Schweiz
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Die Schilder der Autovermieter Europcar, Sixt, Hertz, National, Alamo, Avis und Budget, aufgenommen am Mittwoch, 25. Juni 2014, im Flughafen Zuerich Kloten. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Autovermietung am Flughafen Zürich: Die Wagen sind häufig im Kanton Appenzell Innerrhoden registriert. Bild: KEYSTONE

Wie Appenzell Innerrhoden mit Mietautos kräftig abkassiert



Man kennt das Bild von Autobahnen und Parkhäusern am Flughafen: Die Autos der grossen Vermieter wie Hertz, Sixt, Avis oder Europcar haben häufig ein «AI»-Nummernschild. Gut 16’000 Mietautos sind in Appenzell Innerrhoden registriert – das sind etwa gleich viele Autos, wie es im bevölkerungsmässig kleinsten Kanton Einwohner hat.

Für die Appenzeller lohnt sich das Geschäft. Bei der Registrierung der Mietautos fallen Gebühren an. Deren Gesamtsumme lässt sich sehen: Wie die Appenzeller Zeitung berichtet, nahm das kantonale Strassenverkehrsamt 2016 durch die Mietautos 945’000 Franken ein. Jährlich spielt das Amt mit sämtlichen Gebühren das 1,9-fache seiner Kosten wieder ein.

In Appenzell Innerrhoden werden täglich bis zu 200 Mietautos registriert. Das Strassenverkehrsamt bearbeitet diese mit 650 Stellenprozent. Seit 2004 ist die Zulassungspraxis von Mietautos schweizweit geregelt – die Vereinigung der kantonalen Strassenverkehrsämter, der Bund und die Vermieter einigten sich darauf, dass Appenzell Innerrhoden und Waadt zu sogenannten «Handling Agents» bestimmt wurden, wo die Autovermietungen ihre Wagen registrieren.

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Weil Mietautos ausschliesslich Neuwagen sind, die nach sechs bis neun Monaten als Occasion verkauft werden, müssen sie nicht vorgeführt werden. Die Motorfahrzeugsteuern werden pauschal eingezogen. Diese Einnahmen werden nach einem Verteilschlüssel auf die übrigen Kantone verteilt. Der Kanton Zürich als Flughafenstandort, kassiert etwa eine Million pro Jahr. Appenzell Innerrhoden darf allerdings die Bearbeitungsgebühren behalten – 2016 beliefen sie sich auf die eingangs erwähnten 945’000 Franken. (cbe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Christian Mueller (1) 03.11.2017 17:13
    Highlight Highlight Ich dachte, Gebühren dürfen nicht höher sein als die Kosten für die Durchführung. Warum macht AI Gewinn?
  • Filzstift 03.11.2017 15:28
    Highlight Highlight Was im Artikel noch fehlt: AI-Nummern unter 20‘000 sind echte Innerrhödler, die darüber sind an Mietautos angebracht. So erkennt man auf einfache Weise Mietautos.
    • URSS 03.11.2017 18:17
      Highlight Highlight An den AI Fahrer erkennen wir Touristen.
      Langsam auf der linken Spur.
      2 Männer vorne und hinter den abgedunkelten Scheiben der Harem...
  • Therealmonti 03.11.2017 14:13
    Highlight Highlight Na und?
    • Pafeld 03.11.2017 17:51
      Highlight Highlight Doof nur, dass es Vorschrift ist, das Auto in dem Kanton zu registrieren, wo es normalerweise über Nacht steht. Und das wird wohl in Anbetracht der Bedeutsamkeit des Appenzells für den internationalen Tourismus nur selten der Fall sein.
  • stookie 03.11.2017 14:00
    Highlight Highlight Früher wars VD, jetzt AI, morgen vielleicht ZG?
    Meet the new boss, same as the old Boss...
  • sheimers 03.11.2017 13:57
    Highlight Highlight Wenn man die "skandalösen" 950'000 durch die 6.5 Angestellten Teilt, kommt man auf 146'000 pro Person. Zieht man davon Löhne, Sozialabgaben und Kosten für den Unterhalt der Büroräume incl. Informatik, Heizung, Telefon, Reinigung mit ein, bleibt nicht viel übrig. Ich glaube nicht, dass da das 1.9-Fache wieder hereingeholt wird. Da wurde vermutlich nur gerade der ausbezahlte Lohn eingerechnet.
    • Nguruh 03.11.2017 16:17
      Highlight Highlight Was ist das für eine Rechnung? Das wohl nur die Löhne eingerechnet wurden, da stimme ich zu. Um die Löhne zu berechnen rechne ich jedoch:

      954'000 Ertrag / 1.9-fache = 502'105 CHF Aufwand

      502'105 Aufwand / 6.5 ganze Stellen = 77'246 Lohnaufwand pro 100% Stellenpensum

      Wie gesagt, vermutlich ohne weitere Faktoren einzurechnen, da geb ich dir recht.
    • sheimers 03.11.2017 17:47
      Highlight Highlight @Nguruh: Bleiben noch ca. 450 Franken übrig, wieviel schätzt Du geht davon für die Arbeitgeberbeiträge von AHV/IV drauf, für die Immobilien, Reinigung, Kommunikation,... Da bleibt kaum was übrig. Auch wenn es noch 200'000 sind, das ist für ein Kantonsbudget Peanuts, daran bereichert sich der Kanton nicht übermässig wie der Titel impliziert.

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