Schweiz
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Vor allem in Europa gibt es weniger Millionäre. (HNWI = High Net Worth Individual) Bild: capgemini

Die Superreichen werden nicht mehr reicher – auch in der Schweiz nicht

Erstmals seit sieben Jahren sind die Reichen rund um den Globus in der Summe nicht mehr reicher geworden – im Gegenteil. Besonders deutlich trifft es die Superreichen.



Der Club der Dollar-Millionäre schrumpft und das Vermögen sinkt: Verluste an den Aktienmärkten haben im vergangenen Jahr Spuren hinterlassen. Das Vermögen der Reichen weltweit verringerte sich gegenüber 2017 in der Summe um fast 3 Prozent auf 68,1 Billionen Dollar, wie aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht.

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Erstmals seit 2011 sank das globale Vermögen wieder. Bild: capgemini

Es war das erste Minus seit sieben Jahren. «Ein Rückgang an den Aktienmärkten schlägt in der Regel besonders stark durch», erläuterte Capgemini-Experte Klaus-Georg Meyer. Zugleich verlor der Club der Dollar-Millionäre erstmals seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 Mitglieder.

Wie steht die Schweiz da?

Auch die Schweizer verlor Millionäre. Hier sank die Zahl der Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mehr als einer Million Dollar verfügen, den Angaben zufolge um 1 Prozent, und zwar von 389'000 auf 384'000 Personen.

Neben internationalen Handelskonflikten, die die Weltwirtschaft belasten, hätten auch die Unwägbarkeiten des Brexits für Verunsicherung gesorgt.

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Die Schweiz ist auf Platz 7. bild: capgemini

Trotz des Rückgangs zählt die Schweiz weiterhin zu den Ländern mit den meisten Dollar-Millionären. An der Spitze stehen die USA, gefolgt von Japan, Deutschland und China. Die vier Länder stehen Capgemini zufolge zusammen für 61.2 Prozent der Vermögenden weltweit. Die Schweiz befindet sich auf dem siebten Platz, hinter Frankreich und Grossbritannien.

Wer ist der grösste Verlierer?

Das wird wohl das Reich der Mitte sein. China stand für mehr als ein Viertel des weltweiten Vermögensverlustes. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt wächst nicht mehr so rasant wie in der Vergangenheit. Spuren hinterlässt unter anderem der Handelskrieg mit den USA.

Wie viele Millionäre gibt's?

Rund um den Globus gab es den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 18 Millionen Dollar-Millionäre. Das waren 0.3 Prozent weniger als im Jahr 2017. «Persönlich würde ich mir aber keine Sorgen um die Dollar-Millionäre machen», sagte Meyer. Es sei normal, dass es im Laufe der Jahre mal einen kleinen Rückgang gebe.

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Wer verlor am meisten?

Die, die auch am meisten haben. Die grössten finanziellen Verluste verzeichneten der Studie zufolge die Ultrareichen, die über mehr als 30 Millionen Dollar verfügen. Ihr Gesamtvermögen sank um rund sechs Prozent. «Der weltweite Vermögensrückgang konzentriert sich ganz klar auf diese Gruppe», sagte Meyer. Die «Millionäre von nebenan» (1 bis 5 Mio. Dollar) waren am geringsten betroffen. Ihr Vermögen verringerte sich in der Summe um 0.4 Prozent.

Und sonst so?

Capgemini berücksichtigt bei seinem jährlich erstellten «World Wealth Report» Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, alternative Investments wie Rohstoffe oder Hedgefonds, Bargeld sowie Immobilien, sofern sie nicht selbst genutzt werden.

Angesichts weltweiter Unsicherheit wegen internationaler Handelskonflikte und der Abkühlung der Weltkonjunktur liessen vermögende Privatleute Anfang des laufenden Jahres Vorsicht bei ihren Investitionen walten.

Laut einer Umfrage unter 2500 Reichen weltweit ersetzten sie im ersten Quartal 2019 teilweise Aktien durch Bargeld. Bargeld machte 28 Prozent des Finanzvermögens aus, Aktien rutschten mit knapp 26 Prozent (minus fünf Prozentpunkte) auf den zweiten Rang ab. «Cash ist eine klassische Parkposition in Zeiten der Unsicherheit», erläuterte Meyer. (jaw/sda/awp/dpa)

Die zehn reichsten Schweizer nach Vermögen im Jahr 2019

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    Alle Leser-Kommentare
  • TheManoure 09.07.2019 12:26
    Highlight Highlight Entweder haben wir eine unterschiedliche Definition von "Superreich" oder der Artikel/die Studie werfen mit falschen und halbwahren Informationen um sich. Gemäs FRED (WFRBST01134) besassen im Q1 2019 das reichste Prozent 31.1% des weltweiten Vermögens. Dies ist zwar tiefer als der Spitzenwert von 31.6% im Q3 2018 jedoch höher als die 31.0% im Q1 2017. Schwankungen bis zu einem Prozent sind fast jährlich zu beobachten. Die Vermögen sind weder aussergewöhnlich stark geschrumpft, noch ist dies das erste Mal seit 7 Jahren.
  • Lowend 09.07.2019 12:25
    Highlight Highlight Sinkende Ungleichheit durch sinkende Aktienerträge ist das einzige "positive" Resultat von Trumps idiotischen Handelskriegen.
  • c_meier 09.07.2019 10:56
    Highlight Highlight "Verluste an den Aktienmärkten haben im vergangenen Jahr Spuren hinterlassen."

    das war vielleicht am 31.12.2018 so, aber seither sind die Aktienmärkte wieder ziemlich stark gestiegen.

    Man könnte fast auf die Idee kommen, dass mit den tieferen Aktien-Kursen vom 31.12.2018 höhere Steuern vermieden werden sollten... aber auf sowas würde Otto Normalverdiener nie kommen...
  • mAJORtOM95 09.07.2019 10:21
    Highlight Highlight ,,Persönlich würde ich mir aber keine Sorgen um die Dollar-Millionäre machen"

    Nein, mach ich mir nicht.
    • PlusUltra 09.07.2019 10:48
      Highlight Highlight Musste etwas lachen beim Lesen dieser Aussage.
  • Gubbe 09.07.2019 10:21
    Highlight Highlight Vor kurzem war hier zu lesen, dass es schweizweit wieder mehr Millionäre gibt. Haben wir eine Sommerflaute? Übrigens müsste das 'Papiergeld' Aktien von vielen Milliardären zuerst in richtiges Geld umgewandelt werden können. Aktienverkauf ist nicht so einfach von heute auf morgen zu machen. Besonders wenn diese gerade nicht gefragt sind.
  • Matti_St 09.07.2019 09:34
    Highlight Highlight Danke Watson.
    Hatte den Schock für's Leben... Bis ich merkte, ich gehöre ja gar nicht dazu.
  • saukaibli 09.07.2019 09:31
    Highlight Highlight "die Ultrareichen, die über mehr als 30 Millionen Dollar verfügen." Wenn die schon als ultrareich gelten, was ist mit all den Milliardären und Multimilliardären? Sind das dann Ultramegahypersuperreiche? Oder wurden die, wie in den meisten Vermögens- und Einkommensstatistiken einfach wieder ausgeblendet?
    • dorfne 09.07.2019 10:29
      Highlight Highlight Das wären dann die Geldanarchisten, auch Anarchokapitalisten genannt.
  • irgendwie so: 09.07.2019 09:27
    Highlight Highlight ... und ich Naivling hatte schon geglaubt, die Superreichen hätten grosse Teile ihres Vermögens an Bedürftige gespendet.....
    • tomtom1 09.07.2019 09:51
      Highlight Highlight Woher weisst du, wieviel reiche spenden?
    • dorfne 09.07.2019 10:32
      Highlight Highlight Jaja tomtom1, ist schon spannend wie alte Milliardäre plötzlich den ganzen Chlütter der Gesellschaft "zurückgeben" wollen. Nur landets dann wohl nicht bei den Angestellten, die lebenslang ausgebeutet wurden.
    • Gubbe 09.07.2019 13:23
      Highlight Highlight Ja Dorfne, die Reichen haben alle ihre Angestellten vollkommen ausgebeutet. Was für ein Quatsch! Hast du mal den Versuch unternommen Selbstständig zu sein? Geht auch heute noch, aber man muss sich bücken können. Meistens ist es so, dass der Auftraggeber bestimmt, nicht umgekehrt. Reich wird man mit Arbeit, nicht mit neiden.
  • aglio e olio 09.07.2019 09:22
    Highlight Highlight "Verluste an den Aktienmärkten haben im vergangenen Jahr Spuren hinterlassen."

    Demnach haben sie meisten nicht wirklich was verloren? Nur sie Zahlen sind kleiner geworden?
    • Pablo Escobar 09.07.2019 09:35
      Highlight Highlight Ja genau und ich bin auch nicht arm mein Kontostand ist nur klein.
    • Dominik Treier 09.07.2019 09:51
      Highlight Highlight Und damit wohl auch die, ohnehin schon lächerlichen, Steuern...
    • dorfne 09.07.2019 09:54
      Highlight Highlight Genau. Das Geld wird ja nicht für den Unterhalt von Jachten und Liegenschaften gebraucht, drum kann es ruhig bleiben wos ist und auf bessere Zeiten warten. Jetzt müsste ich noch wissen wie der Zusammenhang ist zw. Gewinn, Aktienkurs und Dividenden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 09.07.2019 09:19
    Highlight Highlight Seht Ihr. Genau jetzt würde die FDP die Renten kürzen. Sie will ja die Höhe der Renten den Aktienmärkten angleichen. Nur: Geld, das in Aktien angelegt ist, wird nicht für den Lebensunterhalt gebraucht, ganz im Gegensatz zu den Renten. Kommt hinzu, dass diese "Verluste" gar nicht eintreffen, wenn die Aktien nicht verkauft werden. Uns würde dann aber die Rente gesenkt und bei einem Höhenflug garantiert nicht erhöht. Da hätte man dann wieder tausend Ausreden. Von wegen Alterung der Gesellschaft usw..
  • Ökonometriker 09.07.2019 09:14
    Highlight Highlight Keine Angst, die Aktienmärkte haben sich seither wieder erholt und die Reichen werden wieder reicher und hängen die Armen weiter ab.
  • räuber hotzenplotz 09.07.2019 09:11
    Highlight Highlight Ohh Nein, die Superreichen jetzt auch noch! 😱
    • dorfne 09.07.2019 09:24
      Highlight Highlight Die Guten lassen die Kurse künstlich fallen, aus Solidarität mit den Rentnern und Sozialhilfeempfänger, deren Aktien auch grad ins Bodenlose sinken.
  • Altruide 09.07.2019 09:10
    Highlight Highlight Könnte eine gross angelegte Spendeaktion helfen um den Superreichen unter die Arme zu greifen?
    *ironie off*
    • Basti Spiesser 09.07.2019 09:46
      Highlight Highlight Ja ich mein, wenn jeder Afrikaner, Inder und Chinese nur ein Franken spendet...
  • dorfne 09.07.2019 09:05
    Highlight Highlight Falsch. Das Geld ist nicht verloren, weil Aktien langfristige Investitionen sind, sein sollten. Tiefs und Hochs wechseln sich ab. Eine Kleinsparerin, die vor 2008 ein paar Fonds von der Postfinance hatte, erlebte zunächst einen Rückgang des Wertes und dann gings wieder kontinuierlich bergauf. Jetzt gehts halt wieder bergab.
    • ingmarbergman 09.07.2019 09:14
      Highlight Highlight Korrekt, nur bitte nicht die Postfinance-Fonds. Die sind Abzocke.
      Einfach ETF auf einen Weltindex kaufen.
    • saukaibli 09.07.2019 09:33
      Highlight Highlight "Das Geld ist nicht verloren, weil Aktien langfristige Investitionen sind" Ja genau, darum werden heutzutage Aktien durchschnittlich für ca. 20 Sekunden gehalten. Und da sind tatsächlich langfristige Anlagen mit eingerechnet.
    • dorfne 09.07.2019 10:25
      Highlight Highlight @saukaibli. Frage: wie repräsentativ sind diese 20 Sek. gemessen an den Trillionen, die weltweit in Aktien angelegt sind? Oder haben wir es mit einer Pervertierung der Aktienidee zu tun?
  • schuldig 09.07.2019 09:01
    Highlight Highlight Jesses, jetzt hats sogar die erwischt!
    Die Armen...
    • dorfne 09.07.2019 09:11
      Highlight Highlight Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen. Dank der SVP wissen wir jetzt alle, dass man mit unter 800 Franken (Kürzung des Grundbedarfs in der Sozialfürsorge) im Monat immer noch ein gutes Leben hat.
      Da läge sogar noch eine Kürzung um weitere 30% drin.
  • Vergugt 09.07.2019 08:55
    Highlight Highlight Oh nein wie schrecklich 😏
  • Fairness 09.07.2019 08:55
    Highlight Highlight Annahme: Da sind einige verstorben und das Vermögen verteilt sich auf einige Erben. Der Börsenverlust von 2018 ist längst aufgeholt.
    • dorfne 09.07.2019 09:20
      Highlight Highlight Jener von 2008 erst recht.
  • Rezeptilop20 09.07.2019 08:46
    Highlight Highlight Ohhh. Wie traurig. Ich hab echt krass Mitleid.
  • Capodituttiicapi 09.07.2019 08:45
    Highlight Highlight Wo kann ich spenden?
    • dorfne 09.07.2019 09:21
      Highlight Highlight Ich hätt ein Kilo Ruchbrot im Tiefkühler. Schützt vor dem Hungertod.

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