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Gemäss den watson-Usern sprechen Schweizer schlecht Englisch, weil sie zu wenig Filme mit O-Ton schauen.<br data-editable="remove">
Gemäss den watson-Usern sprechen Schweizer schlecht Englisch, weil sie zu wenig Filme mit O-Ton schauen.
Bild: watson

Warum Schweizer nicht ordentlich Englisch sprechen können? Wegen der hiesigen TV- und Kino-Industrie – sagen die watson-User

Gemäss einer aktuellen Studie sprechen Schweizer schlechter Englisch als beispielsweise die Deutschen. Diese Meldung hat unter den watson-Usern eine rege Diskussion ausgelöst. Während die einen nach Gründen suchen, nehmen es die anderen mit Humor.
04.11.2015, 13:4204.11.2015, 13:50
User input
Der User schickt’s, wir bringen’s.

Schweizer sprechen schlechter Englisch als die Portugiesen, die Österreicher – und sogar die Deutschen. Diese Schlagzeile hält die watson-Leserschaft praktisch den gesamten Dienstag lang in Atem. Bis spät in den Abend diskutieren sie über Gründe und mögliche Ursachenbekämpfung.

User Fokuzx2 gibt der Studie recht. Auch er ist der Meinung, dass es hierzulande ein gewisses Defizit gibt:

«In der Schweiz denkt jeder, er kann Englisch. In der Tat ist es aber so, dass es sich bei sehr vielen katastrophal anhört.»

Leser Baba ist da anderer Meinung. Er vertritt den Standpunkt, dass die Deutschen trotzdem schlechter als die Schweizer sind. Das von der watson-Redaktion gelieferte Video-Listicle kommentiert er so:

«Bei allen Schweizer Beispielen hatte ich den Eindruck, dass sie wissen, was sie erzählen. Von Shaqiri war ich sogar positiv überrascht, vor allem, wenn man an die legendären ersten englischen Interviews von Lothar Matthäus denkt. Aber bei Herrn Oettinger habe ich das Gefühl, er hat keinen Plan, was er hier erzählt.»

 Passend zu seinem Kommentar liefert er dieses legendäre Video:

CDU-Politiker Günther Oettinger:

Und obwohl wir die Leser um lustige Inputs aus der Schweiz gebeten hatten, liefert ein weiterer User ein ulkiges Negativ-Beispiel aus Deutschland. Auch darüber freuen wir uns natürlich sehr!

CSU-Politiker Gerd Müller:

Ein paar andere Leser kommen unserem Aufruf nach und posten in den Kommentaren weitere höchst amüsante Videos von Schweizern, die sich mit dem Englischen etwas schwer tun.

Vielen Dank an User Broesmu für das Video von Springreiter Pius Schwizer:

User Vivle ist aufgefallen, dass wir Arno del Curto vergessen haben:

Und auch bei User Jones bedanken wir uns herzlich für den Input:

Auf der Suche nach den Gründen

Einem Grossteil der Leser ist jedoch nicht nach Scherzen zumute. Sie gehen lieber den Gründen auf die Spur. User Armando stellt fest:

«In der Schweiz ist eine zweite Landessprache wichtiger als Englisch. Also in der Deutschschweiz zuerst Französisch oder Italienisch, und erst dann Englisch.»

User King Julien kritisiert dies:

«Ist schon lange überfällig, dass Französisch abgeschafft wird in der Schule. Niemand braucht das heute. Lieber Englisch lernen und das besser gestern als heute.»

User Angelo C. sieht das genauso:

«Was wieder einmal nett veranschaulicht, wieso wir auf diese ‹politische Notwendigkeit› verzichten sollten, in den unteren Schulen zuerst französisch, und dann (irgendwann) die ungleich wichtigere und weltweit als Nummer eins geltende englische Sprache zu unterrichten.»

Das Problem mit den Synchron-Fassungen

Eine Argumentation, die gleich mehrmals in den knapp 100 Kommentaren angeführt wird, ist die Folgende:

«Diese Ranglisten werden regelmässig von den nordischen Ländern und den Niederlanden angeführt – alles Länder, in denen englischsprachige Filme und TV-Serien nicht kaputt-synchronisiert, sondern untertitelt werden. Die Schweiz sollte sich endlich vom deutschen Rockzipfel lösen und auch diesen Weg beschreiten», schreibt User Atomschlaf.

User Buebi pflichtet bei:

«Englisch lernt man tatsächlich beim Fernsehen, indem man den Film zuerst auf Englisch mit deutschem Untertitel schaut und dann nur noch im O-Ton. Hat bei mir gut geklappt.»

User Pana sieht das ähnlich:

«Ich spreche fliessend und beinahe akzentfrei englisch. Heutzutage hauptsächlich wegen der Arbeit. Aber richtig gelernt habe ich die Sprache auch dank Serien mit Untertiteln.»

Wir leben mit schlechten Beispielen

User Matrixx hat eine ganz andere Theorie auf Lager. Seiner Meinung nach bekommen wir die englische Sprache falsch vorgelebt:

«Wenn ich morgens in der Firma eintreffe und der Brite sagt ‹Hey. How you doin'?› frag ich mich, wer mir denn Englisch beibringen will/kann.»

User Buebi stimmt zu:

«Haahhaaa! Genau so läuft's! How are you today? = Howsit? Hey my friend, what would you like to do on this beautiful day? = Hey bro (oder mate, dawg, boy, dude etc.), what are ye up t'day?»

Nicht zuletzt müssen noch jene User zitiert werden, die die ganze Diskussion nutzen, um ein paar sprachliche Eigenkreationen zum Besten zu geben.:

«Now we have the salad.»
User Paxx.
«That punches me out of the socks, I never thinked that our english is so under all pig.»
User Mind7eS
«This goes on no cow skin.»
User Netshark

User Gottfrird Stutz hat daran grosse Freude: 

«Wenn alle watson-Leser noch weitere direkte Übersetzungen liefern, dann besteht die echte Chance, ein weiteres ‹English for runaways› zu drucken. Danke allen, dass ich mich dermassen amüsieren durfte. Einfach köstlich.»

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