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Abgesperrt: Am Greifensee wurde das gemütliche Zusammenhocken erschwert.
Abgesperrt: Am Greifensee wurde das gemütliche Zusammenhocken erschwert.Bild: KEYSTONE

Diese Schweizer Ausflugsorte wurden schon gesperrt

Das Wetter wird schöner, das Osterwochenende naht, die Sonne scheint: Der Drang, an die frische Luft zu gehen, wird immer grösser. Aber viele Kantone haben schon einige Ausflugsorte abgesperrt, um genau das zu verhindern. Welche, erfährst du hier.
08.04.2020, 17:0408.04.2020, 17:22

Alpstein

Die Behörden von Appenzell-Innerrhoden wollen den Zugang zu Parkplätzen in Wasserauen, Brülisau und Jakobsbad beschränken. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich zu viele Wanderer am Alpstein einfinden.

Ein beliebtes Wanderziel: Alpstein in den Appenzeller Alpen.
Ein beliebtes Wanderziel: Alpstein in den Appenzeller Alpen.Bild: KEYSTONE

Bielersee

Am Bielersee schliessen die Behörden von Biel und Nidau von Karfreitag bis Ostermontag vorsorglich alle öffentlichen Parkplätze in direkter Seenähe. Damit soll ein Massenandrang am Seeufer vermieden werden. Auch in Murten FR hat die Gemeinde den beliebten Platz am See gesperrt.

Auch Wassersportarten können zurzeit nicht wie gewohnt ausgeübt werden.
Auch Wassersportarten können zurzeit nicht wie gewohnt ausgeübt werden.bild: userinput

Brunnen: Seeufer

Bereits vergangenes Wochenende hat die Gemeinde Ingenbohl die Quaianlagen gesperrt. Sie befürchtet, dass sich wegen des schönen Wetters zu viele Menschen auf der Promenade aufhalten werden und die Corona-Massnahmen nicht mehr umgesetzt werden können. Gesperrt werden der Bellevuequai, der Waldstätterquai, der Wehrihaggen und der Bristenquai. Für Bootsbesitzer im Föhnhafen wird ein Zugang zu den Booten gewährleistet. An Werktagen wird der Quai bis auf Weiteres für Spaziergänger wieder offen sein.

Quaianlagen bleiben bis auf Weiteres gesperrt.
Quaianlagen bleiben bis auf Weiteres gesperrt.Bild: KEYSTONE

Flüelapass

Die Zufahrt zum Flüelapass GR ist gesperrt worden. Ausflügler hatten vergangenes Wochenende auf einer Länge von zwei Kilometern rund 100 Fahrzeuge auf beiden Seiten der Strasse abgestellt. Die Kantonspolizei Graubünden spricht von einem Besucherrekord – trotz Aufforderung der Behörden, wegen des Coronavirus zu Hause zu bleiben.

Ein Besucherrekord trotz Coronavirus: Autos auf dem Flüelapass.
Ein Besucherrekord trotz Coronavirus: Autos auf dem Flüelapass.Bild: userinput

Greifensee

Die Stadt Uster hat die Parkplätze am Greifensee gesperrt. Damit sollen Menschenansammlungen beim beliebten Ausflugsziel verhindert werden. Die Massnahme hat sich laut der Stadt bewährt.

Grills werden ebenfalls abgesperrt.
Grills werden ebenfalls abgesperrt.Bild: KEYSTONE

Hallwilersee

Die Gemeinden rund um den Hallwilersee befürchten, dass die Ausgangsbeschränkungen am kommenden Osterwochenende nicht eingehalten werden. Drei Viertel der Parkplätze am See wurden bereits gesperrt. «Wir reduzieren das Angebot, sodass wir nur noch Notparkplätze haben», sagt der Meisterschwander Gemeindepräsident Ueli Haller zu Tele M1. Er und die Regionalpolizei haben entschieden, das Parkplatzangebot auf Ostern hin zu minimieren. Alle Gemeinden rund um den See machen mit. Am Dienstag hat man erste Absperrungen aufgestellt. Drei Viertel aller Parkplätze stehen bereits nicht mehr zur Verfügung. Die Gemeinden empfehlen, den See ganz zu meiden.

Auch der Hallwilersee ist zurzeit menschenleer.
Auch der Hallwilersee ist zurzeit menschenleer.Bild: KEYSTONE

Klingnauer Stausee

Mit Blick auf die sonnigen Ostertage werden am Klingnauer Stausee alle Parkplätze gesperrt – die Regionalpolizei kündigt zudem verstärkte Corona-Kontrollen an. Am letzten Wochenende sind laut Regionalpolizei-Kommandant René Lippuner zahlreiche Ausflügler aus der halben Schweiz angereist.

Romantische Sonnenuntergänge sind zurzeit lieber alleine und vom Balkon zu geniessen.
Romantische Sonnenuntergänge sind zurzeit lieber alleine und vom Balkon zu geniessen.Bild: userinput

Luzern Seebecken

Der Luzerner Stadtrat befürchtet, dass an Ostern und in den anschliessenden Schulferien die Bevölkerung die Massnahmen gegen die Coronaviruspandemie auf die leichte Schulter nehmen könnte. Mit Plakaten und Appellen versucht er, Menschenansammlungen zu verhindern. Bewährt hat sich gemäss der Stadt die Sperrung der Flanierzonen rund um das Seebecken. An einzelnen Plätzen gebe es aber nach wie vor unerwünschte Menschenansammlungen.

Die einheimische Bevölkerung wird vom Luzerner Stadtrat aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Auswärtige werden gebeten, gar nicht erst in die Stadt zu kommen.

Ein Bild vom vergangenen Wochenende in Luzern.
Ein Bild vom vergangenen Wochenende in Luzern.Bild: KEYSTONE

Schaffhauser Munot

Die Stadt Schaffhausen schliesst ihr Wahrzeichen: Der Munot bleibt ab Donnerstag bis vorerst am 19. April geschlossen, wie der Munot-Verein bekannt gab. Mit der Schliessung will die Stadt verhindern, dass sich zu viele Menschen in diesem Ausflugsziel sammeln. So seien am vergangenen Wochenende Ausflügler gleich gruppenweise auf den Munot gereist, um zu picknicken.

Das berühmte Schaffhauser Wahrzeichen bleibt vorerst geschlossen.
Das berühmte Schaffhauser Wahrzeichen bleibt vorerst geschlossen.bild: userinput

Tessiner Pärke und Erholungszonen

In den letzten Tagen hätten allzu viele Personen die verhängten Massnahmen missachtet – jetzt schliesst die Gemeinde Losone Erholungszonen und sperrt Parkplätze. Auch die Stadt Lugano hat Pärke und Spazierzonen am See abgesperrt. Unter anderem hat die Stadt einige seiner beliebtesten Spazierzonen geschlossen, darunter den Park Villa Castagnola und die Lanchetta.

Die Gemeinde Losone hat die beliebte Grünzone am Ufer der Maggia gesperrt. Diese gehört zu den meistfrequentierten der Region Locarno, wie die Gemeinde festhält. Zudem müssten Hunde ab sofort an der Leine geführt werden.

Der Park Giani in Lugano bleibt bis mindestens Ende Monat geschlossen.
Der Park Giani in Lugano bleibt bis mindestens Ende Monat geschlossen.Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Yverdon: Strände

Die Stadt Yverdon-les-Bains VD schliesst wegen der Coronavirus-Krise ab Freitag den Zugang zu den Stränden am Neuenburgersee bis auf Weiteres. Am vergangenen Wochenende gab es dort zu viele und zu grosse Menschenansammlungen. Spaziergänge unter Einhaltung der vorgegebenen Abstände seien jedoch weiterhin möglich, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Besucherzahlen an den Ufern des Neuenburgersees müssten jedoch verringert werden. Aus diesem Grund wird die Zahl der Parkplätze reduziert. Die geschlossenen Bereiche werden entsprechend ausgeschildert. Die Polizei wird am Osterwochenende vor Ort sein, um sicherzustellen, dass diese Massnahmen eingehalten werden. Zuwiderhandlungen würden bestraft, heisst es im Communiqué weiter.

Fröhlich plantschen wird man so schnell nicht wieder können.
Fröhlich plantschen wird man so schnell nicht wieder können.Bild: KEYSTONE

Zürcher Seeufer

Weil sich viele Zürcherinnen und Zürcher nicht an die «Social Distancing»-Regeln halten, griff die Stadt zum Absperrband: Mehrere Gebiete und Pärke sind für die Bevölkerung kurzerhand gesperrt worden. Betreten verboten heisst es auch am Ufer des Zürichsees. Auch die Bäckeranlage und die Fritschiwiese dürfen nicht mehr fürs gemütliche Draussensitzen genutzt werden. Zudem sind die Stühle auf dem Münsterhof und auf dem Sechseläutenplatz entfernt worden. Wie die Stadt mitteilte, bittet sie ausserdem Anwohner der Agglomeration, der anderen Kantone und der ganzen Schweiz, in der aktuellen Situation nicht nach Zürich zu kommen. Es sei denn, jemand arbeite hier.

Bild aus vergangenen Zeiten: Solche Menschenansammlungen wird es für eine Weile nicht mehr geben.
Bild aus vergangenen Zeiten: Solche Menschenansammlungen wird es für eine Weile nicht mehr geben.Bild: KEYSTONE

(cki/sda)

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bee89
08.04.2020 19:28registriert Mai 2018
Schon tragisch, dass sowas überhaupt notwendig ist und die Leute sich nicht einfach zusammen reissen können. Man kann auch bei sich im Quartier spazieren, wo man kaum Menschen begegnet und den Abstand ohne Probleme einhalten kann.
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FyRn4d4
08.04.2020 17:31registriert März 2017
Eigentlich sehr traurig, dass solche Massnahmen nötig sind.
Ich verstehe ja den Drang nach draussen zu gehen. Aber geht das nicht auch in dem man einfach von sich zu Hause aus spazieren geht? Wieso muss man ausgerechnet jetzt Hotspots besuchen?
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In der Strom-«Arena» stritt jeder mit jedem – bis ein Rentner allen die Leviten las
Braucht es eine Solaroffensive? Oder mehr Atomstrom? Wer ist schuld an allem? In der SRF-«Arena» zur drohenden Strommangellage schob man sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe.

Man wähnt sich derzeit in einem Déjà-vu. Sowohl auf der Makro- als auch auf der Mikro-Ebene. Auf der Makro-Ebene scheint die ganze Welt – und mit ihr die Schweiz – von einer Krise in die nächste zu schlittern. Als wären die Krisen Staffelläufer, die sich nach einer Verwüstungsrunde um den Globus den Krisenstab weiterreichen.

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