Schweiz
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ARCHIV -- ZUR UMSETZUNG DER STELLENMELDEPFLICHT DURCH DAS SECO UND DEN VSAA AM DIENSTAG, 26. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- [Symbolic Image, Staged Picture] An unemployed person looks at information documents, pictured in a waiting room of the regional employment agency RAV in Thun, Canton of Berne, Switzerland, on April 28, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

[Symbolbild, Gestellte Aufnahme] Eine arbeitslose Person liest Informationsmaterial, aufgenommen am 28. April 2017 in einem Warteraum des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums RAV in Thun. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Im historischen Vergleich eine recht hohe Arbeitslosenquote: Stellenvermittler sind gefordert. Bild: KEYSTONE

Sind in der Schweiz wirklich so wenig Menschen arbeitslos wie schon lange nicht mehr?

Die Zahl zum Juni beschönigt die tatsächliche Höhe der Arbeitslosigkeit in der Schweiz.

Niklaus Vontobel / Nordwestschweiz



Mit 2.4 Prozent sei die Arbeitslosenquote nun so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. (AG: 2.4%, BE: 1.7%, BL: 2.1%, BS: 3.2%, SO: 2.1%, ZH: 2.4%) So wurden gestern die neuen Zahlen kommentiert, die das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) veröffentlichte. Einmal mehr scheint im Schweizer Arbeitsmarkt die beste aller Welten zu herrschen. Rekordtiefe Arbeitslosigkeit, der Rest der Welt blickt neidvoll.

Doch die Zahl zum Juni beschönigt die tatsächliche Höhe der Arbeitslosigkeit in der Schweiz. Das zeigt eine neue Analyse der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, KOF. Arbeitsmarktexperte Michael Siegenthaler zeigt darin auf: Die Arbeitslosenquote vom Juni 2018 misst nicht mehr das Gleiche wie die Arbeitslosenquote vom Juni 2008.

Die Arbeitslosenquote im Juni 2018 wäre saisonbereinigt irgendwo zwischen 2.95 und 3.15 Prozent gelegen, würde sie noch gleich gemessen wie im Juni 2008. Das wäre rund ein halber Prozentpunkt mehr. Das zeigt eine Überschlagsrechnung der KOF. Ganz genau berechnen lässt sich der Unterschied nicht. Damit korrigiert sich auch das Bild davon, wie sich der aktuelle Arbeitsmarkt im langfristigen Vergleich präsentiert.

Von der tiefsten Arbeitslosenquote seit zehn Jahren kann nicht die Rede sein, nimmt man die gemäss KOF korrigierten Zahlen. Im Juni 2008 lag die Seco-Arbeitslosenquote bei 2.3 Prozent (nicht saisonbereinigt). Der Schweizer Wirtschaft ging es nach einem langen Boom glänzend. Vor einer Finanzkrise warnten damals nur wenige notorische Schwarzseher. Heute – zehn Jahr später – läge die Arbeitslosenquote noch immer rund einen halben Prozentpunkt höher als damals, gemäss KOF.

Bekommen wir 2018 zu wenig Lohn?

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Video: srf/SDA SRF

Hoffnung für kommende Monate

Die Unterschiede in den Arbeitslosenquoten von 2008 und von 2018 erklären sich einerseits mit der Reform der Arbeitslosenversicherung zwischen März und Juni 2011 und andererseits mit technischen Umstellungen im März 2018 (siehe Box am Ende). Vor allem durch die technischen Umstellungen kann das Seco heute genauer messen, wer bei einem RAV als «arbeitslos» registriert ist. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote jedoch weniger aussagekräftig geworden für den allgemeinen Zustand des schweizerischen Arbeitsmarktes.

KOF-Experte Siegenthaler sagt: «Die Arbeitslosenquote des Seco misst heute wohl noch ungefähr die Hälfte der Personen, die gemäss internationaler Definition als arbeitslos gelten.» Siegenthaler plädiert darum schon länger dafür, dass in der Berichterstattung über den Arbeitsmarkt weniger stark auf die Arbeitslosenquote gemäss Seco abgestellt werden sollte.

In der Schweiz werden die Arbeitslosen auch in der Erwerbslosenstatistik gemessen, die das Bundesamt für Statistik (BFS) erhebt. Diese Kennzahl richtet sich nach den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und gilt daher als international vergleichbar. Die BFS-Erwerbslosenquote verharrte im 1. Quartal 2018 saisonbereinigt bei beinahe 5 Prozent und reduzierte sich in den vorhergehenden Quartalen kaum.

«Eine Arbeitslosenquote in dieser Höhe ist für die Schweiz im historischen Vergleich recht hoch», schreibt Siegenthaler in seiner Analyse. Das zeige, dass in der Schweiz noch viele Personen arbeitslos und auf Stellensuche seien. Immerhin habe die Beschäftigung im 1. Quartal 2018 stark zugenommen, es seien viele Stellen geschaffen worden. «Das lässt auf einen tatsächlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten hoffen.»

Rekordtiefe Arbeitslosigkeit?

Bei der Erhebung der Arbeitslosenquote folgt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) folgender Grundidee: Als arbeitslos registriert wird, wer in einem regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet ist. Daher werden tendenziell weniger Personen registriert, wenn sich der Gang zum RAV weniger lohnt. Zwei Neuerungen haben verändert, wie die Seco-Arbeitslosenquote gemessen wird.

Die Reform der Arbeitslosenversicherung im März 2011. Für «Studienabgänger» gilt seither eine besondere Wartefrist. «Kinderlosen Stellensuchenden unter 25 Jahren» wurde der maximale Anspruch auf Arbeitslosentaggeld halbiert. Zugleich wurde Langzeitarbeitslosen gekürzt, wie viele Tage sie Arbeitslosengeld beziehen dürfen. In der Folge wurden viele Langzeitarbeitslose ausgesteuert, die meisten fielen aus der Arbeitslosenquote. Die KOF schätzt: die Arbeitslosenquote wird seither um 0.2 Prozentpunkte tiefer ausgewiesen.

Technische Umstellungen von März bis Juni 2018. Dabei hat das Seco die Erfassung der Arbeitslosen teilautomatisiert. Die RAV können nun zwei Kategorien von Stellensuchenden genauer unterscheiden. Erstens Stellensuchende, die sofort einen neuen Job antreten könnten. Sie sollen als arbeitslos gezählt werden. Zweitens, Stellensuchende, die etwa an einem Beschäftigungsprogramm teilnehmen oder deren Kündigungsfrist noch nicht abgelaufen ist. Sie wurden früher des Öfteren fälschlicherweise als arbeitslos registriert, was mit der Umstellung seltener geschehen soll. Die KOF schätzt: Durch die Umstellung wird die Arbeitslosenquote dauerhaft um 0.1 bis 0.25 Prozentpunkte tiefer ausgewiesen.

Insgesamt wird durch die Neuerung die Arbeitslosenquote dauerhaft um 0.3 bis 0.45 Prozentpunkte ausgewiesen.

(aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 12.07.2018 14:48
    Highlight Highlight Frischfleisch, das ist es, was man braucht. Wer 45 oder älter ist, hat kaum eine Chance, ganz gleich, wie viele Sprachen er spricht oder Universitätsabschlüsse er hat. Es ist Augenwischerei, den Eindruck zu erwecken, als gäbe es Vollbeschäftigung. Und der wichtige Grund, nämlich die progressiven und damit sehr hohen Pensionskassenbeiträge in höheren Altersklassen, wird einfach nicht angegangen.
  • Rolf von Arx 11.07.2018 06:30
    Highlight Highlight Die Statistik ist eine Monats Angabe, die sie hier aufgeführt haben, Jahresdurchschnitt sieht dann schon anders aus. Beim Jahresdurchschnitt kommen Teilzeit Arbeitslose, Arbeitslose und Ausgesteuerte in die Statistik.

    Man kann aber auch unter (Ausgesteuert.ch nach Schauen.)
  • Der Rückbauer 10.07.2018 17:34
    Highlight Highlight Unemployment gemäss OECD/internat. Standard: 4.9%. https://data.oecd.org/unemp/unemployment-rate.htm.
    Gar nicht Spitze.
    Ich glaube keiner (politisch relevanten) Statistik mehr. Der Teuerungsindex (KPI) wäre einmal genau zu untersuchen, und wie der Warenkorb jährlich manipuliert wird, um die Teuerung zu erhalten, die (geld-)politisch erwünscht ist. Das betrifft v.a. die EZB, welche 2% bei nullprozent Zinsen anstrebt. Ich meine, die "effektive" Teuerung ist viel höher. Das ist der grösste Raubzug der Geschichte.
  • Gubbe 10.07.2018 12:43
    Highlight Highlight Wieso werden oft die Babyboomer herangezogen. Diese können für ihre Geburt 1945-55 absolut nichts. Dieses stumpfe Wort sagt eigentlich nur, dass es nach Kriegsende wieder mehr Kinder gab, die heute Rentner sind. Dass sie damals sehr schmal durchmussten, können viele heute nicht einordnen. Diese Rentner sind nicht alle reich, viele müssen den Franken, wie damals, zwei mal drehen. Heute findet sich Arbeit, aber der PS-starke Wagen liegt vielleicht nicht drin. Dem Sein ist der Schein vorgezogen.
  • Spooky 10.07.2018 10:56
    Highlight Highlight Mich wollten sie einmal irgendwo in einem Arbeitslosenprogramm in eine Schreinerli-Ecke stellen, wo ich dann irgendwelche Holzspielzeuge für Kinder hätte herstellen sollen.

    Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Schreiner ist, von mir aus gesehen, einer der schwierigsten Berufe, die es überhaupt gibt.

    Aber ich habe nun mal kein Talent zum Schreiner.
    Ich habe darum dankend abgelehnt.

    "Lieber Fürst in meiner Hölle
    als Diener in deinem Himmel"

    • Die Redaktion 10.07.2018 13:54
      Highlight Highlight @Spooky

      Wer selbst nicht arbeiten wollte, obwohl er konnte, sollte nie mehr ein Wort über Arbeitslose Asylsuchende verlieren. Ich werde Sie nun stets daran erinnern.

      PS Werken (auch mit Holz) hatten wir in der Schule und jeder ist den Minimalanforderungen gewachsen.
    • Spooky 10.07.2018 16:41
      Highlight Highlight "Ich werde Sie nun stets daran erinnern."

      Ich nehme dich beim Wort.
  • pamayer 10.07.2018 10:33
    Highlight Highlight Wer ausgesteuert wird, ist ab nun Sozialschmarotzer. Von geldgierigen Bürgerlichen entlassen und von ebendiesen als Sozialschmarotzer gedemütigt.
    In einem der reichsten Länder der Welt.
    • Spooky 11.07.2018 23:35
      Highlight Highlight @pamayer
      So ist es 👍🏻
  • Die Redaktion 10.07.2018 09:46
    Highlight Highlight An alle die jedes Jahr erwähnen, dass die Ausgesteuerten nicht eingerechnet werden. Wie immer die Erwerbslosenquote gemäss ILO:

    User Image
    • Liselote Meier 10.07.2018 11:11
      Highlight Highlight Muss man noch erwähnen, dass diese Erhebung ziemlich spekulativ ist. Wie wird sie erhoben?

      Es werden zufällig 130’000 Personen in der Schweiz angerufen und befragt.
    • bromberus 10.07.2018 12:59
      Highlight Highlight Für alle die hier auch Googlen müssten: ILO = International Labour Organization = Internationale Arbeitsorganisation
      Das ist anscheinend so ein UNO Dings.
    • Die Redaktion 10.07.2018 14:11
      Highlight Highlight @Liselote Meier

      Es sind 30'000, aber eigentlich ist dies nicht relevant, entscheidend ist die Art wie die Daten erhobenwerden und ob es die anderen Länder gleich machen, um Ausreisser zu eruieren.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Midnight 10.07.2018 08:25
    Highlight Highlight Traue nie einer Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast!

    Was soll eine Arbeitslosenquote genau bringen, die nicht nach internationalen Standards gemessen wird? Oder denkt man beim SECO so "Fremde Richter!" und macht sich seine Standards einfach selber?
    • Spooky 10.07.2018 10:24
      Highlight Highlight @ kleiner_Schurke

      Bingo!
    • vaste 10.07.2018 11:11
      Highlight Highlight stimmt kleiner_Schurke - und die Linke spielt seit Jahren schön mit. Der ärgste Feind des einfachen Arbeiters sind linke Globalisten. Oder siehst Du das anders?
    • Astrogator 10.07.2018 12:34
      Highlight Highlight "Linke Globalisten" - genau, es sind ja SVP-wähler die gegen das WEF und ähnliches demonstrieren oder flankierende Massnahmen als rote Linie bei Verhandlungen mit der EU festlegen...
  • PhilippS 10.07.2018 08:19
    Highlight Highlight Frei nach dem Motto: Trau keiner Statistik...

    Dass da irgendwas wenigstens etwas schräg in der Landschaft steht mit den offiziellen Zahlen, zeigen meiner Meinung nach die konstant steigenden Sozialausgaben ingesamt. Natürlich sind da auch Personen enthalten, die aus irgendwelchen Gründen nicht arbeiten können - aber mit diesen allein kann der Anstieg kaum erklärt werden.
    • Astrogator 10.07.2018 08:57
      Highlight Highlight Es wird immer vergessen, dass zu den Sozialausgaben auch Ergänzungsleistungen für Rentner zählen. Immer mehr haben mit AHV und Pensionskasse nicht genug zum Leben und eine 3. Säule kann sich nicht jeder leisten. Wenn dann noch Pflegekosten dazu kommen ist es für die meisten vorbei. In Würde alt werden, auch etwas was in der Verfassung steht und die SVP nicht interessiert. Im Gegenteil mit Stimmungsmache gegen Ausländer bringt man Sparpakete durch die in erster Linie gegen Schweizer gehen.

    • Oh Dae-su 10.07.2018 12:43
      Highlight Highlight Wie hier auch schon erwähnt, ist das Seco eigentlich sehr transparent, was seine Statistiken anbelangt.
      Problematisch wird es erst dann, wenn Politiker anfangen Statistiken für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Dies geschieht nicht selten mit wohlwollender Ignoranz gegenüber der eigentlichen Aussagekraft der jeweiligen Statistik.
  • leu84 10.07.2018 07:56
    Highlight Highlight In der Statistik zählen nur die Angemeldeten. Frührentner Infolge einer Massenentlassung zählen auch nicht.
  • Ökonometriker 10.07.2018 07:35
    Highlight Highlight Wenn ihr jetzt noch schreibt, dass die Erwerbslosenquote gem. ILO 2000-2008 vei 3.8 Prozent lag und 2009-2018 bei 4.4 Prozent, hinterfragen bald noch gewisse Leser das BFS-Märchen, dass die Arbeitslosigkeit durch die PFZ nicht zugenommen hat...
    • Astrogator 10.07.2018 09:02
      Highlight Highlight Damit ist leider nicht belegt, dass die Arbeitslosenquote zugenommen hat. Meine letzte Firma, hoch spezialisiert im Bereich Medizinaltechnik hat einen Ausländeranteil von 75%. Ohne diese Ausländer gäbe es aber die Niederlassung in der Schweiz nicht und damit auch nicht die Arbeitsplätze für die Schweizer. Und ja wir wollten immer Schweizer einstellen, aber die heutige Jugend glaubt mit einem Lehrabschluss in Informatik eine Fachkraft zu sein was man definitiv nicht ist.
    • Ökonometriker 10.07.2018 11:07
      Highlight Highlight @Astrogator: man kann ökonomisch gut aufzeigen, dass die PFZ sowohl zu mehr Arbeitslosen wie auch zu tieferen Inländer-Löhnen führt - aber auch zu einem höheren BIP (siehe Heckscher-Ohlin). Die empirischen Daten passen dazu.

      Aber das heisst nicht, dass die PFZ per se schlecht ist - sie führt zu einem höheren Einkommen der Einwanderer und global gesehen zu mehr Wohlstand. Ähnlich wie auch die Globalisierung, die Millionen vor dem Hungertod bewahrt hat.

      Ich finde einfach, der Bund sollte hier reinen Wein einschenken damit der Stimmbürger informiert entscheiden kann.
    • Uf em Berg 10.07.2018 11:20
      Highlight Highlight Kann es nicht mehr hören, dass die PFZ die Schuld an Erwerbslosigkeit haben soll! Der Handlungsbedarf besteht eher im Bildungsbereich, wo immer mehr gespart wird und bei uns Schweizern selbst, da viele sich zu "wertvoll" sind, um die Finger schmutzig zu machen. Selbst schuld, wenn man da Arbeitnehmer aus dem Ausland holt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 10.07.2018 07:16
    Highlight Highlight Meine Mutter (62) wurde vor 4 Jahren entlassen, ist mittlerweile ausgesteueert und wird von der Arbeitslosenstatistik und eigentlich der ganzen Schweiz zurückgelassen und vergessen. Und ich bin zirmlich sicher, sie ist nicht die Einzige da draussen.
    • Astrogator 10.07.2018 09:04
      Highlight Highlight Gemäss SVP ist nur arbeitslos wer zu faul zum arbeiten ist - hört man von der Partei seit 20 Jahren und sie hat einen Wähleranteil von 30%.

      Alles was sie unter dem Deckmantel der Ausländerhetze macht ist Sozialabbau bei der eigenen Bevölkerung und ihre Wähler jubeln.
    • Astrogator 10.07.2018 10:19
      Highlight Highlight @axantas: Nein das ist nicht "einfach Pech". Vor 20 Jahren könnte man zwar auch ausgesteuert werden, aber man könnte länger ALV beziehen und man bekam den grösseren Anteil des Versicherten Löhne. Dann begannen die SVP und deren Wähler unter dem Deckmantel des angeblichen Sozialmissbrauchs der Ausländer konsequent Leistungen zu streichen.

      Ich kann mich noch gut an die Abstimmung vor über 20 Jahren und die Slogans der SVP erinnern, unter anderem "Wer nicht zu faul zum arbeiten ist hat einen Job."

      Nicht Pech sondern politischer Wille damit Millionäre weniger Steuern zahlen müssen.

  • Joseph Dredd 10.07.2018 07:06
    Highlight Highlight Und was ist mit all denen, die ausgesteuert wurden und nicht mehr auf den Listen der RAV-Stellen geführt werden?
    • aglio e olio 10.07.2018 09:28
      Highlight Highlight "Zugleich wurde Langzeitarbeitslosen gekürzt, wie viele Tage sie Arbeitslosengeld beziehen dürfen. In der Folge wurden viele Langzeitarbeitslose ausgesteuert, die meisten fielen aus der Arbeitslosenquote. "
    • walsi 10.07.2018 09:31
      Highlight Highlight Wenn die Taghelder bei der ALV aufgebraucht sind kann die Versicherteperson wählen ob sie beim RAV angemeldet bleiben möchte oder nicht. Wenn sie angemeldet bleibt gilt sie dann als stellensuchend und wird dem entsprechend in der Statistik geführt. Wenn sich jemand auf Grund der Aussteuerung beim SOA meldet, verlangt dieses in der Regel, dass die Person beim RAV sngemeldet bleibt.
  • walsi 10.07.2018 07:03
    Highlight Highlight Der wichtigste Satz steht im letzten Absatz: "Immerhin habe die Beschäftigung im 1. Quartal 2018 stark zugenommen, es seien viele Stellen geschaffen worden." Das spüren die RAV bei ihrer täglichen Arbeit. Stellen von Personalberatern die frei werden, werden auf Grund der rückläufigen Fallzahlen nicht meht besetzt.
  • Töfflifahrer 10.07.2018 06:46
    Highlight Highlight Tja darum, traue nur einer Statistik die du selbst zusammengeschnippelt hast. Seit Jahren ist bekannt, dass die SECO Statistik Schritt ist alle die als Ausgesteuert gelten fallen da raus. Dass effektiv fast nochmal soviel Leute effektiv auf Stellensuche sind wie das SECA angibt sollte endlich mal zum Anlass genommen werden diese Statistik so zu benennen was sie ist "Beim RAV gemeldete, Stellensuchende".
    • Die Redaktion 10.07.2018 11:09
      Highlight Highlight @Töfflifahrer

      Also, so wie es auf der SECO-Webseite zu lesen ist?
      User Image
  • Wilhelm Dingo 10.07.2018 06:26
    Highlight Highlight Solange die PFZ gilt wird sich die Quote langfristig dem Nachbarländern angleichen.
    • Midnight 10.07.2018 09:02
      Highlight Highlight Ich glaube Outsourcing und Robosourcing werden das erledigen.
      Die PFZ wird das nicht bewerkstelligen, sonst hätte man das längst gemerkt.
    • Wilhelm Dingo 10.07.2018 09:40
      Highlight Highlight @Midnight: nein, Outsourcing und Robosourcing gibt es auch im Ausland.
    • Midnight 11.07.2018 07:36
      Highlight Highlight Exakt. So wie es bei uns aber gerne diskutiert wird, könnte man meinen, Outsourcing und Einwanderung gäbe es ausschliesslich in der Schweiz.

      Die PFZ bezieht sich auf den gesamten Schengenraum, schliesst also so ziemlich alle Länder Europas mit ein.

      Das geht gerne vergessen.

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