Schweiz
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Norwegen und England geht bald das Bier aus – die Schweiz ist aber sicher!

Bild: Unsplash

Dominique Zeier
Dominique Zeier



Ausgerechnet jetzt! Inmitten der Fussball-WM droht das Bier in einigen Ländern knapp zu werden. Insbesondere in Norwegen und Grossbritannien kämpfen Bierbrauer darum, genügend Bier zu produzieren.

Waaaas?!

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quelle: giphy

Schuld daran ist ein Mangel an lebensmittelreinem CO2. Dieses fällt normalerweise als Nebenprodukt der Ammoniak-Erzeugung für Düngemittel an. Da Düngemittel vor allem zwischen August und März produziert werden, laufen viele Anlagen im Sommer aber nicht. Dieses Jahr kam es aufgrund von niedrigen Preisen zu längeren Schliessungen der Hersteller, was sich in einem CO2-Engpass zeigt.

In Grossbritannien rechnet der Pub- und Brauereiverband damit, dass einige Sorten in den nächsten Tagen ausgehen werden. Die grösste britische Pub-Kette Wetherspoon kann laut der BBC bereits jetzt nicht mehr alle üblichen Biere und Cider anbieten.

In Norwegen musste gar eine der ältesten Brauereien, der Bierproduzent Aass, vorläufig schliessen. Dort kann momentan weder Bier noch Limonade produziert werden. Es gibt im Land noch CO2, doch dieses wird erst an Krankenhäuser verteilt – die Brauereien müssen warten.

Ja, ja, ja, aber wie steht es um MEIN Bier???

Keine Sorge, die Schweiz ist sicher. Sowohl bei Feldschlösschen als auch bei Heineken, das unter anderem Calanda und Eichhof braut, ist man sich der Situation in Europa zwar bewusst, die Schweizer Brauereien selbst sind allerdings nicht betroffen.

Esin Celiksüngü von Feldschlösschen sagt dazu: «Da wir für die Bierherstellung in unseren Brauereien in Rheinfelden und Sion kein zugefügtes CO2 verwenden, sondern das aus der Produktion zurückgewonnene CO2 im eigenen Brauprozess nutzen, sind wir von der CO2-Knappheit für die Produktion von Bier nicht betroffen.»

Glück gehabt!

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Auch Heineken bestätigt, dass die Bierversorgung der Schweiz soweit gesichert ist. Zwar komme man diesen Sommer wirklich ans Maximum der Bierproduktion, da nebst all den Festivals auch die Fussball-WM zum Bierkonsum beiträgt. Von einem Engpass könne man allerdings nicht sprechen.

Kohlesäure direkt aus der Hefe

Kleinere Brauereien fürchten die CO2-Knappheit ebenfalls nicht. Matthias Oeschger von der Brauerei Adler sagt, dass sie die Kohlensäure selbst produzieren und daher keine Bedenken haben. «Die grossen Brauereien benutzen ein sogenanntes High Gravity System», erklärt er. Dabei werde das Bier in einer hohen Konzentration von 22 Prozent Zucker auf 100 Gramm Flüssigkeit gelagert.

Da ein normales Bier aber nur über 13 Prozent Zucker verfügt, müsse dieses vor dem Verkauf verdünnt und mit CO2 vermischt werden. Dies geschieht laut Oeschger bei Adler nicht. «Bei uns entsteht die Kohlensäure direkt aus der Hefe. Man kann sich das vorstellen wie beim Soda-Stream. Wenn man damit Kohlensäure ins Wasser gibt, entstehen grosse und aggressive Blasen.»

Lässt man die Hefe aber ihre Arbeit tun, entstehen eine Milliarde kleinere und somit angenehmere Bläschen. «Bei uns ist das eine Frage der Philosophie», sagt der Bierbrauer. 

Wenn du doch etwas anderes als Bier probieren willst, sprich es wenigstens richtig aus:

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Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sokrates2 29.06.2018 07:32
    Highlight Highlight Äpfel und Birnen zu vergleichen ist eine Bieridee. Englisches Bier wird ohne CO2 im Offenausschank serviert und Schweizer Bier im Offenausschank braucht als Treibgas CO2, da nutzt die natürliche CO2 Rückgewinnung in der Brauerei für den Offenausschank in den Pubs nichts.
    1 4 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 28.06.2018 16:21
    Highlight Highlight Zusammengefasst: Es bleibt nur Gutes Bier übrig?
    12 0 Melden
  • bianconero 28.06.2018 15:00
    Highlight Highlight Phu, Glück gehabt!
    12 2 Melden
  • Posersalami 28.06.2018 14:33
    Highlight Highlight "Sowohl bei Feldschlösschen als auch bei Heineken, das unter anderem Calanda und Eichhof braut"

    Ich dachte, in diesem Artikel geht es um Bier und nicht um eklige Plörre?
    190 33 Melden
    • DerSimu 28.06.2018 15:01
      Highlight Highlight Zur Not frisst der Teufel fliegen.
      44 10 Melden
    • Sarkasmusdetektor 28.06.2018 15:56
      Highlight Highlight Zugesetzte Kohlensäure braucht man eben nur für eklige Plörre.
      26 7 Melden
    • Surf & Turf 28.06.2018 16:57
      Highlight Highlight Dann bin ich jetzt mal gespannt, was du unter Bier verstehst.
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerSimu 28.06.2018 13:58
    Highlight Highlight Naja, die Deutschen können sich ja jetzt wider voll und ganz auf's Brauen konzentrieren.
    150 31 Melden

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