Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Un coursier a velo de la societe Uber Eats entrain de livrer des repas a domicile, photographie, ce samedi 26 janvier 2019 a Geneve. La livraison de repas par Uber Eats couvre la ville de Geneve et ses environs et est assuree par un service effectue a velo ou a moto. D'autres villes devraient suivre au cours de l'annee. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Wer bei Uber Eats wirklich Geld verdienen will, muss fit und schnell sein. Bild: KEYSTONE

Uber Eats und seine umstrittenen Arbeitsbedingungen: 9 Dinge, die du darüber wissen musst

Uber Eats gerät in Kritik, weil die Firma ihre Kuriere als Selbstständige anheuert und dadurch keine Sozialleistungen bezahlen muss. Die rechtliche Situation ist noch immer ungeklärt. Alles was du dazu wissen musst – in 9 Punkten.



Wo gibt es überall Uber Eats?

Gestartet hat Uber Eats in Genf. Mittlerweile gibt es den Essenslieferdienst auch in Zürich, Basel, Lausanne, Montreux, Vevey, Nyon, Morges, Renens und Crissier. Auf Anfrage sagt Uber, dass die Regionen um die bisherigen Städte noch weiter ausgebaut werden. Neue grössere Städte seien in Planung aber noch sei nichts spruchreif.

Wie viele Restaurants machen mit?

Über 600 Restaurants sind auf der Uber-Eats-Webseite registriert. Gemäss Uber kämen laufend neue dazu, das Interesse sei gross.

Wie viele Fahrer hat Uber Eats?

Aktuell sind in Zürich jede Woche mehr als 100 Kuriere aktiv. Wie viele Kuriere schweizweit im Einsatz sind, kann Uber Eats nicht sagen.

Wer sind die Fahrer?

Eine Statistik über die Fahrer führe Uber Eats nicht, sagt Sprecherin Luisa Elster. Doch erfahrungsgemäss seien es mehrheitlich junge Männer, die sich mit dem Nebenjob als Uber-Eats-Kurier etwas dazuverdienen wollen. Dass es unter den Kurieren viele mit Migrationshintergrund habe, verneint sie nicht. Es sei ein guter Einstieg ins Berufsleben und eine Chance in der Schweizer Arbeitswelt Fuss zu fassen.

Die Zahlen von Uber Eats zeigen, dass die meisten das Kurieren nur als Teilzeitarbeit verüben. 40 Prozent der Kuriere nutzen die Uber App weniger als fünf Stunden pro Woche. 75 Prozent der Kuriere nutzen die App weniger als 15 Stunden pro Woche. Die durchschnittliche Aktivität beträgt ungefähr 13 Stunden pro Woche.

Un coursier a velo de la societe Uber Eats entrain de livrer des repas a domicile, photographie, ce samedi 26 janvier 2019 a Geneve. La livraison de repas par Uber Eats couvre la ville de Geneve et ses environs et est assuree par un service effectue a velo ou a moto. D'autres villes devraient suivre au cours de l'annee. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Die meisten Fahrer seien schlecht ausgerüstet und nicht genug fit, um pro Einsatz genug Geld zu verdienen. Bild: KEYSTONE

Wie viel verdient ein Kurier?

Die Verdienste der Kuriere sind variabel und hängen von der Anzahl der gelieferten Bestellungen und den zurückgelegten Strecken ab. Für jede Abholung bekommen sie 4 Franken und pro Kilometer 1.50 Franken. Zudem erhalten sie 1.50 Franken für jede Ablieferung.

Uber weist darauf hin, dass es an bestimmten Zeitpunkten spezielle Prämien und Vergütungssysteme gibt. Gemäss Uber soll der durchschnittliche Verdienst während Essenszeiten bei rund 21 Franken pro Stunde liegen.

Was sagt ein Uber-Eats-Fahrer über seinen Job?

Philip Fleischmann arbeitet Ende Juli gelegentlich als Kurier bei Uber Eats. Gegenüber watson legt er seinen Lohn offen: «Es ist gut möglich, pro Stunde 25 bis 30 Franken zu verdienen», sagt er. Doch dies hänge stark von der Fitness der Fahrer und vom Wetter, dem Wochentag und der Tageszeit ab. Bei schlechtem Wetter schreibe Uber Eats zudem einen Regenbonus aus. «Wenn man dann während drei Stunden aktiv ist und eine gewisse Anzahl Anträge erledigt, erhält man zusätzlich insgesamt 24 Franken», berichtet Fleischmann.

«Es ist gut möglich, pro Stunde 25 bis 30 Franken zu verdienen.»

Philip Fleischmann, Uber-Eats-Kurier

Er selber arbeite hauptsächlich bei anderen Kurierunternehmen und sei entsprechend schnell und gut orientiert unterwegs. «Viele der Fahrer sind jedoch schlecht ausgerüstet, kennen sich nicht gut in Zürich aus und sind nicht so fit.» Für diese sei es schwieriger, gutes Geld mit Uber Eats zu verdienen.

«Viele der Fahrer sind schlecht ausgerüstet, kennen sich nicht gut in Zürich aus und sind nicht so fit.»

Philip Fleischmann, Uber-Eats-Kurier

Ausserdem gäbe es ein Ratingsystem, bei dem die Kunden die Fahrer bewerten könnten. «Ich vermute, dass die langsameren Fahrer schlechter bewertet werden und dadurch auch weniger Aufträge von Uber Eats angeboten bekommen», sagt Fleischmann. Er habe sich mit anderen Fahrern ausgetauscht, die sich darüber beschwert hätten, auch zu guten Tageszeiten wenig Aufträge zu bekommen. «Ich hatte nie Probleme und konnte immer viele Aufträge ausführen», sagt er.

Doch der Selbsttest von der SRF-Sendung Kassensturz zeigt ein anderes Bild: Die Journalistin verdiente in drei Stunden rund 35 Franken. Auch andere Kuriere, die in der Sendung zu Wort kommen, sagten, dass sie durchschnittlich 10 Franken pro Stunde verdienen. Dabei handelt es sich um Brutto-Beträge. Sozialleistungen, welche sie selber bezahlen müssen, sind noch nicht abgezogen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Wer als Uber-Eats-Lieferfahrer arbeitet, ist nur ein «Partner» und gilt bei Uber als Selbstständiger. Dieses System beruht darauf, dass Uber seine Fahrer nicht als Angestellte anerkennt, sie nicht gegen Unfälle und krankheitsbedingten Lohnausfall versichert und keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlt.

Die Frage, ob man als Uber Eats Kurierfahrer selbständig oder angestellt ist, ist noch hängig vor Gericht.

Uber Eats bietet den Fahrern lediglich eine gratis Unfallversicherung an. Diese Versicherung deckt jedoch nur ein Minimum und ist nicht vergleichbar mit der obligatorischen Arbeitgeber-Unfallversicherung.

Das Problem: Grundsätzlich kann man als Uber-Eats-Angestellte nicht selbstständig sein. Denn weder die SUVA noch die AHV haben das bisher akzeptiert. Die Frage, ob man als Uber-Eats-Fahrer selbstständig oder angestellt ist, ist noch hängig vor Gericht.

Wie sieht die rechtliche Situation aus?

Grundsätzlich kann das Arbeitsverhältnis rechtlich angefochten werden. Es muss dann überprüft werden, ob es sich bei den Uber-Eats-Fahrer wirklich um Selbstständige handelt. Im Mai 2019 hat das Arbeitsgericht einem ehemaligen Uber-Kurier Recht gegeben. Das Gericht anerkannte ihn als Angestellten von Uber und nicht als Selbstständigen. Das bedeutet, dass die betroffenen Fahrer durch das Arbeitsrecht geschützt sind und der Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig ist. In Genf hat die Regierung Uber Eats verboten. Dies hat die Firma angefochten, der Fall ist noch hängig.

Was wird kritisiert?

Primär wird kritisiert, dass Uber die Fahrer als Selbstständige deklariert und so die Sozialleistungsbeiträge auf die Arbeitnehmer abwälzt. Wegen dieses Beschäftigungstyps würden den Schweizer Sozialversicherungen Millionen entgehen, sagt die Gewerkschaft Unia. Sie schätzt, dass beispielsweise Uber den verschiedenen Sozialversicherungen jährlich rund 20 Millionen Franken an Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen «schuldet». Für die sechs Jahre, die Uber in der Schweiz aktiv ist, summiere sich dieser Betrag auf deutlich über 100 Millionen Franken. Seit dem Start von Uber in der Schweiz 2013 hätte Uber laut Unia zudem seine Fahrer um bis zu einer halben Milliarde Franken «betrogen».

«Uber Eats legt die Preise fest und wir haben kein Mitspracherecht. Wir sind abhängig von Uber Eats und sie nicht von uns.»

Philip Fleischmann, Uber-Eats-Kurier

Auch der Zürcher Uber-Eats-Fahrer Philip Fleischmann kritisiert den Status «selbstständig». «Wir können die Preise nicht selber festlegen und Aufträge nicht ablehnen, ohne, dass wir negative Folgen davon tragen müssen. Uber Eats legt die Preise fest und wir haben kein Mitspracherecht. Wir sind abhängig von Uber Eats und sie nicht von uns.» Zudem würden sie das gesamte Risiko auf den Arbeitnehmer abwälzen.

Fahrdienst Uber

Mehr Sicherheit oder weniger Stau?

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

101
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

20
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

101
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

20
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

41
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • juan malverde 05.12.2019 06:28
    Highlight Highlight Uber, wir brauchen dieses profitgeile, asoziale unternehmen nicht!
    Benutzer Bild
  • Masche 05.12.2019 00:08
    Highlight Highlight Ich verstehe überhaupt nicht, weshalb man behördlicherseits nicht schon längstens gegen Uber vorgegangen ist. Wenn ich beispielsweise eine Reinigungskraft für zu Hause für einen halben Tag pro Woche engagiere, muss ich sie bei der AHV anmelden und Unfallversicherung bezahlen. Andernfalls ich mich sofort strafbar mache. Wenn Uber aber Kuriere engagiere, drückt man sich herum. Entweder hat man Angst vor dem Milliardenkonzern oder es sind da noch andere Interessen im Spiel.
  • Walter Hechtler 04.12.2019 23:29
    Highlight Highlight Du kannst machen was Du willst aber besser einen Job bei UBER eats als am Trog Welfare Sozialleistungen und daher auf meinem Portmonnaie sitzen und nichts tun.
    • sowhat 05.12.2019 06:53
      Highlight Highlight Genau solche Arbeitsverhältnisse sorgen dafür, dass die Leute "auf deinem Portemonnaie sitzen". Man kann davon nämlich nicht leben. Auch wenn der junge fite Mann über Mittag recht verdient, reicht das nicht zum Leben. Der Arbeitstag besteht ja nicht nur aus Spitzenzeiten. Im Vollzeitjob kann das nicht aufgehen.
    • Fanta20 05.12.2019 09:09
      Highlight Highlight Im Hier und Jetzt mag das schon sein was Sie sagen, aber wenn die Person dann später im Ruhestand Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen bezieht, weil kein (oder nicht ausreichend) Alterskapital aus 1. und 2. Säule vorhanden ist, passiert genau das trotzdem.
  • fax 04.12.2019 23:20
    Highlight Highlight Uber: Einfach nicht!
  • nine 04.12.2019 22:46
    Highlight Highlight Scheinselbständigkeit. Es wird Zeit das die nationale Politik diese praxis unterbindet.
  • THEOne 04.12.2019 22:02
    Highlight Highlight komisch, alle regen sich jetz über uber (eat) auf. aber bestellen sich trotzdem jedesmal einen.
    • EvilBetty 05.12.2019 06:52
      Highlight Highlight Äh... nein?
    • Butschina 05.12.2019 16:29
      Highlight Highlight Ähn nein. Weder Uber Taxi noch eat. Sowas unterstütze ich nicht.
    • Special K 06.12.2019 08:33
      Highlight Highlight Nein. Ich nutze Uber nicht und auch Uber Eats nicht. Das sind elende Ausbeuter und gehören verboten.
  • Spargel 04.12.2019 21:34
    Highlight Highlight Und: die Ahv sollte Uber Schweiz als Betriebsstätte ansehen, was Sie auch ist, da diese Mitarbeiter ausbildet. Somit erübrigt sich die Frage ob Uber Holland oder Santa Claus Arbeitgeber ist. Und Pps: Die AHV resp. SVA ZH könnte auf die Organe der Ch Firma zugreifen.. Leider ist der SVA der Begriff Betriebsstätte wohl ein Fremdwort. KURZ: Das Problem wäre rasch lösbar. Die Suva und SVA ging Uber auf respektive deren Winkeladvokaten auf den Leim. Weiter müsste der Bund eingreifen aufgrund Art. 7 über den unlauteren Wettbewerb. Die Berater von Uber sind doof, läuft die GmbH noch in der CH
  • Spargel 04.12.2019 21:28
    Highlight Highlight Problem: Gericht ist nicht einig, wer denn Arbeitgeber der Fahrer ist, Uber Holland oder Uber Niederlassung der Schweiz. Uber sagt, Schweiz nix zu tun mit Kuriere da Zahlung und Vertrag über Uber Holland. Dass Kuriere Unselbständig eigentlich klar. Uber nutzt somit die Zeit, bis Gericht einig, wer eigentlich Arbeitgeber ist. Ein Witz, denn so könnte jeder Unternehmer in der Ch einfach eine Firma in Swaziland eröffnen und den Arbeits Ertrag und die Lohn Zahlung über Swaziland machen und sagen: diese ist Arbeitgeber...
  • Habra 04.12.2019 21:05
    Highlight Highlight Mich nervt, dass irgendwelche Firmengründer mit Hilfe einer App denken, eine Geschäftsidee ohne Rücksicht auf gesetzliche Bestimmungen in bestimmten Ländern anbringen zu können. Nun sind in den zivilisierten Ländern Europas halt auch arbeitsrechtliche Auflagen zu beachten.
    Was hätte ich wohl ein Problem in den USA, wenn ich eine Firma zu gründen wollte, die ein spezieller Lieferservice für Rohmilchkäsesorten und diverse Weine wäre. (Man suche mal nach einem Artikel Rohmilchkäse von Oliver Baroni)
    Dann kann ich mir auch kein Mimimi über die bösen Einschränkungen des Gesetzgebers leisten.
  • landre 04.12.2019 20:24
    Highlight Highlight Habe im öffentlichem Raum bzw. Interesse noch kein "Uber-Roboter" irgendwelche physische Dienstleistung leisten gesehen. Soweit nur digital dirigiert verknüpfte Daten. Also ist das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Mensch (benötigte Human Ressource) und Wirtschaftlichkeit (Profit) bei Uber absolut explizit.
  • Thom Mulder 04.12.2019 19:13
    Highlight Highlight Sklaverei nenne ich so etwas.
  • Firefly 04.12.2019 19:06
    Highlight Highlight Nun, sie werden von Uber bezahlt und nicht vom Endkunden oder? Also, dann arbeiten sie auch für Uber. Was gibts denn da zu rütteln?

  • FrancoL 04.12.2019 18:35
    Highlight Highlight Mir würde ein Essen unter diesen Bedingungen geliefert im Hals stecken bleiben.
    • Silent_Revolution 04.12.2019 19:17
      Highlight Highlight Da müsste dir fast jedes Essen im Hals stecken bleiben, wenn die Hintergrundbedingungen der Zutaten ähnliche Beachtung finden würden.
      Ob der Lieferant am Ende der Kette auch noch ausgebeutet wird 🤷.

      Online geben wir zwar an, alle nur lokal, im Restaurant / Metzger / beim Bauern unseres Vertrauens einzukaufen, in der Realität sind diese weder vertrauenswürdig, noch nehmen wir es damit so genau.

      Ob in der Landwirtschaft, in der Zulieferung, im Gesundheitswesen, Verkauf oder sonst wo. Zuunterst in der Befehlskette werden alle gnadenlos ausgebeutet. Das ist systembedingt und wird so bleiben.
  • Tom Scherrer (1) 04.12.2019 18:26
    Highlight Highlight Natürlich sind sie nicht Selbständig. Siebarbeiten nicht in eigenem Naben und können nicht bei den Preisen nicht mitentscheiden.

    Dafür können sie Aufträge annehmen oder eigenverantwortlich ablehnen.

    Es scheint ein Handelsreisender Vertrag auf Provisionsbasis zu sein und der unterliegt dem OR und ist Sozialversicherungsrelevant.

    Nix da mit Selbständig.

    Also anteilmässig an der Provision muss Sozialversicherung abgerechnet werden und über7 H pro Woche gegen Berufsunfall versichert werden.

    Punkt.

    Ansonsten: raus aus der Schweiz, da bereichern sich ein paar Nerds auf kosten aller

    • Spargel 04.12.2019 23:16
      Highlight Highlight Word. Nbu aber ab 8h pro Woche.
    • Tom Scherrer (1) 05.12.2019 14:45
      Highlight Highlight An Spargel: sorry, ja klar ab 8 Std. NBU, BU gerne sofort.

      Auch Lohnausfall bei Krankheit, KiZu und auch die Pensionskasse ab ca. 1800.-/Monat.

      Das volle Programm :))

      Sich in der Schweiz bei den Studenten und den Working Poor bedienen und nicht zahlen wollen - machte mich gestern einwenig sauer. Grüssle
  • ingmarbergman 04.12.2019 18:23
    Highlight Highlight Uber müsste halt den Fahrern die Freiheit lassen, die Preise selbst zu bestimmen. Nur dann wäre es ein freier Markt.
    Bloss weiss uber, dass sie dann nicht mehr die billigsten wären, sondern gegen die anderen Kurierunternehmen ankämpfen müssten.
    Uber ist nur deshalb „disruptiv“, weil sie die Preise ins Nirvana drücken.
    • Rainbow Pony 04.12.2019 18:52
      Highlight Highlight Disruptiv ist, wie du richtig sagst, an der Idee überhaupt nichts: Mosis gibts, zumindest in Zürich, schon seit gefühlt 20 Jahren.
    • Special K 06.12.2019 08:36
      Highlight Highlight @Rainbow, weiss man eigentlich unter welchen Bedingungen die Mosi‘s Kuriere arbeiten?

      Ich frage mich schon lange, wie das Geschäft bei denen aufgehen soll.
  • Flo1914 04.12.2019 18:19
    Highlight Highlight Wieso sollte ich eigentlich bei Uber Eats bestellen? Die meisten Pizzerias haben einen eigenen Kurier, und wenn es mal etwas anderes sein soll, kann man ja hingehen.
    • dä dingsbums 04.12.2019 23:08
      Highlight Highlight Wenn man weder rausgehen noch eine Pizza essen will, ist es schon eine Alternative.

      Ich hab mir noch nie etwas anderes als eine Pizza liefern lassen und auch das ist schon Jahre her, aber andere Leute tun halt andere Dinge.

      An der Lieferung per se ist ja auch nichts einzuwenden, wenn Firmen wie Uber nicht tiefe Preise auf Kosten der Arbeiter anbieten würden.
  • Locutus70 04.12.2019 17:58
    Highlight Highlight Das ist so ein typisches Modell des allgegenwärtigen Kapitalozän. Es folgt immer dem gleichen Muster: Verspreche der Maße billige Preise oder kostenlose Angebote, zahle deinen Angestellten Hungerlöhne und am Ende verdienst du am meisten damit. Denn letztlich interessiert sich die Maße mehr für billig oder kostenlos denn für die Leute die dort arbeiten.
    • tr3 04.12.2019 18:45
      Highlight Highlight Masse. Maße sind etwas anderes.
  • TheClouder 04.12.2019 17:53
    Highlight Highlight Dass die Gesellschaft das akzeptiert und davon profitiert ist nicht gerade vielversprechend für die Zukunft. Viele Fahrer haben einfach keine andere Wahl als so einen Deal anzunehmen. Aber hey, dafür gibts weniger Arbeitslose... ... waaaait a second.
  • Vecchia 04.12.2019 17:44
    Highlight Highlight "Dass es unter den Kurieren viele mit Migrationshintergrund habe, wolle man nicht abstreiten. ...."

    Und wieviele davon sind Working Poors, die hauptberuflich zuwenig verdienen um den Lebensunterhalt zu bestreiten und deshalb einen Nebenjob brauchen?

    Es ist ja nicht nur Uber, andere Kurier-/Logistik-Unternehmen (auch solche, die mit der Post verbunden sind) bezahlen zwar AHV etc., die Arbeitsbedingungen und Löhne sind jedoch ein Hohn.

    Die Amerikanisierung des Schweizer Arbeitsmarktes muss Grenzen haben.
    • FrancoL 04.12.2019 18:34
      Highlight Highlight Richtig Grenzen müssen her und auch die Arbeit als "Selbständigkeit" zu taxieren ist ein Hohn, sie ist es nicht, auch wenn die Ämter sich schwer tun dies endlich einmal so zu deklarieren.
    • Vecchia 04.12.2019 18:53
      Highlight Highlight FrancoL

      Ich nehme an, die Uber-Kuriere melden ihre sogenannte Selbständigkeit nicht bei der SVA an. Denn in der Regel prüft die SVA solche Arbeitsverhältnisse sehr genau und so schnell gilt man nicht als "selbständig erwerbend" wenn man für eine Firma arbeitet. Die Kriterien sind ziemlich streng. Aber zuerst muss die AHV mal wissen, das überhaupt gearbeitet wird.

      https://www.svazurich.ch/se


    • Spargel 04.12.2019 23:17
      Highlight Highlight Rot Grün Zürich schaut zu
    Weitere Antworten anzeigen
  • theshark 04.12.2019 17:36
    Highlight Highlight Das Rating beeinflusst das Einkommen, klar. Wieso sollen eigentlich solche Ratings nicht Generell eingeführt werden? So zum Beispiel beim Arzt, der Gemeindeverwaltung, der SBB oder beim Bänkler. War nur ein Gedanke.
    • Firefly 04.12.2019 19:06
      Highlight Highlight Weil nicht jeder Experte für alles ist.

      Auch wenn das heutzutage viele von sich glauben zu sein.
    • FrancoL 04.12.2019 19:58
      Highlight Highlight Weil Rating teilweise viel zu subjektiv sind und man nur dann bewerten sollte, wenn man eine Ahnung von der Bewertung hat.
    • Special K 06.12.2019 08:40
      Highlight Highlight weil man als Laie die Qualität einer Ärztin oder eines Arztes schlecht beurteilen kann. Google sagt mir, ich habe Krebs, aber meine Ärztin sagt, es sei alles in Ordnung 👎
  • Ganesh LXIX 04.12.2019 17:30
    Highlight Highlight Frau Elster, der Name ist Programm.

17 Tonnen CO2 für einen Elektroauto-Akku? Das steckt hinter dem Mythos

Für Kritiker der Elektromobilität war die «Schweden-Studie» vor zwei Jahren ein gefundenes Fressen: Sie sahen sie als Beleg, dass E-Autos kaum umweltfreundlicher als Verbrenner seien. Die gleichen Forscher kommen nun zu einem ganz anderen Schluss.

Haben Elektroautos wegen der aufwendigen Produktion der Batterien kaum ökologische Vorteile gegenüber konventionellen Fahrzeugen? Eine Studie aus Schweden vor zwei Jahren hatten Gegner der E-Mobilität so ausgelegt. Nun zeichnen neue Daten derselben Forscher ein ganz anderes Bild.

Bei der Produktion der Batterien von Elektroautos werden laut einer neuen Studie inzwischen weniger klimaschädliche Gase ausgestossen als vielfach angenommen. Einer der Hauptgründe dafür sei, dass die …

Artikel lesen
Link zum Artikel