Schweiz
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Gewalttätiger Häftling aus Winterthurer Klinik ausgebrochen



Der am Mittwochnachmittag aus einer Klinik in Winterthur entwichene Häftling ist kein Unbekannter: Der 32-jährige Mann wurde vor einem halben Jahr wegen Misshandlungen eines Kleinkindes zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Die Staatsanwältin zog den Fall weiter.

Falls man dem Mann begegne, solle man vorsichtig sein, teilte die Kantonspolizei Zürich am Donnerstag mit. Der Mann, der unter dem rechten Auge ein Tattoo in Form einer Träne hat, sei als gewalttätig bekannt.

Der Gesuchte stand im Dezember 2017 in Trogen vor dem Ausserrhoder Kantonsgericht. Die Anklage warf ihm eine ganze Reihe von Tatbeständen vor. Unter anderem soll er versucht haben, den damals zwischen 12 und 14 Monate alten Sohn seiner Lebenspartnerin lebensgefährlich zu verletzen oder ihn bleibend gebrechlich zu machen.

Kleinkind der Freundin geschüttelt

Unter anderem soll der Mann den kleinen Jungen aus voller Kraft geschüttelt haben, sodass der Kopf vor- und zurückschlug. Mehrmals am Tag habe er ihn geohrfeigt, bis er aus Mund und Nase blutete.

Erst als das Kind mit Verletzungen ins Spital gebracht wurde, fielen die Misshandlungen auf und es kam zu einer Anzeige. In der Verhandlung bestritt der Beschuldigte einen Teil der Vorwürfe, einige gab er aber auch zu.

Staatsanwältin legte Berufung ein

Die Staatsanwältin verlangte wegen verschiedener Straftatbestände, darunter versuchter schwerer Körperverletzung, Freiheitsberaubung oder Nötigung, eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Mindestens so wichtig sei aber eine stationäre Massnahme. Erweise sich der Angeklagte als nicht therapierbar, solle eine Verwahrung ausgesprochen werden.

Das Gericht verurteilte den damals 31-jährigen Mann nach längerer Beratung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Eine stationäre Massnahme verfügte es nicht.

Die Staatsanwältin zog das Urteil an die nächste Instanz weitergezogen. Der Fall sei noch hängig, sagte Michael Friedli, Sprecher der Ausserrhoder Staatsanwaltschaft, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Wann der Fall vor Obergericht verhandelt wird, konnte Friedli nicht sagen. Es seien noch Gutachten zum Beschuldigten ausstehend.

Fahndung läuft

Der Häftling befand sich in der Strafanstalt Pöschwies im vorzeitigen Strafvollzug, wie das Zürcher Amt für Justizvollzug mitteilte. Er habe sich aufgrund einer disziplinarischen Sanktion im Arrest befunden und sei kürzlich von Ärzten vor Ort wegen akuter Selbstgefährdung zur Krisenintervention in eine psychiatrische Klinik versetzt worden.

Da alle forensisch-psychiatrischen Klinikplätze belegt waren, wurde der Häftling in eine allgemeinpsychiatrische Akutabteilung der Klinik Schlosstal in Winterthur verlegt.

Von dort ist der Häftling am Mittwochnachmittag entwichen. Der Gesuchte wurde von der Kantonspolizei Zürich zur Fahndung ausgeschrieben. (cma/sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bär73 07.06.2018 15:01
    Highlight Highlight Träne unter dem Auge bedeutet normalerweise Mörder.
    Warum geht die Fahndung erst nach 1 Tag raus ? Der ist abgetaucht in dieser Zeit.
    • Sauäschnörrli 07.06.2018 15:42
      Highlight Highlight Nicht zwingend.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Tränentattoo
    • nakasara 07.06.2018 16:02
      Highlight Highlight heisst eine träne nicht das man einen kumpel verloren hat?
    • foeppeler 07.06.2018 16:07
      Highlight Highlight ah jetzt versteh ich den emoji!😢
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