Schweiz
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Abgesperrte Bereiche und Parkplaetze zeigen sich rund um den Greifensee, aufgenommen am Samstag, 4. April 2020 in Greifensee. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Abgesperrt: Am Greifensee wurde das gemütliche Zusammenhocken erschwert. Bild: KEYSTONE

Diese Schweizer Ausflugsorte wurden schon gesperrt

Das Wetter wird schöner, das Osterwochenende naht, die Sonne scheint: Der Drang, an die frische Luft zu gehen, wird immer grösser. Aber viele Kantone haben schon einige Ausflugsorte abgesperrt, um genau das zu verhindern. Welche, erfährst du hier.



Alpstein

Die Behörden von Appenzell-Innerrhoden wollen den Zugang zu Parkplätzen in Wasserauen, Brülisau und Jakobsbad beschränken. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich zu viele Wanderer am Alpstein einfinden.

Auf der Wanderung vom Aescher in Richtung Chobel im Kanton Appenzell-Innerrhoden ist am Samstagnachmittag ein Wanderer zu Tode gestürzt.

Ein beliebtes Wanderziel: Alpstein in den Appenzeller Alpen. Bild: KEYSTONE

Bielersee

Am Bielersee schliessen die Behörden von Biel und Nidau von Karfreitag bis Ostermontag vorsorglich alle öffentlichen Parkplätze in direkter Seenähe. Damit soll ein Massenandrang am Seeufer vermieden werden. Auch in Murten FR hat die Gemeinde den beliebten Platz am See gesperrt.

Bielersee;  Seeland (Photo: Stefan Weber)

Auch Wassersportarten können zurzeit nicht wie gewohnt ausgeübt werden. bild: userinput

Brunnen: Seeufer

Bereits vergangenes Wochenende hat die Gemeinde Ingenbohl die Quaianlagen gesperrt. Sie befürchtet, dass sich wegen des schönen Wetters zu viele Menschen auf der Promenade aufhalten werden und die Corona-Massnahmen nicht mehr umgesetzt werden können. Gesperrt werden der Bellevuequai, der Waldstätterquai, der Wehrihaggen und der Bristenquai. Für Bootsbesitzer im Föhnhafen wird ein Zugang zu den Booten gewährleistet. An Werktagen wird der Quai bis auf Weiteres für Spaziergänger wieder offen sein.

Die Gemeinde Ingenbohl, hinten, mit dem Ortsteil Brunnen, vorne, aus Sicht von Seelisberg am Donnerstag, 6. Februar 2020. Die Bevoelkerung der Gemeinde Ingenbohl stimmt am nachsten Sonntag ueber einen Namenwechsel der Gemeinde Ingenbohl zur Gemeinde Brunnen ab. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Quaianlagen bleiben bis auf Weiteres gesperrt. Bild: KEYSTONE

Flüelapass

Die Zufahrt zum Flüelapass GR ist gesperrt worden. Ausflügler hatten vergangenes Wochenende auf einer Länge von zwei Kilometern rund 100 Fahrzeuge auf beiden Seiten der Strasse abgestellt. Die Kantonspolizei Graubünden spricht von einem Besucherrekord – trotz Aufforderung der Behörden, wegen des Coronavirus zu Hause zu bleiben.

Du willst über Ostern ins Tessin? Was du jetzt dazu wissen musst
#staythefuckhome... kann ja nicht so schwierig für ein paar Wochen... scheinbar doch.. tägliches Skitouren Desaster am Flüelapass... 🤬🤬

Ein Besucherrekord trotz Coronavirus: Autos auf dem Flüelapass. Bild: userinput

Greifensee

Die Stadt Uster hat die Parkplätze am Greifensee gesperrt. Damit sollen Menschenansammlungen beim beliebten Ausflugsziel verhindert werden. Die Massnahme hat sich laut der Stadt bewährt.

Abgesperrte Bereiche und Parkplaetze zeigen sich rund um den Greifensee, aufgenommen am Samstag, 4. April 2020 in Greifensee. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Grills werden ebenfalls abgesperrt. Bild: KEYSTONE

Hallwilersee

Die Gemeinden rund um den Hallwilersee befürchten, dass die Ausgangsbeschränkungen am kommenden Osterwochenende nicht eingehalten werden. Drei Viertel der Parkplätze am See wurden bereits gesperrt. «Wir reduzieren das Angebot, sodass wir nur noch Notparkplätze haben», sagt der Meisterschwander Gemeindepräsident Ueli Haller zu Tele M1. Er und die Regionalpolizei haben entschieden, das Parkplatzangebot auf Ostern hin zu minimieren. Alle Gemeinden rund um den See machen mit. Am Dienstag hat man erste Absperrungen aufgestellt. Drei Viertel aller Parkplätze stehen bereits nicht mehr zur Verfügung. Die Gemeinden empfehlen, den See ganz zu meiden.

Das Ufergebiet des Hallwilersees zwischen Beinwil am See und Mosen, am Dienstag, 23. Juli 2019. Laut Augenzeugen soll sich im Hallwilersee seit mindestens einer Woche ein rund 1,5 m langer Kaiman befinden, was jedoch noch nicht offiziell bestaetigt werden konnte. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Auch der Hallwilersee ist zurzeit menschenleer. Bild: KEYSTONE

Klingnauer Stausee

Mit Blick auf die sonnigen Ostertage werden am Klingnauer Stausee alle Parkplätze gesperrt – die Regionalpolizei kündigt zudem verstärkte Corona-Kontrollen an. Am letzten Wochenende sind laut Regionalpolizei-Kommandant René Lippuner zahlreiche Ausflügler aus der halben Schweiz angereist.

Bild

Romantische Sonnenuntergänge sind zurzeit lieber alleine und vom Balkon zu geniessen. Bild: userinput

Luzern Seebecken

Der Luzerner Stadtrat befürchtet, dass an Ostern und in den anschliessenden Schulferien die Bevölkerung die Massnahmen gegen die Coronaviruspandemie auf die leichte Schulter nehmen könnte. Mit Plakaten und Appellen versucht er, Menschenansammlungen zu verhindern. Bewährt hat sich gemäss der Stadt die Sperrung der Flanierzonen rund um das Seebecken. An einzelnen Plätzen gebe es aber nach wie vor unerwünschte Menschenansammlungen.

Die einheimische Bevölkerung wird vom Luzerner Stadtrat aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Auswärtige werden gebeten, gar nicht erst in die Stadt zu kommen.

Menschen geniessen das schoene Fruehlingswetter am Vierwaldstaettersee in Luzern am Sonntag, 5. April 2020. (KEYSTONE/Alexandra Wey).

Ein Bild vom vergangenen Wochenende in Luzern. Bild: KEYSTONE

Schaffhauser Munot

Die Stadt Schaffhausen schliesst ihr Wahrzeichen: Der Munot bleibt ab Donnerstag bis vorerst am 19. April geschlossen, wie der Munot-Verein bekannt gab. Mit der Schliessung will die Stadt verhindern, dass sich zu viele Menschen in diesem Ausflugsziel sammeln. So seien am vergangenen Wochenende Ausflügler gleich gruppenweise auf den Munot gereist, um zu picknicken.

schaffhausen munot

Das berühmte Schaffhauser Wahrzeichen bleibt vorerst geschlossen. bild: userinput

Tessiner Pärke und Erholungszonen

In den letzten Tagen hätten allzu viele Personen die verhängten Massnahmen missachtet – jetzt schliesst die Gemeinde Losone Erholungszonen und sperrt Parkplätze. Auch die Stadt Lugano hat Pärke und Spazierzonen am See abgesperrt. Unter anderem hat die Stadt einige seiner beliebtesten Spazierzonen geschlossen, darunter den Park Villa Castagnola und die Lanchetta.

Die Gemeinde Losone hat die beliebte Grünzone am Ufer der Maggia gesperrt. Diese gehört zu den meistfrequentierten der Region Locarno, wie die Gemeinde festhält. Zudem müssten Hunde ab sofort an der Leine geführt werden.

Bild aus vergangenen Zeiten: Der Park Giani in Lugano bleibt bis mindestens Ende Monat geschlossen.

Der Park Giani in Lugano bleibt bis mindestens Ende Monat geschlossen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Yverdon: Strände

Die Stadt Yverdon-les-Bains VD schliesst wegen der Coronavirus-Krise ab Freitag den Zugang zu den Stränden am Neuenburgersee bis auf Weiteres. Am vergangenen Wochenende gab es dort zu viele und zu grosse Menschenansammlungen. Spaziergänge unter Einhaltung der vorgegebenen Abstände seien jedoch weiterhin möglich, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Besucherzahlen an den Ufern des Neuenburgersees müssten jedoch verringert werden. Aus diesem Grund wird die Zahl der Parkplätze reduziert. Die geschlossenen Bereiche werden entsprechend ausgeschildert. Die Polizei wird am Osterwochenende vor Ort sein, um sicherzustellen, dass diese Massnahmen eingehalten werden. Zuwiderhandlungen würden bestraft, heisst es im Communiqué weiter.

A female duck with his ducklings go to the Lac de Neuchatel during the sunny and warm weather, in Gletterens, Switzerland, Friday, June 28, 2019. The forecast predicts hot weather in Switzerland with maximum temperature at 38 degrees Celsius. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Fröhlich plantschen wird man so schnell nicht wieder können. Bild: KEYSTONE

Zürcher Seeufer

Weil sich viele Zürcherinnen und Zürcher nicht an die «Social Distancing»-Regeln halten, griff die Stadt zum Absperrband: Mehrere Gebiete und Pärke sind für die Bevölkerung kurzerhand gesperrt worden. Betreten verboten heisst es auch am Ufer des Zürichsees. Auch die Bäckeranlage und die Fritschiwiese dürfen nicht mehr fürs gemütliche Draussensitzen genutzt werden. Zudem sind die Stühle auf dem Münsterhof und auf dem Sechseläutenplatz entfernt worden. Wie die Stadt mitteilte, bittet sie ausserdem Anwohner der Agglomeration, der anderen Kantone und der ganzen Schweiz, in der aktuellen Situation nicht nach Zürich zu kommen. Es sei denn, jemand arbeite hier.

ARCHIVBILD --- ZUR MELDUNG VOM 20. MAERZ 2020, DASS DIE STADT ZUERICH WEGEN DEM CORONAVIRUS DAS GANZE SEEBECKEN SPERRT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Leute geniessen das schoene Wetter am Osterwochenende, am Ufer des Zuerichsees beim Bellevue in Zuerich, am Samstag, 26. Maerz 2016. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)....People enjoy the sunny easter weather at the shore of Lake Zuerich (in front of the Opera House), in Zurich, Switzerland, easter Saturday, 26 March 2016. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Bild aus vergangenen Zeiten: Solche Menschenansammlungen wird es für eine Weile nicht mehr geben. Bild: KEYSTONE

(cki/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bee89 08.04.2020 19:28
    Highlight Highlight Schon tragisch, dass sowas überhaupt notwendig ist und die Leute sich nicht einfach zusammen reissen können. Man kann auch bei sich im Quartier spazieren, wo man kaum Menschen begegnet und den Abstand ohne Probleme einhalten kann.
    • outdoorch 09.04.2020 08:23
      Highlight Highlight Bloss dumm, wenn Dein Quartier zufällig „Greifensee“ heisst und du mit dem Hund rausmusst🙈
    • Bee89 09.04.2020 09:10
      Highlight Highlight Wir haben keine Ausgangssperre, weil unsere Regierung auf Selbstdisziplin der Bevölkerung hofft, die offensichtlich nicht da ist. Wie man an den beliebten Ausflugszielen sehen kann und deshalb sind diese Massnahmen notwendig.. und ja tragisch. Weil diese "einfache" Aufforderung, zu Hause zu bleiben, von viel zu vielen ignoriert wird, weil sie nur an ihr eigenes Wohl denken!
    • ulmo 10.04.2020 00:51
      Highlight Highlight Ich gehe ja gerne im Quartier spazieren. Dieses grenzt halt ans Zürcher Seeufer, welches nun gesperrt ist. Jetzt müssen sich die Anwohner einen anderen Ort zum Spazieren suchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Swen Goldpreis 08.04.2020 19:09
    Highlight Highlight Nützt das wirklich was, Parkplätze zu sperren? Ich würde ja erwarten, dass dann einfach mehr Leute jemanden bitten, sie hinzufahren oder sie nutzen gleich den Bus - was ja beides definitiv schädlicher ist, als alleine einem Ufer entlang zu spazieren - auch wenn es etwas mehr Leute hat.
    • Heb dä Latz! 08.04.2020 19:46
      Highlight Highlight @Swen Trostpreis

      Bei ihnen geht's halt nur um den Eigennutzen und den sturen Kopf den sie haben bringt sie auch nicht wirklich weiter.
    • Raphael Stein 08.04.2020 23:31
      Highlight Highlight Was hat das mit Sturheit zu tun?
      Hinterfragen wird man diese Massnahmen ja wohl noch dürfen.
    • Swen Goldpreis 09.04.2020 13:11
      Highlight Highlight Wortspiele mit Namen sind immer peinlich. Nur so als Hinweis, Herr Fickteppich (haha, war der gut!)

      Das Problem am Populismus ist, dass viele dumme Menschen einfach "Ja Ja" schreien ohne sich jemals Gedanken darüber machen, ob Massnahmen überhaupt etwas bringen oder ob sie vielleicht sogar schaden.

      Zum Mitdenken: Die Orte dürfen ja noch immer legal besucht werden. Es gibt einfach Parkverbote. Wer trotzdem gehen will (und diese Leute gibt es nun mal) wird in den Bus gezwungen mit dem Risiko zusätzlicher Ansteckungen.

      Deswegen wären Zugangsbeschränkungen sinnvoller als Parkverbote.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FyRn4d4 08.04.2020 17:31
    Highlight Highlight Eigentlich sehr traurig, dass solche Massnahmen nötig sind.
    Ich verstehe ja den Drang nach draussen zu gehen. Aber geht das nicht auch in dem man einfach von sich zu Hause aus spazieren geht? Wieso muss man ausgerechnet jetzt Hotspots besuchen?
    • bebby 08.04.2020 20:44
      Highlight Highlight Vermutlich der Drang nach etwas Fernsicht, wegkommen von der gespenstischen Stadt, die an einen Zombiefilm erinnert.
      Helfen würde ev., wenn die Parks in der Stadt offenbleiben, wie zB in Basel.
      Ebenso konzentriert sich das Reisen nun auf die kleine Schweiz, sonst sind wir auf der ganzen Welt unterwegs.
      Sobald der Regen kommt an Ostern löst sich das Problem von selbst.
    • ulmo 10.04.2020 00:48
      Highlight Highlight Ja, es ist wirklich traurig. Ich wohne 2 Minuten Fussweg vom Bellevue entfernt, und kann nun nicht mehr am See Spazieren, weil der gesperrt wurde. Ich kanns ja Nachvollziehen, aber für die Anwohner ists ein bisschen mühsam

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