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David Larible, Mitte, auf dem Weg ins Bezirksgericht anlaesslich dem Tatvorwurf der sexuellen Handlungen mit einem Kind, aufgenommen am Dienstag, 15. August 2017, in Zuerich. Larible bestreitet, dem Maedchen Zungenkuesse verabreicht zu haben. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Beruflich ermordet: Ex-Knie-Clown David Larible.  Bild: KEYSTONE

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Bis zum Schluss hatte er um seinen Ruf gekämpft. Doch befand das Bezirksgericht seine Aussagen für nicht glaubwürdig. Der weltbekannte Clown David Larible wurde der sexuellen Handlungen mit einem Kind schuldig gesprochen. 



Was gibt es Schlimmeres für einen Clown als den Vorwurf der sexuellen Handlungen mit einem Kind? Wohl nichts. Also hat David Larible gekämpft. Um seinen Ruhm, seine Ehre, seinen Job, seine Existenz.

Schon kurz nachdem die Vorwürfe des heute 14-jährigen Mädchens gegen ihn laut wurden, setzte Larible zur Flucht nach vorne an. Verteidigt durch Valentin Landmann, der dafür bekannt ist, seinen Mandanten zum Schritt in die Öffentlichkeit zu raten, gab Larible der Zeitung «Blick» ein zweiseitiges Interview. Später legte er in der Sendung «TalkTäglich» beim TeleZüri seine Ansichten über die Anschuldigungen des Mädchens offen. Er habe so etwas wie ein Mutter-Theresa-Syndrom, sagte er damals. Dem armen Mädchen habe er nur helfen wollen.

Schnell drehte die Diskussion in der Öffentlichkeit. Larible wurde zum Opfer. Das Mädchen zur Schwindlerin. Wegen den schlimmen Anschuldigungen habe er Aufträge verloren, beklagte sich der Clown. Für ihn sei diese ganze Geschichte ein beruflicher Mord. Und alles nur, weil er einem Fan, einer Pubertierenden mit Minderwertigkeitskomplexen, habe beistehen wollen. 

Am Montag trat Larible dann also vor das Bezirksgericht, «um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen», wie er es morgens um acht Uhr gegenüber den wartenden Medienvertretern sagte. Das Schlimmste sei, dass ein Teil seines inneren Clowns in den letzten Monaten kaputt gegangen sei. 

David Larible, Mitte, und sein Anwalt Valentin Landmann, hinten, sprechen zu Journalisten vor dem Bezirksgericht anlaesslich dem Tatvorwurf der sexuellen Handlungen mit einem Kind, aufgenommen am Dienstag, 15. August 2017, in Zuerich. Larible bestreitet, dem Maedchen Zungenkuesse verabreicht zu haben. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Larible mit Star-Anwalt Landmann. Bild: KEYSTONE

Im Gerichtssaal führte er dann aus: «Wissen Sie, Clown zu sein, ist ein sehr spezieller Beruf.» Die Stimme fest, die Hände auf dem Tisch, die Schultern gerade, so dass sich das schwarze Jackett ein wenig zu sehr darüber spannte. Rechts neben ihm Landmann, links der Anwalt des 14-jährigen Mädchens. Die Geschädigte selbst erschien am Dienstag nicht.

Eine Dolmetscherin übersetzte Laribles italienische Worte ins Deutsche: «Wir sind keine Schauspieler, wir interpretieren keine Rolle. Wir interpretieren uns selbst. Dafür müssen wir ganz offen sein, wenn wir auf die Bühne gehen.»

Ob sich sein Verhalten gegenüber seinen Fans seit den Anschuldigungen gegen ihn verändert habe, wurde er gefragt. Kurz versagte ihm die Stimme, ein tiefer Seufzer entwischte ihm. Dann sagte er: «Sehr. Ich war immer sehr offen, so wie ich halt bin. Ich liess jede Person an mich rankommen. Doch jetzt geht das nicht mehr. Das ist schlimm, denn ich kann nicht mehr ich selbst sein. Così è – so ist es.»

David Larible - der Clown der Clowns, an der Generalprobe des Zirkus Knie in Rapperswil am Donnerstag, 27. Maerz 2014. Das Programm

Larible gehört zu den bekanntesten Clowns weltweit. Bild: KEYSTONE

Ein guter Clown sei er, weil er eine Feinfühligkeit für menschliche Emotionen besitze, sagte Verteidiger Landmann vor Gericht. Sein Markenzeichen sei, dass er mit dem Publikum in Kontakt trete.

Doch da lag genau das Problem. Denn wenn ein 60-Jähriger mit einem Fan in Kontakt tritt, wo hört da die Show des Clowns auf und wo beginnt die Beziehung zwischen einem Mann und einem Kind? Und wann wird diese Beziehung seltsam? Wann wird Nähe zu Aufdringlichkeit? Und vor allem: Wann wird sie strafrechtlich relevant?

Es waren schwierige Fragen, mit denen sich das Gericht herumzuschlagen hatte. Handfeste Beweise dafür, was im Hotelzimmer zwischen Larible und der 14-Jährigen abgelaufen war, gab es nicht. Laut Anklageschrift hat Larible im Oktober 2016 in einem Zürcher Hotelzimmer dem Mädchen drei Zungenküsse gegeben und sie am Rücken gestreichelt. Bei seinem Entscheid hatte sich das Gericht nur auf die Aussage des Mädchens und jene des Clowns stützen können. Ein Vieraugendelikt also, wo Aussage gegen Aussage steht. 

Der Verlauf des WhatsApp-Chats sollte Klarheit in diese innige Beziehung zwischen dem Clown und dem Mädchen bringen. In zwei Monaten hatten die beiden über 900 Nachrichten ausgetauscht.

Larible: I want to hug you
Mädchen: I want to hug you too and never let you go again

Larible: Do you have pictures of you?
Mädchen schickt fünf Fotos
Larible: You are beautiful.
Später Larible: I want more pictures of you.
Mädchen: Then you have to wait for the next birthday.
Zwei Wochen später Larible: I want pictures.
Mädchen schickt Bilder von einem Haus
Larible: Of you, not of buildings.

Larible: What are you curious to discover?
Mädchen: Good question.
Larible: We need to change something so we don't get bored. We need to move to the next level. 

Die Nachrichten seien viele gewesen, das stimme, sagte Larible. Er wippte leicht mit den Beinen, sein ganzer Oberkörper bewegte sich im Takt mit. «Aber wenn man einer Person sagt, dass man sie umarmen will, dann ist das nichts Sexuelles.» Ärzte hätten schliesslich bewiesen, dass es kranken Menschen helfe, wenn man sie umarme.

Und für Larible ist die 14-Jährige ein solches krankes Mädchen gewesen. Vaterlos aufgewachsen, ohne Selbstvertrauen, habe es sich ihm anvertraut. Hässlich habe es sich gefunden. Larible habe ihm nur helfen wollen. «Ich sehe nicht, was daran falsch sein soll», sagte er. 

Zuletzt fielen Laribles Verteidigungsversuche in sich zusammen. Beschönigungstendenzen und Verharmlosungen seien es, was er vor Gericht geltend gemacht habe. Es sei nicht nachvollziehbar, warum er mit einem Mädchen, das er kaum kannte, eineinhalb Stunden in einem Hotelzimmer verbracht habe. Es sei nicht nachvollziehbar, warum er eine solche Art von Konversation mit einer 14-Jährigen geführt habe. «So chattet ein Erwachsener nicht mit einem jungen Mädchen», sagte der Gerichtspräsident. 

Das Gericht liess sich von der Show des Weltstars nicht blenden. Es befand die Aussagen von dem Mädchen glaubhaft und überzeugend. Jene von Larible widersprüchlich und lückenhaft. Mit strengem Blick richtete sich der Gerichtspräsident an den Clown. «Herr Larible, Sie haben das Vertrauen eines Kindes, das Sie bewunderte, missbraucht und Sie haben einem jungen Mädchen den ersten Kuss gestohlen.» 

Das Gericht verurteilte Larible zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu 120 Franken. Die Strafe fällt bedingt aus bei einer Probezeit von zwei Jahren. Der Clown wird zudem für fünf Jahre des Landes verwiesen und muss dem Mädchen Schadenersatz in der Höhe von rund 2500 Franken und eine Genugtuung von 2000 Franken zahlen. 

Larible, schwer atmend und regungslos auf seinem Stuhl sitzend, tupfte sich mit einem Taschentuch den Schweiss von der Stirn. Er wolle das Urteil an die nächste Instanz weiterziehen, liess er geltend machen.

Doch so oder so ist jetzt schon klar: Der Vorhang der Weltbühne ist für ihn für immer gefallen. 

Clowns fühlen sich verunglimpft – von Politikern

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Video: reuters

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alan Smithee 16.08.2017 15:45
    Highlight Highlight Herr Landmann nimmt aber auch jeden
    Noch so Publicityträchtigen Fall an.
    Das er im Fall Larible Federn lassen muss
    Hätte er sich ja selbst ausrechnen können.
    Die Beweislage ist erdrückend.
    Es mag sein das es 14 jährige gibt die genau wissen was sie tun.
    Aber im Fall dieses Mädchens das mit privaten Problemen zu kämpfen hat und sich eine Vaterfigur wünscht war dies ziemlich sicher nicht der Fall.
    Das Herr Landmann seinem Mandanten
    rät in die Offensive zu gehen und sich im Nachhinein für das geschehene zu rechtfertigen ist einfach peinlich und unglaubwürdig.

    • Asmodeus 17.08.2017 09:37
      Highlight Highlight V. Landmann ist ein typischer Anwalt.

      Das bedeutet, dass er es als seine Pflicht betrachtet für seinen Mandanten das bestmögliche Ergebnis im Rahmen des Gesetzes raus zu holen.

      Ob Schuldig oder Unschuldig ist da eher zweitrangig.
      Natürlich rät er deswegen seinen Mandanten den Gang an die Öffentlichkeit.

      Die öffentliche Meinung bestimmt wer schuldig ist und wer unschuldig ist. Gerichtsurteile sind in einem Fall wo es um die berufliche Zukunft geht sekundär.

      Vor allem bekommt V.L. auf diesem Weg aber Publicity, welche ihm neue wohlhabende Mandanten verschaffen.
  • Burdleferin 16.08.2017 13:52
    Highlight Highlight Diese Nachrichten sind ekelhaft. Blind, wer darin keine perversen Absichten erkennt.
  • Prinz Eisenherz 16.08.2017 11:45
    Highlight Highlight Fact ist: es gibt keinen Beweis. Es weiss niemand, auch wenn er hier noch so tolle Kommentare abgibt, was passiert ist.

    Erst wenn die letzte Instanz ein Urteil gefällt hat, wissen wir was Sache ist.
    • carmse 16.08.2017 13:24
      Highlight Highlight Ou ja, weil die Beweislast ist so nicht schon eindeutig genug.
      Es ist im Grunde genommen irrelevant für das Urteil, was in diesem Hotelzimmer passiert ist oder nicht.
      Nur schon diese Nachrichten sind eindeutig zu viel. Er hat die Lage des Mädchens und ihre Schwärmerei eindeutig ausgenutzt. Ausserdem mute ich ihm bei diesem Chatverlauf auch sofort zu, dass er das Mädchen angefasst und geküsst hat.
      Auch ich bin der Meinung und habe es auch schon erlebt, dass sich gebrochene Mädchenherzen einiges zusammendichten können. Aber hier ist die Lage wohl eindeutig und das Urteil entsprechend angebracht.
    • Hierundjetzt 16.08.2017 13:39
      Highlight Highlight Nö. Die nächste Instanz beurteilt nur die strittigen Punkte neu, nicht den kompletten Fall

      Wir sind hier nicht in der Innerschweiz wo man 1x im Jahr alsTeilzeitrichter nebenbei noch Recht spricht

      In Zürich haben wir 100% Profis
  • rundumeli 16.08.2017 11:14
    Highlight Highlight ist sein chatverhalten unangemessen und unappetitlich ... dafür hat er eine strafe verdient! ... aber grad ein vergleich mit polanski oder woody zeigt, dass der schrei nach einem berufsverbot dann doch ein bisschen heftig.
  • Asmodeus 16.08.2017 10:08
    Highlight Highlight "Doch so oder so ist jetzt schon klar: Der Vorhang auf der Weltbühne ist für ihn für immer gefallen. "

    Wie bei Roman Polanski? :)
    • redeye70 16.08.2017 21:06
      Highlight Highlight Polanski war einfach zu berühmt und hatte ein weitverzweigtes Netzwerk bis hinauf in höchste Chargen der Politik. Manche sind eben gleicher vor dem Gesetz. Für den Clown ist wohl das Ende seiner Karrierre erreicht.
    • Asmodeus 17.08.2017 09:33
      Highlight Highlight @redeye70

      In der Schweiz vielleicht, aber in Südamerika wird das kein Schwein interessieren solange niemand die Thematik breit tritt.

      Vermutlich wird es nirgendwo ausserhalb der Schweiz überhaupt bekannt sein.
  • Lord_Mort 16.08.2017 09:53
    Highlight Highlight "Doch so oder so kst jetzt schon klar. Der Vorhang auf der Weltbühne ist für ihn für immer gefallen." Sowas kommt halt davon, wenn gewisse Medien Gericht halten, noch bevor dies die Justiz endgültig getan hat. Ich will hier niemanden in Schutz nehmen oder irgendwelche Taten rechtfertigen. Ich finde jedoch, jeder hat ein faires Verfahren verdient und das ist nunmal erst zu Ende, wenn das Urteil rechtskräftig ist und nicht an die nächst höhere Instanz weitergezogen wird.
  • peterli90 16.08.2017 09:32
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, objektiv und somit nur wenige "eigene Interpretationen" (vlcht. am Anfang mit der "Opferrolle" des Clowns, wenn überhaupt) - das erwartet man von Watson - weiter so!
  • pamayer 16.08.2017 08:42
    Highlight Highlight das chat protokoll spricht ja sehr für sich...


    merda.
    • Asmodeus 16.08.2017 11:04
      Highlight Highlight Nicht wirklich da es nur ausgewählte Auszüge sind.

      "Schick mir Fotos von Dir" kann durchaus auch damit zu tun haben, dass sich das Mädchen hässlich findet und er sie aufmuntern wollte.

      Dass man jemanden umarmen will dem es schlecht geht ist auch nicht zwingend etwas schlimmes.

      Der Teil mit "damit uns nicht langweilig wird" stösst allerdings an die Grenzen dessen was ich rational erklären kann.


      Ich zweifle nicht daran, dass da etwas Seltsames gelaufen ist, aber ich sage 10-12 von 900 Nachrichten aus dem Kontext gerissen sind nur bedingt aussagekräftig.
    • Pisti 16.08.2017 12:44
      Highlight Highlight Asmodeus das Gericht hat aber alle 900 Nachrichten gesehen. Und auch anhand von diesen das Urteil gefällt. Es ist mir sowieso schleierhaft weshalb Sexualstraftäter aus Künstlerkreisen von den Linken immer gedeckt werden. Während ein SVP-Politiker der Unschuldig ist, von den gleichen Kreisen weiterhin als Täter abgestempelt wird.
    • Asmodeus 16.08.2017 13:22
      Highlight Highlight @Pisti
      Wer ausser Dir macht das ganze denn politisch?

      Ich streite nicht ab, dass das Gericht alle Informationen kennt und zurecht geurteilt hat.

      Aber ich finde es lächerlich, wenn Leute in Kommentarspalten glauben wegen ein paar kleinen Auszügen die die Presse gierig veröffentlicht einen Fall gleich/besser beurteilen zu können als die Presse.

      Kontext ist König.
  • FKAL 16.08.2017 08:42
    Highlight Highlight Er ist 60 Jahre alt. Er weiss ganz genau was er macht und was es bedeutet Bilder von einer 14- Jährige zu wollen. Für mich ist er nicht naiv, sondern ekelhaft!
    • Ϲ.У. Иic 16.08.2017 12:17
      Highlight Highlight Ekelhaft? Oder einfach naiv? Müssen wir uns damit abfinden, dass ein Mensch nicht mehr er selbst sein kann, aus Angst vor Klagen?
      Wahrscheinlich war es einfach Pech, dass er ausgerechnet in der Schweiz auf den aufdringlichen Fan traf. In Deutschland hätte er sich maximal wegen sexueller Belästigung verantworten müssen. Denn dort hat man erkannt, dass eine 14-Jährige, urteils- und schuldfähig, kein Kind mehr ist.
      Danke Frau Serafini für die spürbaren Bemühungen, den Artikel möglichst objektiv zu halten und nicht der boulevardesken Sensationslust nachzugeben.
  • who cares? 16.08.2017 08:35
    Highlight Highlight Wenn man den Stil der Nachrichten anschaut und es von denen an die 900 gegeben hat, ist die Sache wohl klar.
    Natürlich können wir nicht wissen, was genau im Hotelzimmer abgelaufen ist, aber die Absichten werden aus den Nachrichten recht offensichtlich. An alle, die jetzt vonwegen "keine eindeutigen Beweise, Aussage gegen Aussage" kommen: wollt ihr es wie bei den Zeugen Jehovas handhaben, wo immer ein dritter Zeuge anwesend sein muss?
    So wie es aussieht, hat das Gericht aufgrund von Fakten entschieden.
  • Wilhelm Dingo 16.08.2017 08:30
    Highlight Highlight Soweit ich es beurteilen kann aufgrund der publizierten Chatprotokolle ist das Verhalten von Larible ein absolutes no-go.
    • ChlyklassSFI 16.08.2017 11:12
      Highlight Highlight Das schätze ich auch so ein. Diese Dinge schreibt man doch nicht, wenn man sich nicht hingezogen zu einer Person fühlt. Körperliche Anziehung scheint vorhanden.

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