Schweiz
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Wer selbst keine Zeit für Ferien hat, für den haben wir hier ein Symbolfamilienferienstrandbild. Bild: Shutterstock

Kaum ein Land hat weniger als die Schweiz – der grosse Sommerferien-Report

Die Schulferien machen wieder tausende Schweizer Schüler glücklich. Bezüglich der Ferienlänge gibt es allerdings grosse Unterschiede. Und im internationalen Vergleich haben wir nichts zu lachen.



Jetzt startet die schönste Zeit im Jahr. Zumindest für alle Schülerinnen und Schüler der Schweiz. Denn nie im Jahr gibt es länger Ferien am Stück als in den Sommermonaten. Wie lange, das hängt allerdings sehr davon ab, in welcher Gemeinde die Schüler zur Schule gehen.

Diese fünf Grafiken zeigen, dass die Ferien nicht ganz so fair verteilt sind.

Sommerferien in der Schweiz

Für die Festlegung der Schulferien sind in der Schweiz die Kantone und Gemeinden zuständig. Daher gibt es grosse Unterschiede. Wir zeigen hier Durchschnittswerte pro Kanton. Die tatsächlichen Ferien können teilweise in einigen Gemeinden von diesem Wert abweichen.

Ferien Schweiz

Durchschnittliche Sommerferien pro Kanton in der Schweiz. In Nidwalden ändern die Ferien nach dem Übertritt von der Volks- zur Mittelschule. Quellen: schweizerische konferenz der kantonalen erziehungsdirektoren (edk), sowie informationsseiten diverser kantone und gemeinden. bild: watson

Sonderfall Graubünden: Besonders im Kanton Graubünden sind die Unterschiede riesig und reichen von fünf Wochen bis zu deren zehn in weiten Teilen des Misoxs. Grund dafür sind historische Bedürfnisse (Tourismus, Klima, Landwirtschaft, Traditionen, etc.).

Hier gibt's nur vier Wochen Ferien: Fünf Wochen Sommerferien sind in der Schweiz üblich – aber nicht für alle Schweizer Kinder. Einige Gemeinden geben nur vier Wochen schulfrei, so etwa im aargauischen Lenzburg, Staufen, Schafisheim oder Ammerswil.

Wann die Sommerferien sind

Auch hier gibt es grosse Unterschiede. Während die Tessiner schon Mitte Juni in die Ferien düsen, warten die Zürcher rund einen Monat länger. 

Ferien Schweiz Sommer

Für die Kantone mit unterschiedlich langen Sommerferien haben wir die am weitesten verbreitete Zeitspanne gewählt. quellen: schweizerische konferenz der kantonalen erziehungsdirektoren (edk), sowie informationsseiten diverser kantone und gemeinden. bild: watson

Anzahl Ferienwochen im Jahr

Die Tessiner müssen zwar bei den Sport-, Frühlings- und Herbstferien mit einer Woche auskommen, da sie aber über Weihnachten zwei Wochen schulfrei haben, kommen sie auf sagenhafte 16 Wochen Ferien. 

Während die meisten Kantone ihren Schülern schon länger 13 Wochen Ferien gewähren, mussten die Thurgauer Kinder lange mit 12 Wochen auskommen. Jetzt haben auch sie fix zwei Wochen Weihnachtsferien und kommen so auf 13 Wochen total.

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Quellen: schweizerische konferenz der kantonalen erziehungsdirektoren (edk), sowie informationsseiten diverser kantone und gemeinden. bild: watson

Sommerferien in Europa

Im Vergleich zu den meisten Staaten Europas fangen die Sommerferien in der Schweiz nicht nur spät an, sie enden auch früh. 

Allerdings gilt auch hier: Die Angaben sind Durchschnittswerte und können je nach Region variieren. 

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Sommerferien in Europa (Durchschnittswerte). Quelle: «The organisation of school time in Europe» der EU-Behörde EACEA, bild: watson

Anzahl Ferienwochen im Sommer

Bei der Dauer der Sommerferien in Europa bildet die Schweiz zusammen mit Deutschland, Dänemark und Grossbritannien das Schlusslicht.

Auch hier gilt: Angegeben sind Durchschnittswerte. 

Europakarte: Wer hat wie lange Ferien?

quelle: «the organisation of school time in europe» der eu-behörde eacea, bild: watson

Quellen und Daten

Die Daten zu den Schweizer Schulferien stammen von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), sowie Informationsseiten von diversen Kantonen und Gemeinden. Die Angaben Europas aus «The organisation of school time in Europe» der EU-Behörde EACEA.
Die drei Grafiken aus der Schweiz haben wir aus einem früheren Artikel angepasst.

Wann war es in den letzten 15 Jahren in der Schweiz schön?

Das Beste nach den Ferien? Unsere Ferienfotos

Unser Bernet reist zwar gerne, aber er freut sich dort nicht über jede Bekanntschaft:

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • KXXY 13.07.2018 15:05
    Highlight Highlight Hier noch die Fakten ...
    Benutzer Bild
    • Reto Fehr 13.07.2018 15:24
      Highlight Highlight Wie der Titel schon sagt: Es geht bei uns im internationalen Vergleich um die Sommerferien, nicht die Anzahl Ferientage pro Jahr.
    • KXXY 13.07.2018 15:47
      Highlight Highlight Suggestivartikel - du siehst anhand der Kommentare, die Leser haben es falsch verstanden, und das war von Watson beabsichtigt, denn Emotionen generieren Klicks.

      Heikle Gratwanderung zwischen journalistischer Ehre und dem Chef im Nacken ...
    • Reto Fehr 13.07.2018 16:42
      Highlight Highlight Grundsätzlich schwierig aufgrund weniger Kommentare auf die gesamten User zu schliessen. Aber wenn du trotzdem willst: Ich lese mehr Kommentare, die diesen Jahresvergleich wünschen, als solche, welche Sommerferien mit Jahresferien verwechseln.

      Es ist wie immer: Lesen hilft. Und glaub mir: Titel zu machen, welche alle User gleich verstehen, wird sehr schwierig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 13.07.2018 14:29
    Highlight Highlight Dafür hat es bei uns ca 3 wochen herbstferien. Hat sonst fast niemand. Ist eh besser zum verreisen. Günstigere preise und nicht alles überloffen.
  • El Vals del Obrero 13.07.2018 13:27
    Highlight Highlight Wie lange die Sommerferien im Vergleich zu der Gesamtzahl an Ferienwochen sind, hängt sicher auch davon ob, wie viel Wintersport im Land betrieben wird.

    Von dem her wäre es logisch, dass die Sommerferien im Vergleich zu anderen Ländern eher weniger lang sind. Dafür gibt im Winterhalbjahr etwas mehr Ferien.
  • Tomtom64 13.07.2018 12:00
    Highlight Highlight Interessant ist doch eigentlich nur wie viele Ferienwochen die Schüler im Jahr haben. Ich fand es immer sehr gut nach maximal 2.5 Monaten Unterricht wieder eine Pause von mindestens zwei Wochen zu haben.
    Auch als Elternteil schätze ich es jetzt mit meiner Familie zu verschiedenen Jahreszeiten in die Ferien fahren zu können. Einzig stört mich in einem Kanton zu wohnen, wo sich Ski- und Osterferien nach den kirchlichen Feiertagen richten.
    • Aglaya 13.07.2018 12:26
      Highlight Highlight Osterferien richten sich zwingend nach Ostern, sonst wäre ja der Name falsch...
    • Nelson Muntz 13.07.2018 12:58
      Highlight Highlight OSTER-Ferien werden sich, wie komischerweise auch Weinachtsferien, wohl zwangsläufig immer an einen kirchlichen Feiertag orientieren. Aber warum ist das wohl so? 🤔🤔
    • Tomtom64 13.07.2018 14:34
      Highlight Highlight Korrekterweise hätte ich Frühlingsferien schreiben müssen. Passiert halt wenn man statt Frühlingsferien Osterferien hat.

      Schön wäre einfach, sie wären wie die anderen Ferien immer in denselben Kalenderwochen, da das die Anmietung von Feriendomizilen erleichtert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.07.2018 11:46
    Highlight Highlight Spannend fänd ich auch noch einen europäischen Vergleich aller Ferienwochen, es kann ja auch sein, dass andere Länder neben den Sommerferien kaum Ferien haben.
  • nukular 13.07.2018 11:19
    Highlight Highlight Naja österteich ist ein gutes beispiel... 8wochen sommerferien und danach fast nix mehr...eltern die ihre kinder dann in die kita stecken müssen, weil die ja arbeiten müssen.... Und sogar die lehrer finden die sommerferien zu lang...
  • DanielaK 13.07.2018 10:56
    Highlight Highlight Mich würde der Vergleich mit den Jahresferien noch interessieren. Ich finde es erholsamer immer mal wieder eine Pause zu haben dafür nicht ewig lange Sommerferien. Als ich aus der Schule kam hatte ich nach den Prüfungen 9Wochen frei bis Lehrbeginn. Mir war langweilig. Ok, ich konnte es auch kaum erwarten die Lehre anzufangen...
  • What’s Up, Doc? 13.07.2018 10:40
    Highlight Highlight Bericht von Heute aus der Printausgabe der Südostschweiz welche genau das gleiche Thema behandelt, äusserst interessanter Artikel.
    Benutzer Bild
    • Reto Fehr 13.07.2018 10:55
      Highlight Highlight Den gibt's auch leserfreundlicher Online bei den Kollegen der Aargauer Zeitung: https://www.aargauerzeitung.ch/leben/der-ferieneffekt-waehrend-des-langen-sommers-vergessen-viele-kinder-ihren-schulstoff-132802504
    • What’s Up, Doc? 13.07.2018 11:13
      Highlight Highlight Scheint ja heute das Thema bei den Medien, Print wie Digital, zu sein. 😊 Danke für den Link zur digitalen Version, war nicht meine Absicht das Foto des Artikels lesbar hochzuladen. War als Hinweis gedacht ✌
    • What’s Up, Doc? 13.07.2018 12:37
      Highlight Highlight Hey meine lieben Blitzerfreunde, könnt ihr mir einmal sagen was es genau zu blitzen gibt? Geht es darum dass der Artikel aus einer anderen Zeitung ist? Gefällt euch mein Alias nicht? Gefällt euch Pulp Fiction nicht? Mögt ihr John Joseph Travolta nicht? Wenn ihr nicht antwortet gehe ich davon aus dass ihr einfach gerne trollt, geht das für euch in Ordnung? 😉✌
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zwerg Zwack 13.07.2018 10:03
    Highlight Highlight Dass der Thurgau nur 12 Wochen Ferien pro Jahr hat, stimmt nicht (mehr). Seit 2015 haben Schüler im ganzen Kanton auch 13 Wochen Ferien.

    https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/frauenfeld-munchwilen/zwei-jokertage-fuer-thurgauer-schulkinder-ld.774618
    • Reto Fehr 13.07.2018 10:38
      Highlight Highlight Stimmt, da fehlte eine Woche. Gemäss dem Amt für Volksschule allerdings erst seit 2017. Ist angepasst, merci.
  • Pafeld 13.07.2018 09:49
    Highlight Highlight Die Schweizer glauben ja noch immer, dass wir unseren Wohlstand ganz alleine unserem "Fleiss" zu verdanken haben, während wir uns gleichzeitig in Burnouts und Depressionen schuften. Die Abwesenheit einer Work-Life-Balance ist ganz sicher kein erstrebenswerter Zustand.
    • derlange 13.07.2018 10:43
      Highlight Highlight Woher dann, wenn nicht durch Arbeit und Fleiss ?
    • Blutgrätscher 13.07.2018 11:58
      Highlight Highlight @derlange
      Schwarzgeld, Raubgold, Tourismuslandschaft, das Anlocken von Rohstofffirmen, politische Neutralität, Arbeit und Fleiss.
    • Silent_Revolution 13.07.2018 12:11
      Highlight Highlight derlange

      Auch wenn die Industrialisierung im 19. Jhd das Fundament für den heutigen Wohlstand gelegt hat, ging es erst nach dem zweiten Weltkrieg wirklich bergauf.

      Durch Rohstoffausbeutung (Die mit Abstand umsatzstärksten 7 Schweizer Unternehmen sind im Rohstoff"handel" tätig), Bankengeschäfte, Steuerfluchtort für ausländische Machthaber, Superreiche und Konzerne.

      Wenn Fleiss und Arbeit Wohlstand erzeugen würden, dann wäre Nordkorea einer der reichsten Staaten weltweit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 13.07.2018 09:46
    Highlight Highlight Interessant sind die Länder mit hoher Anzahl Ferienwoche bei gleichzeitig guten Leistungen der Kinder.
  • Ohniznachtisbett 13.07.2018 09:44
    Highlight Highlight Interessant: Die wirtschaftlich wirklich starken Regionen in Westeuropa (GB, Benelux, DACH-Region, Norwegen), sowie mit die erfolgreichsten im Osten (SK und CZ) haben vergleichsweise wenig Schulferien. Einzige Ausnahme bilden Schweden und Finnland. Aber insbesondere Schweden bildet irgendwie immer die Ausnahme (im positiven Sinn gemeint)! Aber das hat natürlich wie immer alles keinen Zusammenhang. Sooo und jetzt blitzt schön ;)

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