete für ein Objekt, welches du jemandem überlässt. Findest du das auch absurd?
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  • Charlie Brown 21.04.2016 14:36
    Highlight Highlight Wir wissen alle noch nicht genau, wie ein BGE allenfalls mal umgesetzt würde. Und darin liegt das grosse Problem.

    Gehen wir mal davon aus, dass der Betrag 2'500 ist und dass dieser nicht zusätzlich zum Erwerbseinkommen dazu kommt. Das ist zumindest die aktuelle Lage der Argumentation der Initianten, wenn es um die Finanzierbarkeit geht.

    Also, wenn dem so ist: Egal ob ich 100%, 80% , 60% oder gar 40% arbeite (je nach urpsrünglichem Lohn), bekomme ich auch mit angenmommenem BGE nicht mehr als heute. Es ändert sich schlicht nichts für mich. Kein zusätzlicher Freiraum. Nada. Njet. Nope.
    • Louie König 21.04.2016 15:25
      Highlight Highlight Es stimmt, dass das BGE nicht zusätzlich zum Einkommen dazu kommt. Aber Sie vergessen, dass der Arbeitgeber Lohnkosten spart, da er nicht den gesamten Betrag von CHF 2500.- in den BGE-Topf bezahlen muss. Das alleine heisst natürlich nicht, dass der Arbeitnehmer einfach so mehr Lohn bekommt. Wenn es noch Leute gibt, die dieselbe Arbeit für den vorherigen Lohn erledigen, ist das super für den Arbeitgeber, denn er spart Kosten. Wenn sich aber nur noch schwer Personal finden lässt, zu diesen Bedingungen, muss der Arbeitgeber umdenken und die Arbeitnehmer sind in einer besseren Verhandlungsposition
    • Charlie Brown 21.04.2016 15:56
      Highlight Highlight @Louie: Ah. Dann nützt ja das BGE vor allem den Arbeitgebern, denn die haben weniger Kosten und können damit fettere Gewinne einstreichen ;-)

      Nein, bitte. Es ist spekulativ zu sagen, wie das BGE effektiv im Detail finanziert wird. Darum ist es ja so hypothetisch.
    • Louie König 21.04.2016 16:39
      Highlight Highlight Es kann den Arbeitgebern nützen, richtig. Es kann aber auch den Arbeitnehmern nützen, das hat wieder jeder selbst in der Hand. Ich bin aber überzeugt davon, dass ein Arbeitnehmer dann eher höher pokert, wenn es um Verhandlungen für einen Job geht, als das heute der Fall ist, da er ein wenig unabhängiger ist vom Job, als das heute der Fall ist.

      Ja, das ist spekulativ und Sie und ich stellen unsere Vermutungen an, aufgrund welcher wir hier diskutieren. Ich finde das sehr interessant.
  • FrancoL 21.04.2016 14:24
    Highlight Highlight «Das Grundeinkommen ist eine Initiative gegen Faulheit»
    das glaube ich kaum!
    Das bGE könnte ein Ansatz sein um die Trägheit zu bekämpfen, die Trägheit die in machen Menschen durch Perspektivlosigkeit entstanden ist.
    • Maett 21.04.2016 15:05
      Highlight Highlight @FrancoL: das sehe ich genauso. Existenzängste und "Arbeitspflicht" (da sonst kein Geld vorhanden wäre), treiben viele Menschen in Depressionen (in der Schweiz betrifft das doch irgendwie um die 10%?) und Existenzängste, was dazu führt, dass man das eigene Potential nicht ausschöpfen kann.

      Das Grundeinkommen kann auch als Risikokapital im Kleinen betrachtet werden: man schaue in die USA, was (dort im Grossen) passiert: eine Innovation jagt die nächste. Ich glaube, dass die Schweiz mit einem Grundeinkommen weit bedeutender für die Welt werden könnte, als anhin.
    • Charlie Brown 21.04.2016 15:39
      Highlight Highlight @Maett: Die USA als Beispiel fürs BGE? Verstehe ich dich richtig?

      Eine Innovation jagd die nächste, weil schlaue Köpfe Sachen aushecken, welche einen Markt haben und weil sie Aussichten darauf haben, damit viel Geld zu verdienen. Nicht weil sie eine staatliche Rente für die Selbstverwirklichung bekommen.
    • Maett 21.04.2016 15:48
      Highlight Highlight @Charlie Brown: nein, ein Beispiel für Risikokapital. Die USA sind das Land des Risikokapitals, mit durchweg positiven Folgen; man kann das Grundeinkommen nämlich auch aus dieser Perspektive betrachten, das meinte ich.

      Eine Innovation jagt die nächste, weil das typisch schweizerische/europäische Sicherheitsdenken nicht in diesem Masse existiert, und die Leute das Potential ihrer Bildung (die hier auch gut ist) nutzen. Ein Grundeinkommen (also die fehlende Notwendigkeit, "irgendwie" Geld verdienen zu MÜSSEN), kann deshalb zu ähnlichen Ergebnissen führen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fünfnachfünf 21.04.2016 14:23
    Highlight Highlight Wichtig ist, die Initiative kommt durch. Insbesondere sollten sich Bundesangestellte sich dafür einsetzen, denn die Zukunft in Freiheit für diese nicht produktive Berufsgattung, wenn man vernünftig nachdenkt, ist schwer gefährdet.
    • Meitschi 22.04.2016 10:14
      Highlight Highlight @fünfnachfünf: Ich bin Bundesangestellte und grad ziemlich beleidigt.
      Aber einmal abgesehen davon: Eine "Berufsgattung Bundesangestellte" gibt es nicht. Beim Bund angestellt sind LehrerInnen, KV-Leute, PolizistInnen und GrenzwächterInnen, InformatikerInnen, wissenschaftliche Mitarbeitende, ÜbersetzerInnen, JuristInnen, Berufsoffiziere, FahrerInnen, und und und. ÜBERLEGEN UND DIFFERENZIEREN, nicht einfach hohle Parolen nachplappern!! Merci.
  • Patamat 21.04.2016 14:11
    Highlight Highlight Diejenigen mit hohen Löhnen werden genau gleich weiterarbeiten wie bisher (da sie mehr als nur 2'500 möchten) und auch das Arbeitspensum nicht reduzieren, da das BGE nur den Sockelbeitrag zum heutigen Lohn bildet. Diejenigen mit tiefem Lohn werden den genau gleich tiefen Lohn haben, wenn sie die gleiche Arbeit weiterführen möchten. Oder eben nur noch das BGE. Wenn für den Job mit dieser Bezahlung niemand mehr gefunden werden kann, dann wird er nicht besser bezahlt, sondern ins Ausland ausgelagert, automatisiert oder weggestrichen. Die Einkommensschere wird durch ein BGE sogar verstärkt.
    • MacB 21.04.2016 15:48
      Highlight Highlight Die Reiningung öffentlicher Toiletten wird ins Ausland ausgelagert?

      aha...

    • illoOminated 21.04.2016 15:49
      Highlight Highlight Wenn der Job ins Ausland verlagerbar ist, ist er nicht ortsgebunden und somit mit hoher Wahrscheinlichkeit repetitiv --> langweilig. Oder unglaublich anstrengend. In beiden Fällen ist mir lieber, wenn der Job ins Ausland verlagert (oder, noch idealer, automatisiert) wird, als dass ein hier Ansässiger zu unverhältnismässigen Bedingungen diesen ausführen muss. Dann können sich diese Personen nämlich wirklich sinnvollen Jobs widmen - auf die Einkommensschere hat dies doch absolut keinen Einfluss?!
    • Patamat 21.04.2016 17:37
      Highlight Highlight MacB, mir ist auch klar, dass nicht alles ins Ausland verlagert werden kann. Aber im obigen Interview begründen die Initianten die Notwendigkeit eines BGE damit, dass wir vor den Toren der 4. industriellen Revolution stünden. Wenn das stimmt, dann ist die Konsequenz daraus, dass viele Jobs wegfallen und eine ganze Gesellschaftsschicht dann nur noch von einem BGE von 2'500 lebt. Sie können sich dann schon einer anderen Tätigkeit widmen, aber mehr als das BGE erhalten sie nicht dafür (sonst würden sie bereits jetzt in einen besseren Job wechseln).
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 21.04.2016 14:05
    Highlight Highlight Eigentlich ist das bGE eine Super-Sache, nicht nur wegen den gesicherten CHF 2'500, sonder vor allem weil anhand der meisten untenstehenden 115 Posts (und noch vielen mehr) nun klar wird dass wir Menschen sehr, sehr tugendhaft sind.
    Wir werden unsere "Modeli" die wir an der Arbeit und sonst so in der Gesellschaft mit uns tragen allesamt ablegen und durch reine Tugenden ersetzen.
    Sch...Arbeiten werden dann so gut bezahlt dass das SCH wegfällt
    Nun das alles wage ich zu bezweifeln, auch wenn ich dem bGE gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt bin.
    Das bGE wird die wenigsten Menschen ändern.
    • Maett 21.04.2016 16:21
      Highlight Highlight @FrancoL: man sollte von Watson-Kommentarschreibenden nicht gleich auf Menschen im Allgemeinen schliessen ;-)
    • FrancoL 21.04.2016 20:26
      Highlight Highlight OK auf einen Teil der Menschen, ist aber auch schon was ;-)))
    • MacB 22.04.2016 07:24
      Highlight Highlight @Maett: Da hast du zum Glück recht, sonst wär die Schweiz hochsozialistisch :-D
  • bangawow 21.04.2016 14:02
    Highlight Highlight Ich werde JA stimmen, auch wenn es nicht angenommen wird, nur um zu zeigen: JA, es gibt Leute, die wären bereit.
    Bereit, etwas zu riskieren.
    Bereit für eine Veränderung.
    • Froggr 21.04.2016 18:53
      Highlight Highlight Riskieren: das ist das passende Wort.
    • Tsunami90 21.04.2016 22:48
      Highlight Highlight Nur wer wagt der gewinnt!
  • King_Cone 21.04.2016 14:00
    • Patamat 21.04.2016 15:20
      Highlight Highlight Ein interessanter Artikel. Es gab solche oder ähnliche Projekte auch bereits in Namibia ("BIG") und Kanada ("Mincome"). Allerdings wurden und werden solche Projekte durch Spenden oder separate Budgetposten finanziert und sind zeitlich begrenzt (Mincome wurde beendet, nachdem das Budget aufgebraucht war). Und es geht dort um die Bekämpfung von bitterster Armut.
  • Cybot 21.04.2016 13:41
    Highlight Highlight Ich war anfänglich dagegen, kann mich aber immer mehr mit dieser Idee anfreunden. Als Informatiker bin ich direkt in der Automatisierung und Digitalisierung involviert. Das meine Arbeit Jobs vernichten kann, das weiss ich! Aber ist das den per se schlecht? Wenn ich das jetzige System anschaue, auf jeden Fall! Aber genau aus diesem Grund braucht es m.M.n. eine Umdenke. Das BGE ist denke ich ein wichtiger Schritt auf einem, zugegebenwerweise, etwas ungewissen Weg in die Zukunft. Es sind viele Fragen offen, ich denke aber, dass sich diese in zukünftigen Abstimmungen klären werden.
    • illoOminated 21.04.2016 14:48
      Highlight Highlight Geht mir ziemlich ähnlich. Auch mit meinem IT-Background trage ich dazu bei, dass gewisse Jobs unnötig werden. Dies ist aber nur so lange schlimm, wie wir auf das "Recht auf Arbeit" beharren und keine Alternativlösung dazu bereit haben. Wieso sollen Arbeiten, die Maschinen übernehmen können, noch von Menschen ausgeführt werden? Wieso lassen wir diese Menschen nicht wirklich sinnvollen Tätigkeiten nachgehen, statt repetitive und damit oft langweilige Arbeiten auszuführen?
    • Cybot 21.04.2016 14:57
      Highlight Highlight Exakt, sehe das genau so!
  • Big ol'joe 21.04.2016 13:41
    Highlight Highlight Um noch was für die Kommentare klarzustellen: Das BGE enthält nur die Sockelentlohnung, wird also nur dazu gerechnet. Es wird also weniger in Richtung Teilzeitarbeit gehen, weil sich das rein opportunistisch nicht lohnt (bei 50% wird "zu wenig" dazuverdient um überhaupt zu arbeiten). Dafür werden klar schlecht bezahlte Jobs aufgewertet. Eine Diskussion wäre spannend wie sich das BGE auf "Projekt-arbeit" und der stärkeren Fixierung auf "Ich-AG's" verhält. Wie müsste man zwischen den einzelnen Arbeiten verrechnen? Wie ist die Projekt-Entlohnung?
  • Humbolt 21.04.2016 13:08
    Highlight Highlight Natürlich ist es eine Träumerei und eine Idealisierung. Aber sagt mir bitte welche Wende auf dieser Welt nicht als Träumerei gestartet ist?! Alle Vordenker hatten es schwer und wurden zurückgehalten zu ihrer Zeit. Im Nachhinein verehren wir sie.

    Meiner Meinung nach haben die zwei Herren auf mehreren Eben recht. Es ist das richtige und es wird passieren.

    Es wird aber wahrscheinlich nicht jetzt passieren. Die CH hätte die Chance eine weltweite Leaderrolle zu übernehmen, aber unsere Angst hält uns zurück. In 50 Jahren wird sich dann ein anderes Land in den Geschichtsbüchern verewigen.
    • Louie König 21.04.2016 13:39
      Highlight Highlight Absolut meine Meinung. Dann sehen wir doch zu, dass wir das, für uns, Mögliche machen, um es jetzt passieren zu lassen ;-)
    • FrancoL 21.04.2016 13:49
      Highlight Highlight Dass es passieren wird könnte ich noch stützen.
      Das bGE wird aber viele Missstände, zB Schi...Jobs unterbezahlte Jobs, und einiges mehr nicht verbessern oder gar zum Verschwinden bringen. Das bGE hat gute Ansätze und könnte in der Bürokratie zu merklichen Einsparungen führen, das idealisierte Bild einer Gesellschaft in der der grösste Teil nur noch das macht was er als sinnvolle und ausfüllende Arbeit empfindet wird es nicht geben.
    • Patamat 21.04.2016 17:55
      Highlight Highlight Wollt Ihr wirklich eine Träumerei und Idealisierung (O-Ton Humbolt) in die Verfassung schreiben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maragia 21.04.2016 13:06
    Highlight Highlight Einfaches Rechenbeispiel:
    Eine Coiffuese verdient aktuell 4000.- bei 100%. Mit dem BGE hätte sie 2500.- auf sicher, müsste also für 1500.- Mehrlohn mind. 42h in der Woche arbeiten. Vielen Coiffeusen ist das evtl. nicht wert, also wird mind. 6500.- von den Arbeitnehmern verlangt. Nun werden diese Mehrkosten natürlich den Konsumenten belastet. Das heisst die Preise werden steigen. BGE reicht nicht mehr. Alle gehen wieder normal arbeiten. System nutzlos
    Nur ein Beispiel!
    • MarGo 21.04.2016 13:28
      Highlight Highlight Warum soll sie für 1500.- eine 42h Woche hinlegen...? Viel wahrscheinlicher ist, dass sie etwa 60% arbeitet für die 1500.- und die restliche Zeit mit Ihrer Familie verbringen kann, sich kreativ entwickeln, evtl ein zweites Standbein aufbaut usw...
    • Matthias Studer 21.04.2016 13:35
      Highlight Highlight Nein, gehen wir mal davon aus, dass die Arbeitnehmer wissen, was der Job hergibt... Ja, sie sind nicht dumm.
      Dann machen sie nochmals die Rechnung. Sehen Sie? Es funktioniert.
    • Louie König 21.04.2016 13:45
      Highlight Highlight Nur ein Beispiel, aber ein schlechtes. Sie schreiben von Mehrkosten des Arbeitgebers, was schlicht und einfach nicht stimmt. Wenn die Coiffeuse danach 6500.- verlangt, sind die Lohkosten für den Arbeitgeber nach, wie vor, CHF 4000.-, daher sind auch keine Preiserhöhungen nötig und der ganze, beschriebene, Rattenschwanz fällt weg. Die Mehrkosten, die Sie beschwören, gibt es, in Ihrer Rechnung zumindest, nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mitch01 21.04.2016 12:57
    Highlight Highlight Nur 2% würden aufhören zu arbeiten??? Das glaubt Ihr doch selbst nicht. Vielleicht zu 100%, aber wie viele würden nur noch so 20-40% arbeiten?? Und auch heute kann man arbeiten was man will, man kann halt nicht immer eine Luxusleben leben, jedoch ist es doch am schönsten, wenn man Freude an der Arbeit hat.
    • Maett 21.04.2016 13:52
      Highlight Highlight @mitch01: warum sollte man nicht aufhören zu arbeiten? Arbeit ist sinnstiftend und macht Spass (es sei denn, man arbeitet am falschen Ort).

      Das Grundeinkommen wird viel zu oft als "Urlaub für alle" betrachtet, dabei ist es einfach nur eine Grundsicherung, die heute schon existiert; mit AHV, IV, ALV und Sozialhilfe.
    • illoOminated 21.04.2016 14:43
      Highlight Highlight Kann man nicht, da viele Arbeiten heute überhaupt nicht entlöhnt werden. Auch heute gibt es immer bspw. immer noch Frauen, deren Traumberuf das Muttersein ist. Sie leisten einen gigantischen Beitrag an der Gesellschaft, sehen dafür aber keinen Rappen, obwohl es definitiv ein Fulltime-Job ist / sein kann.
      Ehrenamtliche Arbeiten fallen in den gleichen Topf. Ich glaube unsere Gesellschaft würde sehr viel mehr (teils dringend benötigte) Helfer hervorbringen, wenn diese sich keine Gedanken um ihre Existenzgrundlage machen müssten.
  • wolkenesser 21.04.2016 12:55
    Highlight Highlight Ach, manchmal wünsche ich die watson Community wäre die schweizer Bevölkerung. Danke an euch alle für diese spannende Disskusion über das bGE. Ich finde das bGE eine super Idee, die allerdings noch gut überdenkt werden muss. Würde sie angenommen werden würde ich ein Freudentänzchen mach, allerdings sehe ich das Ganze eher pessimistisch und denke, dass sie an der Urne scheitern wird. Es ist aber auch schon wahnsinnig schön, dass die Idee diskutiert wird und als Initiative besteht!
    Aja und das Interview ist auch sehr spannend. Die Initianten sind Menschen nach meinem Geschmack
    • wolkenesser 21.04.2016 18:47
      Highlight Highlight Also ich glaube du hast mich teilweise falsch verstanden, ich bin pessimistisch eingestellt was die Abstimmung anbelangt, ich denke es gibt in der Schweiz noch zu viele Leute die engstirnig, von Angst erfüllt sind und die es nicht wagen das System und unsere Gesellschaft zu hinterfragen (meistens SVP Wähler). Diese Menschen tun mir leid ( Es kann nicht schön sein so ein Leben zu führen), aber sie sind auch enorm gefährlich. Genau diese Leute wird man an der Urne nicht überzeugen können. Das bGE wäre für sie eine zu starke Veränderung und jede Veränderung weckt in ihnen Angst (z.BspFlüchtlinge)
    • wolkenesser 21.04.2016 18:49
      Highlight Highlight Doch im Grunde genommen bin ich ein Optimist, denn wenn man die letzten 100 Jahre anschaut passiert so viel gute Veränderung. Frauenstimmrecht, die Grünen, all die Leute wo beginnen sich zu hinterfragen, Hausbesetzer (dafür hagelts jetzt Blitze aber ich finde das wahre Verbrechen ist Häuser leer stehen zu lassen in Städten wo Wohnraum eh knapp ist und Mieten teuer. Etc). Ich sehe die Menschheit als grosser Organismus oder Lebewesen in der Steinzeit waren wir kleine Kinder und jetzt sind wir in der Pubertät. Ich glaube es tschädderet nochmal so richtig aber dann begreifen wirs.
  • BeWi 21.04.2016 12:34
    Highlight Highlight Was mich am meisten an der Sache stört: die Initianten gehen davon aus, dass all die schlecht bezahlten Jobs nur darum da sind, weil die Chef's einfach schamlos abkassieren. Nun, das mag ja bei einigen der Fall sein, aber die Mehrheit kann für gewisse Jobs einfach nicht mehr bezahlen. Müsste mehr bezahlt werden, steht das ganze Geschäftsmodell auf der Kippe. Sprich es würde sehr viel Konkurse geben. Wer bezahlt dann das BGE? Die Chef's oder Cheffinnen sind nicht immer nur alles die Bösen und die Absahner! Das sollen sich mal gewisse Kreise hinter die Ohren schreiben.
    • Matthias Studer 21.04.2016 13:42
      Highlight Highlight Also, wenn vor allem die Geringverdiener mehr verdienen, wird mehr in die Wirtschaft zurück fließen. Denn da ist das Sparpotential gering.
      Und mehr verdienen heisst nicht automatisch mehr Lohnkosten. Da ja der Staat seinen Teil dazu beiträgt.
      Und wenn ein Modell nur auf billige Arbeitskräfte setzt, ist es von an zum scheitern verurteilt.
    • MarGo 21.04.2016 13:47
      Highlight Highlight Das Geschäftsmodell steht auf der Kippe, wenn die Mitarbeiter einen angemessenen Lohn erhalten?

      Dann sollte man vielleicht das Geschäftsmodell überdenken...
  • King_Cone 21.04.2016 12:30
    Highlight Highlight viele pros & contras wurden zum thema arbeit / verdienst schon durchgekaut...

    meine gedanken drehen sich zur zeit um BGE und die kriminalität... inwiefern würde das BGE einen gewissen teil der kriminalität eindämmen und somit einiges an verwaltungskosten (in welcher form auch immer) einsparen?

    nicht, dass ich diese rechnung gemacht hätte... aber was kostet unser verwaltungsapparat für einen einfachen diebstahl in einer bar in zürich am ende des tages?
  • wasabitom 21.04.2016 12:24
    Highlight Highlight Mit 2500 Franken die Existenz gesichert? In Raum Zürich eher nicht. Wenn ich die Initiative richtig verstehe fallen alle anderen Sozialleistungen weg. Keine Krankenkassen Unterstützung mehr vom Kanton, keine IV? Wie kann sich dann ein IV-Bezüger einen Rollstuhl kaufen?

    Ich sehe dies schon als ein taugliches Zukunftsmodell, aber bei der Initiative gibt es für mich zu viele Fragezeichen. Zuwanderung? Alle kreativ? Und vor allem die Milchmädchenrechnung im Video. Der Staat würde ganz klar weniger Einnehmen. Mehrwertsteuer müsste rauf und damit würde alles noch teuerer. Ein schöner Traum, leider.
    • mrcharliebrown 21.04.2016 13:38
      Highlight Highlight klar gibt es noch eine IV und die KK. das ist nicht dasselbe. bei der IV und der KK sind konkrete risiken versichert invalidität bzw karankheit/unfall. das BGE deckt diese risiken nicht ab. sie brauchen auch weiterhin versicherungen
    • illoOminated 21.04.2016 14:54
      Highlight Highlight Dass sich nur noch innovative, auf den eigenen Beinen stehende Menschen oder aber Leute aus Tätigkeitsbereichen, die so gefragt sind, dass sie auch entsprechend bezahlt werden, leisten könnten in der Stadt Zürich zu wohnen, ist wohl ein Fakt - so what? :)
      Wenn dir die Wohnung im Stadtzentrum wichtig ist, sollst du sie dir auch verdienen - entweder mit einer geilen Idee und erfolgreichem Startup (das du ohne Zeitdruck aufziehen könntest, da deine Existenz gesichert ist) oder aber du hast Glück und deine Interessen/Fähigkeiten sind so gefragt, dass dir jemand einen entsprechenden Lohn zahlt.
    • Froggr 21.04.2016 19:06
      Highlight Highlight Bis du auf das BGE angewiesen musst du auch nicht in Zürich leben. Alle wollen immer Extrawürste. Wie soll das weitergehen?
  • Imfall 21.04.2016 12:19
    Highlight Highlight ähhm
    User Image
  • Crecas 21.04.2016 12:14
    Highlight Highlight Ich habe in den letzten Wochen in meinem Umfeld 6 Personen (6w, 1m) mit Teilzeit Jobs (20-50%, alle Einkommen dürften unterhalb der 2500.- Grenze liegen), ob sie ihre Arbeit (die dann ohne zusätzliches Einkommen wäre) noch ausüben würden. Alle 6 haben verneint.

    Auch ich wäre während meiner Ausbildung sicher nicht jedes Wochenende an der Tankstellentheke gestanden, um ein kleines Einkommen zu haben.

    Ich finde es eine schöne, tolle Idee, aber befürchte, dass die Realität weniger erfreulich sein würde. Leider. Hauptgrund sind die Teilzeit und Nebenjobs. Nicht die Vollzeitstellen.
    • Matthias Studer 21.04.2016 12:36
      Highlight Highlight Da ist die Fragestellung falsch. Für wie viel werden sie den Job machen? Für 3'500? Ja?
      Wir haben den Denkfehler und meinen, das was wir verdienen ist das Maximum was der Arbeitgeber bezahlen kann. Stimmt so nicht.
    • FrancoL 21.04.2016 12:38
      Highlight Highlight Und das wagen Sie zu posten? Ironie
      Ich glaube ihre Kleinstumfrage ist durchaus hochzurechnen und Ihre ehrliche Aussage zu ihrer Tankstellenarbeit ist wohltuend. Wir alle sind nicht nur tugendhaft!
    • Evan 21.04.2016 12:48
      Highlight Highlight Warum sollte diese Arbeit dann ohne zusätzliches Einkommen sein? Das wäre bei korrekter Umsetzung erst bei einem höheren Betrag als 2500 der Fall.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bailey 21.04.2016 12:13
    Highlight Highlight Jobs, die "niemand" machen will, werden vom Arbeitgeber nicht besser entlöhnt oder sonst attraktiver gestaltet. Jobs werden allgemein schwinden und es gibt viele, die mehr als nur das BGE wollen. So würde ich, und auch viele andere wie auch Ausländer solche Jobs ausüben, ohne bessere Entlöhnung oder andere Attraktivität. Ist jemand sich zu schade für etwas, wird es ein anderer ergreifen! So läuft's bei wenig Jobs und vielen Arbeitslosen. Träumt weiter von einem verbesserten Lohn und spannenderen Jobs!

    Ausserdem wird jeder unterstützt, der gar nichts macht und die Fleissigen werden bestraft! http://,
    • Matthias Studer 21.04.2016 12:42
      Highlight Highlight Die Fleissigen werden überhaupt nicht bestraft. Es wird weiterhin Jobs geben, bei den man viel verdienen kann. Sei es in der Finanzbranche, auf dem Bau oder sonst wo.
      Und noch was. Jobs verschwinden nicht einfach so. Ein Gebäude zu reinigen verschwindet nicht nach Rumänien. Die Migros steht auch in zwei Jahren dort. Esswaren werden weiterhin hier aufbereitet und verkauft werden. Oder haben wir in Zukunft kein Brot mehr? Braucht das Auto mittelfristig kein Benzin?
      Nochmals darüber nachdenken, was den alles ausgelagert werden kann von den "Scheiss" Job's.
    • illoOminated 21.04.2016 15:05
      Highlight Highlight Derartige Jobs will meistens niemand machen, weil sie langweilig / repetitiv / sehr anstrengend sind. Mal überlegt, dass sich 99% dieser Jobs automatisieren lassen? Wenn sie niemand mehr machen will, wird die Automatisierung in diesen Bereichen vorangetrieben - die auf der Bevölkerung lastende Gesamtarbeitslast nimmt damit ab - und die Personen können sich einer in ihren Augen sinnvollen Arbeit widmen. Fragen sie sich doch einmal selbst - würden sie einfach NICHTS mehr tun, wenn sie gleichen Lohn bekämen? Wären sie wirklich so faul? Haben sie nicht den Wunsch was zur Gesellschaft beizutragen?
  • WeischDoch 21.04.2016 11:52
    Highlight Highlight Naja für Studenten ist die Initiative bestimmt was gutes! Arbeiten an Wochenenden und in den Semesterferien wäre dann nicht mehr nötig :)
    Und das mit dem "Arbeiten als das was man will" versteh ich auch nicht...ich bin 26 arbeite als Informatiker, verdiene bisschen mehr als 6000 im Monat und bin sagen wir mal unzufrieden (stimmt nicht). Dann wechsle ich den Beruf und werde Gärtner, da ich das so mag. Wenn der Gärtner aber nur 3500 verdient (2500 davon kommen ja aus BGE die anderen vom Arbeitgeber) hab ich die gleiche Summe weniger, wie wenn ich vor dem BGE umsteigen würde. Ich bin verwirrt.
    • conszul 21.04.2016 12:31
      Highlight Highlight Ich denke hier wird nicht auf den Lohn angespielt (der bleibt ja gleich gut/schlecht) sondern auf die Lebensqualität. Oder dass du eventuell mutiger bist und eine völlig neue Richtung einschlägst, eine Aus-/Weiterbildung besuchst. Doch ich gebe dir Recht. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob du vor oder nach dem BGE umsteigst.
    • R&B 21.04.2016 12:44
      Highlight Highlight @ WeischDoch: und wahrscheinlich würde der Gärtnerberuf dann besser bezahlt sein, weil es ein Saukrampf ist und viele den Job dann zu den aktuellen Löhnen nicht mehr machen würden. Ein Haus und Garten würde dann mehr kosten und den realen Wert widerspiegeln.
    • Maragia 21.04.2016 13:09
      Highlight Highlight Das wäre aber nicht gerecht, dass nur Leute, welche weniger als 2500 verdienen aufgestockt werden! Dann ist es kein BEDINGUNGSLOSES Grundeinkommen mehr, eben doch ein bedingtes!
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  • Ignorans 21.04.2016 11:46
    Highlight Highlight Wie kann die SP dagegen sein???
    • Tsunami90 21.04.2016 12:05
      Highlight Highlight Naja, es ist nicht auf ihrem mist gewachsen, es stellt den Satus quo im Sozialstaat in frage und die Gewerkschaften laufen sturm dagegen.
    • strieler 21.04.2016 14:38
      Highlight Highlight wieder einmal machen sie ihrem nick werter ignorans alle ehre - haben sie den Initiativtext gelesen - sehr wenig konkretes - d.h. der NR /SR werden beauftragt, ein mögliches Modell zu erarbeiten - da steht durchaus viel auf dem Spiel. Die SP und andere Linke forder flankierende Massnahmen wie z.B. dass es auch nach bGE noch gewisse Zusatzleistungen geben kann, wie für IV Rentner. Oder anders gesagt - eigentlich kann das bGe je nach dem wies fabriziert wird auch der Traum jedes neoliberalen Kapitalisten werden. Wie wird der Betrag der bGE besteuert? Wie siehts mit Teuerung etc aus?
    • illoOminated 21.04.2016 15:10
      Highlight Highlight @strieler
      Ich glaube vielmehr, dass die SP inoffiziell deshalb dagegen ist, weil ihr in jahrzentelangem Kampf ach so hart erkämpftes "Recht auf Arbeit" dann von Belanglosigkeit wäre - dabei ist dieses Recht in einer sozialen Gesellschaft ohnehin eine Idiotie.

      Dass nur die Idee des BGE verankert werden soll, ist für mich einer der Gründe FÜR die Initiative zu stimmen. Ich selbst bin nicht Experte genug um konkrete Vorschläge dazu beurteilen zu können. Mit Annahme der Initiative könnten sich aber genau diese versierten Leute mit dem Thema beschäftigen - und müssten dies sogar!
  • BeWi 21.04.2016 11:42
    Highlight Highlight Also ich würde behaupten das BGE funktioniert auf dem Papier, wie auch der Marxismus auf dem Papier funktioniert hätte. Nur vergessen die Initianten, dass sie es mit Menschen zu tun haben. Mit Robotern würde das perfekt funktionieren. Aber der Mensch, ja der Mensch sucht sich hat meist den Weg mit dem geringsten Wiederstand. Und der ist für jeden wiederum anders. Das alles dann so super kreative werden würden ist ja dann schon ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Ja, geht in Richtung "Träumereien". Den Tesla als Symbol für das BGE?? Was soll das. Bitte studiert mal die Biografie von E. Musk
    • R&B 21.04.2016 12:41
      Highlight Highlight @BeWi: Wenn der Mensch so wäre, wie Sie ihn zeichnen, wäre er schon längst untergegangen und wir hätten keine Demokratie.
    • Maett 21.04.2016 13:59
      Highlight Highlight @Rocco Zumstein: im Prinzip gebe ich Ihnen völlig Recht, ein Grundeinkommen würde nicht dazu führen, dass die Anzahl der Arbeitsnehmenden stark zurückgeht.

      Allerdings möchte ich anmerken, dass man von 2'500 CHF sehr wohl leben kann. Im Schnitt sind meine Ausgaben für eine 2.5-Wohnung, Essen, Versicherungen, GA, etc. nicht höher, als dieser Betrag, sogar 3-4 Mal Urlaub pro Jahr liegt drin (Easyjet + Hostels/Couchsurfing + Streetfood).

      Beim Ausgang und anderen kulturellen Angeboten muss man hingegen sparen, wenn man denn tatsächlich nur diesen Beitrag zur Verfügung hat.
    • illoOminated 21.04.2016 15:14
      Highlight Highlight @Rocco Zumstein hat eine der wichtigsten Eigenschaften, warum das BGE funktionieren wird, aufgezeigt: Der Mensch hat einen fast schon instinktiven Drang nach "mehr". Wer sich mit den 2500.- begnügen würde, bitteschön. Mir würde es nicht reichen - bei weitem nicht. Nur wäre es dann vielleicht plötzlich für viele Leute, die heute einen langweiligen, repetitiven Job ausüben, interessant einer der Gesellschaft wirklich nützlichen Tätigkeit nachzugehen. Die meisten langweiligen Jobs werden in den nächsten 20 Jahren sowieso automatisiert.
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  • Tropfnase 21.04.2016 11:29
    Highlight Highlight Finde das BGE eine tolle Idee zur richtigen Zeit! Wen man bedenkt wie viele Jobs es in der Zukunft nicht mehr geben wird! Auch für Mütter eine tolle Sache! Endlich bekommt eine Mutter was für ihre Hausarbeit! Endlich wäre Kinder bekommen kein Handycap mehr.
  • fuegy 21.04.2016 11:06
    Highlight Highlight Die Frage welche sich mir immer wieder stellt: wenn jeder die Arbeit machen kann, welche er will, wer macht dann die Arbeiten, welche heute schon niemand machen will aber gemacht werden muss. Ist eine produktive Bau- und Industriewirtschaft noch möglich, wenn sich die Menschen "aussuchen" können, was sie Arbeiten? Von wem würden körperlich sehr anstrengende Jobs (Maurer, Gartenbauer u.s.w.) wenn "jeder die Möglichkeit hat, einer "leichteren" Arbeit nachzugehen?
    Zur Umfrage, 2% würden faulenzen, das heisst aber nicht, dass 98% in jedem Fall arbeiten würden, oder?
    • FrancoL 21.04.2016 11:16
      Highlight Highlight Ihre Fragen sind treffend.
      Gerade diese von Ihnen zB im Baubereich erwähnten Leistungen werden auch in näherer Zukunft nicht durch Roboter ersetzt werden können und ich glaube auch kaum dass sich eine Vielzahl von Arbeitern finden lassen die diese Arbeiten als ihre persönliche freie Entfaltung finden werden, so tönt es zur Zeit auf dem Baum nicht unbedingt.
      Zur Umfrage mit dem 2% Ergebnis sind klare Fragezeichen zu setzen.
    • penetranz 21.04.2016 11:19
      Highlight Highlight ich denke die meisten würden den gleichen job weiter machen. Einfach vielleicht 20 30 % weniger.
      Die arbeit würde sich so auf mehrere Schultern verteillen. Allein dadurch würde die Lebensquallität steigen.
      Und sein wir mal ehrlich. Wenn jemand an arbeit gewöhnt ist würde er dann faulenzen. Ich persönlich konnte wegen Krankheit 3 Monate nicht arbeiten. Die ersten wochen ok schön. Aber schnell kommt langeweile auf und aufeinmal vermisst man seinen Job über den man vorher noch geschimpft hat.
    • fuegy 21.04.2016 11:20
      Highlight Highlight Dies sind ernst gemeinte Fragen, welche mir bisher noch niemand befriedigend beantworten konnte, vielleicht die Blitzer?
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  • FrancoL 21.04.2016 10:59
    Highlight Highlight Dem bGE werte ich klar mehr positiv als negativ .

    Feststellungen wie

    "Wir haben eine repräsentative Umfrage durchgeführt und gefragt, wie viele Schweizerinnen und Schweizer aufhören würden zu arbeiten, wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen für alle gäbe. Nur gerade zwei Prozent haben mit Ja geantwortet."

    finde ich sehr problematisch,

    seit wann geben Menschen im allgemeinen bei Ihren Untugenden die Wahrheiten an? Wenn ich mir einen Vorteil aus dem bGE in Richtung weniger Arbeiten erhoffen würde, dann würde ich wohl kaum aussagen das ich dies ausnützen würde. Wenige sind so ehrlich.
    • Statler 21.04.2016 11:38
      Highlight Highlight Weniger arbeiten heisst doch aber nicht gar nicht mehr zu arbeiten.
      Wenn viele nur noch 60-80% arbeiten, würde das auch indirekt Arbeitsplätze schaffen. Die Arbeit würde wieder auf mehr Leute verteilt, als das heute der Fall ist. Was wiederum weniger Stress und somit eine gesteigerte Lebensqualität zur Folge hätte.
      Im Moment ist es doch so, dass man Leute entlässt und die vorhandene Arbeit auf die verbleibenden Leute verteilt. Die einen haben keine Arbeit - die anderen ersaufen darin. Kein sehr schöner Zustand...
    • Tsunami90 21.04.2016 11:39
      Highlight Highlight Sie misstrauen ihren Mitmenschen. Schade.
    • FrancoL 21.04.2016 12:03
      Highlight Highlight @Tsunami90; Ja ich misstraue einem Teil meiner Mitmenschen, dies aus Erfahrung. Dieser Teil ist nicht die Mehrheit aber auch nicht 2%.
      So wie es bei den Reichen menschliche Problemfälle gibt gibt es sie in allen Gesellschaftssichten!
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  • Marco86 21.04.2016 10:53
    Highlight Highlight Einmal mehr ein seriöses und kritisches Interview von Watson... ;-)
  • jeanette_mueller 21.04.2016 10:42
    Highlight Highlight Ich kenne aus zweiter Hand eine Firma, wo die Angestellten für 2800.- Franken/ Mt. brutto bei 100% Anstellung arbeiten. Die Arbeit ist Stress pur da ein Soll zu erfüllen ist. Wer nach drei Abmahnungen das Soll immer noch nicht erfüllt, fliegt. Die Arbeit wird bei Temparaturen von 3- 5 Grad, in einem Kühlraum erledigt. Kommissionieren. Was denkt ihr, machen die Leute die dort arbeiten, wenn sie ein Grundeinkommen von 2500.-/Mt. gratis und ohne was zu tun, bekommen? Ein Grundeinkommen fördert die Faulheit.
    • Ruffy 21.04.2016 11:16
      Highlight Highlight Dieselbe Argumentation könnte aus den Zeiten der Sklaverei stammen.
    • Louie König 21.04.2016 11:18
      Highlight Highlight Nein, das wird nicht ihre Faulheit fördern! Im Gegenteil. Diese Menschen werden ihren Job kündigen, davon bin ich überzeugt. Aber ich bin auch überzeugt davon, dass sie nicht einfach faul herumsitzen werden. Sie werden sich einer Arbeit widmen, die sie gerne machen und sie nicht unter Dauerstress setzt, die sie erfüllt und persönlich weiterbringt. Wenn diese Firma beim Szenario mit BGE nicht untergehen will, muss sie die Arbeitsbedingungen erträglicher machen, was ja zu begrüssen ist. Eigentlich bringen Sie hier ein Beispiel, das nur bestärkt, das ein BGE notwendig ist.
    • Chanichang 21.04.2016 11:23
      Highlight Highlight Naja ich denke, dass diese Arbeit dann besser Entlöhnt wäre. Wenn der neue Lohn nun z.B. 4.000.- wäre, dann kostet das den Arbeitgeber noch 2.000 mit dem darin enthaltenen BGE. Das ist doch Anreiz um weiterhin arbeiten zu gehen? Oder hab ich es falsch verstanden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Louie König 21.04.2016 10:26
    Highlight Highlight Sehr gutes Interview. Ich hege noch immer die Hoffnung, dass diese Initiative angenommen wird, denn das BGE wird einen Wandel in unserer Gesellschaft in Gang setzen, der nötig ist, um in der Zukunft nach der 4. industriellen Revolution zu bestehen.
    • Tsunami90 21.04.2016 11:43
      Highlight Highlight Ein BGE würde eine samtene Revolution der Gesellschaft in bewegung setzten und uns die Möglichkeiten geben die wahren Probleme und höhere Ziele anzupacken!
  • sidi77 21.04.2016 10:23
    Highlight Highlight Ein güldener Traum, der auch ein Traum bleiben wird. Völlig chancenlos auf dem Boden der Realität.
    • MarGo 21.04.2016 11:28
      Highlight Highlight Wir habens in der Hand... Kein anderes Land der Welt kann das von sich behaupten ;)
    • Tsunami90 21.04.2016 11:44
      Highlight Highlight Stimmen sie ja und die chanchen werden etwas grösser!
    • jeanette_mueller 21.04.2016 12:46
      Highlight Highlight @Tsunami Stimmen Sie ja und machen Sie damit der Schweiz den Gar aus, im wahrsten Sinne des Wortes.
  • Charlie Brown 21.04.2016 10:20
    Highlight Highlight Ich und meine Frau sind nicht faul. Im Moment teilen wir uns die Erwerbs- und Familienarbeit wie folgt: Meine Frau 40% Erwerbsarbeit, ich 80% Erwerbsarbeit, die Kinder werden jeweils durch sie, mich und am gemeinsamen Arbeitstag durch die Kita betreut.

    Wenn das BGE kommt, braucht meine Frau nicht mehr zu arbeiten, die 2'500 für ihr 40% Pensum kriegt sie geschenkt. Ich gehe dann wieder auf 100%, den Kitaplatz kündigen wir. Es resultiert für uns ein höheres Einkommen, ein konservatives Familienmodell und weniger bezahlte Arbeit für die Kita. Ist das im Sinne der Initiative?
    • MacB 21.04.2016 11:18
      Highlight Highlight @ Charlie: Ein schönes Beispiel. Über die konkreten Folgen einer BGE-Umsetzung wird leider zu wenig gesprochen.
    • MarGo 21.04.2016 11:30
      Highlight Highlight Why not? Wo ist jetzt genau das Problem? Dass Arbeitsplätze in Kitas weniger werden...? Damit werden wir doch fertig oder nicht?
      Ihre Kinder haben wieder einen geregelteren Alltag, genauso wie Sie und Ihre Frau... Wenn doch damit alle glücklich sind ist es doch super...
    • Statler 21.04.2016 11:41
      Highlight Highlight Wäre es denn in Ihrem Sinne?
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  • Charlie Brown 21.04.2016 10:14
    Highlight Highlight Der Tesla als Symbol für das BGE? Haben sich die Herren schon einmal mit der Einstellung des Tesla-Vaters auseinandergesetzte? Zum Beispiel was er von Work-Life-Balance und Freizeit hält? Wen es interessiert: http://indy100.independent.co.uk/article/elon-musk-says-he-has-only-taken-two-holidays-in-12-years--ZkwQetv4we
    • MacB 21.04.2016 11:18
      Highlight Highlight Daumen hoch
    • MarGo 21.04.2016 11:31
      Highlight Highlight ja, Elon ist ja auch ein Freak - zum Glück für uns und die ganze Welt :)

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