Schweiz
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Bronzeplastik im Berner Jura gefunden

Diese Hand fanden zwei Privatpersonen im Oktober 2017. bild: Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner

Spektakulärer Fund im Berner Jura: Die wohl älteste Bronzehand der Welt



Ihr fehlen ein paar Finger, dafür glänzt am Handgelenk ein goldenes Armband: Im Berner Jura wurde die wohl älteste Bronzeplastik Europas gefunden. Und – Archäologen zufolge – die weltweit älteste Bronzeplastik in Form eines menschlichen Körperteils. 

Das gab die Erziehungsdirektion des Kantons Bern bekannt. Zwei Privatpersonen hatten die Hand bereits Anfang Oktober vergangenen Jahres bei Prêles in der Gemeinde Plateau de Diesse entdeckt – zusammen mit einem bronzenen Dolch und einer menschlichen Rippe. Sie gaben den Fund beim archäologischen Dienst in Bern ab. 

Bronzeexperte Stefan Hochuli sagt: 

Alter: 3500 Jahre, Funktion: unbekannt

Der pflanzliche Klebstoff, mit dem das Armband am Handgelenk befestigt wurde, gab den entscheidenden Hinweis: Der Fund stammt aus der Zeit von 1500 bis 1400 vor Christus. Die gefundene Rippe sei etwa 100 Jahre jünger.

Bei Nachgrabungen am Fundort der Hand stiessen die Archäologen auf eine Grabstätte. Dort fanden sie weiteren Bronzeschmuck und die Knochen eines erwachsenen Mannes. Es gibt aber auch Hinweise, dass zwischen dem Fund und der Nachgrabung am Fundort Löcher ausgehoben und wahrscheinlich Gegenstände entnommen wurden. Ein Strafverfahren läuft.

Wer war der Begrabene? 

Welche Funktion die Hand gehabt haben könnte, wissen die Experten noch nicht. Sie vermuten, sie könne Teil eines Zepters oder einer Statue gewesen sein. Das goldene Armband deute jedenfalls auf ein Machtsymbol hin. Die Archäologen gehen davon aus, dass es sich bei dem auf dem Tessenberg über dem Bielersee bestatteten Mann um eine hochgestellte Persönlichkeit handelte. Nun arbeiten die Wissenschaftler daran, den Funden weitere Geheimnisse zu entlocken.

Die Hand von Prêles kann bis am 14. Oktober 2018 im Neuen Museum Biel besichtigt werden.

(tam)

Seltener Fund auf Schloss Burgdorf

abspielen

Video: srf/SDA SRF

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mutzli 18.09.2018 19:18
    Highlight Highlight Ein wirklich toller Fund, der auch hoffentlich das Wissen darüber fördert, dass wir auch in der Schweiz wirklich einmalige und interessante Hinterlassenschaften haben. Auch wenn sie nicht so spektakulär und einfach zu finden sind wie die Pyramiden.

    Was hier allerdings leider auch erwähnt werden sollte: Wie bereits angetönt im Artikel ist auch hierzulande die Raubgräberei ein massives Problem. Wenn so ein Fund aus dem Kontext gerissen wird, wird er praktisch wertlos. Alle Funde gehören der gesamten CH-Bevölkerung und müssen den Archäo. Diensten übergeben werden.
  • Devilduck 18.09.2018 14:18
    Highlight Highlight Ach was! Schon mal was von Götz von Berlichingen (der Ritter mit der eisernen Hand) gehört? Gut, der lebte etwas später. Ist aber spätesten (und dank Goethe) mit dem Ausspruch: "Er kann mich im Arsche lecken!" unsterblich geworden. Ein wüster Geselle (Raubritter) war das!
  • Piwi 18.09.2018 11:32
    Highlight Highlight Infinity Gauntlet!
  • offspring 18.09.2018 10:49
    Highlight Highlight Oh, Jamie Lannister hat seine Hand verloren.
  • Frausowieso 18.09.2018 10:44
    Highlight Highlight Die Hand gehörte Jaime. Das sollte man wissen.
    • Sarkasmusdetektor 19.09.2018 14:01
      Highlight Highlight Bronze für einen Lannister? Für diese Beleidigung hättest du in Westeros nicht lange überlebt.
  • Anded 18.09.2018 10:25
    Highlight Highlight Da freut sich Jamie Lannister sicher, dass seine Hand wieder aufgetaucht ist.
    Benutzer Bildabspielen
    • Cmo 18.09.2018 12:12
      Highlight Highlight Sorry, aber wer ist das? Resp. wieso kennt ihr den alle?
    • DeineMudda 18.09.2018 12:20
      Highlight Highlight @Cmo das ist Jamie Lannister, auch bekannt als Kingslayer ;), eine Figur aus Game of Thrones. Wenn du die Serie nicht schaust wirst du ihn auch nicht kennen vermute ich mal
    • Charlie B. 18.09.2018 12:29
      Highlight Highlight @Cmo: sorry, aber das ist Allgemeinwissen.
    Weitere Antworten anzeigen

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