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ZUR GENEHMIGUNG DES SCHALLSCHUTZKONPETS DES FLUGHAFENS ZUERICH STELLEN WIR IHNEN AM FREITAG, 6. DEZEMBER 2013 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein Airbus der Fluggesellschaft Swiss im Landeanflug auf Zuerich, am Montag, 5. Dezember 2011. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Ein Swiss-Airbus auf dem Landeanflug in Zürich.
Bild: KEYSTONE

Über 60'000 Menschen werden in Zürich vom Fluglärm geplagt – das sind so viele wie noch nie



Die Zahl der von Fluglärm geplagten Menschen um den Flughafen Zürich ist erneut gestiegen. Gemäss dem neusten Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) waren im letzten Jahr 61'381 Personen betroffen. Der Richtwert von 47'000 Personen wurde damit um fast 30 Prozent überschritten.

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh musste am Freitag bei ihrer ersten Präsentation des regierungsrätlichen Flughafenberichts vor den Medien den höchsten ZFI-Wert seit dessen Einführung im Jahre 2007 verkünden. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl lärmgeplagter Personen um 4258 zu. Das entspricht gegenüber 2013 einer Zunahme um 7 Prozent.

Die Zahl der in der Nacht im Schlaf gestörten Personen nahm um 16 Prozent und der am Tag stark belästigten Personen um 2 Prozent zu. Ohne Schalldämmlüftungen an Liegenschaften wäre die Zahl der von Fluglärm stark belästigten Personen gar auf 62'551 gestiegen.

Der Flugbetrieb in der Nacht hat zu einer Zunahme des ZFI um weitere 6 Prozent geführt, wie aus dem Bericht hervorgeht. Dazu beigetragen hätten die Zunahme der nächtlichen Flugbewegungen sowie die ungünstige Routenbelegung.

Hauptgrund für das Wachstum beim ZFI ist aber nicht primär der Flughafen selber, sondern das Bevölkerungswachstum. Das Dilemma besteht darin, dass die Bevölkerung vor allem dort wächst, wo das kantonale Raumordnungskonzept es vorsieht – in den mit öffentlichem Verkehr bestens erschlossenen Gebieten südlich und westlich des Flughafens.

Erwünschte Entwicklung hat ihren Preis

In diesen teilweise dicht besiedelten Gebieten steige die Zahl der vom Fluglärm Betroffenen aufgrund einer erwünschten Entwicklung selbst bei gleichbleibender Fluglärmbelastung an, heisst es im Bericht. Dieser Anstieg liesse sich höchstens aufhalten, wenn die An- und Abflüge vermehrt über weniger dicht besiedeltes Gebiet geführt werden könnten.

Eine Verbesserung der Lärmsituation erhofft sich der Kanton Zürich von der Einführung neuer Triebwerktechnologien und dem Kauf neuer Langstreckenflugzeuge durch die Swiss. Bezogen auf den ZFI werde der Fortschritt im technischen Bereich jedoch das weiterhin starke Bevölkerungswachstum kaum kompensieren können.

Der 2007 eingeführte ZFI sieht vor, dass höchstens 47'000 Personen durch Fluglärm stark gestört werden dürfen. Bis jetzt wurde dieser Richtwert jedoch nur 2009 eingehalten. Danach stieg der Wert bis 2012 kontinuierlich an. Lediglich 2013 gab es einen leichten Rückgang von 3 Prozent. (sda)

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