Schweiz
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Ueli Maurer: Der Bundesrat will der EU die Stirn bieten. Bild: KEYSTONE

Schweizer Börse unter EU-Beschuss: Ueli Maurer droht mit Gegenmassnahmen

08.06.18, 14:57 08.06.18, 19:10


Der Bundesrat schlägt zurück: Im Streit um die Anerkennung der Schweizer Börsenregulierung droht er, den EU-Handelsplätzen die Anerkennung zu entziehen. Dort dürften dann keine Schweizer Aktien mehr gehandelt werden.

«Was wir erhalten, geben wir. Wo wir etwas nicht erhalten, geben wir es auch nicht», fasste Finanzminister Ueli Maurer die Strategie am Freitag vor den Bundeshausmedien zusammen. Es handle sich aber lediglich um einen Plan B, «eine Zwischenlösung, bis wir die Kurve gekriegt haben».

Eskaliert ist der Streit Ende letzten Jahres. Damals entschied die EU, die Schweizer Börsenregulierung nur befristet für ein Jahr als gleichwertig zu anerkennen. Damit baute sie Druck auf in den Verhandlungen über ein institutionelles Rahmenabkommen. Ohne Anerkennung der Äquivalenz würden Aktienhändler und Investoren aus der EU vom Schweizer Aktienhandel abgeschnitten.

Dramatische Folgen

Die Folgen wären dramatisch. Laut Maurer könnte das Handelsvolumen um 70 bis 80 Prozent einbrechen, was mehrere hundert Milliarden Franken ausmacht. Der Bundesrat deklariert seinen Entscheid denn auch als Massnahme «zum Schutz der Schweizer Börseninfrastruktur».

Für Jörg Gasser, Staatssekretär für internationale Finanzfragen, geht es um das Überleben der Schweizer Börse. Wenn die Schweiz nicht reagiere, müsse sich die Schweizer Börse fragen, ob sie den Aktienhandel in der Schweiz fortsetzen wolle.

Die neue Anerkennungspflicht für ausländische Handelsplätze könnte eine Gegenbewegung bewirken: Die Hoffnung ist, dass der Handel mit Schweizer Aktien in Paris, London, Frankfurt und anderen EU-Handelsplätzen in die Schweiz zurückkehrt. Die an EU-Börsen kotierten Unternehmen könnten aber auch auf Handelsplätze ausserhalb der EU abwandern. Es bestehe ebenfalls die Möglichkeit, dass Handelsteilnehmer die Schweizer Börse verliessen, sagte Gasser.

Gleichung mit vielen Unbekannten

Laut Maurer ist aber gerade für SMI-Unternehmen der Handel in der Schweiz wichtig. «Die Schweizer Blue Chips haben durchaus Interesse, in der Schweiz gehandelt zu werden.» Doch die Auswirkungen der Massnahme bleiben ungewiss. «Es ist eine Gleichung mit einigen Unbekannten», sagte Maurer.

Gasser geht davon aus, dass die Schweizer Börse dadurch weniger Volumen verliert. Auch die europäischen Börsen würden verlieren, sie seien aber nicht in ihrer Existenz bedroht.

Allerdings ist unklar, ob die Anerkennungspflicht überhaupt aktiviert werden muss. Der Bundesrat will Anfang Dezember entscheiden, wenn die EU die Anerkennung der Schweizer Börsenregulierung bis dahin nicht zumindest verlängert hat. Dass er seine Pläne schon jetzt offenlegt, begründet Maurer mit dem «Zustand der Unsicherheit» für den Finanzplatz. Mit der Ankündigung sende der Bundesrat ein Signal, wie es weitergehe.

Diskriminierende Massnahme

Ob Brüssel auf den Druck reagiert, ist ebenfalls ungewiss. Auf technischer Ebene stosse die Massnahme jedenfalls auf Verständnis, sagte Maurer. «Das würde jedes andere Land auch machen.» Auf politischer Ebene sieht sich der Bundesrat im Recht. Er hat die Verknüpfung der beiden Dossiers - Rahmenabkommen und Börsenäquivalenz - stets als diskriminierend bezeichnet. Die Schweiz erfülle alle technischen Voraussetzungen für die Äquivalenzanerkennung, erklärte Maurer.

In einer ersten Reaktion auf die bloss provisorische Anerkennung hatte der Bundesrat letzten Dezember die Abschaffung der Stempelsteuer erwogen. Dadurch würde der Wertpapierhandel in der Schweiz attraktiver. Diesen Plan hat er nun auf die lange Bank geschoben. Laut Maurer will der Bundesrat erst nach Verabschiedung der Steuervorlage 17 gegen Ende Jahr entscheiden, wie es damit weitergeht. (sda)

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51
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    Alle Leser-Kommentare
  • Chrigu BE 09.06.2018 11:02
    Highlight Ich bin beileibe kein SV-Wähler, doch geniesst Herr Maurer meinen hohen Respekt.
    In meinen Augen ist Konkordat bei ihm kein Wortgebilde.
    Nun erfahren wir von seinem Unfall mit 70 km/h auf dem Velo vor seiner Verkündung.
    Zuerst einmal: gute Besserung!
    Und dann: er fährt 70 km per Velo nach Bern zu seinem Job? Und abends... Bergauf nach Hause?
    Da frage ich mich.. Welches Land hat noch solche Politiker? Nix Limousine, nix Panzerglas...
    Und bin dann froh, hier sein zu dürfen.
    13 6 Melden
  • Herbert Anneler 09.06.2018 06:23
    Highlight Das Mäuschen setzt sich im Kino vor das Elefäntli und fragt dieses: „Siehst du noch etwas?“
    5 4 Melden
    • Silvan80 09.06.2018 18:41
      Highlight Elefanten haben Angst vor Mäusen.
      1 0 Melden
  • Oberon 08.06.2018 21:56
    Highlight Sehr gut, vielleicht geht so der "Abstieg" etwas schneller. Vielleicht wird es erst wieder besser wenn erkannt wird das die Schweiz im Spiel der "Grossen" nur begrenzte Möglichkeiten hat.

    Für meinen Geschmack macht in den letzten Jahren unsere Regierung ein Fehler nach dem anderen und schwächt uns immer weiter.
    5 8 Melden
  • _kokolorix 08.06.2018 21:14
    Highlight Der Ueli politisiert voll auf Trump Niveau. Wie der Bundesrat neuerdings immer gegen die EU trötzelet ist herzig. Erreichen tut er damit wohl eher nichts. Wie wäre es wenn man den europäischen Gerichtshof anrufen würde? Ah, geht nicht, fremde Richter und so...
    Vielleicht könnte man ins Rahmenabkommen reinschreiben, dass kein artfremden Vorlagen willkürlich verknüpft werden dürfen, dann hätte man Chancen eine solche Kraftmeierei abzuwehren. Aber das Abkommen ist halt einfach pöse...
    9 6 Melden
  • Factfinder 08.06.2018 20:17
    Highlight "Mit Terroristen/Erpressern verhandelt man nicht"
    Aber eigentlich ist das gar nicht so verkehrt.
    Jedenfalls sind Erpresser keine guten Partner oder Freunde...
    44 8 Melden
    • rodolofo 09.06.2018 09:23
      Highlight Wenn Du das Allgemein sagst, ist das natürlich richtig.
      Aber im Falle von Ueli Maurer sitzt das erpresserische (und korrupte!) Militärkopf-Übel eben bereits "im Nest"!
      Ich sage das weder als Nestbeschmutzer, noch als Terrorist, sondern als Einer, der "Ueli den Bundesrat" gerne auf sein geliebtes Steuerparadies in den Bahamas in Pension schicken würde!
      Ueli Maurer ist 67!
      Warum muss er uns weiter quälen mit seiner Präsenz und seinen Stellungnahmen?
      9 8 Melden
  • Telomerase 08.06.2018 18:25
    Highlight Der einzige Bundesrat der etwas Arsch in den Hosen gegenüber der EU beweist.
    86 54 Melden
    • Pafeld 08.06.2018 19:33
      Highlight Wohl eher der Bundesrat, der lieber unsere Börse riskiert als vor seiner eigenen Partei als Vater des Rahmenabkommens gesehen zu werden. Ueli Maurers Trötzeleien können unseren Wirtschaftsstandort ernsthaft in Schwierigkeiten bringen, ohne das sich seine Partei am Schluss irgendwie produktiv in eine Lösung einbringen wird, geschweige den ihre Financiers für den Schaden geradestehen werden.
      36 71 Melden
    • Neruda 08.06.2018 19:48
      Highlight Du weisst aber schon, dass ein Bundesrat so etwas nicht einfach alleine entscheiden kann? Beim Staatskundeunterricht einen Fensterplatz gehabt?
      53 11 Melden
    • Matti_St 08.06.2018 19:57
      Highlight Das ist ein Entscheid vom Gesamtbundesrat...
      57 4 Melden
    • Radesch 08.06.2018 21:21
      Highlight Ich denke eher, dass das Abgesprochen war... Nur weil Maurer das sagt, heisst das nicht, dass es sein alleiniger Beschluss war.
      4 0 Melden
    • Ueli der Knecht 08.06.2018 22:59
      Highlight Wenn Bundesräte ihre Ärsche entblössen, kommt's in der Regel nicht gut. Umsomehr Drohungen ausgesprochen werden (wie zB. Stempelsteuer-Abschaffung), deren Umsetzung kontraproduktiv wäre.

      Die Schweizer Börse ist ein Privatunternehmen und ganz schnell weg in London oder Frankfurt, wenn sie zum Spielball und zur Verhandlungsmasse beim Rahmenabkommen verkommt.

      Daher ist m.E bereits Uelis Drohung grober Unfug. Den Arsch lässt man besser in der Hose, weil sonst geht's in die Hose.

      wie zB: «An diesem Bankgeheimnis werdet ihr euch noch die Zähne ausbeissen»:
      https://www.watson.ch/!679052271
      5 7 Melden
  • Reto32 08.06.2018 18:23
    Highlight Und wo ist die WHO Klage? Hat der Bundesrat keine Lust mehr, sich offen gegen unverschämten Angriffe auf die multilaterale, regelbasierte, Weltordnung einzusetzen?
    31 21 Melden
    • Hans Jürg 08.06.2018 19:41
      Highlight WHO? Wen steckt denn die EU mit was an?
      32 3 Melden
    • Neruda 08.06.2018 19:43
      Highlight So dumm ist der Ueli jetzt auch wieder nicht, dass er bei der Weltgesundheitsorganisation klagen würde ;)
      43 5 Melden
    • Factfinder 08.06.2018 20:18
      Highlight Da könnte man einmal einen nutzen aus dem WHO "Quatsch" (internationale Ausschreibungen usw.) ziehen und tut es nicht?
      Da hiess ja wirklich mal man würde Klage einreichen. Naja, muss man wohl wieder selber recherchieren...
      5 14 Melden
    • PhilippS 08.06.2018 20:45
      Highlight WHO = World Health Organisation
      WTO = World Trade Organisation

      Kleiner aber doch sehr relevanter Unterschied. Gegen Börsenfieber kann aber weder die WHO noch die WTO helfen...😂
      30 3 Melden
    • Factfinder 08.06.2018 21:32
      Highlight @PhilippS: Genug der Schlaumeierei jetzt, WTO = World Trade Organisation = WHO = Welthandelsorganisation...
      Also bitte selber mal Fieber messen ;)
      2 0 Melden
    • Oberon 08.06.2018 21:52
      Highlight @PhilippS
      Danke wollte gerade erklären für was diese beiden Organisationen zuständig sind.


      2 2 Melden
    • Reto32 08.06.2018 22:35
      Highlight Auf Deutsch heisst es eben "WeltHANDELSOrganisation"
      2 2 Melden
    • Ueli der Knecht 08.06.2018 23:05
      Highlight Der Rechtspopulismus ist ansteckend und verbreitet sich epidemisch wie ein Flächenbrand. Es hat Europa bereits erwischt, und auch die Türkei, die USA, Israel und viele andere Länder weltweit.

      Ich glaub allerdings nicht, dass die WHO hier ein akkurates Gegenmittel auf Lager hätte.

      Die WTO ist übrigens auch schon erkrankt, weil die USA die Nachwahl dringend benötigter Schiedsrichter verhindert, und die WTO ohne genügend Richter schlicht handlungsunfähig, sprich gelähmt ist.

      Da müssen irgendwie andere Immunkräfte mobilisiert werden.
      5 3 Melden
    • Herbert Anneler 09.06.2018 06:32
      Highlight @PhilippS: Bingo! Rechtsaussen bräuchte aber unbedingt mehr geistiges H. Was da alles an suizidalen Kraftmeiereien gepostet wird...
      4 3 Melden
  • Bombenjunge 08.06.2018 17:25
    Highlight Na endlich!!!!
    Wenigstens einmal wehrt man sich!
    69 32 Melden
    • Ueli der Knecht 08.06.2018 23:09
      Highlight Frage:

      Vom sinnlosen Streiten,
      von der Zerstörungswut, und
      von einer destabilisierten Schweiz
      profitiert wer am meisten?

      ...ehh.. wer wohl? Genau.
      Darum macht der Ueli soviel Seich.
      7 6 Melden
    • Astrogator 09.06.2018 07:19
      Highlight Der Handel mit Wertpapieren von Schweizer Unternehmen macht z.B. an der Frankfurter Börse 0.3% des Handelsvolumens aus, die merken nicht mal, dass sich Maurer zum Löli macht.

      Ich vermute er will damit vor allem den bildungsfernen Schichten Stärke demonstrieren und das klappt offensichtlich gut wie man an den Kommentaren hier erkennen kann.
      9 5 Melden
  • Chrigi-B 08.06.2018 15:18
    Highlight Endlich! Noch ein paar Monate durchhalten und darauf hoffen, dass das Italienchaos die EZB versenkt und mit ihr die gesamte EU.
    45 35 Melden
    • Pafeld 08.06.2018 19:39
      Highlight Nun ja, träumen könnt Ihr am rechten Rand. Italien ist eines der Sorgenkinder der EZB. Diese dürfte deutlich zulegen, nach dem sie sich vom italienischen Ballast befreit hat. Für Italian dagegen ist der Staatsbankrott beim Euroaustritt auf sicher.
      23 25 Melden
    • Chrigi-B 08.06.2018 21:03
      Highlight Sorry Pafeld, Ihr am rechten Rand? Im Ernst? Billigstes kategorisieren nach Rechts! Bin werder links noch rechts, doch was aus Brüssel kommt, das ist 100 % pro Business & Big Banks Aber ja, nenn mich Rechts und weich der Disskusion aus. Geht Italien raus, lupft es den Deckel aber sowas von endgültig. Glaubst ja nicht, dass den Italos die Schulden erlassen werden, ohne das die Griechen, Spanier, Porzugiesen und der ganze Osten ruhig bleibt? Du glaubst ja nicht, dass die Profiteure für den Schaden geradestehen? Nein, dass werden wir blächen, wie 2008...
      2 6 Melden
    • Paedu87 08.06.2018 23:42
      Highlight Ob die EZB zulegt (was auch immer das heissen mag) ist in diesem Kontext absolut egal...
      1 4 Melden
  • Kronrod 08.06.2018 15:03
    Highlight Gut so. Wenn die EU sich konstruktiven Lösungen verweigert, dürfen wir ruhig auch mal mit dem Säbel rasseln. Ob es dann wirklich soweit kommt wie angedroht, wird sich noch zeigen.
    71 18 Melden
    • MARC AUREL 08.06.2018 19:40
      Highlight Mit dem Säbel rasseln??? Wir Schweizer wollen immer nur die Rosinen picken.. Das die EU irgendmal genug hat ist ja nur logisch!
      28 62 Melden
    • Ueli der Knecht 08.06.2018 23:14
      Highlight Kronrod: Die EU überlegt sich, was würde passieren, wenn die Schweiz ihre Drohung umsetzt? Und die EUkraten würden sich wundern, weil ihre Finanzexperten sagen, dass dies der EU nicht schaden sondern im Gegenteil sogar nützen würde.

      Die EU würde profitieren, wenn die Schweiz ihre Drohung umsetzt. Die Schweiz würde sich selbst Schaden zufügen.

      Das gleiche schon bei der Stempelster-Drohung. Unüberlegter Unsinn. Infantiles Säbelrasseln auf dem Niveau eines 4-Jährigen Trötzlibuben.

      Falls die Schweiz ihre Drohung wirklich umsetzen würde, ginge SIX nach London oder Frankfurt. Ganz einfach.
      7 4 Melden
    • Astrogator 09.06.2018 07:22
      Highlight Mit dem Säbel rasseln 😂

      Das Handelsvolumen Schweizer Wertpapiere z.B. an der Frankfurter Börse macht 0.3% aus, ein Fürzchen im Wind.

      Maurer will seiner bildungsfernen Wählerschaft Stärke demonstrieren, das klappt ganz gut. Aber deswegen nimmt ihn in der Welt der Erwachsenenen trotzdem niemand ernst.
      9 4 Melden
    • RETO1 09.06.2018 07:53
      Highlight Rosinenpicken ist erlaubt, wenn der andere mitmacht
      Macht er aber schon lange nicht mehr
      Die alte Platte vom Rosinenpicken kannst du einmotten
      3 6 Melden
    • rodolofo 09.06.2018 09:18
      Highlight Und wenn der Säbel halb verrostet ist?
      5 3 Melden
    • Husar 09.06.2018 10:15
      Highlight @marc
      Was ist dier Lieber: ein Rosinienpicker (CH) oder ein brachialer Erpresser (EU)?
      3 6 Melden
    • Kronrod 09.06.2018 13:12
      Highlight Das Rosinenpickerargument kann ich nicht mehr hören. Es stimmt schlicht nicht. Wenn jemand ein Geschäft vorschlägt, das für beide Seiten von Vorteil ist, hat das nichts mit Rosinenpicken zu tun.
      3 3 Melden
    • Astrogator 09.06.2018 13:34
      Highlight @Kronrod: Die Schweiz will nicht in die EU und nicht in den EWR, will aber trotzdem die wirtschaftlichen Vorteile. Also ist es doch logisch, dass wir die Bittsteller sind und nach den Regeln der EU spielen müssen und nicht umgekehrt?

      @Husar: Niemand mag Rosinenpicker. Und die EU erpresst uns auch nicht. Niemand zwingt uns in die EU und Leute wie sie sind stolz darauf, dass Blocher den EWR-Beitritt verhindert hat.
      Wenn wir jetzt aber trotzdem mit der EU spielen wollen ist ja klar, dass das nicht nach unseren Regeln erfolgt. Die SVP hat unser Land verkauft und zum Bittsteller degradiert.

      6 3 Melden
    • Husar 09.06.2018 17:07
      Highlight @Astrogator
      Weder die EU noch die Schweiz müssen nach irgendwessen Regeln spielen.
      Die EU und die Schweiz handeln als ebenbürdige, gleichberechtigte Handelspartner aus, welche Geschäfte sie wie miteinander machen wollen.
      Das hat nichts mit Rosininpickerei zu tun.
      2 3 Melden
    • Astrogator 09.06.2018 18:20
      Highlight @Husar: Nein. Die EU ist ein Wirtschaftsraum. Mitglied der EU wollen wir nicht sein, EWR wollen wir auch nicht.

      Die EU ist grosszügig und sagt, ihr könnt trotzdem mitmachen, aber zu unseren Bedingungen.

      Die SVP und ihre Anhänger benehmen sich wie verwöhnte Rotzlöffel die im Fussballverein nicht Mitglied sein wollen aber trotzdem das Gefühl haben mit der Stammelt auflaufen zu dürfen.

      Es kann nicht sein, dass Nichtmitglieder dieselben Rechte haben wie Mitglieder. Sollte eigentlich der jeder kapieren können.
      3 2 Melden
    • Husar 10.06.2018 11:47
      Highlight @Astrogator
      In der Beziehung zu EU übernimmt die Schweiz in vorauselendem Gehorsam fast alle Pflichten einer Mitgliedschaft, ohne aber auch nur annähernd alle Rechte einer Mitgliedschaft zu erhalten. Das ist einfach nur dumme und schäbige A****kriecherei.
      2 3 Melden
    • Astrogator 10.06.2018 12:06
      Highlight @Husar: Nein, das ist die Konsequenz des Landesverrats der SVP. Blocher sagte wir müssen nicht Mitglied sein und mitreden, es reicht wenn wir die Bilateralen haben.
      Die EU sagt, Bilaterale sind OK, aber zu unseren Bedingungen. Das ist und war allen klar, nur Blocher-Anhänger glauben immer noch die Supermacht Schweiz sei stärker als die EU. Bildungsferne Schichten eben...
      3 2 Melden
    • Husar 10.06.2018 23:21
      Highlight @Astrogator
      Klar ist die Schweiz stärker als die EU. Das ist ja der Grund, warum die EU die Schweiz unbedingt dabei haben will und mit lauter Buäbetrickli sie zur Mitgliedschaft zwingen will
      Nur ganz traurige Weicheier meinen, die Schweiz könne der EU nicht erfolgreich die Stirn bieten.
      Grösse ist nicht entscheidend sondern Willensstärke und Schlauheit, siehe David gegen Goliath, Schlacht bei Thermopylen , Schlacht am Morgarten, Schlacht bei Giornico (600 besiegten 10000), Schlacht bei Neuenegg. Die Spanier eroberten das riesige Inkareich mit weniger als 200 Mann, s. Schlacht von Cajamarca.
      0 2 Melden
    • Astrogator 11.06.2018 06:42
      Highlight "Klar ist die Schweiz stärker als die EU." 😂😂😂😂
      2 0 Melden
    • rodolofo 11.06.2018 08:10
      Highlight @ Husar
      Du willst Dich aber nicht im Ernst mit den Spanischen Eroberern identifizieren, oder?
      Die haben eine sehr vielversprechende Inka-Kultur geschädigt und beinahe zerstört!
      Gleichzeitig haben sie mit ihrem "super-tollen" Kulturersatz Marke Spanien (Kolonialistisches Feudal-System mit Grossgrundbesitzer-Familien, Militär und einer schizophrenen Katholischen Kirche) in ganz Lateinamerika Probleme geschaffen, an denen der Kontinent bis heute krankt!
      Die Inkas haben die Spanier nur darum unterschätzt, weil diese "Kochtöpfe auf dem Kopf und Wolle im Gesicht" trugen...
      1 0 Melden
    • MARC AUREL 11.06.2018 10:24
      Highlight Husar, soviel Blödsinn auf einmal? Geht noch mehr?
      3 0 Melden
    • Husar 11.06.2018 13:10
      Highlight @rodolofo
      Wie kommst Du darauf, dass ich mich hier identifiziere? Es ging um das Phänomen, dass die Grösse eines Landes, oder die Anzahl seiner Bewohner nicht entscheidend ist für den Ausgang von Machtspielen. Es spielt in dieser Hinsicht keine Rolle, ob man die eine oder die andere Seite persönlich bevorzugt. Die Inkas hätten die knapp 200 Spanier an der Schlacht von Cajamarca auslöschen können, denn deren Munition und Vorräte waren begrenzt. Das taten die Inkas nicht, weil sie mit einem Bürgerkrieg untereinander beschäftigt waren und z. T. mit den Spaniern paktierten.
      0 3 Melden
    • Husar 11.06.2018 13:11
      Highlight @marc
      Erklär mir erst, was und weshalb an meiner Rede Unsinn sei.
      Es ist nämlich äusserst unsinnig Unsinn vorzuwerfen, ohne jede Erläuterung.
      0 3 Melden
    • Husar 11.06.2018 14:22
      Highlight @Astrogator:

      Pro-Kopf-Einkommen CH: 80000 $ - EU: 33300 $
      Vermögen pro Kopf CH: 500 Tsd. $ - 75 Tsd. $
      Staatsschuldenquote CH: 43% - EU: 82%
      Arbeitslosenquote CH: 3.2 % - EU: 7.7 %
      Nobelpreise pro Mio. Einwohner CH: 3 - EU: 0.5
      Patente pro Mio. Einw. CH: 884 - EU: 115
      Handelsüberschuss pro Kopf CH: 3400 $ - EU: 53 $
      Handelsüberschuss absolut: CH 29 Mia. $ - EU: 27 Mia. $

      Fazit: Die EU ist komplett überschuldet und arm und vorallem wirtschaftlich schwach.
      Die kleine Schweiz erwirtschaftet alleine mehr Gewinn (=Handelsübeschuss) wie alle 28 Länder der EU zusammen!


      Zahlen aus 2017
      0 3 Melden
    • Ueli der Knecht 11.06.2018 14:37
      Highlight Mit anderen Worten, Husar: Die Schweiz könnte in Europa zu dem werden, was Zürich in der Schweiz bereits geworden ist, zum Wirtschaftsmotor. Little big country, downtown Europe.

      Wenn du deine Statistik innerhalb der Schweiz auf die Kantone aufschlüsseln würdest, dann müstest du argumentieren, dass sich Zürich, Aargau, Basel, Zug, Schwyz und Unterwalden vom der komplett überschuldeten, armen und schwachen Restschweiz abkoppeln sollten.
      3 0 Melden

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