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Regierungsrat Mario Fehr liesst seinen Pass ein anlaesslich der Pressekonferenz zur automatisierten Passkontrolle am Flughafen Zuerich, aufgenommen am Mittwoch, 27. September 2017. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Automatische Kontrolle am Zürcher Flughafen. Bild: KEYSTONE

Kamera statt wachsames Polizisten-Auge – automatische Kontrolle am Zürcher Flughafen



Der Zürcher Flughafen testet ab sofort an acht Schaltern die automatische Passerkennung. Das soll in Stosszeiten helfen, die Warteschlangen zu verkürzen. Die erfassten Daten würden sofort wieder gelöscht, betont der Flughafen.

Regierungsrat Mario Fehr liesst seinen Pass ein anlaesslich der Pressekonferenz zur automatisierten Passkontrolle am Flughafen Zuerich, aufgenommen am Mittwoch, 27. September 2017. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Zücher Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Bild: KEYSTONE

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) stellte sich am Mittwoch persönlich als Versuchskaninchen zur Verfügung: Biometrischen Pass auf die Glasplatte legen, warten bis der Chip gelesen ist, durch die Schleuse vor die Kamera treten und für das Foto das Gesicht in Richtung Display halten.

Weil Fehrs Pass offenbar echt und der Regierungsrat auch nicht zur Fahndung ausgeschrieben ist, öffnet sich einen kurzen Moment später die Glastür. Das Anstehen vor den Glaskabinen, in denen Polizisten das ankommende Gesicht mit dem Foto im Ausweis vergleichen, entfällt. «Für die Passagiere bedeutet dies vor allem kürzere Wartezeiten», sagte Ueli Zoelly, Chef der Kantonspolizei.

50 Prozent mehr Kapazität

Die Passkontrolle am Flughafen Zürich hat ihre Kapazitätsgrenze seit geraumer Zeit erreicht. Bis zu 40'000 Passagiere wollen hier pro Tag durch. Es ist der Ort, an dem die meisten Menschen von ausserhalb des Schengenraums in die Schweiz einreisen. Durch einen Umbau des Gebäudes soll die Kapazität nun um 50 Prozent gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 8 Millionen Franken.

Der Pilotversuch mit den automatischen Kontrollen ist ein Teil dieses Umbaus. Ob die Schalter dauerhaft bleiben und ihre Zahl noch ausgebaut wird, wollen Flughafen und Kantonspolizei im kommenden Jahr entscheiden. Die Benutzung der automatischen Schalter ist freiwillig. Die herkömmlichen Glaskabinen bleiben deshalb bestehen.

«Erlebnisreiche» Landung in Zürich dank Sturmtief «Sebastian»

Video: srf

Voraussetzung, um den automatischen Schalter nutzen zu können, sind ein biometrischer Pass und die Volljährigkeit. Zudem müssen die Passagiere entweder aus der Schweiz oder aus der EU stammen.

Bedenken von Datenschützern wegen der Kameraaufnahmen teilt man beim Zürcher Flughafen nicht. «Die Daten werden nicht gespeichert, sondern sofort wieder gelöscht», sagte Zoelly. Zudem sei das Ganze ja freiwillig. Niemand sei gezwungen, hier durchzugehen.

Falls die Schalter im kommenden Jahr definitiv eingeführt werden, wollen Flughafen und Polizei das Thema aber genauer behandeln. Auch der Datenschützer solle dann konsultiert werden.

Auch Genf will die Schleusen testen

Zürich ist nicht der einzige Flughafen, der auf Kameras statt Polizisten-Augen setzen will. Auch in Genf sollen die automatischen Schleusen getestet werden. An mehreren ausländischen Flughäfen sind solche Systeme zudem bereits im Einsatz, etwa in Amsterdam. (nfr/sda)

The Circle am Zürcher Flughafen

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mätse 27.09.2017 20:18
    Highlight Highlight Funktioniert in LCY immer super und ist schnell (einfach Pass nicht vergessen, ID reicht zwar für Einreise in UK, wird am Automaten aber nicht akzeptiert).
    "Ab sofort" heisst, dass ich das in 2h in ZRH ausprobieren kann? Ich werde es versuchen.
    • 7immi 28.09.2017 07:51
      Highlight Highlight die biometrischen daten sind suf einem chip im (biometrischen) pass gespeichert. daher klappt das nur mit dem pass ;)
    • Mätse 28.09.2017 08:17
      Highlight Highlight Um 23:00 hatte der Automat gestern leider schon Feierabend. Nur seine menschlichen Kameraden mussten noch arbeiten.
  • Ichweissnicht 27.09.2017 17:06
    Highlight Highlight In Holland schon genutzt und war überrascht wie schnell und eifach das ging.

Offen gesagt

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Viola Amherd ist die erste VBS-Vorsteherin der Nachkriegszeit, bei der man nicht das Gefühl hat, sie wolle möglichst schnell wieder weg. Das verleiht ihr Glaubwürdigkeit. Glaubwürdigkeit, die sie nutzen muss, um das Reduit endgültig einzureissen.

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