Schweiz
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«Schweiz entköppeln» – Köppel-Verfluchung kostet Theater Neumarkt 50'000 Franken

Mit der Aktion «Schweiz entköppeln» sorgte das Theater Neumarkt für Aufsehen und für rote Köpfe. Die umstrittene Performance hat jetzt auch finanzielle Folgen für das Zürcher Theater: Es muss auf 50'000 Franken aus der kantonalen Kulturförderung verzichten. 



Auf rund 50'000 Franken muss das Theater Neumarkt nächstes Jahr verzichten, berichtet «Blick». Grund für die die finanzielle Abmahnung ist die Theaterperformance «Die Schweiz entköppeln», in deren Verlauf man SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel verfluchen konnte. Sie kostete die kantonalen Stellen einiges an Aufwand. 

Streichung sämtlicher Subventionen

Die Stadtzürcher SVP findet diese Strafe nicht hart genug. In einem Communiqué verurteilt die Partei die Aktion erneut und fordert die Streichung sämtlicher kantonaler und städtischer Subventionen – rund 5,4 Millionen Franken. Auf diese Forderung ist der Zürcher Regierungsrat nicht eingegangen. 2017 erhält das Theater im Niederdorf 280'000 Franken aus der kantonalen Förderung – bis anhin waren es 330'000 Franken. Diesen Betrag wird das Theater im Jahr 2018 voraussichtlich auch wieder erhalten. 

Nicht das erste Mal

Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Theater Neumarkt mit Köppel beschäftigt. 2013 inszenierte Regisseur Milo Rau während drei Tagen einen öffentlichen Gerichtsprozess gegen den «Weltwoche»-Chef. Köppel wurden unter anderem «Panikmache, Diffamierung und Rassendiskriminierung» vorgeworfen. Der fiktive Prozess endete damals mit einem Freispruch. (gin/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 29.11.2016 06:59
    Highlight Highlight Zur Erhabenheit der Kulturschaffenden

    Ich bin als Kulturschaffender so dankbar, dass die Kleingeister, Erdmännchen, Erbsenzähler, bref all die Bünzlis mir mit der Herstellung aller zivilisatorischen Güter ein bequemes Umfeld schaffen. Dankbar bin auch meinen Eltern, den Steuerzahlenden und den Lottospielern für die Möglichkeit, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ohne mich um die Mühseligkeiten des Alltäglichen und Banalen kümmern zu müssen. Als kleines Dankeschön bemühe ich mich, sie bei jeder Gelegenheit zu veräppeln.
  • Herbert Anneler 25.11.2016 07:02
    Highlight Highlight Köppel wird wohl für die Verteilung der Weltwoche auch subventioniert. Wenn ich sehe, wie infam er über andere herzieht, ist die Streichung von Theatersubventionen ganz klar Zensur von Rechts. So fängt es immer an: Grosse Empörung, Kuschen vor Rechts, Rechts wird immer frecher - entartete Kunst, Bücherberbrennung, Politisierung von ProfessorInnenwahlen...und irgendwann wird der Sack dann ganz zugemacht. Wo keine Freiheit der Kunst, dort auch keine Freiheit der Gedanken! Stoppt den Anfängen!
  • Soli Dar 24.11.2016 21:55
    Highlight Highlight Wetwoche und SVP hetzen ständig g egen Minderheit oder Andersdenkenden mit dem Argument der Meinungsfreiheit, aber wehe jemand kritisiert Köppel oder sonst wer von der mächtigsten Volkspartei...
    • Moti_03 26.11.2016 01:19
      Highlight Highlight Sorry, aber das war ja keine "Kritik". Bitte genauer informieren, sonst hätte es sicher keine Kürzungen gegeben. Und ja, sie machen ja nicht immer genau das gleiche hier auf Watson? :-) sie hetzen permanent gegen die svp.
    • Soli Dar 26.11.2016 10:56
      Highlight Highlight Wer im Glashaus sitzt sollte halt nicht ständig mit Steinen werfen...
    • Moti_03 26.11.2016 12:45
      Highlight Highlight Und schon wieder eine worthülse mit Null Inhalt. Schade. Sie sind ja eigentlich genau gleich ;-) http://;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • The oder ich 24.11.2016 13:35
    Highlight Highlight Jetzt kommt's aber köppeldick für das Theater.



    Totschweigen wird künftig wohl günstiger sein.
  • Ridcully 24.11.2016 13:31
    Highlight Highlight Der Punkt ist: Die Schweiz zu entköppeln wird uns viel mehr kosten als die 50'000.- CHF
    • Soli Dar 24.11.2016 22:06
      Highlight Highlight Wir könnten ja Köppel die "Subventionen" streichen und ihn mittels Nicht Wiederwahl aus dem Nationalrat schmeißen.
  • pamayer 24.11.2016 13:20
    Highlight Highlight Jetzt geht's los: die Kunst wird in den strafbaren Bereich hineingezerrt und künstlerische Äusserungen nicht mehr als solche, sondern als Ehrverletzung u.ä. taxiert.
    Harte Zeiten.
    • walsi 24.11.2016 13:31
      Highlight Highlight Was hätten sie gesagt wenn es die gleiche Aktion gegen eine linke Politikerin gegeben hätte? Z.B. Bundesrätin Somaruga? Würden sie dann auch etwas von künstlerische Freiheit schwafeln oder es einfach dumbe braune Hetze?
    • D(r)ummer 24.11.2016 13:40
      Highlight Highlight Kunst wäre es, wenn Köppels Argumente mit einer Theatervorstellung, die extreme Doppelmoral enthält, in einen Vergleich gesetzt würden der die Zuschauer komplett aus dem Rahmen schmeisst und wirklich zum nachdenken anregt.
      Ängste mit (perversen) Auswahlantworten bewirtschaften ist nicht so Kunstvoll, ehrlich.
    • Aged 24.11.2016 16:05
      Highlight Highlight @walsi: das Beisp betreffend Somaruga hat es gegeben. Nicht als Theater, sondern live und über Monate und nicht zu Ende. Was Köppel offensichtlich täglich tun darf ist einem Theater verboten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Teslanaut 24.11.2016 13:10
    Highlight Highlight Reine Zeitverschwendung sich mit Köppel zu beschäftigen! Einfach ignorieren! Es gibt noch ein Typ, der einem bald überall hin verfolgt: Dr. Daniele Ganser, ein Verschwörungstheoretiker, dessen Fanboys ständig Videos von ihm auf Social-Media's verbreiten. Sowohl Köppel wie auch Ganser touren durch die Schweiz und verbreiten ihre Theorien zur EU, USA, UNO und NATO.
    • D(r)ummer 24.11.2016 13:28
      Highlight Highlight Es ist interessant, dem Herrn Ganser zuzuhören.
      Er durchforstet Ecken gewisser Sachverhalte und trägt aktuelle Fakten mit Fakten aus dem Archiv zusammen, referiert dies vor einem grossen Publikum und animiert Menschen zu kritischem Denken. Ich denke, er kann nichts dafür, dass er seinen Beruf in einer schwierige Sparte gefunden hat und zusätzlich als "Erklärer der Wahrheit" (er sagt selbst, dass er es nicht ist) gefeiert wird. Es ist ja nichts neues, dass auf der Welt Krumme Dinger gedreht werden. Ganser trifft regelmässig einflussreiche aus der Industrie und darf diese dann auch kritisieren.
    • moedesty 24.11.2016 16:39
      Highlight Highlight Schade dass die Aussagen von Ganser alle auf FAKTEN basieren. Das heisst er kann kein Verschwörungstheoretiker sein. Denn es sind keine Theorien. Ich mache ein Beispiel:
      Der erste und der zweite Irakkrieg wurden aufgrund von Lügen gestartet. Einmal mit "Weapon of Mass Destruction", im Nachhinein von Rumsfeld zugegeben dass er gelogen hat. Und beim zweiten das Mädchen dass live im TV aussagte, dass die Iraker kuweitische Neugeborene in Spitäler umbringen. Das Mädchen war aber nie im Kuwait, denn sie war die Tochter des kuwaitischen Konsulatschef in den USA.
      was sagst du dazu? Fakten?
    • Fabio74 24.11.2016 20:03
      Highlight Highlight @Ganser bastelt sich die Welt wie sie ihm passt
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