Schweiz
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Medikamente sind teilweise Mangelware. Bild: KEYSTONE

Schweizer Spitäler haben ein Problem – immer mehr Medikamente sind nicht lieferbar

Spitäler und der Bund verzeichnen eine markante Zunahme nicht lieferbarer Arzneimittel. Explosionen in China und Hurrikane in Puerto Rico könnten das Problem in Zukunft noch verstärken. 

16.06.18, 22:35 17.06.18, 11:52

andreas möckli / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Intensiver Pollenflug und starke Winde setzten den Allergikern im April und Mai besonders zu. Die Nachfrage nach Heuschnupfen-Medikamenten stieg dadurch sprunghaft an. Dies hat dazu geführt, dass mehrere Präparate nicht mehr lieferbar waren und es teilweise bis heute noch nicht sind.

Betroffen ist etwa der Wirkstoff Fexofenadin, wie das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichtete. Dieser ist teilweise wieder erhältlich. Daneben sind aber drei weitere Heuschnupfen-Mittel derzeit nicht lieferbar, dies gilt auch für zwei Augenmittel und einen Nasenspray, wie Recherchen zeigen.

Der Engpass ist für Heuschnupfen-Geplagte ärgerlich. Letztlich ist er aber nur einer von vielen. Die umfassendste Liste der Engpässe in der Schweiz zählt derzeit 352 Medikamente, die nicht lieferbar sind.

So hoch sei die Zahl seit der Einführung der Liste im September 2015 noch nie gewesen, sagt Spitalapotheker Enea Martinelli. Der Berner hat die Liste, die unter drugshortage.ch öffentlich zugänglich ist, auf eigene Faust lanciert. Auslöser war sein Frust über die Pharmafirmen, die ihre Lieferengpässe erst sehr spät oder gar nicht meldeten.

Martinelli, der für die Spitalgruppe Frutigen, Meiringen, Interlaken arbeitet, wollte mit seiner Liste die Hersteller bewusst provozieren. Zumindest teilweise ist dies gelungen. Mittlerweile erfassen acht Pharmafirmen ihre Engpässe selber. Darunter befinden sich namhafte Unternehmen wie die Novartis-Tochter Sandoz, Pfizer oder GSK.

Komplizierte Umstellung

Ausbleibende Medikamente verursachen für die Spitäler und Apotheker einen grossen Mehraufwand. Denn längst nicht immer gibt es so viele Alternativen wie bei den Heuschnupfen-Medikamenten. Dies zeigt sich etwa beim Herzmittel Isoptin. Das Präparat wird etwa gegen plötzlich auftretende Schmerzen in der Herzgegend oder Vorhofflimmern eingesetzt. Der Lieferengpass setzte Anfang Jahr ein und traf zunehmend mehr Packungsgrössen.

Seit 3 Jahren gilt Meldepflicht

Isoptin sei bereits eine Alternative eines anderen Medikaments, sagt Martinelli. Generika gebe es keine mehr. «Für die behandelnden Ärzte ist es deshalb sehr anspruchsvoll, andere geeignete Präparate zu finden.» Wurde eines gefunden, muss der Patient auf das neue Mittel eingestellt werden. Zunächst seien wöchentliche, später zweiwöchentliche Arztbesuche notwendig, schildert Martinelli. Die Folge sind Mehrkosten.

Nicht nur Martinelli, auch der Bund stellt eine Zunahme der Engpässe fest. Er hat 2015 eine Meldepflicht eingeführt. Damit müssen die Pharmafirmen diverse, nicht lieferbare Präparate melden. Im Unterschied zur Martinellis Liste handelt es sich bei jener des Bundes allerdings nur um lebenswichtige Medikamente. Darunter befinden sich schwergewichtig Antibiotika, Impfstoffe, Chemotherapien und starke Schmerzmittel wie Morphin.

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der gemeldeten Engpässe von 51 auf 77 stark zugenommen, wie der Jahresbericht des zuständigen Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) zeigt. In 17 Fällen wurden die Pflichtlager angezapft. Im Schnitt dauert ein Engpass mehr als vier Monate. Am stärksten betroffen sind Impfstoffe und Antibiotika. Sie machen beim Bund zwei Drittel aller Engpässe aus.

Pharmaindustrie macht Druck

Müssen Ärzte auf andere Medikamente ausweichen, kann dies problematisch sein. Bei den Antibiotika etwa können alternative Präparate breiter wirken, wie Martinelli sagt. Damit stelle sich die Frage, ob bei den Patienten Resistenzen gebildet würden. «Die Gefahr besteht vor allem dann, wenn diese Breitbandantibiotika über eine längere Zeit eingesetzt werden müssen.»

Für die Spitäler ist die Liste des Bundes zwar eine Hilfe, aber zu wenig umfassend. Das Wissen um fehlende lebenswichtige Medikamente sei zwar wichtig, aber für den Spitalalltag ungenügend, sagt Martinelli. Die Meldepflicht sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagt Herbert Plagge, Leiter Pharmalogistik in der Spital-Pharmazie des Unispitals Basel. Doch auch dort führt man eine eigene, weitergehende Liste mit Engpässen. Die Zahl der betroffenen Medikamente schwanke zwischen 250 und 280. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sei eine Zunahme zu verzeichnen, sagt Plagge.

Laut Branchenkennern hat die Pharmaindustrie Druck auf das BWL ausgeübt, um die Zahl der meldepflichtigen Arzneimittel möglichst kleinzuhalten. Die Hersteller fürchteten einen grossen Aufwand, wenn sie allzu viele Medikamente dem Bund hätten melden müssen. Das BWL habe eine Abwägung zwischen den Interessen vorgenommen, sagt Ueli Haudenschild, Leiter Geschäftsstellen Ernährung und Heilmittel. Die Spitalapotheker hätten sich eine möglichst umfassende Liste gewünscht, die Pharmafirmen fürchteten sich vor einer zu grossen Belastung.

Engpass wegen Explosion in China

Die Gründe für die zahlreichen Engpässe sind vielfältig. Der Ursprung ist in vielen Fällen die tiefe Rentabilität der betroffenen Medikamente, die meist schon älter sind. Nach Ablauf des Patents kommen Generika auf den Markt, als Folge sinken die Preise massiv, auch aufgrund staatlicher Vorgaben.

Dies hat zu einer Konsolidierung unter den Pharmafirmen geführt. In der Folge gibt es bei diversen Medikamenten nur noch wenige Hersteller. Gewisse Firmen geben die Produktion einzelner Arzneimittel aufgrund der tiefen Rendite schlicht auf. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Unternehmen die Wirkstoffe für ihre Medikamente nicht mehr selber herstellen, sondern von Dritten beziehen. In gewissen Fällen würden die Hersteller, etwa bei Antibiotika, ihre Wirkstoffe vom gleichen Anbieter beziehen, sagt Plagge vom Unispital Basel. Fällt dieser aus, kommt es weltweit rasch zu einem Engpass.

Und jetzt: Medikamente neu interpretiert von Zukkihund

So kam es etwa 2016 zu einer Explosion in einer Wirkstofffabrik in China, welche die Hersteller eines Antibiotikums belieferte. In diesem Fall war es gar der einzige Lieferant weltweit. Auch in der Schweiz kam es zu einem Engpass.

Puerto Rico als Problem

Selbst wenn nur ein Hersteller ausfällt, so führt dies oft zu einem Dominoeffekt. Die übrig gebliebenen Pharmafirmen können die Nachfrage nicht mehr decken, womit es auch bei ihnen zu einem Engpass kommen kann. Da die Produktionskapazitäten aufgrund des Kostendrucks knapp bemessen sind, kann der Ausstoss eines Medikaments nicht ohne weiteres hochgefahren werden.

Am Anfang eines Engpasses können auch Naturkatastrophen stehen, wie der Hurrikan Maria zeigt, der vergangenen September über die Karibik fegte. Stark betroffen war etwa die US-Karibikinsel Puerto Rico.

Eine grosse Zahl an amerikanischen und internationalen Pharmafirmen produzieren auf der Insel. Die knapp 50 Werke wurden durch den Hurrikan stark in Mitleidenschaft gezogen. Dies führte in den USA zu einem grossen Mangel an Infusionsbeuteln, die Kochsalzlösung enthalten und zur Verdünnung und Verabreichung von Medikamenten verwendet werden. Später kam es zu einem Engpass eines Anästhetikums, das Frauen bei der Geburt verabreicht wird.

Spitäler wollen Bestände aufstocken

In der Schweiz rechnet man nicht mit einem baldigen Ende an Engpässen. So geht das Unispital Basel etwa dazu über, die Lagerbestände kritischer Medikamente zu erhöhen. «Wir wollen diese Bestände so aufbauen, dass sie für einen durchschnittlichen Bedarf von drei bis vier Wochen ausreichen», sagt Spitalapotheker Plagge. Für einen generellen Ausbau des Lagers habe das Unispital weder den Platz noch das Geld.

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung seinerseits prüft, gewisse Pflichtlager auszubauen. Wie bei den Antibiotika bereits geschehen, hat das Amt damit begonnen auch für Impfstoffe Pflichtlager aufzubauen, wie Haudenschild vom BWL sagt. Dies werde jedoch erschwert, da die Lager immer wieder angezapft werden müssen.

Ziel ist es, bis Ende 2019 einen Bestand zu erreichen, der den durchschnittlichen Verbrauch von Impfstoffen während viereinhalb Monaten abdeckt. Bei den Antibiotika prüft das BWL zudem, das Lager so zu erhöhen, dass der Bedarf von vier statt drei Monaten bedient werden kann.

Immer mehr Frauen setzen auf alternative Methoden

Video: srf/SDA SRF

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Brikne, 20.7.2017
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22
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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Imagine 18.06.2018 09:04
    Highlight Warum dürfen Pharma-Firmen Milliardengewinne machen und gleichzeitig „unrentable“ Medikamente nicht mehr produzieren?
    Wie kann ein BAG „Interessen“ abwägen, wo es doch für die Gesunderhaltung der schweizerische Bevölkerung handeln sollte?
    2 0 Melden
  • Maya Eldorado 17.06.2018 12:22
    Highlight Bei den Pharmafirmen steht nicht im Vordergrund, den Patienten zu helfen (schön wäre es), sondern die Not der Patienten wird genutzt, um Kohle zu machen.

    Die Pharmafirmen sind doch aus der damaligen chemischen Industrie herausgewachsen. Schliesslich verdient man besser aus der Not der kranken Menschen, als einfach Chemikalien zu liefern.
    14 7 Melden
    • Mephista87 18.06.2018 08:02
      Highlight Bei den Klempnern steht nicht im Vordergrund, den Kunden zu helfen (schön wäre es), sondern die Not der Kunden wird genutzt, um Kohle zu machen.

      Bei den Autowerkstätten steht nicht im Vordergrund, den Kunden zu helfen (schön wäre es), sondern die Not der Kunden wird genutzt, um Kohle zu machen.

      Merkste was? Pharmafirmen sind Wirtschaftsbetriebe, die Angestellten dort leben auch nicht nur von Luft und Liebe.
      2 1 Melden
    • Imagine 18.06.2018 11:36
      Highlight @Mephista87 In welchem Universum lebst Du denn? Ich erlebe das ganz anders bei Sanitärfirmen (d.h. Klempnern) wie auch Garagen (Autowerkstätten). Klar stellen sie Rechnung, die aber immer transparent und absolut im Rahmen ist.
      OK, beim Grossimporteur von deutschen Autos hab ich früher auch andere Erfahrungen gemacht.

      Es geht ja nicht darum, dass man nicht verdienen darf. Es geht darum, dass auch (und gerade!) Pharmafirmen das Wort Ethik im Berufsalltag leben sollten.
      0 0 Melden
  • Dä_Dröggo 17.06.2018 11:55
    Highlight Ja ja... "Lieferengpass". Wie macht man Wasser teuer? Man tritt auf den Schlauch. Geplant sind höhere Dividenden durch die Manipulation von Angebot und Nachfrage. That's it.
    28 5 Melden
  • Trouble 17.06.2018 10:25
    Highlight Es betrifft nicht nur Medikamente, sondern auch Material, das man für gewisse Behandlungen braucht. Ein Beispiel, das mich betroffen hat, sind Sets für Schmerzpumpen. Die waren plötzlich weltweit nicht mehr lieferbar und man musste auf alte, viel weniger gute, Systeme zurückgreifen. Das haben schlussendlich die Patienten zu spüren (haha... zu spüren 😒) bekommen.
    13 3 Melden
  • NaSkivaL 17.06.2018 09:27
    Highlight Wenn der zentrale Motivator einer Gesellschaft Profit ist, muss man mit sowas rechnen.

    Wir haben kein Medi-Problem, keine Probleme mit Medikamenten, Umwelt und dergleichen. Wir haben nur ein einziges Problem: Geld als Leitkultur. Ohne diesen Scheiss könnte man endlich logisch und vernünftig handeln.

    PS:
    Der Abschnitt unter dem Zwischentitel "Komplizierte Umstellung" ist doppelt. Würde einen davon löschen.
    22 4 Melden
    • WStern 17.06.2018 11:53
      Highlight @NaSkivaL: Danke für den Hinweis, ist gemacht!
      4 1 Melden
  • Matti_St 17.06.2018 01:21
    Highlight Die Pharmaindustrie macht Milliarden Umsätze. Ist schon schlimm an dem einen oder anderen Medikament weniger zu verdienen.
    Anstatt nach China auszulagern könnten sie in Südeuropäischen Länder produzieren. Würde etwas zur Stabilität beitragen.
    26 24 Melden
  • sambeat 17.06.2018 00:31
    Highlight Und warum genau haben die Spitäler ein Problem? Das Problem haben wohl eher die Patienten...
    7 30 Melden
    • batschki 17.06.2018 05:33
      Highlight Das Problem haben gut ausgebildete, sorgfältige Ärzte, welche Wirkungen und Nebenwirkungen (& im Gegensatz zu Dr. Google und allen Interaktionsprogrammen auch deren Relevanz) kennen, welche ihren Patienten nicht mehr optimal helfen können. Gut merken das Apotheken und Spitalleitungen allmählich auch.
      19 2 Melden
    • Trouble 17.06.2018 10:22
      Highlight Denkst du, den Spitälern ist es egal, wenn sie die Patienten nicht mehr richtig behandeln können?
      17 3 Melden
    • batschki 17.06.2018 14:16
      Highlight Spitalleitungen leiten Patientenströme. Die sorgen sich nicht um kranke Menschen.
      5 7 Melden
    • Trouble 17.06.2018 15:11
      Highlight Das ist so, aber mit fehlenden Medikamenten hat ja primär nicht die Spitalleitung sondern die Ärzteschaft und Pflege ein Problem. Und den meisten davon geht's halt noch immer um die bestmögliche Behandlung für die Patienten. Da ist es frustrierend, wenn man weiss, dass man nicht das tun kann, was man sollte.
      7 1 Melden
    • batschki 17.06.2018 19:10
      Highlight @trouble: Genau das ist (meines Erachtens) DAS Problem. Ganz herzlichen Dank für diese, Ihre, Wortmeldung.
      3 2 Melden
  • kleiner_Schurke 17.06.2018 00:23
    Highlight Und die Schweiz war zudem so "schlau" z.b. das Impf- und Serum Institut in Bern zu verkaufen. Das Institut gehärt heute zur Janssen Gruppe. Das Impfinstitut war für die Produktion von Impfstoffen für die Schweiz verantwortlich. So waren wir unabhängig von privaten Firmen. Nun ist die Produktion im Ausland und da werde diejenigen beliefert die zahlen. Das gleiche machen wir aktuell auch mit der Produktion von Bakterienkulturen für die Käseherstellung (Agroscope Bern Liebefeld). Das Know how ist dann weg und die Käsereien müssen diese Kulturen dann teuer bezahlen.
    106 3 Melden
  • axantas 17.06.2018 00:14
    Highlight - Dies zeigt sich etwa beim Herzmittel Isoptin.
    - Generika gebe es keine mehr.

    - Laut Branchenkennern hat die Pharmaindustrie Druck auf das BWL ausgeübt, um die Zahl der meldepflichtigen Arzneimittel möglichst kleinzuhalten.

    Nur drei Zitate aus dem Artikel, die ich nicht verifizieren kann, aber die mich enorm nachdenklich stimmen.

    Man könnte, hätte, aber will aus irgendwelchen Gründen nicht. Am Ende ist es dann noch Soylent Green, das zwangsläufig für die Ueberbleibendenden übrigt bleibt. Wir haben bereits den Kommunikator aus Raumschiff Enterprise. Soylent Green bitte nicht...
    21 4 Melden
  • Ich Weisses 17.06.2018 00:01
    Highlight Skandalös, wenn hochrentable Pharmaunternehmen wichtige Medikamente hinten anstellen, nur weil diese nicht mehr hochrentabel sind.
    53 15 Melden
    • batschki 17.06.2018 05:11
      Highlight Es werden seit den 1980-er Jahren bei alten, billigen, hochwirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamenten von Gesetzes wegen teure Studien zu deren Sicherheit verlangt, damit sie weiter hergestellt werden dürfen. Seit 30 Jahren verschwinden diese alten Medikamente vom Markt.
      Penicillin zB gibt's in der Schweiz nicht mehr. Hydergin etc. auch nicht. Warum wird das erst jetzt publik?
      Die Marktwirtschaft leistet sich keine Verlustgeschäfte. Hat mit Skandal gar nichts zu tun.
      11 2 Melden
    • Ich Weisses 17.06.2018 17:06
      Highlight Dann läuft allerdings beim Gesetzgeber etwas völlig falsch. Weshalb teure Studien nachfordern, wo doch diese ‚alten, billigen, hochwirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamente‘ ihre Unbedenklichkeit im jahrzehntelangen Einsatz in der Praxis bereits bewiesen haben?
      8 0 Melden
    • batschki 17.06.2018 18:54
      Highlight So ist es.
      6 0 Melden
  • N. Y. P. 16.06.2018 23:28
    Highlight Da die Produktionskapazitäten aufgrund des Kostendrucks knapp bemessen sind, kann der Ausstoss eines Medikaments nicht ohne weiteres hochgefahren werden.

    Kostendruck ?

    Wegen des Share Holder Value vermutlich. An der Dividende wird NIE gerüttelt. Heisst : Es muss woanders gespart werden. Und wo ? Dort wo nichts zu verdienen ist. Patientenunwohl hin oder her.
    64 7 Melden

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