Schweiz
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Ruler, triangle and water cloth underneath the blackboard in a classroom of the primary school, pictured during the summer break on August 16, 2010, at the schoolhouse

Wandtafel, Geo-Dreieck, W-Lan: In immer mehr Schweizer Schulzimmern gehört drahtloses Internet zur Grundausstattung. Bild: KEYSTONE

Sorgt bei Politikern für Kopfweh: Zürich will Zahl der Schulen mit WLAN verdoppeln  



Die Stadt Zürich macht vorwärts in Sachen drahtlosem Internet und rüstet Schulen und Kindergärten damit aus. Das kommt nicht bei allen guten an. Bereits jetzt hat die Hälfte der Schulhäuser einen WLAN-Anschluss, bis 2017 soll die Zahl der WLAN-Sender an den Schulen auf 2000 verdoppelt werden, wie der Tages-Anzeiger schreibt. 

Dass die Sender nicht ausgeschaltet werden können, passt vielen nicht. Die grüne Zürcher Gemeinderätin Karin Rykart Sutter, sagt gegenüber der Zeitung: «Das Schul- und Sportdepartement nimmt die Auswirkungen von WLAN-Sendern in den Schulzimmern nicht ernst.» Dass die Sender nicht ausgeschaltet werden können, sei nicht tolerierbar. Wenn Kindergarten- und Primarschulkinder ständig den Strahlen ausgesetzt seien, «nehmen wir negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder in Kauf».

Konzentrationsstörungen wegen Funkstrahlung

Und Yvonne Gilli, Ärztin und Grüne-Nationalrätin aus Wil SG, sagt im «Tages-Anzeiger»: «Die Hinweise verdichten sich», dass Funkstrahlung gesundheitsschädlich sei. Immer wieder würden Menschen plausibel über WLAN-Unverträglichkeit berichten. Symptome seien zum Beispiel Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder übermässige Müdigkeit. Diese Beschwerden seien just für die Leistungsfähigkeit in der Schule relevant, so Gilli. 

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hält in seinen Richtlinien im Umgang mit WLAN fest, dass die Langzeitauswirkungen ungenügend erforscht seien, und empfiehlt, die Sender bei Nichtgebrauch auszuschalten. Das Zürcher Schul- und Sportdepartement spricht von einem risikoarmen Einsatz von drahtlosen Netzwerken. Die Vorgaben des BAG würden konsequent umgesetzt. Es gebe lediglich vereinzelt kritische Fragen von Lehrern und Eltern zum Thema. (feb)

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MaxM 12.03.2015 12:01
    Highlight Highlight Ok! Ich kenne das Problem auch. Immer wenn ich konzentriert arbeiten muss, beeinträchtigt die Handystrahlung meine Konzentration: Immer wieder muss ich mein Handy in den Hand nehmen und kann so gar nicht arbeiten. Und wenn ich bis um 1-2 vorm Computer sitze und um 6 dann aufstehen muss, dann ist sicherlich mein WLAN-Router und Swisscom daran schuld.
  • Colonel FLW 12.03.2015 10:43
    Highlight Highlight Typischer Profilierungssucht von gewissen Politikern, die ansonsten auch nichts Massgebendes beizutragen haben...
  • smoe 12.03.2015 10:10
    Highlight Highlight Kein Wunder, findet diese Yvonne Gilli WLAN-Unverträglichkeit plausibel. Bietet sie doch auf ihrer Webseite auch ihr Fachwissen in Homöopathie an.

    Man findet ja bekanntlich zu jedem Thema, egal welches, immer einen Experten oder ein Expertin, die das ganz ungeheuerlich gefährlich findet …
  • MaxM 12.03.2015 09:02
    Highlight Highlight Wie wäre es dann mit Schulhäuser unter der Erde? Da gibt es evtl. noch weniger Strahlung?
    • Hans Jürg 12.03.2015 13:30
      Highlight Highlight Erdstrahlen...
    • MaxM 12.03.2015 14:42
      Highlight Highlight Irgendetwas findet man immer...
  • Randen 12.03.2015 09:00
    Highlight Highlight Die Strahlung wird weniger je besser der Empfang. Wer von der Strahlung krank wird kann globuli nehmen. Solche Menschen reagieren sehr gut auf diese Mittel.
  • blueberry muffin 12.03.2015 08:59
    Highlight Highlight Ach, wenn die die Hochstromleitungen, Handysignale, Elektrosmog, Wasserlinien und den ganzen anderen Quatsch den sich "Hypersensible" Menschen ausdenken, ueberleben, geht auch WLAN.

    Die Frage waere wohl eher.. warum brauchen Kindergaertner WLAN?
  • Durtydawg 12.03.2015 08:52
    Highlight Highlight In jeder Wohnsiedlung ist man unzähligen Wlan-Netzwerken ausgesetzt, verstehe das Problem nicht.
  • made 12.03.2015 08:25
    Highlight Highlight Auch wenn ich selbst nicht an eine Beinflussung des Geistes durch Elektromagnetische Strahlung glaube, hat die Besorgnis dazu eine daseinsberechtigung. Und zwar solange bis dies wieder- oder belegt werden kann, dass dem (nicht) so ist.

    Es gibt Menschen die glauben daran und jene die nicht daran glauben.
    • blueberry muffin 12.03.2015 11:42
      Highlight Highlight Gibt tatsaechlich genuegend Studien die das Wiederlegen. Zum Beispiel gab es seit der Verbreitung von Handies in den 90er kein Anstieg an Hirntumoren, was ja immer wieder befuerchtet wird.
    • MaxM 12.03.2015 11:56
      Highlight Highlight Also wenn man überall einen Unbedenklichkeitsnachweis verlangen würde, dann haben wir irgendwann gar keinen Fortschritt mehr.
  • PewPewPew 12.03.2015 08:13
    Highlight Highlight Ach, deshalb waren meine Noten an der ETH letztes Jahr so schlecht. Ich werde dann mal Beschwerde einreichen, danke für das Argument.
    • MaxM 12.03.2015 11:55
      Highlight Highlight Dann kannst Du noch von der ETH (als Anlagebetreiberin) noch einen Schadenersatz wegen Beeinträchtigung der Karriere verlangen.
  • MasterPain 12.03.2015 08:03
    Highlight Highlight Und bald kommt ein findiger Geschäftsmann und verkauft den Schulen Globuli gegen WLAN Strahlung.
    • Bowell 12.03.2015 08:17
      Highlight Highlight Habe gehört, dass man die Wellen auch einfach zurückpendeln kann.
    • Hans Jürg 12.03.2015 09:16
      Highlight Highlight Eigentlich erstaunlich. Globuli sind Kugeln. Im Wektbild vieler dieser Anhänger ist die Erde aber offensichtlich eine Scheibe...

    • MasterPain 12.03.2015 09:47
      Highlight Highlight Oder Alufolien Hüte!
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  • Züri_ole 12.03.2015 07:42
    Highlight Highlight In anderen Schulhäusern (Berufsschulen) ist das schon lägst normal. Wo liegt das Problem?
    • rapt0r 12.03.2015 08:31
      Highlight Highlight Ja auch an jeder Uni ist das bereits der Fall. Aber es geht wahrscheinlich darum, dass sich das Gehirn bei Kindern im Kindergarten und in der Grundschule noch in Entwicklung befindet.

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